Keine Reaktion aufs Halti

Sabre

15 Jahre Mitglied
Hallo,
ich hatte am Donnerstag im Wald mit einem Hund aus dem Tierheim ein echtes Problem villeicht habt ihr ja nen Tip für mich.
An uns sind 2 Mädels auf Isländern vorbeigallopiert. Danach ist der Hund völlig abgedreht und wollte wie ein Beserker hinterher und hat angefangen zu bellen und hat sich auch nicht beruhigt als sie außer Sichtweite waren. Ich war nicht mehr in der Lage ihn zu halten(40kg Hund)...hatte dann zum Glück das Halti dabei und habe es ihr schnell übergestreift und habe versucht dann mit ihr weiterzugehen aber sie hat sich so darein gehängt das es selbst dann kaum möglich war sie zu halten. Ich weiss das die Vorbesitzerin die sie 4-5 Monate hatte wohl fast nur mit Halti gegangen ist...und sie scheint völlig abgestumpft zu sein...ich hatte schon Angst ihr das Genick zu brechen da sie sich wie eine wilde darein gehängt hat und ich konnte sie kaum mit einer Hand an der Leine am Halsband und in der anderen die Leine mit Halti kaum halten(als ich zurück war hatte sich das Halti richtig oben auf die Schnautze eingebrannt und es war nen heftiger Abdruck zu sehen...
Meine Frage ist...was gibt es sonst noch für Möglichkeiten den Hund unter Kontrolle zu bringen (mit Leckerchen ablenken und nen anderen Weg einschlagen hat rein gar nichts gebracht).
Sonst geht sie super an der Leine wenn sie nich gerade einen anderen Hund anmotzt.
Habt ihr ne Idee:verwirrt:
Lg
Sabrina
 
Ich arbeite ja auch viel mit Halti, ein Halti ist IMHO dazu da einem Hund der vorprescht, oder fixieren will mit einem kurzen Ruck dazu bringen Blickkontakt abubrechen oder zu bremsen, wohlgemerkt mit einem kurzen Ruck und kein dauerndes ziehen!

Ein Halti ist IMHO in deiner Situation, indem der Hund völlig abdreht ziemlich nutzlos da musst du andere Strategien , die ich leider net weiss, anwenden, aber vieleicht hat jemand hier im Forum einen Vorschlag.
 
Hi, ich arbeite mit vielen meiner ausbildungshunde mit halti. ich denke die situation die du beschrieben hast, war schon so weit fortgeschritten, dass der hund sich schon ziemlich weit reingesteigert hat. außerdem warst du mit sicherheit auch nicht mehr die ruhe in person. in solch einer situation hilft es eigentlich gar nicht mehr, das halti dann drauf zu machen.
weißt du ob sie vorher in der hundeschule war? oder ist es einfach drauf gemacht und losgegangen??

habe schon ganz oft erlebt, das man dem hund das halti ganz schnell vereckeln kann und es dann gar nichts mehr hilft.

würde an deiner stelle anfangen ohne ablenkung mit dem hund fuß am halti zu laufen, vorher richtig drangewöhnen...(fleischwurst ist da ne gute sache...)

wenn das ne zeitzlang klappt, dann das laufen an einer meterleine mit halti, und dann erst in die ablenkung gehen und diese auch nur langsam steigern.

lass es dir vielleicht von einem trainer zeigen, denn man kann echt viel kaputt machen, auch wenn es so einfach aussieht.

bei uns wird es zum beispiel nicht zum kopf- rüber- ziehen verwendet, wie manche erzählen, ich verwende es als schnauzgriff, ohne fest zu rucken, denn damit kannst du dem hund wirklich wehtun...

drück dir die daumen....
 
Hallo,
nein der Hund war nicht in der Hundeschule, die vorherige Besitzerin hats wohl draufgemacht und fertig.
Das das Halti in der Situation nicht den Effect gebracht hat wie es eigentlich soll war mir schon klar...aber wenns im Halsband und in der Flexi knirscht und knackt, da hab ich Schiss bekommen das was reisst und Madame hinterhergeht. Und ich wollte keinen Rotti im Isländer hängen sehen....
Meine Frage ist, wie kann ich den Hund in so einer Situation unter Kontrolle bringen?
Wenn ich es nämlich nicht kann stehe ich vor einem großem Problem. Geschirr ist villeicht nicht schlecht aber ob es das bringt wenn nich mal das Halti Wirkung zeigt:verwirrt:
Lg
Sabrina
 
Sobald der Hund fixiert musst DU ihn ablenken. Wenn er den Halti nicht wirklich gewohnt ist und auch sonst kaum Erziehung hatte, dann musst du ihn mit Leckerlies oder mit Spielaufforderungen ablenken.
Halti ist ne feine Sache aber da muss der Hund wirklich erst dran gewohnt sein. Ihm den Halti erst dann dran zu machen, wenn es schon zu spät ist, bringt ja auch nix.

Beim nächsten mal:
Halti gleich dran machen und mit ihm üben, bevor es zu brenzlichen Situationen kommen kann. Von Anfang an muss der Hund auf dich fixiert sein, am besten durch Leckerlies. Dann interessiert ihn das Drumherum nicht so sehr und er achtet mehr auf dich. Wenn er dann doch wieder ein Pferd oder so fixiert, dann kannst du ihn leichter ablenken.
 
und das ganze kannst du auch schon zuhause üben, mit Handfütterung und den Komando schau oder guck, wenn er dich ansieht ... sitzt bei den meisten Hunden sehr schnell

vielleicht wäre aber auch ein Geschirr eine Alternative?
 
