Hundegeschirr - was meint ihr ?

Kirsten

KSG-Schandmaul™
20 Jahre Mitglied
Also, wie einige wissen, macht meine BX an der Leine ein ziehmliches Theater, wenn ein anderer Hund kommt.
Ich würde solche Hundebegnungen auf näherer Diostanz gerne mit ihm üben, allerdings wiegt mein Hund mal eben 15 Kilo mehr als ich und zieht mich im Zweifelsfalle einfach mit.
Ich habe es schon mit einem Halti versucht, daß auch hervorragend wirkt, wenn der andere Hund nicht ganz so nah dran ist. Dann läßt mein Dicker sich gut damit zügeln.
Wenn der andere allerdings zu nah rankommt, ist das Halti völlig nutzlos. Dannstartet Daufi trotzdem durch und sämtliche Einwirkung aufs Halti ist völlig ohne Ergebnis. Ich kriege seinen Kopf nicht einen Milimeter in eine andere Richtung bewegt.

Nun riet mir jemand zu einem Hundegeschirr.
Ich war bisher der Meinung, daß ein Hund sich damit erst recht "ins Zeug" legen und noch viel mehr ziehen kann.
Aber derjenige sagte mir, bei den Geschirren für nordische Rassen z.B. läg der Ansatzpunkt für die Leine ziehmlich weit hinten, und wenn der Hund dann zieht, wird er vorne hochgehebelt.

Ist mir einen Versuch wert, aber diese Dinger sind ja auch nicht grad billig, und deshalb würden mich mal eure Erfahrungen mit solchen Geschirren interessieren.


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Liebe Grüße,
Kirsten mit Daufi und Arco


kirsten@schmusehund.de

Die Demokratie ist ein Staat,
dessen Souverän man unentwegt anschreien muß,
damit er nicht einschläft.(Richard Thoma)
 
Meine Meinung zum Geschirr:

Das Geschirr bietet keinerlei "Druck". Die meisten Hunde stören sich nicht dran. Ich empfinde es als wesentlich "heftiger" wenn mein Hund sich ins geschirr legt als wenn er sich in ein Halsband legt.

Aber versuch es selber aus. Was natürlich das schöne ist, du kannst ihm jederzeit am Geschirr festhalten, ihn also nah an dich halten. Aber mit der leine führen würde ich nicht.


Was wiegt Daufi denn???

Julia, Merlin und Kira
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"Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, gehe ich dort auch nicht hin." (Pam Brown)
KiraMerlin@freenet.de
Homepage:
HOMEPAGE 2 :
 
Hallo Kirsten,
habe gerade eben bei der letzten Pipirunde mal ein Geschirr ausprobiert.
Ich persönlich fand es nicht gut. Hatte kaum Einwirkung
auf den Hund.Morgen kommt es wieder ab die Kammer!
Kannst Du Dir nicht irgendwo eins leihen,bevor Du so viel Geld "anlegst"?!
Gruß,Hope

Ps:Warte eigentlich immernoch auf den Bericht,wie es Arco jetzt geht!!!Oder bin ich mal wieder blind? :)

Und wenn sie uns auch alle hassen,wir werden niemals v.eurer Rasse lassen
 
Hi Kira, Daufi wiegt jetzt 65 Kilo.

Hope, Arco muß man erleben. Ich meine, es ist besser geworden. Er hat jetzt unheimlich viel Auslauf, und wenn wir heimkommen, ist er einfach nur müde. Das macht viel aus.
Zwischendurch spielt er sogar wieder mit anderen Hunden, für die er ja vorher gar keinen Blick mehr hatte. Wenn Besuch kommt, ist es auch nicht mehr so, daß er die ganze Zeit "ausklinkt", sondern läßt sich nach der ersten Aufregung auch auf seinen Platz verweisen. (Okay, das muß dann regelmäßig wiederholt werden, weil er dann doch immer wieder wegschleicht
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)

Viele empfinden Arco immer noch als ziehmlich streßig, was mir aber nicht so viel macht, da es mal wesentlich schlimmer war.
Ich denke, man muß es einfach realistisch sehen : dieser Hund hat einen Sockenschuß und wird ihn auch immer behalten. In der derzeitigen Form kann ich jedoch gut damit leben, und ich denke auch oft dran, daß es gut ist, daß er bei uns ist, wo er mit seiner "Macke" akzeptiert wird. Anderswo würde er vielleicht schon nicht mehr leben.

