Kreuzbandriss American Bulldog 9 Jahre

  • Carosch
Hallo Zusammen, ich hoffe hier hilfreiche Erfahrungen von euch zu bekommen, die mir bei meiner Entscheidung helfen können. Mein American Bulldog (Odin) im Mai ist er 9 Jahre alt geworden. Hat sich bereits schon Ende März einen Kreuzbandriss zugezogen. Die Symptome waren relativ eindeutig, lahmheit und Schonhaltung, abspreizen des betroffenen Beins, und mitte April hatten wir dann die Diagnose bestätigt bekommen. Meine Haustierärztin sowie auch die Ärztin haben die OP empfohlen, da er trotz seines Alters so fit und jugendlich wirke. Er ist auch wirklich Top fit und aktiv. Ich habe ihn natürlich geschont, nur kurze Wege und keine Treppen mehr laufen usw. Wir haben einen OP Termin mitte Mai in der Tierklinik vereinbart. Eine TPLO sollte durchgeführt werden. Odin hatte bereits 2003 einen Kreuzbandriss der dort ebenfalls mit TPLO erfolgreich operiert wurde. Dann aber 1 Woche vor der geplanten OP bekam er einen grossen Hot Spot am Hals und ca. 5 mm grosse rote dicke Papeln, überwiegend an den Beininnenseiten und am Bauch. Teilweise waren diese mit Eiter gefüllt. Er bekam cortison pred 50 MG und Antibiotika. Eine Hautentzündung aufgrund einer Umweltallergie. Die hatte er letzes Jahr das 1. Mal und hängt mit Gräsern und Pollen zusammen, da die Allergie ab August völlig verschwunden war.Zum Glück haben die Medikamente gut angeschlagen, allerdings ging es ihm auch ziemlich schlecht was wahrscheinlich an dem Cortison lag. Er hat ziemlich abgebaut an Gewicht. Die Tierklinik haben die OP abgesagt aufgrund der bakteriellen Infektion der Haut. Das Risiko ist zu gross dass die Bakterien während der Op in den Knochen gelangen. Mittlerweile sind wir bei 1.25 MG Cortison Pred pro Tag und die Allergie ist deutlich besser. Sein verletztes Bein belastet er mittlerweile wieder voll und er läuft wieder rund. Er hat wieder spass und Lust sich zu bewegen. Er spielt und ist sehr fit. Er hat allerdings stark Muskulatur abgebaut am verletzen Bein, sowie am Popo. In der Innenseite seines verletzten Beins hat sich eine dicke Beule gebildet, bei Berührung zeigt er keinerlei Schmerzen. Ich war bezüglich der TPLO OP sehr skeptisch hab mich mehr oder weniger auf die Aussage der Tierärzte verlassen. So nach dem Motto es geht halt nicht anders. Aber nun nach 4 Monaten mit Kreuzbandriss, sehe ich wie gut er damit klarkommt und habe erhebliche Zweifel ob ich ihm diese Tortur der TPLO nochmal antun soll. Oder ob ich ihm einfach noch die letzen Jahre so gut es geht damit klarkommen lassen soll. Ich bin echt hin und her gerissen und hoffentlich gibt es jemanden da draussen der mir aufgrund eigener Erfahrung helfen kann, diese schwierige Entscheidung zu treffen. Danke fürs Lesen, ist doch schon lang geworden :)
 
  • SaSa22
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Hi Carosch :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • Crabat
War die TPLO 2003 am gleichen Bein?
 
  • MeikeMitBenny
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LG Meike mit Benny
  • bxjunkie
Zweifel ob ich ihm diese Tortur der TPLO nochmal antun soll.
Wäre eine TTA eine Alternative? Meine BX Hündin hatte eine TTA und ich war hochzufrieden. Sie konnte vom ersten Tag an belasten, was gerade für so schwere Hunde eine große Erleichterung war. TPLO ist doch recht massiv, von daher kann ich deine Bedenken da verstehen. Wenn er aber wie du sagst gut zurechtkommt, würde ich es auch so lassen. Letztlich kannst das aber nur du entscheiden.
 
  • Carosch
Danke für Deine Nachricht! Der 1. Kreuzbandriss war 200 am linken Bein. Da war er 3 Jahre alt und alles ist super gut verheilt und er hatte damals echt zu kämpfen nach der Narkose etc. Der neue Kreuzbandriss ist am rechten Bein.
 
  • Carosch
Wäre eine TTA eine Alternative? Meine BX Hündin hatte eine TTA und ich war hochzufrieden. Sie konnte vom ersten Tag an belasten, was gerade für so schwere Hunde eine große Erleichterung war. TPLO ist doch recht massiv, von daher kann ich deine Bedenken da verstehen. Wenn er aber wie du sagst gut zurechtkommt, würde ich es auch so lassen. Letztlich kannst das aber nur du entscheiden.
 
  • SaSa22
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Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
  • Carosch
Danke für deine Nachricht. Die TTA hab ich mir auch schon überlegt. Ich verstehe nicht warum das nie zur Sprache kam bei den Tierärzten. Odin wiegt aktuell knapp 45 Kilo. Vielleicht ist das vom Gewicht abhängig? Die Entscheidung ist Mega schwer:( ich will ihm ja natürlich nur gutes tun. Danke für deine Meinung bezüglich der OP. Das hilft mir auf jeden Fall!
 
  • bxjunkie
Odin wiegt aktuell knapp 45 Kilo. Vielleicht ist das vom Gewicht abhängig?

