Immobilien-Diskussion

  • lupita11
Einfamilienhäuser haben eine miserable CO₂-Bilanz. Das Einfamilienhaus ist die klimafeindlichste, weil ineffizienteste Wohnform. Gegen das Einfamilienhaus sei der CO₂-Fußbabdruck von Inlandsflügen ein Witz, sagt Klimaforscher Gernot Wagner, Professor an der Columbia Business School. In einem Einfamilienhaus im Umland produziere man zwei bis drei Mal so viele CO₂-Emissionen wie in einem Mehrfamilienhaus in der Stadt, sagt er. Der Klimawandel ist unser größtes Problem und Einfamilienhäuser sind Teil dieses Problems. Weil sie Wagner zufolge zu viel Platz und zu viel Energie verbrauchten, aber auch weil durch durch große Häuser Flächen versiegelt und Landstriche zersiedelt würden.
Versiegeln heißt: Einfamilienhäuser im Grünen werden auch auf Flächen gebaut, die im Fall von starkem Niederschlag nötig wären, um das Regenwasser im Boden aufzunehmen. Zersiedeln heißt: Neubaugebiete müssen mit Straßen an das Verkehrsnetz angebunden werden. Autoabgase und Bebauung setzen ökologisch wertvollen Flächen zu. Und das beschleunigt wiederum das Artensterben. Auch deshalb fordert Wagner eine radikale Maßnahme: Ein Verbot von neuen Einfamilienhäusern wäre für ihn an der Zeit.

Verzicht wäre angesichts der Situation sowieso auf vielen Ebenen schon lange angebracht. Ist aber nicht wählbar, spielt deshalb keine Rolle in der Parteipolitik.
 
  • SaSa22
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Hi lupita11 :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • toubab
Genau das passiert hier, den ganzen boden wird zubetonniert, das wasser kann nirgends hin, es bleibt kein flecken erde, ausser ein loch um eine palme rein zu quetschen.

nur in holland gewinnen immer noch die kühe und schweinen In sachen co2, was da zusammen gerülpst, gefürtzt und geschissen wird, ist unmöglich.
 
  • heisenberg
Und die Ursache für das Alles. Es gibt zuviele Menschen und zuviele Haus- und Nutztiere auf unserem Planeten.
 
  • DobiFraulein
Dann sollten wir vielleicht ein paar davon zu uns nach D einladen :hi:

Der Grund für die steigenden Preise in den nächsten Jahren in sehr vielen Branchen bei uns im Land, wird nämlich sein, dass es definitiv zu wenige davon gibt
 
  • heisenberg
Das ist ein Bericht, der das Bevölkerungswachstum global betrachtet, nicht auf D bezogen.
In D sind die Zahlen stagnierend bzw. rückläufig, global jedoch nicht. Dafür exportieren wir Unmengen an Waren auf dem Globus hin und her.
Ein Schwachsinn.
 
  • DobiFraulein
Schon klar

Nur können wir halt an dem Bevölkerungswachstum in anderen Teilen der Erde wenig bis gar nichts ändern.
 
  • Paulemaus
Verzicht wäre angesichts der Situation sowieso auf vielen Ebenen schon lange angebracht. Ist aber nicht wählbar, spielt deshalb keine Rolle in der Parteipolitik.

Das wird sich ändern, weil viele Menschen zukünftig verzichten werden müssen, weil sich ihre finanzielle Lage verschlechtern wird. Ich befürchte, dass viele nocht nicht ahnen, wie sich das auf die Gesellschaft auswirkt.
 
  • lupita11
Das wird sich ändern, weil viele Menschen zukünftig verzichten werden müssen, weil sich ihre finanzielle Lage verschlechtern wird. Ich befürchte, dass viele nocht nicht ahnen, wie sich das auf die Gesellschaft auswirkt.
Ich bin gespannt, was kommt.

Bleibe aber dabei, dass ich glaube, dass das für die Politik - während des Wahlkamps - niemals Thema sein wird.
 
  • toubab
Schon klar

Nur können wir halt an dem Bevölkerungswachstum in anderen Teilen der Erde wenig bis gar nichts ändern.
Es wird schlimmer, wo früher viele frauen im kindbett starben, und säuglinge waehrend der geburt. Wird alles am leben erhalten. Hier versuchen die ärtzte die frauen zu überzeugen es bei drei kinder zu belassen. Manchmal gelingts…. Geburtenkontrolle ist hier gratis.
 
  • heisenberg
Das mit dem Energiesparen finde ich schon Mal ein guter Ansatz.
Aber bis wir alle wirklich begriffen haben, dass Ressourcen endlich sind und es kein unendliches Wachstum geben kann, wird noch dauern.
Das müssen viele erst am eigenen Leib erfahren. Auch die Politik.
 
  • Paulemaus
Ich bin gespannt, was kommt.

Bleibe aber dabei, dass ich glaube, dass das für die Politik - während des Wahlkamps - niemals Thema sein wird.

Dann wird die Politik ganz andere Themen haben (müssen), weil es Probleme geben wird, die sich bisher noch keiner richtig vorstellen kann. Die Bürger werden ja jetzt schon auf richtig harte Zeiten vorbereitet.
 
  • heisenberg
Es wird schlimmer, wo früher viele frauen im kindbett starben, und säuglinge waehrend der geburt. Wird alles am leben erhalten. Hier versuchen die ärtzte die frauen zu überzeugen es bei drei kinder zu belassen. Manchmal gelingts…. Geburtenkontrolle ist hier gratis.
Ja, in Afrika ist die Geburtenrate immer noch sehr hoch, viel zu hoch. Das ist ein Dilemma.
 
