Mentale Beschäftigung für den Hund - Frage zur ZOS und mehr ...

  • Bullterrierfun
Hallo in die Runde,
ich würde mich über ein paar Tipps von Euch freuen. Sorry, der Text wird lang.
Hoffe auch, ich habe den richtigen Bereich des Forums gewählt.

Offen gestanden weniger für Doggie, sondern mehr für mich bin ich derzeit auf der Suche nach ein paar neuen Anregungen, wie wir uns gemeinsam beschäftigen können.
Ich mache nichts im Verein oder irgendeiner Hundegruppe (suche sowas auch nicht), sondern beschäftige mich einfach nur allein mit meinem Hund, weil sie sich sowieso praktisch gar nicht für andere Hunde, dafür aber umso mehr für Menschen interessiert.

Was wir schon tun

Wir machen beide zusammen schon seit sie ganz klein ist begeistert Clicker-Training. Darin geht sie auch total auf. Aber so schön wie es auch ist, wenn der Hund so ein paar richtig coole Tricks kann, ich brauche selbst dabei halt auch ein bisschen Abwechslung.
Und manchmal habe ich offen gestanden dann eben einfach selbst mal keine große Lust, ihr immer neue Tricks beizubringen.
Mein Hund ist sehr interessiert an Interaktion und am Lernen, was ich sehr gerne fördere.
Da sie einen riesen Spass an Herausforderungen hat, würde ich ihr gerne mentale Abwechslung bieten, auch wenn ich mal keine Lust aufs Tricktraining habe.

Die Voraussetzungen

Ich habe kein Problem damit, dass mein Hund für Belohnung arbeitet. Also Spiele, die Leckerchen beinhalten, finde ich unproblematisch. Andere Ideen sind aber natürlich immer willkommen.
Ich suche nach Ideen, wie ich sie auf kleinem Raum und drinnen gut beschäftigen kann. Und ich suche Dinge, die auch mal für kurze 5-10 Minuten-Einlagen taugen, damit das zu unseren Spielzeiten passt.
Draussen spielt sie gerne stundenlang im Wasser. Darüber bin ich auch ganz froh, weil sie leider Umgebungsallergien hat und ich sie draussen daher auch nur eingeschränkt durch die Botanik “scheuchen” kann.

Zum eigentlichen Thema: Fragen zur Zielobjektsuche und sinnvolle Buchtipps

Ich habe mich jetzt schonmal ein bisschen umgeschaut auch angeregt von den zahlreichen Anmerkungen zur “Zielobjektsuche” hier in verschiedenen Diskussionen.
Das würde mich interessieren, weil man das offensichtlich sowohl drinnen, als auch draussen machen kann.
Suchspiele gibt es ja in den verschiedensten Facetten. Aber die ganzen Kommentare zur ZOS haben mich nun neugierig gemacht, zu erfahren ob da vielleicht noch ein bisschen mehr dran ist.
Leider finde ich nicht so wahnsinnig viel online. Und die Diskussionen, die ich dazu im Forum gefunden habe, sind doch schon recht speziell und beantworten mir meine Frage, ob das überhaupt etwas für uns ist, leider noch nicht so richtig.
Deshalb überlege ich, mir das Buch dazu zuzulegen:

Zielobjektsuche von Ina und Thomas Baumann

Meine erste Frage also wäre, wie die Einschätzung der ZOS-Erfahrenen hier ist, ob es Sinn macht, dazu nur ein Buch zu lesen und es dann auf eigene Faust zu versuchen und ob Ihr vielleicht noch spezielle Tipps dazu habt. Gleich vorab: Workshops zu diesem Thema finde ich in meiner Region leider nicht.
Deshalb bin ich auf Lesen, Internet und vielleicht ein wenig Austausch hier angewiesen.

Ich fand auch noch dieses Buch hier:
Einfach schnüffeln! Nasenspiele für den Hundealltag von Christina Sondermann

und bin am Überlegen, ob das vielleicht für unsere Situation und Voraussetzungen evtl. einfach besser geeignet sein könnte.
Ich habe wie gesagt schon versucht, mir Feinheiten zur ZOS anzulesen, konnte aber bislang noch nicht so recht den Unterschied zwischen dem “banalen Nasenspiel” und der mysteriösen ZOS herausfinden. Vielleicht gibt es ja auch gar keinen, vielleicht kann mich aber auch jemand hier erleuchten.

Beim Stöbern bin ich auch noch auf ein paar andere Anregungen gestoßen, unter Anderem diese Seite, die hier auch schonmal im Forum erwähnt wurde, wie mir die Suche verraten hat:



Da gibt es einen tollen Bereich mit Spieleanregungen.
Werde dort selber noch in Ruhe stöbern gehen und wollte es hier nur am Rande mit erwähnen für alle, die vielleicht selbst in einer ähnlichen Situation sind, wie ich.

Neben ZOS habe ich noch ein paar andere Bücher gefunden, bei denen ich ebenfalls überlege, ob ich mir eines oder mehrere davon zulege.

Das Problem: In den Rezensionen findet man bei vielen Büchern unterschiedliche Bewertungen, einige sind extrem begeistert. Die weniger begeisterten Kommentare bemängeln bei vielen Büchern besonders, dass sie maximal für absolute Trainings- und Spieleanfänger und daher wenig wertvoll für Fortgeschrittenere sind.
Da ich uns beide - Hund und mich - nicht mehr zu den den absoluten Anfängern zähle, möchte ich gerne Literatur finden, die zu unserem “Level” passt.