Ich kenne leider niemanden in meiner Nähe, der ein Geschirr für einen Hund mit Daufis Proportionen hat, zumal es da wohl auch gewaltige Unterschiede gibt.
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Die Straße des geringsten Widerstandes ist nur am Anfang asphaltiert !
 
Hi, Kirsten.

Ich führe meine Dobis auch im Geschirr, allerdings nur, weil sie sowieso _nicht_ ziehen und vor allem nicht ruckartig.

So ein Geschirr ist für den Hund angenehmer zu tragen, hat aber entscheidende Nachteile:

1. Der Hund hat wesentlich mehr Kraft, mit Geschirr zu ziehen. Wenn der wirklich anzieht, haut es Dich gnadenlos aus den Socken!
Viele Hunde ziehen gar nicht am Geschirr, weil das Teil für sie ungewohnt ist. Aber wenn... dann gute Nacht!
Deshalb hat meine Kurze (die ja spez. bei Golden) auch schon mal gerne Theater an der Leine macht _grundsätzlich_ zusätzlich ein Halsband um, womit ich sie dann sicher packen kann.
Nur mit Geschirr und _ohne_ Halsband würde ich mit ihr nicht rausgehen.

2. Du hast den Kopf Deines Hundes nicht unter Kontrolle.
Wenn Du ein Halsband dran hast, kannst Du notfalls den Kopf hochhalten, wegziehen etc.
Das geht mit Geschirr überhaupt nicht, weil die Leine über dem Rücken eingehakt ist.
Das heißt, wenn eine Fußhupe ihm in die Vorderbeine geht, kannst Du seinen Kopf mit einem Halsband etwas manövrieren, mit Geschirr bist Du da hilflos, da ziehst Du am Hund und der hat den Kopf trotzdem da, wo _er_ ihn haben will.

Das finde ich sind die entscheidenden Nachteile der Geschirre.

Positiv ist wie gesagt, der Tragekomfort für den Hund und auch, dass durch die fehlende Einschnürung am Hals oft die Motivation zur Aggression gesenkt ist:

Hund sieht anderen Hund -> Hund zieht -> Halsband würgt -> Hund wird sauer -> Hund macht anderen Hund an.

Geschirr:
Hund sieht anderen Hund -> Hund zieht -> kein Druck am Hals -> Hund lässt sich ablenken, wegziehen oder wird zumindest nicht ganz so sauer.

Bei uns funktioniert das so.

Nun, ehrlich gesagt... Wenn Daufi ab einer gewissen Distanz einen Durchstart macht, machst Du ihm die Sache mit Geschirr sehr, sehr leicht. Ich würde bei 65 kg Hund davon abraten.
Wenn Du es versuchst, dann lass sicherheitshalber ein Halsband mit Kurzführer dran.

Gruß
tessa



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Ich habe eigentlich nur gute Erfahrung mit einem Geschirr gemacht,wobei ich es besonders praktisch finde, dass mein Bub beim Buddeln das Geschirr nicht verlieren kann, er hat nämlich schon einige Halsbänder verloren... (hätte ich ja auch enger stellen können, will meinen Bub aber nicht "einengen"...

Ausserdem kann ich bei meinem Geschirr Packtaschen anbringen, so dass Nero auch mal "was schleppen kann" (kleine Einkäufe)...


"Natürlich kann man auch ohne Hunde leben.
Es lohnt sich nur nicht."
 
