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Kriterien einer guten Auslandstierschutzorganisation

  1. Ich möchte mit diesem Thread Leuten, die eine Auslandsadoption überlegen, Kriterien an die Hand geben, wie sie eine gute Organisation von einer unseriösen Organisation unterscheiden können. Deswegen wäre es schön, wenn hier keine Diskussionen zum Auslandstierschutz stattfindet, damit jemand, der sich dafür interessiert, sich nicht durch die Streitereien arbeiten muss :)

    Hier mal die Kriterien, die ich anlege, wenn mich ein Tier im Ausland interessiert:

    Den ersten Eindruck bekomme ich durch die Homepage. Welche Hunde werden vermittelt? Ausschließlich kleine junge entzückende Hunde und das in Massen? Da würde ich wohl schon wegklicken.
    Sind die vermittelbaren Tiere gut gemischt? Junge, Alte und Hunde im Alter dazwischen? Gibt es auch schwerer vermittelbare Hunde auf der Seite, zum Beispiel große schwarze Hunde? Dann würde ich micch weiter vorarbeiten :)

    Kann der Verein Spendenbescheinigungen ausstellen? Wird das Team vorgestellt? Ist der Adoptionsablauf und sind die Schutzgebühren genau beschrieben?
    Sind die Beschreibungen der Hunde ausführlich und deutlich ?
    Welche Impfungen hat der Hund, wenn er einreist? Werden Screens auf Krankheiten gemacht?
    Wird eine Vorkontrolle gemacht? Kann ich mich auch telefonisch mit dem Vermittler/der Vermittlerin in Verbindung setzen?

    Wenn ich das alles mit "Ja" beantworten kann, googel ich den Verein. Wenn da nichts auftaucht, was mich abschreckt und was deutlich macht, dass der Verein nicht sauber arbeitet, schreibe ich eine Mail.
    Da schreibe ich auch schon rein, was wir von dem Tier erwarten müssen und was wir ihm bieten könnten.

    Bisher habe ich immer sehr schnell Antwort bekommen - und immer mit dem Angebot, die Fragen telefonisch zu klären. Daraus ergaben sich lange Telefonate, in denen ich auch nachgefragt habe, wie die Tiere transportiert werden (Stichwort artgerechter Transport) und ob sie Traces haben, wenn das nicht sowieso schon auf der Homepage erläutert wurde. Wie lange es dauert, bis der Hund kommen kann und wo die nächste Stelle ist, bei der wir ihn abholen könnten

    Danach folgt dann die Vorkontrolle. Ist die positiv und ich möchte den Hund immer noch, bekomme ich den Schutzvertrag und unterschreibe ihn. Mir wird mitgeteilt, wann der Hund ungefähr kommen kann. Oft gibt es auch noch Infoblätter mit dem Vertrag, z.B. wie man den Hund doppelt sichert, wie man ihm das Einleben erleichtert, wie man eventuellen Durchfall in den Griff bekommt usw.

    Dann warte ich, bis mir die Organisation die genaue Zeit und den Abholort mitteilt. Ich werde am Reisetag informiert, wo der Transport grade ist und wann er ungefähr an "meinem" Abholort ankommt. Alternativ fahre ich zum Flughafen, wenn das Tier mit Flugpaten kommt.
    Ich bekomme mit dem Tier den Impfpass und das Angebot, mich jederzeit bei der Vermittlungsperson zu melden, wenn es Probleme gibt. Gerne auch mit der Bitte verbunden, Fotos aus dem neuen Zuhause zu finden. Darüber freuen sich dann einerseits die Tierschützer im Ursprungsland, andererseits kann die Organisation die Bilder auf die Homepage stellen.

    Das wäre für mich eine seriöse Hundeadoption aus dem Ausland.
    Ich habe sicher einige Punkte vergessen. Also bitte her mit Ergänzungen :)
     
    #1 Paulemaus
  2. Es ist enorm wichtig auch an das richtige (!) Hundefutter zu denken.

    Also ich habe für unseren Dicken seeehr lange nach dem richtigen Futter gesucht. Durch Zufall habe ich den hier angebotenen kostenlosen Futtercheck gefunden und konnte dort tatsächlich in Erfahrung bringen, welches Futter ganz konkret von anderen Hundebesitzern mit genau der gleichen Hunderasse bevorzugt wird.