Dieses Buch hier interessiert mich sehr und damit, falls vorhanden, auch Eure Erfahrungen:

Das große Spielebuch für Hunde: Beschäftigungsideen- Spaß im Hundealltag von Christina Sondermann

Ich bin natürlich auch total offen für alle alternativen Anregungen und Ideen in Sachen Buch oder Beschäftigung. Und ich habe im Gegensatz zum ein oder anderen hier auch kein Problem damit, wenn sich Off-Topic Gesprächsfäden allgemein rund ums Thema Beschäftigung und Training in dieser Diskussion entwickeln sollten. Da ich einfach denke, dass (fast) jeder Input nützlich ist - nicht nur für mich, sondern auch für andere.

Hab eben mal aus Spass meinen Text in einen Wortzähler geschmissen - der sagt unter 1000 Wörter. Also habe ich noch über 4000 von meinen 5000 Worten als Frau/ Tag übrig für angeregten Austausch.
Danke schonmal an jeden, der sich durch meinen Text kämpft. ;)

P.S. Falls das Thema hier schon diskutiert wurde und ich nur die entsprechende Diskussion mittels Suche vielleicht nicht gefunden habe, dann genügt mir ggf. auch ein entspr. Link.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Bullterrierfun :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • Crabat
Ich glaube ehrlich gesagt, wenn Du Abwechslung vom Clickern suchst...ist ZOS und Spielebuch eher nichts für Euch- denn auch da geht es wieder ums Erarbeiten, meist mittels Clicker oder anderem Marker.

Was denkst Du zu körperlicher "Arbeit"? Ich finde ja, die meisten Bullis sind sehr sehr körperliche Hunde, Kraftpakete und auch kopfmäßig eher Bauarbeiter, als Lektor. :D Und haben deswegen auch großen Spaß an rein körperlicher Arbeit. Was ich bei Euch auch unproblematisch fände, da Ihr ja bereits viel für den Kopf macht.

Da wäre zB Dummytraining/Apportiertraining bei dem der Hund körperlich ins schwitzen kommt. Aus dem Wasser heraus, am Hang, über Hürden, über weite Strecken, aus Pappkartonburgen raus die er wegdonnern muss, mit 1 Kg- Dummy, etc.

Die "klassischen" Pit- Sportarten wie Weightpull, Wallclimb, Weitsprung, Springpole/Flirtpole, TOW, usw.

Jöring. Ob am Rad, am Roller, Inlinern, etc.

Ich finde, Euer Trickdogging geht doch schon super für 5-10 Minuten abends und spontan im Wohnzimmer, ich weiß nicht wie abwechslungsreich jetzt etwas weiteres in die gleiche Richtung ist?

Was ich derzeit mache, sind Physioübungen. Die gehen natürlich auch über den Körper, lassen sich aber auch spontan in 5 Minuten mal machen. Also viel Körperbeherrschung, Balance, Körperspannung und auch Kraft.
 
  • MeikeMitBenny
  • #Anzeige
Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • Bullterrierfun
@Crabat
Danke Dir fürs Lesen :) und Deine Tipps.

Am Weight Pulling hatte mein Mann Interesse - is son Männerding, glaub ich, oder ich bin einfach 'n absoluter Softie :) Mila ist erstmal nicht abgegangen wie eine Rakete bei unseren ersten zaghaften Versuchen mit Eigenbau, was ich jetzt aber noch nicht als vollkommenes Desinteresse deuten würde.
Wir haben es auch nur kurz versucht, um sie nicht gleich zu überfordern.

Ausserdem denke ich auch, es ist zwar sinnvoll, offensichtliche Stärken eines Hundes zu fördern. Das schliesst aber nicht zwangsläufig aus, dass man ihn nicht auch für Dinge begeistern kann, für die er im ersten Moment vielleicht nicht so talentiert/ interessiert erscheint. Würden wir danach gehen, hätte sie niemals Schwimmen gelernt.

Das größere Problem ist also hier eindeutig eher MEIN mangelndes Interesse :D, was wie bei vielen anderen Dingen im Freien auch besonders mit zwei Faktoren zusammen hängt:

1. Wie sich inzwischen herausgestellt hat, reagiert Mila zumindest auf unseren Gartenrasen allergisch, was inzwischen leider sämtliche Aktivitäten auf dieser Fläche eliminiert. Zum Heulen, denn wir haben eine Menge Platz. Und die übrigen zahlreichen (!) freien Flächen in der näheren Umgebung sind leider auch nicht sehr viel hundefreundlicher.

2. Es ist einen großen Teil des Jahres so warm hier, dass man draussen Spielen/ Trainieren sowieso nur auf bestimmte Tageszeiten beschränken kann - ausser Pool, der kühlt und ist direkt hinterm Haus.

Deshalb ist es mit allem, was man draussen aufbauen/ ausführen/ arrangieren muss, hier etwas umständlich. Einer der Gründe, wieso ich so sagenhaft froh bin, dass ich ihr mit dem Pool unkompliziert regelmäßige Bulli-gerechte körperliche Auslastung ermöglichen kann ohne Gefahr von Sonnenstich, Überhitzung, Verletzungen und Allergien.

Deine ganzen Anregungen klingen aber ALLE interessant ….

Da wäre zB Dummytraining/Apportiertraining bei dem der Hund körperlich ins schwitzen kommt. Aus dem Wasser heraus, am Hang, über Hürden, über weite Strecken, aus Pappkartonburgen raus die er wegdonnern muss, mit 1 Kg- Dummy, etc.
Die "klassischen" Pit- Sportarten wie Weightpull, Wallclimb, Weitsprung, Springpole/Flirtpole, TOW, usw.
Jöring. Ob am Rad, am Roller, Inlinern, etc.

