Kinder beim Berufsstart unterstützen?

  • Birgit
Hab mal eine Bitte:
Kennt jemand eine informative Inet-site zum Thema: Wie bewirbt man sich richtig?
Mein Sohn hat beschlossen, sich jetzt doch zwecks Berufsausbildung zu bewerben, falls es am Ende des Schuljahres sich herausstellt, dass er das Abi nicht auf die Reihe bekommt (die faule Socke :( )
Ich hab nun so gar keine Ahnung davon, hab mich das letzte Mal so vor etwa 30 Jahren für was beworben, mein restlicher Berufsweg ging eher per "Beziehungen" weiter, also ich musste mich nie so richtig bewerben, Anklopfen und Vorstellen hat immer gereicht.
Nun will ich dem Jungen aber gerne helfen und mich deshalb mal schlau machen.
Kennt jemand so ne site? Da gibts doch bestimmt gute und weniger hilfreiche, ich wüsste gern ne Gute!
Danke!
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Birgit :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Dobi
Vllt. helfen diese Links:
 
  • Birgit
Danke, sehr informative links! :)
Was meint ihr? Inwieweit sollte man seinem (16jährigen) Kind eigentlich bei sowas helfen?
Ich kann mich noch sehr gut dran erinnern, dass ich meine Berufsbewerbung ganz alleine durchgezogen hab. Waren damals allerdings ganz andere Zeiten.
Mein Faultier könnte glatt das Abi machen, wenn er nur wollte. Aber er lebt so in den Tag hinein, komm ich heut nich, komm ich morgen.
Die 9te hat er nun zweimal gemacht und seine Tante, die Direktorin eines Gymnasiums ist, hat ihm dringend geraten, sich nicht auf das Abi zu verlassen sondern Bewerbungen für eine Berufsausbildung zu schreiben.
Ich werde ihm das Schreiben natürlich nicht abnehmen, ihm aber Hilfestellungen geben müssen, sonst wird das gar nichts.
Sein Wunsch ist eigentlich ein Chemiestudium, aber mit den Noten schafft er das Abi nicht.
Also "möchte" er sich als Chemiekant bewerben.
Wenn ich nun "Vitamin B" ins Spiel bringe, dann kriegt der schon eine Stelle. Allerdings ohne sich selbst wiedermal anstrengen zu müssen. Ergo wird er wieder nur "mit halber Kraft" da einsteigen und die Gefahr besteht, dass er die Lehre nicht schafft.

Kann mir nicht mal einer nen Rat geben? Wie habt ihr das bei euren Sprößlingen gemacht und an die Jüngeren: Inwieweit haben euch eure Eltern geholfen und wie hat das euren weiteren Lebensweg beeinflusst?
 
  • Birgit
Falls einer der Mods das hier liest, kann man bitte mal die Überschrift ändern, da mir meine Fragen wirklich wichtig sind.
Infos wegen Bewerbungen hab ich ja nun schon, aber der Rest tät mich doch auch interessieren.
Überschrift z.B.
Wie weit kann und soll man seine Kinder auf dem Ausbildungsweg unterstützen? (oder auch kürzer :p )
 
  • Marion
Hi Birgit,

inwieweit kannst Du Dir denn sicher sein, daß Dein Vitamin B auch funktioniert?

Wenn Du Dir 100% sicher bist, da bekommst Du ihn immer rein, dann würde ich ihn erst einmal ein paar Bewerbungen allein schreiben lassen. Entweder er findet auf dem Weg selber eine Stelle oder es hagelt erst mal absagen - könnte auch Motivation sein, diese eine Stelle, die er dann über Dich kriegen könnte, auch wirklich ernst zu nehmen...

Ist halt die Frage, wie oben schon gesagt, wie sicher das wäre und auch, ob man sich darauf in der heutigen Zeit verlassen kann/darf. Und, wie lange sie ihm die Stelle offen halten würden...
 
  • Dobi
Unsere Tochter musste das Alleine machen. Das eizige was ich gemacht habe: Das Bewerbungsfoto eingescannt. Gaube mir: die Kids sind nicht so doof wie man meint: Die suchen nur nen Deppen der für sie die Arbeit macht.
 
  • Alexis
Birgit schrieb:
Wenn ich nun "Vitamin B" ins Spiel bringe, dann kriegt der schon eine Stelle. Allerdings ohne sich selbst wiedermal anstrengen zu müssen. Ergo wird er wieder nur "mit halber Kraft" da einsteigen und die Gefahr besteht, dass er die Lehre nicht schafft.
Ich würd' ihn allein in's kalte Wasser werfen.
Wie soll er je lernen sich für etwas mit ganzer Kraft einzusetzen und sich auch mal durchzubeißen wenn Muttern ihm sofort hilft wenn's mal schwierig wird?