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    --
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  3. Du hast jetzt nur über Adoption direkt aus dem Ausland geschrieben.
    Die ersten Tiere aus dem Ausland, die ich adoptiert habe, waren vorher schon in Deutschland, so dass ich sie wie einen ganz normalen deutschen Tierheimhund vorher kennen lernen konnte. Zum Teil hatten die Orgas eigene Tierheime hier in D, zum Teil waren die Tiere in deutschen TH untergekommen, einer war auf einer Pflegestelle. Das Prozedere ist dann wie bei einem deutschen Hund. Die Kriterien, die an die Orga anzulegen sind, sind natürlich die gleichen wie bei einer Adoption direkt aus dem Ausland.

    Zu deinen genannten Kriterien habe ich eigentlich nur eine Abweichung anzumelden. Die Frage nach den Screens auf Krankheiten.
    Der Verein, von dem ich die letzten Hunde übernommen habe, testet, wenn keine Krankheitssymptome vorliegen, erst in D auf Mittelmeerkrankheiten, da das Tier sich dort ja bis zum letzten Tag anstecken kann und somit eine vorab ausgestellte Gesunderklärung bei der Einreise schon falsch sein könnte. Geht das Tier nicht auf eine PS, sondern direkt in eine Endstelle, muss also der neue Halter den MM-Check machen lassen. Er weiß das aber nicht nur vorher, sondern er bezahlt diesen Check auch bei Übernahme des Tieres mit der Schutzgebühr, so dass gewährleistet sein sollte, dass er den Test auch machen lässt. Und nach einem halben Jahr wird ein erneuter Test fällig. Der Adoptant verpflichtet sich per Schutzvertrag zu diesem zweiten Test und bekommt ihn zu einem ermäßigten Preis, dem Vereinsrabatt, bei dem Labor, mit dem der Verein zusammenarbeitet.
     
    #2 snowflake
  4. Wichtig finde ich den Umgang mit "Rückläufern". Gibt es Notfall-Pflegestellen, die für solche Fälle sofort einspringen können und immer frei gehalten werden? Eine Bekannte ist so zu ihrem Hund gekommen. Nicht, weil sie einen haben wollte oder Notfall-Pflegestelle war, sondern weil sie so lange "bearbeitet" wurde bis sie zusagte. Da war die Pflegestelle abgesprungen war und der Hund musste irgendwo hin. Und das "natürlich super eilig, dringend und der arme Hund". Auf den "Hausfrauen-Verein" ist sie noch immer sauer, für den Hund ist es perfekt und sie hat sich inzwischen ganz gerne in ihr Schicksal ergeben... Die Frage ist, wie findet man das im Vorhinein raus? Versprochen wird ja immer Vieles...
     
    #3 Carli
  5. Das war bei Polly jetzt nicht so.
    Spanierin, ummedum 11 Monate alt, unkastriert, seit drei Wochen auf einer deutschen PS.
    Sie war negativ auf die MMK's getestet.
    Der Verein hat keinen weiteren Test verlangt und ich habe, mangels Symptomen, auch keinen machen lassen.
    Was sie aber verlangt haben und was ich auch so im Vertrag unterschrieben habe, war die Kastration.
    Und es ist egal, wie man dazu steht, ob es "verboten" ist oder nicht, mit meiner Unterschrift habe ich zugesagt, mich an den Vertrag zu halten !

    Ansonsten stimme ich Paulemaus in vollem Umfang zu :toll:.
    Ich habe jetzt den dritten Hund und die vierte Katze aus dem Ausland und bin noch nie auf die Nase damit gefallen.
    Jeder Zeit immer wieder !
     
    #4 Candavio
  6. Mein Auslandshund stammt ja auch von einem deutschen Tierheim (das seit Jahren eine offenbar gute Kooperation mit einem ausländischen TH hat), drum hab ich mich vor ihrer Aufnahme nicht sooo sehr damit beschäftigt.