Also gerade bei weniger schweren Hunden ist eine TTA eigentlich vorzuziehen, denn nur bei Hunden mit mehr als 50 Kilo bietet die TPLO schon eine größere Festigkeit. Bei meiner Hündin habe ich die TPLO nie in Betracht gezogen weil sie mir zu invasiv war und die Rekonvaleszenz doch erheblich länger dauert als bei der TTA.
Außerdem hatte meine Hündin zerstörte Minisken,da ist eine TTA vorteilhafter, weil die Belastung des Tibiafläche verringert ist.
 
  • Carosch
Das ist ja interessant dass die TTA bei Miniskusschaden sowieso die bessere Option ist! Denn bei Odin ist mindestens das Hinterhorn des Miniskus beschädigt. Das weiss ich durch das charakteristische Geräusch das beim gehen entsteht. Dann werde ich mich mal schlau lesen über alles was es über TTA zu wissen gilt. Vielen Dank!
 
  • Zeus79
Das war sehr interessant ;) ....
 
  • Mango
Hast du das Bein mal nochmal anschauen lassen? Wegen der Beule und so...
Unsere Leavitt Hündin hat dieses Jahr bereits an beiden Beinen einen TPLO bekommen (Leavitt Bulldog, jetzt 1,5 Jahre alt, 25kg schwer), alles lief super gut und wir sind echt froh darüber...

Es gibt auch noch die Meutstege-OP, hast du davon schon mal was gehört?

Ich wüsste glaub auch nicht, was ich tun würde... Jetzt wo es dem Hund auch ohne OP so gut geht... :gruebel:
Ist ja auch nicht mehr der Jüngste... Was sagen denn die Tierärzte dazu?
 
  • Carosch
Hast du das Bein mal nochmal anschauen lassen? Wegen der Beule und so...
Unsere Leavitt Hündin hat dieses Jahr bereits an beiden Beinen einen TPLO bekommen (Leavitt Bulldog, jetzt 1,5 Jahre alt, 25kg schwer), alles lief super gut und wir sind echt froh darüber...

Es gibt auch noch die Meutstege-OP, hast du davon schon mal was gehört?

Ich wüsste glaub auch nicht, was ich tun würde... Jetzt wo es dem Hund auch ohne OP so gut geht... :gruebel:
Ist ja auch nicht mehr der Jüngste... Was sagen denn die Tierärzte dazu?
Guten Morgen, danke für deine Nachricht. Von der OP Methode habe ich noch nicht gehört. Super wenn es eurer Hündin so geholfen hat. Wäre meiner in dem Alter würde ich ihn sofort operieren lassen. Gar keine Frage. Die Ärzte in der Tierklinik sind für die OP. Meine Haustierärztin ist da etwas zurückhaltender. Sie rät mir aber auch nicht ab von einer OP. Ich hab kürzlich mit jemanden gesprochen, die hat einen carne corso mix, 7 Jahre alt und gleiches Kaliber wie mein Odin. Der hatte mit 7 Jahren ebenfalls einen Kreuzbandriss. Sie hat es nicht machen lassen. Mit 10 Jahren musste er eingeschläfert werden wegen Krebs. Bis dahin ging es ihm gut. Das humpeln hat, genau wie bei Odin ,aufgehört und er hat alles wie immer gemacht. Die Beule ist körpereigenes Material, das sich bei Verletzungen dort ansiedelt. Seine Hauttierärztin hat gesagt sie würde es nicht mehr machen lassen. Mit dem Hintergrund dass es ihm ja so gut gehe. Außerdem meinte sie noch, dass eine frische Verletzung besser zu behandeln ist als eine alte. Klingt logisch. Ich werde es nicht mehr machen lassen. Ist mir zu riskant. Auch die Lebensqualität die ihm verloren geht durch die lange rehabilitation. Das will ich meinem alten Herrn nicht antun.
 
  • Mango
Ich denke das ist eine vernünftige Entscheidung zum Wohle des Hundes und nicht für den eigenen Egoismus... :fuerdich:
Bei "alten" Hunden finde ich immer wichtiger "den Tagen Leben zu schenken und nicht dem Leben Tage"...
Die Zeit nach der OP ist nicht zu unterschätzen... wir haben aktuell gute 6 Monate hinter uns, in denen die kleine Miss Sunshine zwar immer fröhlich war, jedoch nie konnte wie sie wollte, weil wir es wirklich radikal durchgezogen haben...
 
  • Carosch
Ich denke das ist eine vernünftige Entscheidung zum Wohle des Hundes und nicht für den eigenen Egoismus... :fuerdich:
Bei "alten" Hunden finde ich immer wichtiger "den Tagen Leben zu schenken und nicht dem Leben Tage"...
Die Zeit nach der OP ist nicht zu unterschätzen... wir haben aktuell gute 6 Monate hinter uns, in denen die kleine Miss Sunshine zwar immer fröhlich war, jedoch nie konnte wie sie wollte, weil wir es wirklich radikal durchgezogen haben...
Hallo, und danke für deine Meinung! Genau das sagt mir mein Gefühl auch. Ich will ihm die letzten Jahre so angenehm wie möglich machen und da ich ja weiß wie es ihn nach der 1. Kreuzband OP ging will ich ihm das nicht mehr antun. Zudem ist die Allergie immer noch präsent und das schwächt ihn zusätzlich. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Es tut gut zu hören dass auch andere erfahrene Hundebesitzer das auch so sehen. Alles Gute für Euch!
 
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