Lebt ihr werdenden Muttis noch?

  • Kyra
Mir ging es nicht darum den Frauen und Babys den Tod zu wünschen oder Contra Kaiserschnitt zu argumentieren. Ich finde es nur als Erklärung der höheren Kaiserschnittrate interessant. Aber wenn man so argumentiert könnten wir uns auch freuen, würde vielleicht ein zweiter "Hitler" nie geboren werden, gäbe es keinen Kaiserschnitt.
 
  • SaSa22
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Hi Kyra :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • kitty-kyf
Mir ging es nicht darum den Frauen und Babys den Tod zu wünschen oder Contra Kaiserschnitt zu argumentieren. Ich finde es nur als Erklärung der höheren Kaiserschnittrate interessant. Aber wenn man so argumentiert könnten wir uns auch freuen, würde vielleicht ein zweiter "Hitler" nie geboren werden, gäbe es keinen Kaiserschnitt.
Sry wenn das falsch rüber kam. Ich wollte dir nicht unterstellen, dass du Babys den Tod wünscht.
Ich hab halt nur darüber nachgedacht und fand jetzt: wir arbeiten gegen die Evolution nicht stimmig, weil auch gegen die Evolution zu arbeiten Teil der Evolution sein kann. Wenn das verständlich ist.
 
  • toubab
Auch die epidural anaesthesie (?) ist nicht unschuldig an die viele KS, erstens dauert die geburt um stunden laenger, schlecht für das kind und man hat festgestellt das überdurchschnittlich viele kinder “falsch” in das geburtskanal landen, gesicht voran. Das braucht auch ein KS, kassa! Ein artzt verdient ja nix bei ein spontan geburt.
 
  • toubab
Anekdote nebenbei, beim geburt vom sohn bin ich etwas früher ins spital, weil sie mich beim erstenmal ordentlich zusammen geschissen haben, dort habe ich zuerst das kind bekommen und erst nachher wurden die personalien aufgenommen, und mein becken ausgemessen ob das kind durch passt, tja, das musste weil sonnst der chefartzt sauer wird.


ich liege seit eine halbe stunde auf die schrage, noch keine presswehen, vollkommen eröffnet, und bin weggetreten und ruhig um kraefte zu spahren. Kommt der chefartzt rein: gute morgen, ich bin dr. Schlagmichtot, sie müssen vorwaerts machen sonnst hole ich die glocke. Ich war knall wach, und stinkesauer. Ich sagte: bleiben sie genau dort stehen. Bei der naechste wehe habe ich das kind in einem klapf raus gedrückt, ohne presswehen.

er konnte nicht anders als sagen: das habe ich noch nie gesehen. Und dann sagte die hebamme: sie weiss was sie will.

das war auch nur damit er eine rechnung schreiben konnte, und nicht gratis nachts zum bett raus musste.
 
  • kitty-kyf
Anekdote nebenbei, beim geburt vom sohn bin ich etwas früher ins spital, weil sie mich beim erstenmal ordentlich zusammen geschissen haben, dort habe ich zuerst das kind bekommen und erst nachher wurden die personalien aufgenommen, und mein becken ausgemessen ob das kind durch passt, tja, das musste weil sonnst der chefartzt sauer wird.


ich liege seit eine halbe stunde auf die schrage, noch keine presswehen, vollkommen eröffnet, und bin weggetreten und ruhig um kraefte zu spahren. Kommt der chefartzt rein: gute morgen, ich bin dr. Schlagmichtot, sie müssen vorwaerts machen sonnst hole ich die glocke. Ich war knall wach, und stinkesauer. Ich sagte: bleiben sie genau dort stehen. Bei der naechste wehe habe ich das kind in einem klapf raus gedrückt, ohne presswehen.

er konnte nicht anders als sagen: das habe ich noch nie gesehen. Und dann sagte die hebamme: sie weiss was sie will.

das war auch nur damit er eine rechnung schreiben konnte, und nicht gratis nachts zum bett raus musste.
Du bist unglaublich!
Ich kann mir das so richtig vorstellen. Da tut mir der Arzt sogar etwas Leid. :mies:
 
  • lektoratte
ch finde es nur als Erklärung der höheren Kaiserschnittrate interessant

Es ist eine, aber sicher nicht die wesentliche - tatsächlich ist das so selten, dass die Ärzte im KH, wo ich war, es noch nie gesehen hatten.