Alexis
 
  • Birgit
Nee, Marion, wenn ich ihm eine Stelle besorge, dann kann ich die dann auch nicht nachher wie aus dem Hut zaubern, da wüsste ich zwar ein paar Stellen, wo das ginge, aber die würde er nicht wollen. Alles Gute kommt eben nie zusammen.
Ich kenne hier etliche Leute, die Lehrstellen zu vergeben haben und die mir auch einen Gefallen täten. Die kenne ich einfach so durch die Firmenkontakte meines Mannes und eben auch privat, man hat ja Hunde :p und feiert mal zusammen u.s.w.
Mal abgesehen davon, dass da nun wieder das nicht dabei wäre, was meinen Sohn interessiert, so ist es mir auch ein Greuel mir vorzustellen, dass ich meinen Sohn da reinbringe und dann schmeißt der die Lehre.
Ich bin ja nachdem ich das schrieb erstmal stutzig geworden und hab mich mal schlau gemacht, was ein "Chemiekant" ist. Mein Sohn ist doch dermaßen faul, sich wenigstens mal über ein Berufsbild zu informieren, das ist der falsche Beruf, er will in Wirklichkeit Chemielaborant werden.
Ich habe ihm nun als "Wochenaufgabe" auferlegt, sich wenigstens mal zu informieren, welche Firmen hier und im Umkreis sowas ausbilden.
Da er ja nun aufs Gym geht und eigentlich das Abi ansteuert, bin ich auch noch nicht so recht informiert, wann man sich eigentlich für eine Lehre bewirbt. Er ist jetzt in der 10. Klasse und müsste jetzt m.M. nach doch ein bisschen Dampf machen, wenn das nach der 10ten was werden soll, er meint, er muss erst nach dem Halbjahreszeugnis.
Aber das krieg ich schnell raus, was da üblich ist.

@Dobi, das hat bei meinem Sohn nichts damit zu tun, ob doof oder nicht, der will nicht!
Der meint nu wieder, er macht doch das Abi, nur denke ich mal, dazu müsste er jetzt einen solchen Spurt einlegen, damit das Zeugnis der 10ten Hoffnung auf Gelingen des Abis macht.
Bei uns gibt es ja auf Grund der Sache in Erfurt damals eine Änderung im Schulgesetz, alle müssen nach der 10. Klasse erstmal eine der normalen 10. Klasse-Prüfung gleichwertige Prüfung machen, damit sie nachher nicht ganz ohne Abschluss dastehen.
Besteht der die dann nur solala, also ohne auf ein Abi hoffen zu können, steht er erstmal ohne Lehrstelle da.
Dann kann ja Mutti immer noch Vitamin B einsetzen und ihm eine Stelle besorgen, aber eben nix mit Chemie, da kenn ich keinen.
Außerdem widerstrebt mir diese Einstellung ganz gewaltig, mönsch, so leicht hat es uns doch damals auch keiner gemacht!
Jetzt könnte ja jemand sagen, dass ich meinen Sohn falsch erzogen habe und ich müsste demjenigen sogar Recht geben :(
Allerdings muss ich auch sagen, dass mein Sohn schon in der ersten Klasse durch seine Unaufmerksamkeit im Unterricht auffiel und wir nie herausbekommen haben (trotzdem wir Hilfe bei Psychologen in Anspruch nahmen) woran das bei ihm liegt.
Durch die ganze Schulzeit zieht sich wie ein roter Faden immer die Kritik der Lehrer, dass er während des Unterrichts aus dem Fenster guckt, träumt, malt (das kanner wirklich gut) und ständig seine Hausaufgaben vergisst. Ich habe es doch tatsächlich fertig gebracht (aus reiner Not) bis zur 8. Klasse seine Schulmappe zu kontrollieren, aber wenn er keine Hausaufgaben einschreibt, kann ich auch keine anmahnen :(
Und trotz dieser Unaufmerksamkeit und Faulheit hat er es aufs Gym geschafft (wir wollten das gar nicht, er wollte unbedingt und somit wurde es von seinen Zensuren abhängig gemacht, aber die waren damals ja gut) nur jetzt geht das eben nicht mehr so weiter!
Ich habe immer gehofft, dass er irgendwann einsieht, dass sein Talent im künstlerischen Bereich liegt und er dies zielstrebig ausbaut. Was will er? Chemie :( :wand:
Ich bin im Moment ziemlich verzweifelt und selbst solche Sprüche wie der, dass Albert Einstein in Physik durchgefallen ist, helfen mir nicht unbedingt weiter :(

Deshalb ist es mir ja so wichtig, dass ich ihm nun nicht den Zucker hochkant in den Ar... blase, sondern dass er sich mal selber um eine Lehrstelle bemüht. Ich wollte aber unbedingt wissen, was man da von seinen Kindern normalerweise verlangen kann und wo man helfen sollte.