Von einigen Sachen habe ich noch nie gehört, zumindest nicht im Zusammenhang mit Hunden. :p Ich werd mich auf jeden Fall mal rundherum schlau machen über Deine Vorschläge, ob nicht DOCH was für uns dabei ist, das man auch hier mit unseren Möglichkeiten irgendwie realisieren kann und das uns beiden Spass machen würde. Dafür würde ich auch gerne ein paarmal die Woche irgendwo hin fahren.

Ich habe 20 Fahrminuten von uns entfernt einen Agility Course entdeckt. Das wäre etwas, worauf ich auch Lust hätte ... allerdings eher halb-motiviert momentan noch. Und angesichts der Tatsache, dass sie eh quasi täglich ihr Sportprogramm im Pool mit ihren Bällen absolviert, wär das dann bewegungstechnisch auch eher noch “eins drauf”.
Aber Du hast schon recht, dass Bullies wirklich kleine “Bauarbeiter” sind. Dieses “Rumberserkern” hinter den Bällen her ist ihr absolutes Highlight am Tag.
Notfalls muss ich das Spiel im Pool halt auch mal weglassen für eine andere Outdoor-Aktivität.
Früher waren wir mindestens einmal die Woche - eher öfter - im Hundepark. Aber im Lauf der Zeit hat sich ihr Interesse an anderen Hunden wirklich auf NULL reduziert, sodass ich da leider den Benefit für sie einfach nicht mehr sehe. Wir haben da echt am Ende zu dritt (mein Mann, ich und sie) sprichwörtlich nur noch dumm rumgestanden.

Meine Frage macht vielleicht auch etwas überdimensioniert den Eindruck, als ob ich nach WEITEREN umfangreichen Möglichkeiten zum Auslasten suche. Das ist es eigentlich nicht.

Körperliche Auslastung hat sie nach meinem Empfinden im Grunde wirklich ausreichend und meine Möglichkeiten, in dieser Hinsicht hier direkt bei uns für viel mehr Abwechslung dabei zu sorgen, sind leider wie beschrieben echt begrenzt.

Meine Bemühungen in Sachen Abwechslung - wie gesagt auch absolut nicht uneigennützig ;) - zielen daher am meisten in Richtung mental fordern und auch aktiv Ruhen lernen, weil sie sowieso ein kleiner Hibbel ist.
Wir sind ja da schon viel, viel weiter, als früher.
Aber ich gönn ihr auch einfach diese kleinen, kurzen und ruhigeren Spieleinlagen, bei denen sie sich konzentrieren muss und die sie halt Morgens und Abends zuhause bekommt. Das ist unsere “Wir-Zeit”. Die ist ihr auch wichtig. Das Ball spielen macht sie (unter Aufsicht) inzwischen fast komplett alleine.
Wo andere mit ihrem Hund spazieren gehen, steht sie nachm Pipi Morgens oder Abends auf der Straße und zeigt mir nen Vogel, wenn ich spazieren gehen will. Selbst wenn ich Ball oder was zum Verstecken und Suchen dabei habe, ist ihr das egal. :) Als Bulli-Besitzerin ist Dir dieses "Phänomen" vielleicht nicht ganz fremd. :D

Damit wir dann noch etwas zusammen machen können, habe ich unsere kleinen Trick-Trainingseinlagen, die sich praktisch aus unserem Haustraining (Sitz, Platz etc.) entwickelt haben, beibehalten.
Und weil ich dabei nicht jedesmal gleich motiviert bin, aber weiss wie wichtig meine eigene Motivation ist, damit mein Hund mitmacht und so auch was davon hat, habe ich gedacht, ich schau mal nach Alternativen, die bei “Null-Trick-Bock” genau in diese Lücke passen.

Im Zusammenhang mit Ruhetraining klingt DAS hier auch wiederum extrem interessant:

Was ich derzeit mache, sind Physioübungen. Die gehen natürlich auch über den Körper, lassen sich aber auch spontan in 5 Minuten mal machen. Also viel Körperbeherrschung, Balance, Körperspannung und auch Kraft.

Gibt’s dazu denn irgendwo mehr Infos?
 
  • Crabat
Wo andere mit ihrem Hund spazieren gehen, steht sie nachm Pipi Morgens oder Abends auf der Straße und zeigt mir nen Vogel, wenn ich spazieren will. Selbst wenn ich Ball oder was zum Verstecken und Suchen dabei habe, ist ihr das egal. :) Ich nehme mal an, als Bulli-Besitzerin ist Dir dieses "Phänomen" nicht ganz fremd. :D
Es ist mir nicht fremd :D , allerdings gebe ich dem nie nach und deswegen hat er es aufgegeben. Bei uns wird sich bewegt, gelaufen, geschnüffelt. Das wiederum liegt MIR, ich laufe einfach sehr gerne und auch wenn ich wirklich viel mit meinen Hunden mache und mich beschäftige, ich wehre mich dagegen ihr Spielautomat zu sein. Dh, die müssen unterwegs gar nicht ankommen, fordern oder gar bocken, weil sie entertained werden möchten, ich WILL laufen, also heisst es laufen. :p
Ich halte das für einen Hund auch einfach für wichtig, letztendlich ist das ein Lauftier, auch wenn einige Rassen das gar nicht mehr so können. Aber ein Bulli kanns halt schon.