Und natürlich ist es wichtig, ob es sich auch über Männet vererbt, denn auf diese Weise wird es nie aussterben, egal für Wünschenswert aus evolutionärer Sicht du es findest, dass Frauen daran sterben.

Das ist so, unabhängig davon , wie gut oder schlecht du oder ich das finden.

So simpel funktioniert Evolution nicht.

Täte sie das, gäbe es solche Wirbelsäulen-Anomalien nach 2 Millionen Jahren Menschheit schon nicht mehr und wir müssten jetzt nicht darüber diskutieren.
 
  • Bulliene
Das Problem ist sehr vielschichtig.

1. Wird eine Geburt heutzutage nur medizinisch betrachtet. Die Erfahrungen von Ärzten mit natürlichen Geburten ist sehhhr gering. Hebammenmangel und schlechte Personalsituation kommt noch dazu.
2. Eine natürlich Geburt bringt dem Krankenhaus kein Geld. Für eine natürliche Geburt sind laut Katalog 6 Stunden berechnet, blöd nur, dass eine Geburt meist länger dauert. Also wird durch Wehentropf versucht die Geburt zu beschleunigen.
3. Um so mehr Druck, Stress und Interventionen stattfinden bspw. Zungang legen (bekommt jede Schwangere direkt bei Aufnahme), Wehentropf (damit es schneller geht), DauerCTG etc. Greifen in den natürlichen Geburtsverlauf ein, sind meist überflüssig und beeinflussen massiv den Ausgang einer Geburt.
Auch dürfen sich Frauen oft unter der Geburt nicht bewegen und werden "gezwungen" ihre Kinder auf dem Rückenliegend zu gebären. Was einer Frau unter der Geburt allerings gut tut und welche Position sie einnehmen möchte, spürt sie meist ganz intuitiv.
4. Wir bewegen uns heutzutage viel zu wenig, das Alter für Erstgebärende steigt immer mehr und durch viel sitzende Tätigkeiten können sich auch die Becken der Frauen verkleinern.
Die Kinder werden immer größer und schwerer, dies alleine ist aber nicht unbedingt ein Problem.
5. Viele Frauen haben selbst kein Gespür für ihren Körper und es die Geburt wird als kaum zu schaffendes Ereignis dargestellt und das Vertrauen in die Fähigkeiten von Ärzten sehr groß. Eigentlich ist eine Geburt ein ganz natürlicher Vorgang und die Natur hat sich sehr gut etwas dabei gedacht, würden Frauen mehr Ruhe, enge und liebevolle Begleitung und Zeit bekommen, gäbe es auch deutlich weniger Probleme.
Um so besser sich eine Frau unter der Geburt unterstützt, aufgeklärt und begleitet fühlt, wirkt sich signifikant auf die Geburt aus.

Selbstverständlich sollten wir dankbar sein, dass wir heute Hilfsmittel haben um eine Geburt zu unterstützen oder per KS das Leben von Mutter und Kind zu retten aber in der Vielzahl wie es angewendet wird, ist es nicht notwendig. Im Durchschnitt wird bei jeder klinischen Geburt medizinisch eingegriffen obwohl es bei den allermeisten nicht notwendig wäre.
 
