Jae ist mit unerklärlicher Schwäche in der Klinik

  • Pommel
Das mit der Analyse ist wohl ein Berufskrankheit von mir, der ich mich nicht entziehen kann :unsicher:

Vielleicht geht es ja besser, wenn ich a) mit Gabi gesprochen habe, ob sie in Zukunft die Kommunikation mit den Ärzten übernimmt und b) wenn ich mit der Klinik gesprochen habe. Glaube ich aber nicht, ich denke, es wird mir gehen, wie es Biggy schon beschrieben hat ... das gibt eine dicke Kerbe, die ich für den Rest meines Lebens spüren werde.

Es ist ja nicht so, als ob angesichts meiner ganzen Rentner der Tod etwas "Aussergewöhnliches" wäre, aber diesmal hat es mich wirklich eiskalt erwischt!
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Pommel :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • kerstin+hogan
:knuddel: mal feste gedrückt Sybille
 
  • Podifan
Warum?
Weil wir nur Menschen sind!
 
  • Butch-Coach
:knuddel:

Ich finde nicht die richtigen Worte, aber Biggy hats gut getroffen
 
  • Pommel
Ich danke Euch, helfen kann es nicht, wie MaHeDo schon ganz richtig gesagt hat, aber es tut trotzdem gut, wenigstens so stückweise die Gedanken der letzten zwei Wochen rauszulassen!
 
  • Manitou
Wir drücken euch ganz doll und fühlen uns noch mehr mit euch verbunden.:knuddel:.

Traurige Grüsse von uns.:heul:
 
  • Mopi
Ich danke Euch, helfen kann es nicht, wie MaHeDo schon ganz richtig gesagt hat, aber es tut trotzdem gut, wenigstens so stückweise die Gedanken der letzten zwei Wochen rauszulassen!

Liebe Sybille,

helfen tut nichts, das kann ich sehr gut nachvollziehen.
Ja, lass Deine Gedanken raus, es gehört dazu, und es ist ein Teil der Trauerarbeit.
Mach Dir bitte keine Vorwürfe, das würde Jae nicht wollen.

Ich drück Dich in Gedanken ganz lieb und wünsche Dir viel Kraft.
 
  • krokodil
Warum habe ich Jae überhaupt in seiner Verfassung am Freitag nach der OP mit nach Hause genommen und mich beruhigen lassen, dass er diesmal so extrem auf die Narkose reagieren würde.

Warum bin ich nicht schon nachts, bei steigenden Zweifeln, wieder zur TK und habe stattdessen bis morgens gewartet.

Vielleicht, weil Du in früheren Situationen in großer Sorge warst, fast schon panisch, und sich im nachhinein herausgestellt hat, daß es nicht gar so schlimm war? Mir jedenfalls ging es schon so, daß ich mir selbst gesagt habe: "Nun mach nicht wieder die Pferde scheu. Bewahre Ruhe, damit sich deine panische Angst nicht auf den Hund überträgt."

Warum?
Weil wir nur Menschen sind!

Du sagst es: Wir sind nur Menschen. Genau die gleichen Fragen wie Du jetzt habe ich mir auch schon gestellt, Sybille, mir genau die gleichen Vorwürfe gemacht. War so verzweifelt, daß ich immer wieder weinen mußte, konnte mir über ein Jahr lang keine Fotos anschauen, weil es einfach zu weh tat. Und irgendwann hat mir jemand gesagt: Wenn wir alles richtig machen würden, dann wären wir der liebe Gott. :knuddel:
 
  • Pommel
Das waren exakt meine Gedanken in der Nacht nach der Zahnreinigungs-OP "Nun mach nicht wieder die Pferde scheu. Bewahre Ruhe", es ist eine Narkoseunverträglichkiet, vielleicht haben sie ein anderes Narkosemittel genommen ... iriitiert hat mich jedoch dann der verärgerte Ausdruck im Gesicht der Oberärztin am Samstag morgen, als ich ihr sagte, dass man uns Jae in genau diesem Zustand ausgehändigt hat und ihre Rückfrage, wer uns denn den Hund gegeben hätte (inkl. Kontrolle in Jae's Akten).

Sie war aber auch am Montag überrascht, dass Jae angesichts der Schwere der inneren Verletzungen sowenig Schmerz gezeigt hätte (andere Hunde hätten da ganz anders reagiert) ... und meine verblüfft/empoörte Reaktion war nur: Nun ja, ist ja auch ein Bullterrier!

