Medizinstudium und Hund

  • p_sevik
Hallo meine Lieben!:hallo:

Ich bin Medizinstudentin in Wien und beginne im Oktober mit meinem 2. Jahr. Ich bin vor einigen Tagen auf eine Anzeige gestoßen: 2 jähriger Jungrüde aus einer Tötungsstation in der Slowakei. Als ich mir den Kleinen angesehen habe, hab ich mich wirklich verliebt. Ich würde mir den Hund zwar ansehen und schauen, ob er wirklich so toll ist, wie er beschrieben wird, aber ich kriege den Kleinen nicht mehr aus dem Kopf. Natürlich ist noch nichts fix und ich möchte den Hund ja auch nicht quälen.:rolleyes:
Aufgrund von Covid sind meine Vormittagsvorlesungen alle online, am Nachmittag wenn Unterricht sein sollte, fehle ich max. 4 Stunden. Ich arbeite daneben 15 Std, wobei das auch auf 2 Nachmittage aufgeteilt ist mit 5-6 Std (ist noch nicht fix, ob der Job bleibt oder ich doch zum Covid testen zurückgehe :D), ich bin keine große Fortgeherin bin also außer der Uni meistens zuhause.
Vom Aufpassen her hätte ich die Unterstützung, Uni, Arbeit etc. sind auch 20 min von meiner Wohnung entfernt.
Sind hier Medizinstudenten, die einen Hund nebenbei haben? Wie geht es sich bei euch aus?
Wichtige Frage: Wie bringe ich dem Kleinen bei alleine zuhause bleiben zu können? :)
 
  • SaSa22
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Hi p_sevik :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • heisenberg
Ich habe zwar nicht Medizin studiert, sondern Chemie. Aber ich hätte da nebenbei nie einen Hund haben können. Einfach weil ich während des Semesters von morgens bis abends an der Uni war. Soweit ich weiß sind auch im Medizinstudium nachmittags Praktika angesagt und es sind in jedem Semster andere Vorlesungs- und Praktikazeiten. Ich habe eine Bekannte die seit 2 Jahren Biologie studiert, sie hat sich einen Hund aus dem TS geholt, kann ihn aber ab und an zur Uni mitnehmen, da er da sehr relaxt im Hörsaal ist, er kann auch sehr gut in der Bahn und im Bus mitfahren. Und wenn es mal nicht geht, daß er mitkommt, nimmt ihn die Mutter. Aber den Hund diese ganze Zeit alleine zuhause lassen, finde ich überhaupt nicht ok.
 
  • MeikeMitBenny
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Übrigens... Es ist enorm wichtig auch an das richtige (!) Hundefutter zu denken.

Ich habe für unseren Dicken seeehr lange nach dem richtigen Futter gesucht. Durch Zufall habe ich den hier vom Forum angebotenen kostenlosen Futtercheck gefunden und konnte dort tatsächlich in Erfahrung bringen, welches Futter ganz konkret von anderen Hundebesitzern mit genau der gleichen Hunderasse bevorzugt wird.

Und unser Benny liebt sein neues Futter! Es hat sich gelohnt!! 

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So sah hier dann nach ein paar Tagen unser Tisch aus:



Euer Hund wird euch lieben! 

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LG Meike mit Benny
  • lektoratte
Ist halt die Frage, wie lange ihr noch Covid-Betrieb habt.

Ich habe an der medizinischen Hochschule studiert, und da durften Hunde eigentlich nicht mal auf's Gelände, geschweige denn in die Gebäude, weil die Hochschule ja auf demselben Gelände war und teils dieselben Gebäude benutzte wie die Uniklinik. (In die Chemiegebäude durften sie aber auch nicht.)

Ich kannte einige Tiermedizin-Studentinnen, die Hunde hatten - die durften sie nämlich zumindest mit auf's Gelände bringen und da lagerte immer ein ganzer Pulk Hunde vor dem Hörsaal. Geht aber auch nur mit verträglichen Hunden (und teils mit Gottvertrauen. Die BC-Hündin einer Bekannten ist anfangs ein paar Mal einfach selbst nach Hause gelaufen, mitten durch die Stadt, weil's ihr zu langweilig war... - mit durchgenanter Leine.)

Ohne Backup . also zGB Mitbewohner, die tagsüber auch mal zuhause sind, Eltern, Hundesitter - stell ich mir das schwierig vor, denn normalerweise (ohne Covid) sind Medizinstudenten halt große Teile des Tages nicht zuhause und können den Hund nicht mitnehmen.

Ich habe allerdings auch nicht selbst Medizin studiert, sondern Biochemie. Hieß ebenfalls: Lange Laborzeiten.
 