Hallo Kirsten
also von einem Geschirr würde ich auch abraten, denn Dein Hund hat wirklich mehr Kraft. Und das mit dem Hebeln, wenn der Ansatzpunkt weiter hinten ist, kann gar nicht sein, dann könnten nämlich die Schlittenhunde gar nicht ziehen. Ich habe für unseren Husky ein solches Geschirr, hatte auch meinen Dogo als sie noch kleiner war darin eingespannt, mit dem konnten sie sich so richtig ins Zeug legen, denn das Geschirr ist so konzipiert dass der Zug auf den ganzen Körper vom Hund gleichmässig verteilt wird und er nicht einseitig belastet wird, sozusagen ergonimisch richtig.
Mein Dogo hat auch am anfang gezogen, mit der Zeit habe ich gemerkt dass es immer dann war wenn ich dem Hund breite, weiche Halsbänder anzog. Immer wenn ich dann auf schmalere Halsbänder, z.Bsp rundes Leder oder eine Kette umgestiegen bin, wurde das mit dem ziehen besser. Heute mit 4 Jahren ist es egal, welches Halsband ich anziehe, sie läuft anständig an der Leine.


Viele liebe Grüsse
Sabine
*************************
Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, gehe ich dort auch nicht
hin !
*************************
 
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Tahoma, Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von tessa:
Positiv ist wie gesagt, der Tragekomfort für den Hund und auch, dass durch die fehlende Einschnürung am Hals oft die Motivation zur Aggression gesenkt ist:

Hund sieht anderen Hund -&gt; Hund zieht -&gt; Halsband würgt -&gt; Hund wird sauer -&gt; Hund macht anderen Hund an.

Geschirr:
Hund sieht anderen Hund -&gt; Hund zieht -&gt; kein Druck am Hals -&gt; Hund lässt sich ablenken, wegziehen oder wird zumindest nicht ganz so sauer.
[/quote]

Hallo Tessa, genau das ist der springende Punkt.

Man muß sich bei einem Gespann mit den beschriebenen Gewichtsverhältnissen darüber klar sein, daß er so oder so den Halter mitnimmt, wenn-wann-und-wo er das will. Ob Halsband oder Geschirr, das spielt da eher eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist, die Motivation des Hundes umzulenken.

In der Situation "Druck" mittels Halsband (egal welches) auszuüben ist völliger Quatsch, nicht Sinn der Sache und führt eher zu verstärkten Problemen, als diese abzubauen.


Hallo Kirsten,

Dein Problem ist nicht nur die Tatsache, daß Dein Hund Dir gewichtsmäßig "überlegen" ist, sondern auch, daß Du das weißt und entsprechend bewußt/unbewußt "vorbaust", wenn ein fremder Hund auftaucht. Innerlich hast Du vermutlich Angst, daß etwas passiert (verständlich) und das drückt sich oftmals in einer gewissen Hektik oder Nervosität aus, die sich zwangsläufig auf den Hund überträgt. Das führt dazu, daß Du Deinen Hund erst richtig aufmerksam machst. Ich denke aber mal, das weißt Du auch selbst.

Versuche doch, erst einmal diesen Kreislauf zu durchbrechen, indem Du nicht alleine mit der Bordeauxdogge gehst, sondern zu zweit. Das gibt Dir u.U. die nötige Gelassenheit, mit der Du Deinen Hund auf Distanz an fremden Hunden vorbeiführen kannst, ohne daß er den Zampano macht.
Enorm wichtig dabei ist, daß Du den Hund nicht schon im Vorfeld anpfeifst, sondern so tust, als würde ein freudiges Ereignis bevorstehen, z.B., als würde da ein Bekannter auf Euch zukommen. Klingt albern, weiß ich, funktioniert aber. Wie gesagt, zunächst auf Distanz und immer die "Sicherung" am hinteren Ende der Leine: nicht für den Hund, sondern für Dich.

Probiers doch mal so und vorerst ohne Geschirr.

Zuggeschirre übrigens hebeln den Hund vorne nicht aus (wie sollten sich die Nordler auch sonst in's Zeug legen können?), sondern verteilen durch die Anordnung der Gurte und die weit hinten liegende "Schnittstelle" den Druck auf den gesamten Brustkorb, damit keine Druck- oder Abriebstellen entsehen.

Sabine




 
Hallo

Meine Erfahrung: Wenn der Hund unbedingt ziehen will, so wird er sich durch eine Würgekette oder Halsband genauso wenig davon abhalten lassen wie mit Brustgeschirr.
Nur mit dem kleinen Unterschied, das er sich ev. an Halswirbelsüule oder Kehlkopf erheblich verletzen kann.