Bei so einer renommierten Klinik hätte ich schon gedacht, dass sie von unterschiedlichen Verhaltensmustern bei Hunden gehört haben, dass hat mich echt verblüfft.
 
  • Manitou
Ach liebe Sybille,

ist es nicht auch so, dass wir jetzt noch mehr auf unsere, verblienen Schätze achten?

Ganz dicke Umärmelung für euch und passt gut auf euch alle auf.:knuddel:
 
  • Pommel
Ihr aber auch ... wir müssen uns unbedingt mal treffen und uns die Hucke vollheulen :knuddel:
 
  • andrea63
oh gott sybille...
ich glaub den jae hatte ich doch auch gekannt?
ich drück euch ganz ganz fest. mir fehlen gerade die worte...
 
  • matty
Sybille, letztlich macht man sich immer Vorwürfe, weil man die Brisanz nicht schneller erkannt hat.
War bei Rommel genauso, wo bis heute unklar ist, wieso das MRT in Narkose zu einer derartigen Verschlechterung seines Gesundheitszustandes führte, dass er nach dem Wochenende erlöst werden mußte.
Ich war übers Wochenende auch beim falschen TA und genau das, kommt halt immer wieder hoch.
Trotzdem, verhindern kann man solche Ereignisse wohl bei aller Achtsamkeit nicht immer.:knuddel:
 
  • felis
ich schließe mich der Heulrunde an - und habe den letzten Rest Vertrauen in Tierärzte verloren :(
 
  • Gabi
Ach Sybille :knuddel: wenn ich nicht jeden einzelnen Satz von dir so dermaßen voll mit unterschreiben könnte ... das ist fast, als würde ich meine eigenen Gedanken von dir niedergeschrieben lesen.

Warum - hab ich sie dortgelassen. Warum - bin ich nicht einfach nachts hingefahren, anstatt mich darauf zu verlassen, dass sie mich schon verständigen werden, wenn was ist. Warum - hab ich nicht daran gedacht, dass die Zwinger unten sind, wo sonst nachts keiner ist. Warum hab ich nicht wenigstens am Telefon mehr nach gefragt. Warum hab ich einfach machen lassen, anstatt einfach mal in Ruhe nachzudenken. Warum, warum, warum ...

Und wie Biggy auch schon gesagt hat: es wird nicht aufhören, es wird nur erträglicher. Ich will dir da überhaupt nichts vormachen oder schönreden. Man lernt damit zu leben. So wie man auch mit körperlichen Narben lebt, nach großen einschneidenden Verletzungen. Und auch die tun lange weh - manchmal ein Leben lang. Man gewöhnt sich irgendwie daran. So wie man sich daran gewöhnt, dass die Haare grau geworden sind.

Aber auch das dauert. Ich schaffe es zB immer noch nicht, bestimmte Sachen von Cara für andere Hunde freizugeben. Wobei ich ohnehin so einige davon in einen Karton gepackt habe, weil ich genau weiss, dass diese Dinge niemals wieder verwendet werden. Ausser um als Ventil für den Schmerz herzuhalten, der immer noch ganz heftig hochkommt. Alles in meinem Leben ist auch immer noch so eng mit ihr verbunden, selbst da wo gar keine konkreten Erinnungen daran hängen.

Die Bilder gehen nicht weg, die Gefühle von dem Tag auch nicht.

Vielleicht wird es ein kleines bißchen erträglicher, wenn ihr gar nicht erst versucht, es besser werden lassen zu müssen. Mir war irgendwie vom ersten Momentan an klar, dass ich jetzt damit leben muss. Damit dass sie nicht mehr da ist. Das Gefühl, manchmal ja auch das Wissen, um konkret verpasste Chancen, die es gegeben hätte, sie zu retten - das bleibt. Zumal es bei mir ja mittlerweile auch Gewissheit geworden ist. Und für das eigene Gefühl ist es ja ganz logisch: hat ein Arzt eine Chance verpasst, fällt das automatisch auch auf mich bzw. jetzt wohl euch zurück.

Eines kann ich euch aus diesem Wissen heraus aber sagen: mit der Gewissheit lebt es sich erträglicher als mit den täglichen Zweifeln und immer wiederkehrenden Gedankenkarussellen. Das ist dann eine Tatsache, der man ins Auge blicken muss. Und das fiel mir wesentlich leichter, als mit täglichen neuen Vermutungen umzugehen. Es ist auch kein Schuldgefühl, zumindest fühlt es sich so nicht an. Ja, ich habe die falsche Entscheidung getroffen. Sie wäre nicht so gestorben, wenn ich anders entschieden hätte. Irgendwo in diesem Prozess zwischen Samstag abend und Dienstag früh, hätte ich eine Menge Dinge anders machen können.