Beschäftigung mit einem Ball, ganz alleine, gibt es hier entgegen nicht. Den Ball gibt es nur über mich und nicht umsonst. Das ist ein bißchen "Verschwendung", denn so ein Balljunkie ist ja bereit einiges für den Balli zu tun. Also nutze ich das.

Zum Physiotraining: nun, ich bin keine Tierphysio. Mir geht es dabei auch weniger um einen therapeutischen Effekt, denn mein Hund ist (*holz klopf*) gesund. Mir geht es vorallem um Körperbeherrschung- nicht grade des Bullterriers Stärke. Wir balancieren zB auf Gymnastikerdnüssen, machen darauf Sitz, Platz, Steh. Ich richte ihn rückwärts durch einen Stangenparcours, wir machen Cavalettitraining, usw.
 
  • Bullterrierfun
Es ist mir nicht fremd :D , allerdings gebe ich dem nie nach und deswegen hat er es aufgegeben. Bei uns wird sich bewegt, gelaufen, geschnüffelt. Das wiederumm liegt MIR, ich laufe einfach sehr gerne und auch wenn ich wirklich viel mit meinen Hunden mache und mich beschäftige, ich wehre mich dagegen ihr Spielautomat zu sein. Dh, die müssen unterwegs gar nicht ankommen, fordern oder gar bocken, weil sie entertained werden möchten, ich WILL laufen, also heisst es laufen. :p
Ich halte das für einen Hund auch einfach für wichtig, letztendlich ist das ein Lauftier, auch wenn einige Rassen das gar nicht mehr so können. Aber ein Bulli kanns halt schon.

Hm, also wenn ich ehrlich die Schlussfolgerung aus meiner und Deiner Erläuterung ziehe, dann ist das wohl eindeutig ein Zeichen, dass ich gemütlicher bin. Zwar bewege ich mich auch ganz gerne, aber wahrscheinlich lange nicht so viel wie Du. Vor allem Spazieren gehen mag ich durchaus (auch Sport).
Während Du die Weigerung aber einfach nicht akzeptierst, gebe ich nach, weil es mir selber keinen Spass macht, mich darüber hinwegzusetzen, da ich letztlich eben DOCH eher für den Hund auf der Straße stehe, als für mich. Ich denke, da zeigt sich meine eigene Bequemlichkeit. Wer weiss, ob sich das nicht auch mal ändert. Andere Perspektiven verändern ja auch durchaus manchmal den eigenen Blickwinkel. :rolleyes:

Als Spielautomat habe ich mich bisher noch nie empfunden ... Oder doch? Gewitzelt habe ich darüber schon. Ehemals war ich natürlich diejenige, die bestimmt hat, wann und was trainiert oder gespielt wird. Aber der Hund vereinnahmt Regelmäßigkeiten natürlich auch ganz schnell und man muss sich seine Routinen wirklich gut überlegen oder sie ggf. auch aktiv verändern, damit man nicht tatsächlich selbst am Ende durch einen einfordernden Hund zum Spiel- oder auch Futterautomaten wird.
Als ihr Besitzer sehe ich mich zwar auch in der Pflicht, sie zu beschäftigen, weil sie halt darauf angewiesen ist, was ICH ihr an Erlebnis, Spiel, Training etc. eben ermögliche. Ich denke, das siehst Du auf Deine eigene Weise wahrscheinlich auch ganz genauso.
Aber es ist schon zutreffend, dass man sich deshalb nicht NUR von dem lenken lassen muss, was der Hund vorgibt.
Ich bin gerade noch am Reflektieren, ob ich mich in dieser Situation befinde oder nicht. ;)
Dass Mila ein ziemlich verwöhntes Leben bei uns führt, steht ausser Frage. Überlege gerade nur, ob ich dabei, wenn ich unsere Ansätze vergleiche, das mir selbst angenehme Maß schon überschreite. Eigentlich fühlt es sich alles für mich ziemlich easy und relaxed mit ihr an. Vielleicht mache ich alles schon genauso, wie ich es auch haben möchte und bin in der Hinsicht halt einfach nur ein bisschen anders gestrickt. Darüber denke ich dann AFK mal weiter nach. :D

Beschäftigung mit einem Ball, ganz alleine, gibt es hier entgegen nicht. Den Ball gibt es nur über mich und nicht umsonst. Das it ein bißchen "Verschwendung", denn so ein Balljunkie ist ja bereit einiges für den Balli zu tun. Also nutze ich das.

Sicherlich auch wieder so eine Bequemlichkeitssache bei mir.
Und der Ansatz "quid pro quo" hat eines vor allem für sich: Der Hund wird weniger schnell (oder wahrscheinlich gar nicht) "Opfer" des Überdrusses.
Ich habe ganz speziell Bälle bei allen Ball-verrückten Hunden, die ich bisher hatte, immer einfach als grundsätzlichen "Hunde-Bedarf" angesehen. Hab Spielzeug zwar auch schon zum Training verwendet. Aber nie in einem ernsthaft relevanten Ausmaß. Müsste drüber nachdenken, ob ich daran etwas ändern will. Wenn es uns neue Möglichkeiten mit dem Ball eröffnen würde, dann würde ich unsere Praxis wahrscheinlich auch tatsächlich überdenken.
Auf jeden Fall animieren mich all Deine Anmerkungen auch gerade, doch nochmal zusätzlich unsere Aussenaktivitäten unter die Lupe zu nehmen.