@Alexis, ich hoffe mit diesem langen Schreiben auch beantwortet zu haben, warum ins Wasser schmeißen im Moment nicht die Lösung sein kann, ich könnte ihn dann eigentlich gleich unter die Brücke schicken, ein bischen Unterstützung muss ich ihm geben, sonst wird das nüscht :(
 
  • Alexis
Birgit, ich habe ja nur geschrieben wie ich selbst handeln würde. Was du im Endeffekt machst ist eh deine Sache. ;) Ich bleibe allerdings weiterhin bei meiner Ansicht.

Alexis
 
  • veilchen
Hey du Birgit :)

Ich bin jetzt selber in der 10ten. Und ich habe null Bock mehr auf Schule, ich würde am liebsten jetzt aufhören und arbeiten gehen aber meine Mutter würd mich an meinen Haaren zur Schule zurück schleifen.
Ich kann nicht beurteilen ob du deinen Sohn ins "kalte wasser" schmeißen sollst oder nicht dazu kenne ich dich und deine Erziehung zu wenig.
Aber setz dich mit ihm zusammen und rede mit ihm, unterstütze ihn ja, aber leg ihm nicht alles zu Füssen. Du kannst ihm deine Unterstütztung zu sichern aber kümmern muss er sich schon selber. Ich glaube du hast einen intelligten Burschen red noch einmal Klartext vielleicht hilfts ?
Und die Schule mit Abitur abschließen will er ganz sicher nicht ?

Habt ihr sowas wie bei uns das AMS = Arbeitsmarktservice ? dort können Jugendliche hingehen und sich erkundigen usw. werden bei euch Beratungsgespräche angeboten ?

LG veilchen
 
  • Wopi
Das kommt immer auf die Person an. Manchen hilft es, wenn du ihnen einen Schubs gibst, damit sie endlich aufwachen und bei anderen ist es besser, wenn sie alles alleine machen müssen.

Ich fands jedenfalls gut, dass mich meine Mama damals unterstützt hat und mir ab und zu ein tritt in den A... gab. Ich hätte wohl einfach irgendwas gemacht. Doch jetzt wo ich meine Lehre bald abgeschlossen habe, bin ich froh, dass ich genau diese Ausbildung habe.
 
  • Birgit
Ja Veilchen, so einen Arbeitsmarktservice gibts bei uns auch, da waren wir schon vor einem Jahr. Da ging es ja darum, ob mein Sohn weiter auf dem Gym bleibt oder auf eine andere Schule mit ganz normal 10te Klasse-Abschluss geht. Schließlich war er da grad sitzengeblieben. Also haben wir dort nen Termin gemacht, um herauszufinden, ob eine Lehre und somit auch der Wechsel auf eine andere Schule bis zur 10ten besser für ihn wäre. Danach hat er mir hoch und heilig versprochen, sich besser anzustrengen und wollte unbedingt auf dem Gym bleiben.
Das Gleiche erzählt er mir im Moment auch, aber ich kann nicht mehr so recht dran glauben.
Deshalb ja auch die Idee, dass er sich eine Lehrstelle besorgt. Sollte er am Ende der 10ten Klasse doch so gut geworden sein, dass man glauben kann, er schafft das Abi, muss er diese Stelle ja nicht antreten, freut sich dann ein anderer drüber.
Ja, Veilchen, ich weiß, dass ich einen intelligenten Sohn habe! Nur ist er wohl ein absoluter Spätzünder in Bezug auf die Erkenntnis, dass man was für seine Zukunft tun muss. Oder besser gesagt, er weiß es eigentlich, vergisst es aber andauernd wieder.
Er vergisst einfach alles immer sofort wieder :(
Nur so Kleinigkeiten wie: Während des Gottesdienstes am Mittwoch nachmittag darf man kein Tischtennis spielen :heul:
Das kann doch nicht soooo schwer sein :verwirrt: ! Gottesdienst ist ja keine Pflicht an der Schule, aber während dieser Zeit darf man eben auch kein Tischtennis spielen, weil man das in der Kapelle hört und das den Gottesdienst stört. Mein Sohn hält sich nicht dran und findet auch jemanden, der dann mitspielt. Plautz...gibts nen Verweis! Sowas kann einem einmal passieren, aber doch nicht öfter *grrrrrrr*
Wenn ich dran zurück denke, wie "erwachsen" ich mit 16 schon war, dann komm ich arg ins Grübeln.
Ich hör mal lieber auf zu Schreiben, das hört sich ja schon sowas nach frustrierter Mutter an, ich geh mir schon selber auffen Keks :p