ABER - das bedeutet ja nicht, dass es ein anderes Ende gefunden hätte. Es hätte vielleicht sogar viel schlimmer kommen können. Länger, quälender, furchtbarer ... was weiss ich. Vielleicht hätte ich dabei sogar eine richtig eindeutige Schuld auf meine Schultern geladen. Eine objektiv unverzeihliche Unterlassung oder Handlung, aus Verzweiflung, aus Hilflosigkeit oder aus Unwissen heraus - aber eben ganz konkret und direkt.

Eines weiss ich seitdem: man kann sich nie, niemals ausmalen, was so alles passieren kann. Das was mit Cara passiert ist, hätte ich mir niemals im Leben auch nur ansatzweise vorstellen können. Ich hätte mir auch niemals vorstellen können, dass ausgerechnet euch etwas passiert, das so sehr vergleichbare Elemente trägt. Bis hin zu der Tatsache, dass es dann auch noch bei einem Hund passiert, der für euch genau so wie bei mir, den emotionalen Supergau bedeutet.

Ich weiss nicht, warum ausgerechnet ein Hund wie Cara so armselig verrecken musste. Das ist für mich so dermaßen unverständlich, dass ich gar nicht erst angefangen habe, mir dafür Erklärungen zusammen zu stopseln, egal ob spirituelle, religiöse oder rationale oder esoterische. Da ich ja an Gott glaube, muss ich an der Stelle passen - ich versteh ihn nicht. Hier kann ich nix mehr glauben. Hier bleibt mir nur, blind, taub und hilflos zu vertrauen. Darauf, dass es irgendetwas geben mag, das er sich dabei "denkt". Aber bitte - wer soll eine Kraft verstehen, die seinen eigenen Sohn ans Kreuz nageln lässt?

So lebe ich also irgendwie damit. Mit dem Nichtverstehen, dem Hinnehmenmüssen und dem Schmerz, der immer noch genau so da ist wie am Anfang. Der sich jetzt ja auch körperlich Ausdruck verschafft hat. Irgendwie kann ich auch damit leben. Eigentlich kann ich mir gar nicht so wirklich vorstellen, dass es anders sein könnte. Dass es irgendwann "vorbei" wäre und ich würde an mein geliebtes Mädchen nur noch als "bloße Erinnerung" denken. Sie war Teil meines Lebens und jetzt sind es eben die Trauer, der Schmerz und die Dankbarkeit darum. Nein, sie hinterlässt keine "Lücke" und das ist auch gut so.

Vielleicht brauchen so besondere Hunde auch einen so besonderen Abgang und vielleicht gibt es keinen Weg, der für uns erträglicher wäre. Vielleicht muss man seinen Sohn an Kreuz nageln lassen, um ihn für Millionen Menschen für alle Zeiten unvergesslich zu machen. Vielleicht ist das menschliche Erinnerungsvermögen mehr auf schmerzhafte Prozesse gestrickt als auf glückbringende. Wir lernen, wachsen und entwickeln uns ja eigentlich auch nur aufgrund von unschönen Erfahrungen. Glücklich sein scheint zumindest langfristig keinen tieferen biologischen oder evolutionären Sinn zu haben.

Die Katholiken sagen "wen Gott liebt, den lässt er leiden" - vielleicht weil wir nur so eine Entwicklung machen können, die in seinem Sinne ist. Was immer das dann auch sein mag...
 
  • Gabi
Das mit der Analyse ist wohl ein Berufskrankheit von mir, der ich mich nicht entziehen kann :unsicher:

Wobei man sich seinen Beruf ja auch schon nach dem aussucht, was einem liegt ;)

Vielleicht geht es ja besser, wenn ich a) mit Gabi gesprochen habe, ob sie in Zukunft die Kommunikation mit den Ärzten übernimmt und b) wenn ich mit der Klinik gesprochen habe. Glaube ich aber nicht, ich denke, es wird mir gehen, wie es Biggy schon beschrieben hat ... das gibt eine dicke Kerbe, die ich für den Rest meines Lebens spüren werde.
*seufz*
Und ich hatte dir auch noch geschrieben "warum hast mich denn net angerufen" *Haare-rauf*

Das hätte maximal ein paar Dinge für dich klarer gemacht. Ob es etwas geändert hätte, wäre eine andere Frage.
Cara's Tierärztin hat ja damals mit der Tierklinik gesprochen; weder wurde dadurch etwas klarer, noch hat es irgendwas geändert. Wäre das nicht so gewesen, würde ich da jetzt wohl auch retrospektive Hoffnungen dran knüpfen.