Zum Physiotraining: nun, ich bin keine Tierphysio. Mir geht es dabei auch weniger um einen therapeutischen Effekt, denn mein Hund ist (*holz klopf*) gesund. Mir geht es vorallem um Körperbeherrschung- nicht grade des Bullterriers Stärke. Wir balancieren zB auf Gymnastikerdnüssen, machen darauf Sitz, Platz, Steh. Ich richte ihn rückwärts durch einen Stangenparcours, wir machen Cavalettitraining, usw.

Klasse, schau ich mir auch alles mal an. Danke Dir! ;)
 
  • SaSa22
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  • pat_blue
Ich weiss, du hast geschrieben, dass du gerne alleine was mit deinem Bully machst, aber wenn der Menschen so gerne hat, wieso nicht Mantrail? Einfach als Idee ;)
 
  • Bullterrierfun

Da es am Sport auch immer einen gesundheitlichen Aspekt gibt, würde ich in diesem speziellen Fall wahrscheinlich auch versuchen, meinem Kind auch den ungeliebten Sport ein bisschen näher zu bringen. Trotzdem würde ich Mathe-bezogene Hobbies nicht ausschliessen.
Wenn es nur darum ginge, ob mein Kind Klavier spielen lernen möchte oder lieber Programmieren, dann würde ich persönlich das fördern, wozu mein Kind sich eben eher hingezogen fühlt, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht vielleicht ZUSÄTZLICH trotzdem darauf bestehen würde, dass mein Kind auch ein bisschen Sport treibt, auch wenn es da keine ausgesprochenen Begabungen oder Neigungen aufweist - weil das dann wie gesagt eben auch unter dem weiteren Gesichtspunkt Gesundheit, steht.

Ich finde, sowas kann man aber auch schwer unter dem Motto "richtig oder falsch" diskutieren. Jeder sieht das doch unterm Strich ein bisschen anders, oder ...

Ich würde Mila wohl tatsächlich durchs Viertel schleifen, ob sie will oder nicht

Mach ich auch, und zwar immer wenn ICH wirklich Lust aufs Spazierengehen habe. :) Dann MUSS sie. Oder zum Leinentraining. Aber da geh ich dann bewusst woanders mit ihr hin.
Aber jeden Tag gehen wir nicht spazieren, aus den geschilderten Gründen. Ich sehe persönlich nicht die Notwendigkeit, sie täglich zu zwingen, zumal wir auch hier unterwegs kaum Hunde treffen, wo sie vielleicht mal einen Spielkumpel finden könnte. Die Gegend hier ist insgesamt nicht besonders spannend. Und Bullis sind die reinsten Fun-Addicts. Wenn wir zusammen zum Strand fahren, kriegt sie sich nicht ein vor lauter Vorfreude (nur keine Vorfreude auf andere Hunde :muede:).
Ich würde das mit dem Spazierengehen aber auch vollkommen anders sehen, wenn ich keine Alternativen hätte, um ihr Bewegung zu verschaffen.
Früher haben wir täglich 30-60 Minuten auf unserer Gartenwiese zusammen Ball gespielt, damit sie sich bewegen und auspowern kann.
Das geht wegen der Allergien leider nicht mehr. Ich kann sie überhaupt nicht mehr auf den Rasen lassen, weil sie sich danach sofort die Füße aufbeisst. Dafür verbringt sie ihre tägliche Bewegungs-Spielzeit jetzt sehr engagiert im Pool.


und ich würde bei einem Einzehund auch darauf bestehen, dass sie wenigstens ein paar ausgewählte Hundekontakte hat, damit ihr dieser Lebensbereich nicht vollständig verschlossen ist.
Ich weiß, du lebst in Kalifornien und dort ist die Hundehaltung vielleicht auch ganz anders als hier, aber insgesamt denke ich, dass Mila bei aller Hochbegabtenförderung auch davon profitieren könnte, mal einfach Hund zu sein (Fünfer ins Phrasenschwein :D).
[/user]
Fast, Florida :)
Dass Mila vor allem als Junghund ausreichend Kontakte mit anderen Hunden hat und ihr wie Du sagst dieser Lebensbereich offen steht, war mir speziell deshalb wichtig, weil wir als Kampfhund-Besitzer in Deutschland unserem vorherigen Hund diese Möglichkeiten kaum noch geben konnten durch die allg. Einstellung und Regelungen.
Ich wollte nicht, dass Mila so wie Fancy quasi "unter der Glasglocke" aufwachsen muss.

Deshalb habe ich auch Mila, sobald ihr Impfstatus es zuliess, hier in den Hundepark geschleppt zum Sozialisieren, an Umgebungsreize gewöhnen und damit sie Freunde finden und so viel Hundekontakt wie möglich haben kann.
Anfangs war sie "die Kleine" und wurde deshalb von einigen Hunden - selbst anderen Junghunden - einfach ignoriert, obwohl sie sich wirklich hinreissend Mühe gab, sich attraktiv zu machen. Später gab es mal hier und da einzelne Kontakte und wir waren schon hoffnungsvoll, dass wir vielleicht was Regelmäßiges für Playdates finden. Schliesslich sind die Leute in dem Park ja auch aus unserer Umgebung.
Sie rannte mal mit diesem und jenem Hund ein bisschen herum, war immer freundlich. Aber so wirklich richtige Kumpelspiele gab es nie und ihr Interesse begann irgendwann, abzuebben. Irgendwann marschierte sie nur noch in die Meute und stellte sich nach ein, zweimal Schnuppern zu uns.
In dem Park liegen immer Tennisbälle herum zum Spielen für die Hunde. Das entdeckte sie dann für sich und es wurde IHR Spiel. Stundenlang schubste sie sich selber einen Tennisball herum, wurde angerempelt und sogar umgestoßen von anderen Hunden, die wild miteinander kalberten oder sie animieren wollten. Hat sie alles nicht interessiert. Sie hat mal einen richtigen Purzelbaum geschlagen in einer solchen Situation umgeschubst von spielenden Hunden und ich dachte schon jetzt gibts Zoff. Sie stand auf, schüttelte sich, fand ihren Ball und weiter gings. Am Hundestrand dasselbe Szenario, kein Interesse an anderen Hunden.