@Sarah:
Hab dein post erst grad nach meinem hier gelesen, du machst mir ein bisschen Mut, danke!
 
  • Wopi
Manchmal muss man Menschen zu Ihrem Glück zwingen ;)
 
  • Josi
Birgit - auf die Gefahr hinweg, gefressen zu werden - aber manche Jungs brauchen etwas länger... bis hin zu extrem viel länger. Mein Bruder hat auch erst in den letzten Jahren mitbekommen, daß er eventuell etwas für die Schule tun sollte, um das Abi zu schaffen.

Josi mit Anhang
 
  • Claudy&Joey
Dein Sohn ist in der 10. Klasse und macht nächstes Jahr Abi???? Also ich hab' in der 13. Abi gemacht :gruebel:... na wie auch immer

Ich hab' mich ja auch noch nie wo bewerben müssen, aber bei meinem Bruder war es damals so, dass er die Bewerbungen allein geschrieben hat, aber meine Mutter war dabei, wenn er sich wo vorgestellt hat (weiß allerdings nicht, ob sie dann auf dem Gang gewartet hat o. ä.). Sie war sich jedenfalls auch nicht sicher, ob es richtig ist, wenn sie mitgeht, und hat dann einige Bekannte um ihre Meinung dazu gefragt. Und die haben gesagt, dass sie es schon für gut finden, wenn der Arbeitgeber gleich auch die Mutter kennenlernt. Auf jeden Fall hat er ziemlich schnell 'ne Stelle gefunden :D.

und zum Abi: Ich wär' in der 11. auch fast durchgefallen (aber sowas von knapp :rolleyes: ) und hab' mich dann in der Kollegstufe auch nicht viel gebessert... (außer dass meine beiden "Spezialfächer" - Chemie und Latein - weg waren) Erst so ab den Osterferien hab' ich angefangen, für 's Abi zu lernen :unsicher:. war aber ziemlich sicher, dass ich es nicht schaffen würde... Aber es ist wirklich kein bisschen so schlimm, wie man es sich vorstellt. Ich hab' mich nur in den letzten Wochen so richtig reingehängt und die Prüfungen waren eigentlich ganz nett. besonders das Colloquium: mein erster Erdkunde-1er überhaupt :lol: Mein Schnitt war auch viel besser, als ich es gehofft hatte: 2,7

was ich sagen will: Vor dem Abi braucht man keine Angst haben (hab' ich noch vor einem halben Jahr niemandem geglaubt, aber jetzt weiß ich, dass es stimmt :D). aber wenn ich in den letzten Wochen nicht so viel getan hätte, hätte ich es bestimmt nicht geschafft.
 
  • Hannibal
@ Birgit, Du kennst doch die Stärken und Schwächen Deines Sohnes genau. Für uns ist es da schwerer Tips zu geben. Auf der einen Seite ist das Abi nicht schlecht, auf der anderen, wenn ich sehe, das welche das Abi machen und dann ne Bankkaufmannslehre anfangen- auch nicht so prickelnd, sich dafür 13 Jahre auf ne Schulbank zu setzen.
Da er ja unbedingt auf dem Gym bleiben will ( seine Beweggründe seien mal dahingestellt) hast Du doch schon mal ein Druckmittel. Setz ihm ein lösbares Ultimatum bis zum Halbjahr, das er sich halt in dem einem oder anderen Fach verbessern soll, oder sein Verhalten an der Schule sich bessern soll, ansonsten Schluß mit lustig und ab in die Lehre.
Unterstützen bei der Lehrstellensuche auf jeden Fall (seine Bewerbungen kann er selber schreiben, dann sieht er wenigstens, das Eigeninitiative nicht immer mit Erfolg verbunden sein muß).
Umso besser Du ihm den Start für ein erfolgreiches Berufsleben ebnest, (der Drang selbst etwas aus sich zu machen kommt erst mit der Zeit, dafür ist er jetzt in einem schlechten Alter), um so weniger wird er Dir später auf der Tasche liegen.
 