Niemand ausser den Ärzten in der Klinik kannte seinen Zustand. Niemand hätte also zB sagen können "Sybille, hol ihn da raus, bring ihn in eine andere Klinik, wo er intensiver betreut und beobachtet wird".

Es macht auch keinerlei Unterschied, ob man bei einem Bulli nicht so deutlich sehen kann, ob er Schmerzen hat - oder ob er gar keine hat. Das Ergebnis ist das selbe. Zu "sehen", ob ein Hund Schmerzen hat, ist meiner Erfahrung nach auch eher eine Frage der Intuition, wirklich objektive Anzeichen dafür gibt es nur sehr wenige. Und Intiution dafür hast du nur, wenn du eine entsprechende Bindung zu dem Hund hast - oder weil du manchmal eben so Eingebungen hast.
Ansonsten ist es eine Frage des Wissens und damit direkt abhängig von der Diagnose. Die es ja zu Jae so nicht gab.


Es ist ja nicht so, als ob angesichts meiner ganzen Rentner der Tod etwas "Aussergewöhnliches" wäre, aber diesmal hat es mich wirklich eiskalt erwischt!
Ja, aber wohl nicht so sehr der Tod als solcher, sondern eben die ganzen Umstände.
 
  • Gabi
Er hat schon vorher Plastik zerstört - aber nur zerstört, nie gefressen. Das fing erst so zwei Wochen vor seinem Tod an, dass er auch runtergeschluckt hat ... warum nur :(

Da du ja das grundsätzliche Bestreben hast, etwas daraus lernen zu wollen: verändertes Fressverhalten ist ein Anzeichen für körperliche Störungen. Die Schulmedizin achtet - wenn überhaupt - nur auf bestimmte Veränderungen in Bezug auf bestimmte Krankheiten. Nicht fressen wollen alarmiert vielleicht, aber auch schon nicht immer, verändertes Fressverhalten wird meist ignoriert und allenfalls mit Futterumstellungen quittiert.

Ich lese viele Krankheitsverläufe hier in der KSG, und auf der Cushinghunde-Liste waren ja auch viele andere Diagnosen vertreten. Aber zumindest bisher hab ich keinen Hund erlebt, der einfach so, sein Fressverhalten änderte. Auch wenn damit noch lange keine Spur zur Ursache gelegt ist - aber es gibt eine.


Das Gespräch mit der Klinik steht noch aus (ist mir aber mehrfach bereits angeboten worden) - bisher war ich noch nicht in der Lage.
Wenn du möchtest und es dir hilft, machen wir das zusammen. Oder wir besprechen, wie du es führst, welche Fragen du stellen solltest, usw.
So ähnlich wie ich das mit Brille gemacht habe, als sie mit Liese nach Hofheim gefahren ist.


Die Information, die ich bis jetzt habe, ist, dass der Darm auf einen halben Meter durch das Scheuern eines Seils perforiert war, dass am Dienstag eine Bauchfellentzündung diagnostiziert wurde, Dienstag nachmittag wurde der Bauchraum noch einmal punktiert, ohne das Darminhalt gefunden wurde.
Wenn der Darm im oberen Bereich perforiert war, wovon ich ausgehe - dann wäre es schon mal wichtig zu wissen, wo genau punktiert wurde. Wobei ich nicht weiss, ob man in der Nähe der Perforationsstelle überhaupt punktieren kann.

Dann ist in dem Bereich der der Darminhalt noch sehr flüssig. Eine Perforation ist ja nun nicht unbedingt ein großes Loch, sondern eher kleine Risse oder winzig kleine Löcher. Wären es größere Löcher oder Risse gewesen, wäre sein Zustand ganz anders gewesen.
Durch kleinere Durchlässe kann aber auch nur hauptsächlich Flüssigkeit in den Bauchraum austreten, der Darminhalt bleibt eher zurück. So ähnlich wie in einem Sieb vielleicht.
Die Wahrscheinlichkeit bei einer Punktion auf Darminhalt zu treffen, halte ich für verschwindend gering. Zumal durch das Austreten von Flüssigkeit aus dem Darm, sich das Bauchfell entzündet. Was dann den Austritt von Entzündungsflüssigkeit zur Folge hat.

Was aber trotzdem nicht heisst, dass man es nicht versuchen sollte. Hätte sich Darminhalt gefunden, wäre das eine sofortige OP-Indikation gewesen.