    Würde ich nach einem Auslandshund schauen (ohne mich auf eine konkrete Orga versteift zu haben) oder auf einen Auslandshund stoßen, dessen Übernahme ich mir überlegen würde, würde ich neben den von Paulemaus angeführten Punkten vermutlich noch schauen, was der betreffende Verein vor Ort noch so an Aktionen macht - also: Kastrieren sie? Gehen sie in Schulen o.Ä.? Arbeiten sie (sofern die Umstände vor Ort es erlauben) mit Futterstellen? etc.pp.
     
    #5 helki
  7. In Schulen gehen, selbst, als Deutsche, die nicht in dem betr. Land leben, das könnte auch schlecht ankommen, könnte ich mir vorstellen. So: Wir sagen euch jetzt mal, wie das richtig geht. Im übrigen stimme ich dir zu.
     
    #6 snowflake
  8. Ich für mich fände es tatsächlich besser, wenn das Tier schon im Herkunftsland gecheckt wird. Wenn das Ergebnis negativ ist, kann ich ja trotzdem in D nachchecken.
    Hätte man bei Kalle vor der Kastration keine Mitteleertests gemacht, wäre nicht bekannt gewesen, dass er Leishmaniose-und Erlichose positiv ist und man hätte nicht so schnell mit der Behandlung noch im Ursprungsland beginnen können. Seine Leishmaniosewerte waren extrem hoch, äußerlich war aber nichts erkennbar.
    Würde mich ein Hund von "Deiner Orga" interessieren, würde ich aber trotzdem hinschreiben und bitten, dass sie auf meine Kosten vorab schon einen Test machen.

    Bei Trevor aus St. Petersburg wurde mir das auch so angeboten: Ich konnte wählen, ob die Schuutzgebühr höher ausfällt, der Kater dann aber vorher auf die üblichen Katzenkrankheiten getestet wird.
     
    #7 Paulemaus
  9. So wichtig das ist, was du da ansprichst, aber so wie du es hier formulierst, wäre es die Quadratur des Kreises. Eine Notfallpflegestelle kann schwerlich immer einspringen und gleichzeitig immer frei gehalten werden. ;)
    Aber natürlich muss es eine institutionalisierte Möglichkeit geben, Rückläufer aufzunehmen. Und die Zahl der Notfallpflegestellen müsste mit der Zahl der vermittelten Tiere wachsen. Die Orga, von der meine letzten Hunde sind und die in meinen Augen im übrigen wirklich gute Arbeit macht, stößt da längst an ihre Grenzen und sucht immer wieder mal auf ihrer HP händeringend Plätze für Rückläufer.
     
    #8 snowflake
  10. Ich hatte das Thema Rückläufer auch immer angesprochen. Mir wurde ehrlich gesagt, dass man den Hund oder die Katze nicht innerhalb der nächsten Stunde abholen könne und es durchaus ein paar Tage dauern könne, bis die Rücknahme möglich wäre. Das war für mich kein Problem, da ich hätte trennen können.

    Aber das bringt mich auf ein weiteres Kriterium: Wie werden die Tiere auf der Homepage beschrieben?
    Ist die Beschreibung nur positiv und "zuckersüß" oder wird auch auf eventuelle "Macken" der Tiere hingewiesen?
    Deswegen lese ich mir auch Beschreibungen von anderen Tieren der Organisation durch, um einen Eindruck zu bekommen.

    Ich hatte bisher bei allen Tieren das Glück, dass die Charakterbeschreibungen genau passten und die Tiere sich hier problemlos eingefügt haben.
     
    #9 Paulemaus
  11. Da hast du recht. Allerdings hatte ich beim "in Schulen gehen" Aktive von vor Ort (also aus dem betreffenden Land stämmige Personen) im Kopf. Das hätte ich klarer formulieren sollen.
     
    #10 helki
  12. Hundeanfängern würde ich immer empfehlen nicht direkt aus einem Shelter im Ausland zu adoptieren, sondern den Hund vor Ort auf einer Pflegestelle in Deutschland kennenzulernen.
    Fast jeder Hund hat mit Artgenossen auf engem Raum massiven Stress und das Verhalten in dieser Umgebung sagt mMn wenig über den tatsächlichen Charakter eines Tieres aus.
     
    #11 Gamergirl
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