  • Birgit
Claudy, hab ich mich vielleicht irgendwo falsch ausgedrückt? Keine Ahnung, er macht natürlich nicht nächstes Jahr Abi, aber nächstes Frühjahr muss er die Prüfung am Ende der 10ten machen. Nachdem ein Herr Steinhäuser in Erfurt 16 Lehrer/Schüler und sich selbst erschoss, weil er das Abi nicht geschafft hatte und ohne jeglichen Abschluss auf der Straße stand und seinen Eltern nichts davon sagte, somit in eine tiefe Krise geriet und dieses Blutbad anrichtete, wird bei uns nach der 10ten geprüft und wenn es in der 11ten oder 12ten dann nicht mehr mit den Leistungen klappen sollte, haben die Schüler einen Abschluss, mit dem sie was anfangen können. Bei uns bekommt man übrigens nach der 12ten das Abi.

Hanni, das mit dem lösbaren Ultimatum hab ich schon gemacht. Bis zum Halbjahreszeugnis bleibt alles offen, ob Abgang oder Abi. Ein Zensurendurchschnitt von zwischen 2,5 und 2,75 hat dann zu stehen, ansonsten hat das doch gar keinen Sinn mehr. Er darf aber auch in keinem Fach schlechter als 4 stehen, das gehört zum Ultimatum. Nur weiß ich bis jetzt noch nicht, ob es dann für eine Bewerbung um eine Lehrstelle nicht schon zu spät ist.
Also machen wir uns eben jetzt darüber schon Gedanken.
Claudy, mitgehen beim Vorstellungsgespräch ist wahrscheinlich eine sehr gute Idee, bezeichnet mein Sohn sich ja selbst als introvertiert (was ich allerdings nur bezüglich solcher Sachen bestätigen kann, im Freundeskreis ist er eher extrovertiert) und wenn der da schweigend im Vorstellungsgespräch sitzen würde, macht das ja auch keinen guten Eindruck. Allerdings macht es wohl auch nicht den besten Eindruck wenn Mutti mitgeht?
Ich werde das mit den Bewerbungen auf jeden Fall jetzt durchziehen. Er hat sich ja selbst auf Chemielaborant festgenagelt und guckt nicht nach rechts oder links. Da kann man nur von Glück sagen, dass es hier dafür Lehrstellen gibt, jetzt muss er nur eine davon abbekommen.
Schaun wir mal, ich bin jedenfalls beruhigt, dass mir hier teilweise (!) bestätigt wurde, dass man seine Kinder bei der Bewerbung unterstützen sollte.
Ich bin zwar fest davon überzeugt, dass mein Sohn den falschen Weg geht wenn er Chemielaborant wird, da er eine nicht zu übersehende künstlerische Veranlagung hat, aber wenigstens das muss er selber herausfinden und für einen künstlerischen Beruf ist es ja nie zu spät. Ich glaube kaum, dass die berühmten Comic-Zeichner dies nach der 10ten Klasse gelernt haben.
Er ist (wenn überhaupt) sowieso ein Spätzünder, ich bin mal gespannt, ob und wann es endlich knallt ;)
 
  • Claudy&Joey
Birgit schrieb:
Claudy, hab ich mich vielleicht irgendwo falsch ausgedrückt? Keine Ahnung, er macht natürlich nicht nächstes Jahr Abi, aber nächstes Frühjahr muss er die Prüfung am Ende der 10ten machen.
ach so. Na dann liegt meine "Verwunderung" wohl daran, dass ich in der 10. noch überhaupt nicht daran gedacht hab', dass ich irgendwann mal Abi machen würde :D. Und das mit dem Abschluss hab' ich nicht gewusst; gibt 's bei uns auch nicht (wär' aber nicht dumm :unsicher: ).
 
  • Midivi
Also ich war froh, das meine Mutter mir anfangs bei den Bewerbungen geholfen hat.
Als ich dann wusste, wie es ging, habe ich es alleine gemacht.
Ich finde, man sollte sein Kind nicht einfach im Regen stehen lassen, ein kleiner Schupps tut immer gut.
Aber wenn du dir schon seit Jahren den Mund fusselig redest und es nix hilft, dann würde ich abwägen,ob ich ihn ins kalte Wasser fallen lassen.
Auf der anderen Seite: Dann hockt er dir noch länger auf der Tasche, wenn er mit den Bewerbungen nicht in die Puschen kommt.
 
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