  • p_sevik
Die Praktika sind bei uns in Wien sind nie länger als 4 Stunden und es wird auch noch viel online gehalten. Ganz lang alleine würde er auch nicht bleiben, meine Mutter bzw meine Schwester sind 15 min entfernt von meiner Wohnung, sollte ich mal aus irgend einem Grund länger weg sein, ist dafür gesorgt. Vormittags verzichte ich auf ein paar Vorlesungen, weil sie entweder nicht relevant sind oder ich selber von zuhause mir das nochmal angucken kann. Der Kleine würde also nur am Nachmittag allein sein :)
Frage ist nur wie man ihm am besten beibringt ab und zu mal alleine zu bleiben.
 
  • IgorAndersen
Also, in meinem Diplomstudiengang mit einer Mutter, die den ganzen Tag zuhause war, ging das. Aber auch nur, weil meine Mutter da war.
Die Frage ist ja auch, was kommt nach dem Studium? Bei Ärzten doch in der Regel Vollzeit in einer Klinik mit 1000 Überstunden. Hast du jemanden, der wirklich bereit ist, deinen Hund den ganzen Tag zu betreuen? Auch dann, wenn dieser Hund vielleicht "Spezialeffekte" hat, weil er aus einer Tötung kommt?
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
  • pat_blue
Vom Foto verliebt ist so ziemlich der schlechteste Grund einen Hund zu holen.
Einmal besuchen wird dir nie zeigen, wie der Hund tatsächlich ist! Was ist, wenn der nach 3mte lustig wird und du ihn dann mühsam findest? Hat die Orga Pflegestellen parat oder ist er dann "dein" Problem? (Böse gesagt).
Ich hab selber keine Medizin studiert, aber unsere Studis im Krankenhaus waren nie nach 4h draussen, das ist utopisch im Gesundheitswesen. Das wird in Österreich nicht anders sein, als hier.
 
  • p_sevik
Vielen Dank für die vielen Antworten!
In Österreich gibt es die Möglichkeit den Hund für eine Weile zu haben, sprich als Probezeit, um zu sehen, ob der Hund sich wohlfühlt oder nicht. Das habe ich schon vor zu machen, natürlich weiss ich dass es mit nur einem Mal hingehen nicht ausreicht :). Wenn ich länger nicht bei ihm sein sollte, dann kümmere ich mich sowieso um einen Sitter oder er kommt zur Mutter, da sie gleich um die Ecke wohnt. Von der Unterstützung her, habe ich genug Leute.
Meine Frage wär da: Haben eure Hunde gleich gelernt allein zu bleiben bzw wie habt ihr das gehandhabt?
 
  • MadlenBella
Das musst du kleinschrittig aufbauen, nutz mal die Suchfunktion.
Haus (nach Eingewöhnung!) Für ein paar Sekunden verlassen, wenn alles gut war, beim nächsten Mal länger usw.
Sowas dauert im Normalfall ein paar Wochen, wenn der Hund es gewohnt ist in der Wohnung mit all seinen Geräuschen zu leben. Wenn nicht, kann es auch noch länger dauern.
 
  • p_sevik
Werd ich machen, dankeschön!
 
  • IgorAndersen
Das musst du kleinschrittig aufbauen, nutz mal die Suchfunktion.
Haus (nach Eingewöhnung!) Für ein paar Sekunden verlassen, wenn alles gut war, beim nächsten Mal länger usw.
Sowas dauert im Normalfall ein paar Wochen, wenn der Hund es gewohnt ist in der Wohnung mit all seinen Geräuschen zu leben. Wenn nicht, kann es auch noch länger dauern.

Das beschriebene Prozedere ist gut.
Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass es für manche Hunde das Richtige ist, wenn sie direkt lernen wie es läuft, also quasi ab Tag 1 im normalen Alltag mitschwimmen müssen. Ein neu angekommener Hund hat meist noch keine nennenswerte Bindung zu dir aufgebaut. Er lernt dann gleich, dass du auch nicht immer verfügbar bist.

Je nach Hund würde ich schauen, was das Richtige ist.
 
  • p_sevik
Ist es dann gescheit gleich am nächsten Tag des Einziehens zu beginnen? Sprich aus der Wohnung gehen, 5 Minuten warten und wieder rein, ich habe auch gelesen die Tür einfach auf und zuzumachen. Kluge Idee?
 
  • DobiFraulein
Ist es dann gescheit gleich am nächsten Tag des Einziehens zu beginnen? Sprich aus der Wohnung gehen, 5 Minuten warten und wieder rein, ich habe auch gelesen die Tür einfach auf und zuzumachen. Kluge Idee?
Du musst doch mal auf die Toilette... oder Duschen, zum Briefkasten, etc. pp.
Kein Drama drum machen, einfach machen, das ist das Normalste der Welt und genau so soll es auch rüber kommen
 
  • MadlenBella
Kann man so pauschal nicht beantworten.
Der Hund könnte damit auch komplett überfordert sein - er lebt vllt das erste mal in einer Wohnung, hat den Stress des Transports hinter sich, ist in ungewohnter Umgebung mit unbekannten Geräuschen - sprich sein ganzes Leben steht Kopf - und du gehst auch noch.