  • kitty-kyf

So groß sind meine zwei Mäuse im übrigen schon.
Die große wurde im Sommer eingeschult. Und da muss ich nochmal heute Abend einen Post verfassen an die Mamas die sich mit ADHS auskennen. Aber dazu bräuchte ich mal etwas Zeit.
Von meinen 40 Seiten Diplomarbeit sind nur 25 fertig und 21.12 ist Abgabe. Und davor muss ich noch wen finden der sie sich mal durchliest und wen der sie trotz 2 g plus binden kann. In der Hoffnung es macht nicht noch alles wieder zu.
 
  • kitty-kyf
So. Ich versuch es mal und das ganz ohne eigentliche Fragestellung, weil ich das forum kenne und weiß irgendwer von den schlauen Leuten weiß das einzutragen.
Frejya kommt (wie zu erwarten war) in der Schule nicht so gut zurecht. Wobei es absolut nicht am Stoff liegt. Die Buchstaben lernt die gut. In ihren Matheheften steht "toll" und "gut gemacht" drin. Es ist mehr alles andere.
Dabei haben wir mir ihrer Lehrerin echt den 6er im lotto gezogen. Das Elterngespräch fing damit an, wie hoch empahtisch und freundlich sie ist. Und für die Lehrerin ist sie auch ein Kind was ganz oben bei den Kindern steht, für die sie sich halt etwas mehr Zeit nimmt. Das ist ganz toll. Aber die anderen lehrere, die eben nicht so viel Zeit haben, dass sie die gute Seiten kennenlernen können.... da sieht es schon dunkler aus. Da gab es Situationen in denen sie 10 min mit macht und dann sagt die Lehrerin: wir machen jetzt was anderes und sie will nicht und das führt dazu, dass sie die restliche halbe stunde nur brüllt vor Wut.
Und das merke ich auch im Alltag. Sie nimmt alles so arg persönlich. Sie macht quatsch, ich sage ihr, dass das so nicht geht und sie sagt: dann Schlag mich halt tot
Dann gib mich ins Heim
Du liebst mich eh nicht
Ja und das ist so mega schrecklich. Und dabei versuche ich ihr immer zu sagen: ich liebe dich egal was du machst.
Heute ist mir raus gerutscht: was soll aus dir werden und sie sagt reflexartig: was ganz tolles.
Und ich sage daraufhin: natürlich was ganz tolles, aber das ärgert mich was du gerade gemacht hast.
Und sie ist soooo zerstreut. Ganz ganz fürchterlich. Ständig kaufe ich Stift nach und all so ein Kram. Mehrere trinkflaschen sind schon weg. Die ersten Wochen musste ich ihr jeden Tag eine neue Jacke anziehen, weil sie die andere in der Schule vergessen hat. Und Freitag hab ich sie von der Schule abgeholt und alle jacken aus dem Fundbüro mitgenommen.
Und dabei versuche ich wirklich sie zur selbstständig zu erziehen. Sie geht morgens mit den Nachbarskindern zum Bus (100m wenn überhaupt) und das wäre auch schon fast gestorben, weil sie so hibbelig ist, dass die anderen Kinder Angst haben sie hüpft auf die Straße.
Und das bedeutet für mich immer so viel mehr Arbeit, weil ich immer daneben stehen muss. Ich sage was, sie fängt an und 1 min später steht sie da, starrt ins leere und weiß nicht mehr was sie machen soll. Das ist so unglaublich anstrengend. Ich fürchte mich jeden Morgen, gerade weil ich noch an masken, Tests und alles andere denken muss.
Die Lehrerin sagt: vielleicht hilft ihr Ergotherapie. Die Kinderärztin sagt: sie ist eben lebhaft und wenn sie so mit kommt ist doch alles gut.
Aber das zwischenmenschliche ist für sie so schwer. Jedes Lachen ist für sie ein Grund Streit anzufangen. Sie hat schon Einträge, weil sie kinder angespuckt hat. Es wird zwar besser aber sie denkt immer, dass alle Kinder sie nicht mögen. Und das bricht mir das Herz, weil sie einfach nur von allen gemocht werden will. Aber gerade die größeren Kinder finden sie eben "komisch".
So. Das ist erstmal das was mir so spontan einfällt.
 