Bullterrier gehören aber auch durchaus zu den Rassen, wo man das nicht selten sieht. Und es ist nicht unbedingt ein Zeichen, dass der Hund asozial ist. Sie ist nach wie vor in Hundebegegnungen freundlich, aber reserviert/ nach kurzem Schnuppern einfach uninteressiert. Das scheint aber auch auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Ich habe bisher keine Hunde getroffen, die so richtig intensiv versucht haben, sich mit ihr anzufreunden. Und 1:1 Begegnungen z.B. mit Rassekollegen, mit denen sie dann auch ihre etwas rauen Bullispiele spielen könnte, kann ich ihr nicht ermöglichen, weil wir keine in der Gegend haben. Ich hab mich hier schon halb zu Tode gesucht. Wir nehmen sie auch mit zu Hundetreffen oder mal ins Restaurant - man muss hier leider immer mit der Hitze planen, daher kommt sie nicht immer sehr viel raus, weil wir auch im Homeoffice arbeiten. Die Treffen sind leider auch rar und immer ein paar hundert Kilometer von uns entfernt. Im Restaurant hat sie gestern einen andern Hund mal kurz angegrummelt, der hat sie glaube ich zu lange fixiert. Das ist ihr unangenehm, auch bei Menschen. Ansonsten benimmt sie sich ordentlich mit allen Hunden, die wir so unterwegs treffen. Und mit Menschen sowieso. Die sind das Tollste.
Anfangs wollte ich es UUUNBEDINGT, dass sie Hundekumpels hat usw. Inzwischen bin ich in der Hinsicht etwas ruhiger geworden und habe mittlerweile auch Hubby's Argumentation, dass wir dort nur rumstehen und sie eh nicht mit anderen Hunden spielt, nachgegeben und es aufgegeben, Dinge erzwingen zu wollen.

Es kommt in dieser Situation auch noch hinzu, dass wir leider hier in den Hundeauslaufgebieten sehr viel auf den "Hunde sollen alles unter sich regeln"-Typ treffen. Was dann in der Praxis oft darauf hinausläuft, dass der Besitzer beispielsweise hunderte Meter entfernt ist von seinem Hund, also kaum noch in Rufweite und sich aus dieser Entfernung noch kaputt lacht, wenn er sieht, wie sein Hund am andern Ende des Parks kleinere Hunde unablässig dominiert und belästigt, anstatt sich da mal hinzubewegen, einzugreifen und damit einen Streit zu verhindern.
Wir wiederum haben keine Lust, mit Schrammen oder einem blutenden Hund nach Hause zu gehen, weil es wegen solch einem absehbaren Blödsinn zu einer Beißerei kommt oder dann kennenlernen dass der besagte Besitzer mit seinem Hund auf einmal doch recht empfindlich ist, wenn es SEINEN Hund trifft.
Unterm Strich sind also die Hundeparkbesuche risikobehaftet und Mila spielt nicht mit anderen Hunden. Deshalb erzwingen wir da eben auch nichts mehr, nachdem wir es ca. zwei Jahre lang versucht haben.


Ich weiß, du lebst in Kalifornien und dort ist die Hundehaltung vielleicht auch ganz anders als hier, aber insgesamt denke ich, dass Mila bei aller Hochbegabtenförderung auch davon profitieren könnte, mal einfach Hund zu sein (Fünfer ins Phrasenschwein :D).[/user]


Meinst Du mit "Hochbegabtenförderung" unser Clickertraining?
Bin grad geringfügig bestürzt. :)
Inwieweit macht unser Zusammenleben auf Dich denn den Eindruck, als ob sie bei uns nicht "mal einfach Hund sein" darf?
 
  • Fact & Fiction
Cherie interessiert sich auch Null Komma Null für andere Hunde. Ihr Vater ist nicht viel anders. Die kommen mit anderen Hunden klar, brauchen die aber nicht. Mit Welpen sind sie super, aber erwachsene Hunde - nö, uninteressant.

Naddel und Beethoven sind dagegen an Fremdhunden durchaus interessiert - als Sparringspartner fürs Mobben :p

Hier zuhause macht jeder sein Ding, zusammen machen die nur was mit mir. Dabei stammen drei davon von Hunden ab, die sehr sozial mit Artgenossen waren.
 
  • Bullterrierfun
Ich weiss, du hast geschrieben, dass du gerne alleine was mit deinem Bully machst, aber wenn der Menschen so gerne hat, wieso nicht Mantrail? Einfach als Idee ;)

Ne super Sache.
Hab ich auch schonmal reingeschaut, denn da war ich über die Suche nach ZOS drauf gestoßen. Ich bin mir bei Mila nur nicht sicher, ob ausgedehntes Suchen so wirklich ihrem Naturell entspricht. Dazu kommen die Umgebungseinschränkungen (Hitze, man kann nicht überall hin und in den Wald WILL man nicht :albern:).