Kann klappen - muss aber nicht.

Hab einfach immer im Kopf, dass der Hund, das was du von ihm erwartest, vllt nicht leisten kann. Vllt nie, vllt von nicht Anfang an.
Ein Hund aus der Tötung oder von der Strasse kann sich ganz toll integrieren - oder es klappt nicht alles. Was ist dann?
Der kennt das Leben so ja vermutlich gar nicht.
 
  • p_sevik
Ja voll, meine Befürchtung ist dann nur, dass ich ihn zu schnell länger alleine lasse. Also, dass wenn ich dann mal zum Arzt muss oder ähnliches und er damit gar nicht klarkommt. Aber muss ich einfach üben nehm ich mal an? :)
 
  • MadlenBella
Wenn du das zu schnell machst, kannst du auch alles kaputt machen oder du machst bereits erreichte Fortschritte kaputt.
Wenn ihr mal angenommen bis 10 Minuten trainiert habt und du den Hund spontan zwei Std allein lässt, kann es sein, dass ihr wieder bei 0 anfangt.

Du klingst sehr unerfahren, vllt wäre es ratsam, wenn du dir (vor der Anschaffung) Beratung von einem Trainer o.Ä. holst, damit du auch lernst, die Körpersprache des Hundes zu lesen usw.
 
  • IgorAndersen
Ist es dann gescheit gleich am nächsten Tag des Einziehens zu beginnen? Sprich aus der Wohnung gehen, 5 Minuten warten und wieder rein, ich habe auch gelesen die Tür einfach auf und zuzumachen. Kluge Idee?

Ich persönlich würde es so machen:
An Tag eins schon mal beginnen die Klotür hinter mir zuzumachen. Hund dabei komplett ignorieren. An Tag zwei würde ich zusätzlich gelegentlich die Räume wechseln ohne Türschließen, folgt der Hund dir permanent, gehst du ein bisschen hin und her, damit er merkt, dass es unglaublich anstrengend ist dich zu stalken und unnötig, du kommst ja wieder. Unbedingt den Hund ignorieren.
Klappt das alles gut, ohne den Hund zu stressen, gehst du auch mal ganz kurz vor die Tür. Immer ignorieren, beim Rausgehen wie Reingehen. Klappt das alles gut, steigerst du das. Ich würde es relativ schnell steigern wenn der Hund sich weiterhin entspannt zeigt. Ist er bei irgendeinem Zwischenschritt gestresst musst du den üben bis er entspannt ist.

Ich gebe meinen Hunden grundsätzlich eine echt tolle Kausache oder Snackspielzeug bevor ich gehe, damit sie sich "freuen" wenn ich endlich mal gehe. Sonst gibt's hier nämlich nichts zum Kauen.
 
  • p_sevik
Ja bin etwas unerfahren, aber Termin bei einem Hundetrainer ist schon in the making :)
 
  • p_sevik
Vielen Dank für die ausführliche Antwort! Hat mir wirklich sehr viel weitergeholfen!
 
  • pat_blue
Vielen Dank für die vielen Antworten!
In Österreich gibt es die Möglichkeit den Hund für eine Weile zu haben, sprich als Probezeit, um zu sehen, ob der Hund sich wohlfühlt oder nicht. Das habe ich schon vor zu machen, natürlich weiss ich dass es mit nur einem Mal hingehen nicht ausreicht :). Wenn ich länger nicht bei ihm sein sollte, dann kümmere ich mich sowieso um einen Sitter oder er kommt zur Mutter, da sie gleich um die Ecke wohnt. Von der Unterstützung her, habe ich genug Leute.
Meine Frage wär da: Haben eure Hunde gleich gelernt allein zu bleiben bzw wie habt ihr das gehandhabt?
Meine Dogohündin konnte nie alleine sein. Hat es auch nie "lernen" können. Das war einfach so. Und betreffend Pflegestelle liegt es nicht am Land, sondern am Verein. Und einen Hund mal eben irgendwo abzugeben, den man nicht kennt und nicht wiess wie er ist (z. B. Ausbrecher) da kannst du nicht drauf wetten.
Aber scheinbar ist der Fall doch klar, wieso fragst du dann hier?
Ob dieser Hund alleine sein kann, siehst du dann und wenn nicht, dann rechne mal ein paar Monate zum üben, oder dauerhafte Betreuung mit in dein Budget ein.
 
  • snowflake
Wenn für die dauerhafte Betreuung wirklich die Mutter zur Verfügung steht, sehe ich da das Problem nicht.

Was das alleinbleiben angeht, finde ich @IgorAndersen s Anleitung gut, einleuchtend. Selbst kann ich aus eigener Erfahrung dazu nicht wirklich was beitragen, ich hab da nie irgendwas trainiert. Ich hatte das Glück, nie einen Hund zu haben, bei dem das nötig war. Die blieben alle problemlos allein, von Anfang an.
 
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