  • lupita11
Dann wird die Politik ganz andere Themen haben (müssen), weil es Probleme geben wird, die sich bisher noch keiner richtig vorstellen kann. Die Bürger werden ja jetzt schon auf richtig harte Zeiten vorbereitet.
Wobei sich diese Probleme dann ja teilweise nur durch sparen und Verzicht lösen lassen.
 
  • Paulemaus
Wobei sich diese Probleme dann ja teilweise nur durch sparen und Verzicht lösen lassen.

Es wird sehr viele Menschen treffen und für viele wird es richtig bitter. Da sind die Sorgen der Politiker um den sozialen Frieden durchaus berechtigt. Am schlimmsten wird es die treffen, die jetzt grade so zurechtkommen, aber sich die Inflation nicht leisten können und abrutschen. Ich habe keine Ahnung, wie die Politik das abfangen kann.
 
  • lektoratte
@snowflake

Ist leider nur für Abonnenten lesbar…

Ich weiß auch gar nicht, ob man noch neu bauen sollte - aber eine Umnutzung vorhandener Wohnungen und Häuser könnte sicher sinnvoll sein.

In Slowenien war es früher so, dass älteren Leuten finanziell stark entgegen gekommen wurde, wenn sie ihre großen Wohnungen oder Häuser gegen kleinere getauscht haben.
Weiß nicht, ob das hier so ohne Weiteres machbar wäre, aber es wäre vielleicht ein Ansatz von mehreren.
 
  • snowflake
Ist leider nur für Abonnenten lesbar…
Ich habe es nur als Quellennachweis angegeben, weil Zitat ohne Quelle ja nicht die feine englische Art ist.

Der Autor schreibt und begründet, dass und wieso er Wohnen im EFH nicht anstrebt, obwohl er in einem aufgewachsen ist. Die Begründung kulminiert in dem Zitierten.
 
  • Carli
Hier im Ort werden bereits keine Einfamilienhäuser genehmigt, mindestens ein Doppelhaus muss es sein. Abgesehen davon ist Herr Wagner ja an einer amerikanischen Uni Professor. Zwischen deren Energiestandard und dem deutschen liegen nach wie vor Welten, hab ich mir sagen lassen.
Mehrfamilienhäuser bin ich dafür hier zum Beispiel gibt es aber massive Probleme wie man ein neues Baugebiet erschließen kann. Der Verkehrsverbund weigert sich es anzuschließen, Autos will man dort aber am liebsten auch nicht, zumal die Straßen das nicht verkraften würden (gleiches Problem mit Bussen).
 
  • lupita11
Ich wohne in einem EFH und bin sehr dankbar dafür, möchte auch nicht tauschen - außer wenn ich vlt. mal alt bin. Ehrlich, ich habe meine Ruhe, kann alleine über meinen Besitz entscheiden (auch Thema Hundehaltung in MFH) und habe keine lärmenden Nachbarn über/neben/unter mir. Alles schon erlebt.

Letzten Endes regelt das - wie so vieles in unserer Gesellschaft - das Geld. Und natürlich die persönliche Einstellung, ob man in einem EFH wohnen möchte, wo man sich um Garten, Sanierung etc. selbst kümmern muss.

Übrigens habe ich zusammen mit 2 Kollegen eine Petition gestartet, vielleicht mag der ein oder andere ja unterschrieben:

Darin fordern wir die Einführung eines Klimajahres, um so unter anderem dem Facharbeitermangel im Baugewerbe entgegenzutreten und gleichzeitig die energetische Sanierung von Häusern zu beschleunigen.

Edit: Darf natürlich gerne geteilt werden.
 
  • Paulemaus
Wobei sich die Frage stellt, wo die Besitzer der EFHs dann hin sollen, wenn das EFH nicht mehr erwünscht ist. Der Wohnungsmangel ist ja offensichtlich.
 
  • lektoratte
Es geht ja nicht darum, die Besitzer von EFH auszusiedeln und deren Häuser rückzubauen - sondern keine oder nicht mehr so viel neue EFHs zu genehmigen.

Wobei die Zersiedelung der Landschaft durch Tausende kleiner Einfamilienhäuser speziell in den USA schon in einem Buch über mögliche Entwicklungen der Menschheit in Zukunft in den 1970er Jahre als großes Problem beschrieben wurde, das große Umweltschäden nach sich ziehen würde und eigentlich keine Zukunft haben sollte.

Weil alle Infrastruktur dieser Riesen- Städte in Kalifornien und Co komplett auf Individualverkehr ausgelegt sei und unwahrscheinlich viel Energie, Fläche und Wasser verschlingen würde, weil ja alles egal wohin enorm weit transportiert werden müsste, was irgendwie maximal ineffizient passiere.

Da war ich maximal in der 5. Klasse und hatte mir das Buch ausgeliehen. So bahnbrechend neu ist die Erkenntnis also nicht.

Ich fand allerdings die damals vorgeschlagene Lösung (gigantische Wohntürme mit allem Komfort in weitgehend unberührter Natur außen drumherum) damals (also als Kind) schon fragwürdig. Ich meine, ich habe hier mehrere solche Exemplare von homo sapiens sitzen, die am liebsten ihr Haus nie verlassen würden, aber schon ich selbst gehöre nicht dazu.

Aber so muss man das Problem ja auch nicht lösen.

Wir haben ein Reihen-Eckhaus. Für hier, wo der Platz sehr knapp ist, ist das ok. Aber man wohnt schon recht dicht aufeinander. Nur halt mit Grün dazwischen, das ist ganz nett.
 
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