Wir sehen es leider fast täglich in unserer Praxis, und es bricht uns das Herz. Ein besorgter Besitzer kommt mit seinem Liebling zu uns. Der Hund hatte eine kleine Bisswunde oder die Katze einen Kratzer. Man wollte es zu Hause "nur schnell desinfizieren". Der Griff geht in die Hausapotheke zum Octenisept.
BITTE STOPP!
Wir wissen, ihr meint es nur gut. Ihr wollt Bakterien abtöten und eurem Tier helfen. Aber Octenisept (und ähnliche Wunddesinfektionsmittel für Menschen) kann bei Tieren verheerende Folgen haben, wenn es falsch angewendet wird!
Warum ist das so gefährlich?
Viele Verletzungen bei Tieren – besonders Bisswunden – sind trügerisch. Oben sieht man nur ein kleines Loch, aber darunter befindet sich eine "Wundtasche", eine Höhle unter der Haut.
Wenn ihr nun Octenisept in diese Wunde sprüht oder spült, passiert Folgendes:
Gewebezerstörung (Nekrosen Octenisept darf NIEMALS in Wundhöhlen gelangen, aus denen es nicht sofort wieder abfließen kann. Bleibt es in der Wunde, wirkt es extrem gewebeschädigend. Es tötet nicht nur Bakterien, sondern auch das gesunde Gewebe eures Tieres ab!
Massive Entzündungen: Das Gewebe stirbt ab, es bildet sich ein massives Ödem (Schwellung). Die Wunde heilt nicht, sondern wird schlimmer, größer und schmerzhafter.
Verzögerte Heilung: Was eigentlich in 3 Tagen verheilt wäre, wird oft zu einer langwierigen Behandlung über Wochen, weil wir das durch das Desinfektionsmittel zerstörte Gewebe erst chirurgisch entfernen müssen.
Die Nachteile auf einen Blick:
Brennender Schmerz für das Tier.
Gefahr von schweren Gewebsnekrosen (absterbendes Fleisch).
Gefahr beim Ablecken: Reizung der Schleimhäute im Maul und Magen.
Unnötig hohe Tierarztkosten, weil die "Selbstbehandlung" den Schaden vergrößert hat.
Was sollt ihr stattdessen tun?
Habt ihr eine Wunde entdeckt?
Schritt 1: Ruhe bewahren.
Schritt 2: Wenn überhaupt, reinigt die Wunde vorsichtig mit lauwarmem Wasser oder einer sterilen Kochsalzlösung.
Schritt 3: Kommt zu uns in die Tierarztpraxis Ullmann oder ruft an! Wir entscheiden, ob und womit desinfiziert werden muss. Wir haben spezielle Mittel, die nicht brennen und gewebeschonend sind.
BITTE HELFT UNS AUFZUKLÄREN!
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass das, was für das aufgeschürfte Knie vom Kind gut ist, auch in die Bisswunde vom Hund gehört.
Euer Team der Tierarztpraxis Ullmann
Wir wissen, ihr meint es nur gut. Ihr wollt Bakterien abtöten und eurem Tier helfen. Aber Octenisept (und ähnliche Wunddesinfektionsmittel für Menschen) kann bei Tieren verheerende Folgen haben, wenn es falsch angewendet wird!
Warum ist das so gefährlich?
Viele Verletzungen bei Tieren – besonders Bisswunden – sind trügerisch. Oben sieht man nur ein kleines Loch, aber darunter befindet sich eine "Wundtasche", eine Höhle unter der Haut.
Wenn ihr nun Octenisept in diese Wunde sprüht oder spült, passiert Folgendes:
Gewebezerstörung (Nekrosen Octenisept darf NIEMALS in Wundhöhlen gelangen, aus denen es nicht sofort wieder abfließen kann. Bleibt es in der Wunde, wirkt es extrem gewebeschädigend. Es tötet nicht nur Bakterien, sondern auch das gesunde Gewebe eures Tieres ab!
Massive Entzündungen: Das Gewebe stirbt ab, es bildet sich ein massives Ödem (Schwellung). Die Wunde heilt nicht, sondern wird schlimmer, größer und schmerzhafter.
Verzögerte Heilung: Was eigentlich in 3 Tagen verheilt wäre, wird oft zu einer langwierigen Behandlung über Wochen, weil wir das durch das Desinfektionsmittel zerstörte Gewebe erst chirurgisch entfernen müssen.
Brennender Schmerz für das Tier.
Gefahr von schweren Gewebsnekrosen (absterbendes Fleisch).
Gefahr beim Ablecken: Reizung der Schleimhäute im Maul und Magen.
Unnötig hohe Tierarztkosten, weil die "Selbstbehandlung" den Schaden vergrößert hat.
Was sollt ihr stattdessen tun?
Habt ihr eine Wunde entdeckt?
BITTE HELFT UNS AUFZUKLÄREN!
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass das, was für das aufgeschürfte Knie vom Kind gut ist, auch in die Bisswunde vom Hund gehört.
Euer Team der Tierarztpraxis Ullmann