Hallo,
hab das wohl irgendwie falsch beschrieben...
Also sie VOR der Situation auf mich zu fixieren mache ich immer(zB hat sie nen Problem im Wald an Hunden vorbeizugehen, und da ist mit Leckerchen fixieren kein Problem, klappt auch meist, natürlich nicht immer.

Die Frage ist was ist wenn ich meinen Einsatz verpasse, wie in diesem Fall (bin nunmal nicht perfekt)????

Ich überlege den Hund zu übernehmen aber da sie einige Macken hat muss ich sichergehen können, dass ich sie immer halten wieder unter Kontrolle bringen zu kann. Und das konnte ich in der Situation nicht...und ich weiss nicht in welchen Situationen sie nochmal so "abgehen" könnte und ich dann villeicht nicht im Wald stehe wo nix passieren kann.
Lg
Sabrina
 
Silviak88 schrieb:
und das ganze kannst du auch schon zuhause üben, mit Handfütterung und den Komando schau oder guck, wenn er dich ansieht ... sitzt bei den meisten Hunden sehr schnell

vielleicht wäre aber auch ein Geschirr eine Alternative?

ich würde das trotzdem so machen, das der Hund einfach (ich weiß das es nicht wirklich einfach ist) möglichst immer an dir klebt
 
@Sabre

in den Situationen, in denen Du "Deinen" Einsatz verpennt hast, bleibt Dir nur, erstmal um Standfestigkeit nachzusuchen und daran zu arbeiten, die Aufmerksamkeit des Hundes wieder zu kriegen.
Da es ein TH-Hund ist, habt ihr ja nicht so viel Zeit miteinander und es dauert einfach alles was länger. Wenn Du aber die Aufmerksamkeit bekommst, wenn Du andere Hunde rechtzeitig siehst und sie dann auch bei Dir behalten kannst, hast Du eine gute Basis, das mit zunehmendem Vertrauen, aufeinander eingespielt sein, auch auszuweiten. Gib Euch einfach ein wenig mehr Zeit - so Jagdtrieb-Auslöser wie galoppierende Ponys bringen meine auch in "Wallung" , zumindest kurzfristig, von mal zu mal ist es einfacher, wieder Ruhe rein zu bringen.
Meine Hunde laufen übrigens mit Geschirr und Halsband, Geschirr hat den Vorteil, dass es (wenn es wirklich passt) auch nicht raus geht beim Durchdrehen und der Hund sich auch nicht versehentlich verletzten kann.
 
vielleicht solltest du wirklich zu einem guten trainer einige stunden gehen, wenn das training gut ist, hast du den grundstein für viele entspannte jahre gelegt...

schau doch mal im internet nach trainern in deiner nähe, würde dir aber einzeltraini8ng empfehlen, und dann mithilfe des trainers gezielt in die ablenkung gehen...
 
brooklyn2411 schrieb:
vielleicht solltest du wirklich zu einem guten trainer einige stunden gehen, wenn das training gut ist, hast du den grundstein für viele entspannte jahre gelegt...

schau doch mal im internet nach trainern in deiner nähe, würde dir aber einzeltraini8ng empfehlen, und dann mithilfe des trainers gezielt in die ablenkung gehen...

Es handelt sich doch lediglich um einen Tierheimhund, mit dem sie Gassi war. Glaube kaum, daß sie mit ihm so einfach trainieren gehen kann.
 
vielleicht kann man aber beim TH anregen, das mit einen (ehrenamtlichen) Trainer oder einer Hundeschule zusammen gearbeitet wird...
 
Du hast ja selber gesagt das die alte Besitzerin das alti nur drumgemacht hat und gut. Das hat nicht geholfen. Bei dir war es ja genauso.

Einen 40 kg Hund zu halten sollte iegntlich kein Problem sein. Läuft er mit Geschirr? Hat er überhaupt Grundgehorsam? Solche Sachen verbiete ich meinem Hund auf´s Schärfste, es passiert zwar immer mal wieder aber ich hab mir angewöhnt überall Augen zu haben und Situationen schneller und im voraus einzuschätzen damit sowas nicht passiert.
 
es ist natürlich Ansichtssache - aber ich persönlich kann meine Rottimaus mit Geschirr viel besser halten, wenn's denn mal nötig ist. Und wenn du dir überlegst, die Maus zu übernehmen, würde ich auch zu einer HS oder einem Trainer tendieren - viel Glück euch beiden
 
Hallo,
die Paten und ich machen nun mit ihr in der Hundefühererscheingruppe mit, mal sehen wie das so geht. Im Prinzip hat sie einen sehr guten Grungehorsam...ist auch super zu motivieren, man sagt piep und schon steht sie parat. Deswegen war ich auf die Situation rein gar nicht vorbereitet, weil sie sich bei Hunden auch sofort beruhigt oder gar nicht erst anfängt wenn man gut drauf achtet.
Ich denke es ist auch etwas anderes wenn man den Hund besser kennt und ihn "lesen kann".
Werde es in Zukunft mal mit nem Geschirr probieren und schauen ob ich damit besser klar komme.
Lg
Sabrina
 
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