  • Lille
Weil ich im Freundeskreis gerade etwas ähnliches höre, frage ich Dich mal, ob Sie nur bei Dir ist oder auch beim Vater?
 
  • Paulemaus
Wurde Deine Tochter mal untersucht und getestet, um einen Anhaltspunkt zu haben, warum sie sich so verhält? Oben weiter hast Du von ADHS geschrieben. Ist das gesichert?
 
  • kitty-kyf
Weil ich im Freundeskreis gerade etwas ähnliches höre, frage ich Dich mal, ob Sie nur bei Dir ist oder auch beim Vater?
Beides. Aber nicht so, dass er mit ihr allein ein Wochenende verbringt. Er lungert oft hier rum.
Wurde Deine Tochter mal untersucht und getestet, um einen Anhaltspunkt zu haben, warum sie sich so verhält? Oben weiter hast Du von ADHS geschrieben. Ist das gesichert?
Nein. Eben nicht. Ich vermute es könnte unter Umständen adhs sein.
Je mehr ich darüber erfahre was das eigentlich ist, desto mehr denke ich, dass ich es haben könnte. Da es in meinem Kopf auch so furchtbar laut ist und ich ständig vergesse was ich gerade tun will. Und so weiter.
Und daher denke ich, dass es bei ihr auch sowas sein könnte. Aber ich würd mich auch ungern darauf versteifen.
 
  • Paulemaus
Dann wäre eigentlich die erste Maßnahme, eine Diagnose zu finden. Es gibt ja nicht nur ADHS, sondern viele andere Möglichkeiten mehr, warum ein Kind sich auffällig verhält. Je nach Grund ist dann auch die Behandlung eine andere. Bevor ich da einfach mal Ergotherapie ansetzen würde, würde ich erst mal wissen wollen, warum mein Kind sich so verhält.

Dazu brauchst Du aber die Kinderärztin, die Dich an die entsprechenden Ärzte weiterleitet. Ich würde mit der Kinderärztin sprechen und deutlich machen, wie sehr das Kind leidet, auch wenn es gut in der Schule mitkommt und darauf bestehen, dass sie eine Überweisung schreibt. Weigert sie sich, würde ich eine andere KÄ suchen oder schauen, ob es an einem Krankenhaus eine Ambulanz für Kinder gibt, die Verhaltensauffälligkeiten diagnostisch einordnen kann.
 
  • Lille
Beides. Aber nicht so, dass er mit ihr allein ein Wochenende verbringt. Er lungert oft hier rum.
Findet sie das gut?
In "meinem" Fall hat der Vater ein kleines Ego und nachdem die Frau sich getrennt hat und sich nicht mehr klein machen lässt, macht er das Kind klein.
Das ist nun auch in die Schule gekommen und hat ähnliche Probleme.
Der Lehrer ist zum Glück ebenfalls sehr gut und ist der Ursache schnell auf den Grund gekommen.
Der Kontakt zum Vater wird nun stark eingeschränkt (das Kind wollte auch oft nicht dorthin) und die Mutter versucht, das Ego aufzubauen.

Vielleicht hilft das irgendwie als Input.
 
  • kitty-kyf
Um das mal zu verdeutlichen hat er sehr viel in seinem Leben geändert. Er ist jetzt fest angestellt als Fahrzeugpfleger in einem Autohaus und ist im Sommer jeden Tag nach der Arbeit gekommen und ist mit dem Kindern draußen auf der Straße gewesen wo sie mit den anderen Kindern gespielt haben. Ohne diese extra Zeit hätte ich wohl nicht in den zwei Examensprüfungen mit 10 und 9 Punkten bestanden.
Also er wird immer ein Filou sein und zu elternabenden muss man ihn auch nicht schicken. Aber Zeit mit seinen Kindern verbringen, das kann er echt gut.
 
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