Hatte zwar schon angedeutet, dass ich mir durchaus auch Beschäftigungen für Mila vorstellen kann, die nicht ganz so unmittelbar ihre Talente aufgreifen, aber ich weiss nicht genau, ob ich mich mit Mantrailing nicht ein bisschen ZU weit vom Ziel weg bewegen würde.
Ich mache immer Witze, weil sie bei unseren Suchspielen, die wir bisher gespielt haben, immer so wahnsinnige schlampig ist. Also entweder untalentiert, uninteressiert oder ungeduldig.

Wenn es mir gelingen würde, das im Kleinen noch ein bisschen mehr auszutesten, würde mich persönlich sowas wie Mantrailing durchaus interessieren. Wie bei so vielen Sachen hat die Suche nach sowas in unserer Gegend man wieder null Ergebnisse gebracht.

Aber bitte nicht missverstehen: Ich bin nicht auf Biegen und Brechen drauf aus, meinen Hund nur für mich allein zu haben.
Ich mach gerne Sachen in der Gruppe und hab hier lange gesucht plus die oben geschriebenen Dinge versucht. Ich hab mich jetzt halt einfach mit den Gegebenheiten erstmal arrangiert und versuche, das Beste draus zu machen.

Ich glaub auch, dass letztlich niemand von uns unglücklich in der jetzigen Situation ist.

Trotzdem gebe ich es halt nicht auf und suche immer mal wieder nach Abwechslungen in einem Rahmen, den ich auch realisieren kann. Daher habe ich meinen Einstiegspost so formuliert wie er oben steht. :)
 
  • Arrabiata
Meinst Du mit "Hochbegabtenförderung" unser Clickertraining?
Bin grad geringfügig bestürzt. :)
Inwieweit macht unser Zusammenleben auf Dich denn den Eindruck, als ob sie bei uns nicht "mal einfach Hund sein" darf?

Ich dachte an so schlichte Dinge, die Hunde eben machen, wenn man ihnen keine Aufgaben stellt, schnüffeln, Revier kontrollieren und erweitern, den Status in der örtlichen Hunde-Community checken, buddeln, sich in Kacke wälzen usw. das übliche eben :D

Ich hatte das mit der Grasallergie, der Hitze bei euch und der Hundeparksituation aber nicht so auf dem Schirm, deshalb war mir nicht klar, dass das nicht so einfach ist.

Tatsächlich ist mir aber was eingefallen, was euch sicher Spaß machen könnte und mal eine andere Art des Trainings ist. Kennst du "Do as I do" von Claudia Fugazza, Lernen durch Beobachten? Da gibt es ganz viele erstaunliche Videos auf YouTube. Vielleicht machen wir dazu einen neuen Thread auf, ich wär vielleicht auch dabei.
 
  • Bullterrierfun
Cherie interessiert sich auch Null Komma Null für andere Hunde. Ihr Vater ist nicht viel anders. Die kommen mit anderen Hunden klar, brauchen die aber nicht. Mit Welpen sind sie super, aber erwachsene Hunde - nö, uninteressant.
Naddel und Beethoven sind dagegen an Fremdhunden durchaus interessiert - als Sparringspartner fürs Mobben :p
Hier zuhause macht jeder sein Ding, zusammen machen die nur was mit mir. Dabei stammen drei davon von Hunden ab, die sehr sozial mit Artgenossen waren.

Der Hammer war früher ein Bulli in unserer Nachbarschaft in DE. Da waren wir erstmal richtig happy, gleich ZWEI Bullis in derselben Wohnanlage ...
Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Rüde überhaupt jemals so richtig bemerkt hat, dass unsere - durchaus interessierte - Hündin überhaupt existierte. Ich hab irgendwann mal ganz besorgt die Besitzer gefragt, ob mit dem Hund eigentlich alles ok ist, weil der wirklich immer so wirkte, als ob er auf GAR nichts reagiert und demnächst vielleicht einfach umkippt - schlafend oder sonstwie.

Antwort: "Jaja, der is ok, is halt tiefenentspannt. Hol man nen Ball raus, dann lernst Du nen andern Hund kennen."
Und sie behielten recht. Aber nichtmal MIT dem Ball hat der Mit Fancy so richtig gespielt. Ein kurzer "Sniff" war das höchste der Gefühle.
 
  • Bullterrierfun
Ich dachte an so schlichte Dinge, die Hunde eben machen, wenn man ihnen keine Aufgaben stellt, schnüffeln, Revier kontrollieren und erweitern, den Status in der örtlichen Hunde-Community checken, buddeln, sich in Kacke wälzen usw. das übliche eben :D

Also zumindest in Kacke wälzen haben wir auch schon EINMAL im Programm gehabt. :D:D:D
Aber ich weiss nicht, ob das vielleicht nur ein Versehen war. Madame ist nämlich eigentlich extrem genierlich mit ihren Ausscheidungen und auch denen von anderen Hunden, bzw. was hier sonst noch so kreucht (vor allem Waschbären).
Um ihre eigenen Haufen müssen wir 1m Umweg laufen. Dabei sammel ich die sowieso ein! Und wenn sie doch mal reintritt, bevor ich ihn aufnehmen kann, kann sie diesen Fuss nicht mehr benutzen, bis er wieder sauber gemacht wurde.
Hier ist irgendwie manches ein bisschen ... anders ... glaub ich ... ohne mich damit jetzt irgendwie als was besonderes hinstellen zu wollen oder so ...