Da keine gefunden wurde, gibt es zu diesem Zeitpunkt mindestens zwei Möglichkeiten:
- der Darm ist perforiert, man müsste nochmal operieren
- der Darm ist nicht perforiert, es ist eine postoperative Bauchfellentzündung (Peritonitis)

Wodurch genau wurde die Peritonitis am Dienstag diagnostiziert? Und was war die Behandlung? Welche Untersuchungen wurden noch gemacht, ausser der Punktion?


Da aber Fieber dazu kam
Wann kam das Fieber dazu?

wurden wir um die Erlaubnis gefragt, eine dritte (Kontroll-)OP durchführen zu dürfen, da ansonsten die Überlebenschancen mehr als schlecht wären.
Wann war die zweite Op und was wurde da gemacht?

Wir stimmten zu und Jae starb (während der OP?) an Kreislaufversagen :heul:
Hättet ihr nicht zugestimmt, wäre genau das gleiche passiert.

Du schreibst "während der Op" mit Fragezeichen? Gehört das zu den offenen Fragen, die nicht genau weisst? Oder so gesagt bekommen hast, aber anzweifelst?


Passt besser auf Eure Hunde auf, als wir auf unser Männlein, dieser Liebe auf 4 Beinen, aufgepasst haben ...
Wie anders kann ein Halter auf einen kranken Hund besser aufpassen, als ihn in eine Klinik zu bringen?
Cara war in einer der besten Kliniken Münchens. Sie hatte seit Jahren einen der besten Ärzte dort. Warum eben dieser sie ohne jede Vorbehalte völlig dieser Gruftie-Schnepfe ohne ausreichende Erfahrung überlassen hat - werde ich mit Sicherheit nie mehr erfahren.

Du kannst immer nur nach bestem Wissen und Gewissen handeln und entscheiden Sybille. Nichts anderes habt ihr getan. Und gerade WEIL wir in solchen Situationen selbst blockiert und nicht wirklich objektiv und handlungsfähig sind, ist es nur absolut vernünftig, seinen Hund dann anderen zu überlassen. Von denen man ausgehen muss, dass sie ihr Handwerk verstehen.

Ich hab mir an der Stelle auch endlose Selbstvorwürfe gemacht. Aber denke mal wirklich die Alternativen durch. Bis zum Ende und mit allen Varianten die eine Alternative beheinhaltet. Da kommt bei eigentlich nichts heraus, wo ich sicher sagen könnte, dass es Cara's Leben hätte retten können. Es wäre allenfalls von den äusseren Umständen her für mich besser gewesen. Falls es tatsächlich einfacher gewesen wäre, wenn Cara über Nacht in ihrem Bettchen ausgeblutet und gestorben wäre, während ich entweder geschlafen oder hilfslos daneben gesessen wäre. Und dann hätte ich mir eine ganz andere Art von Vorwürfen machen müssen. Schon klar, es hätte auch gut ausgehen können. Vielleicht wären ihre Vergiftungserscheinungen ganz massiv aufgetreten und ich hätte die Tierrettung doch noch kommen lassen und die hätte die Symptomatik zufällig erkannt, zum Beispiel. Nur, dass da einfach sehr viele wenns dabei sind.

Bei euch werden diese Wenn-Konstruktionen auch nicht anders aussehen. Letztendlich ist ein Hund in einer Klinik mit der man bisher zufrieden war und die den Hund schon kennt, prinzipiell immer besser aufgehoben als "irgendwo" anders. Zumindest dann, wenn es nicht um ganz spezielle Diagnosen geht, wo man dann vielleicht grundsätzlich besser die Klinik wechselt, weil da dann zB entsprechende Spezialisten sind. Der Transport von einem Hund in dem Zustand (frisch operiert mit ungewissem Zustand der inneren Nähte und insbesondere der des Darms) ist eine hochbrisante Angelegenheit. Eine Vollbremsung zB, vielleicht sogar ein ganz normales Runterbremsen - und es hätte alles aufplatzen können. Das hättest du ihm keinesfalls gewünscht und das würdet ihr euch noch viel weniger verzeihen.
 
  • Bulli-Maus
Ich les das erst jetzt nachdem ich in einem anderen Thread gelesen hatte das Jae gestorben ist. Ich dachte noch das ich mich bestimmt verlesen hab und es nicht DER Jae ist, aber falsch :heul:
Sybille, Domino es tut mir sehr leid und ich bin in Gedanken bei euch!

Mach es gut kleiner Bullimann, du warst ein toller Kerl und wirst nie vergessen :(
 
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