Tatsächlich ist mir aber was eingefallen, was euch sicher Spaß machen könnte und mal eine andere Art des Trainings ist. Kennst du "Do as I do" von Claudia Fugazza, Lernen durch Beobachten? Da gibt es ganz viele erstaunliche Videos auf YouTube. Vielleicht machen wir dazu einen neuen Thread auf, ich wär vielleicht auch dabei.

Klasse, DAS klingt toll! Ich halt die Augen offen nach dem Thread. Hoffentlich find ich Blindfisch ihn auch.
Gleichzeitig werd ich selber mal Google anschmeissen. Mensch, ist ja einiges zusammengekommen, wo ich jetzt erstmal wieder rumschnüffeln kann ... und danach vielleicht Mila. ;) Danke Euch allen ganz herzlich!!! :applaus:
 
  • Fact & Fiction
Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Rüde überhaupt jemals so richtig bemerkt hat, dass unsere - durchaus interessierte - Hündin überhaupt existierte.

Bemerkt schon, aber lieber ignoriert. Hätte ihn ja 0,1% der menschlichen Aufmerksamkeit kosten können :D
 
  • pat_blue
Ich kenne Bullys nicht persönlich, hab nur zwei Minibullys und ein Standart mal kurz beschmusen dürfen, die hören sich witzig und speziell an, aber irgendwie nicht nach typischem Hund :p
Meine ist übrigens auch nicht der typische Mantrailer, die nimmts gemütlich auf der Suche, macht mal Pipi da, vielleicht noch ein Haufen, muss mal schnüffeln, ABER sie findet die Person immer :applaus: sie hats einfach nicht eilig (der wartet ja sowieso)

Viel Spass weiterhin auf der Suche nach der neuen Herausforderung :D (das Do as i do werde ich mir auch genauer anschauen, danke)
 
  • Bullterrierfun
@pat_blue
Rein aus Neugier ... was für eine Rasse ist denn Dein Hund oder welche Rassen stecken ggf. drin? Auf dem Avatar geht's ja recht sportlich zu. :D
 
  • pat_blue
Sie ist eine Dogo Argentino Hündin und wird im August 10 Jahre alt. Solche Sportlichen Auswüchse hat sie zwar noch öfters, dafür nur noch kurz. Aber durch Tümpel rennen geht immer :D
 
  • matty
ZOS ist auf jeden Fall etwas, was euch Spass machen wird. Wenn du dich mal hieinliest, erkennst du auch die Unterschiede zu anderer Nasenarbeit.
Das genannte Buch erklärt alle Schritte.
Fragen könnten wir ggf. hier im ZOS-Fred diskutieren.
 
  • Bullterrierfun
Sie ist eine Dogo Argentino Hündin und wird im August 10 Jahre alt. Solche Sportlichen Auswüchse hat sie zwar noch öfters, dafür nur noch kurz. Aber durch Tümpel rennen geht immer :D

Was für schöne und anmutige Hunde, die Dogos!
Ich bin so froh, dass ich mich schon in eine Rasse (oder so zwei bis drei... ) verliebt habe. Wenn ich mir heutzutage einen Hund aussuchen wollte ohne bereits Vorlieben zu haben, hätte ich ganz extreme Schwierigkeiten, mich zu entscheiden, auch egal ob Rassehund oder Mischling. Es gibt so viele tolle Hunde.
@Arrabiata's Hund, Arthur (habe ich mir das richtig gemerkt?), ist z.B. auch sooooooooo ein schöner!


ZOS ist auf jeden Fall etwas, was euch Spass machen wird. Wenn du dich mal hieinliest, erkennst du auch die Unterschiede zu anderer Nasenarbeit.
Das genannte Buch erklärt alle Schritte.
Fragen könnten wir ggf. hier im ZOS-Fred diskutieren.

Danke für die Info, also gibt es Unterschiede. Das Buch, das Du also empfehlen kannst, wäre dann dieses hier von den beiden Erfindern dieses Trainings, richtig?
Zielobjektsuche von Ina und Thomas Baumann

Hatte ein kleines bisschen drauf gehofft, dass Nasenarbeit und ZOS vielleicht im Prinzip doch dasselbe sind. Aber nur weil es ein bisschen schwerer werden wird, mir das ZOS-Buch hierher zu organisieren. Gibt's anscheinend leider NUR als Hardcover und nicht als Kindle-Edition zum Herunterladen. Also muss ich es dann auf jeden Fall aus Deutschland bestellen. Wird eine Weile dauern bis ich es habe.
Hab aber schon geahnt, dass das nicht dasselbe ist. Vielleicht lese ich trotzdem das Buch zur Nasenarbeit erstmal, das bekomme ich auch als Kindle-Download und lass mir dann vielleicht in der Zwischenzeit das ZOS-Buch schicken.

Eine Frage: Würdest Du denn aus Deiner eigenen Erfahrung heraus sagen, dass dies ein Sport ist - also ZOS, für den Hund und Halter bestimmte Vorlieben/ Talente und körperliche Voraussetzungen mitbringen sollten? Oder denkst Du, dass das egal ist, wenn man sich selbst und dann auch seinen Hund einfach dafür begeistern kann?

Die Unterhaltung, auf die Du Dich beziehst, ist sicher diese hier, richtig?
Zielobjektsuche

Hatte die schon gefunden und auch schonmal ein bisschen drin quer gelesen. Aber die Unterhaltungen finden natürlich unter Leuten statt, die mit dem Training bereits vertraut sind. Das Meiste sagt mir noch nicht so viel. Andererseits denke ich, es wird ja auch keine Raketenwissenschaft sein. Deshalb hatte ich hier einfach nochmal nachgefragt.
 
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