Ich führe meine Hunde mit Brustgeschirr, und habe sie defenitiv besser unter Kontrolle als mit Halsband.

Aber diese Diskussion war ja schon einige male, und die Meinungen dazu gehen eben weit auseinander.

Hier noch was zum lesen:

Gruß,
Margit+Boxers

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Hi Kirsten,

ich führe meinen Hund nur noch mit Geschirr. Zum Thema "Aushebeln" und besser unter Kontrolle haben:

Ich habe ein Geschirr das eine Schlaufe oben hat (ich geb dir mal einen Link damit du´s besser erkennen kannst, ist schwer zu beschreiben). Damit kann man den Hund gut vorne hochheben wenn er sich ganz arg gebärdet.

Auch in brenzligen Situationen ist das einfach toll, man hat den Hund sehr gut unter Kontrolle.

Hier der Link zu dem Foto des Geschirres:


Lieben Gruß
Meike

 
Hallo,

meine Hündin trägt inzwischen fast ausschließlich Geschirr. Mir persönlich ist es angenehmer. Das ziehen wirst Du einem Hund damit allerdings nicht abgewöhnen können.

Gruß
Emma
 
Erstmal danke für Eure Antworten.

Sabine, du hast mit deiner Vermutung absolut recht. Auf Entfernung von mir ist Daufi ein absolutes Schaf, freundlich und aufgeschloßen, egal, ob er vor einem Rüde oder einer Hündin steht. Wenn die Chemie dann doch mal nicht stimmt, oder der andere ihn von vornherein angrummelt, dreht er einfach ab und geht.
Ist er jedoch in meinr Nähe, ist dieser Hund wie ausgewechselt.
Natürlich spürt er meine Unsicherheit, aber es ist ja auch recht schwer, ruhig und selbstsicher zu bleiben, wenn man weiß, daß man im Falle des Falles wenig ästhetisch mit dem Gesicht nach unten durch die Walachei geschliffen wird.
Bestes Beispiel : Letzte Woche trafen wir auf dem Feld einen Boxer. Wohlgemerkt auf der anderen Seite des Feldes. Daufi hin und freut sich wie verrückt, fordert den anderen zum Spielen auf und hüpft wie gestört um den Boxer, einen Rüden, herum, so wild wedelnd, daß ich dachte, die Rute fällt jeden Moment ab.
Der andere war ebenfalls begeistert und beide tobten übers Feld.
Bis ich dort ankam.
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Keine Minute später hatten wir eine herrliche Rauferei. Es ist nichts passiert, das vorweg. Nur Daufi hat mal wieder ein paar Macken abbekommen. Aber es ist ein sehr gutes Beispiel.
Wobei ich sagen muß, daß ich in dem Moment eigentlich gar nicht nervös war, weil ich der Meinung war, das Eis ist gebrochen und die beiden verstehen sich, unabhängig davon, wo ich bin.

Aber die Idee mit der zweiten Person ist gut. Mal sehen, ob sich jemand findet.

Im Prinzip ist es ja kein Weltuntergang, wenn mein Hund nicht mit anderen klarkommt, solange er an der Leine ist, bzw. in meiner Nähe. Ich möchte jedoch, daß er trotzdem ohne Theater an dem anderen vorbeigeht. Und das kann ich ja nun mal nicht üben, wenn ich mich weiterhin mit ihm in gottverlassenen Gegenden durch die Büsche schlage, oder ihn nur mit Hunden konfrontiere, mit denen er eh einwandfrei auskommt.

Meike, wäre nett, wenn du mir dazu was schicken könntest. Hört sich gut an !
Ich habe auch eine andere mail bekommen, in der ein besonderes Geschirr beschrieben wird. Vielleicht handelt es sich dabei um ein und dasselbe ?


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Hi, Kirsten.

Ich habe in einem Anfall geistiger Verwirrung
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auch exakt diese Geschirre gekauft, die Meike auch im Bild zeigt.
Waren sauteuer weil aus superweichem Elchleder und hängen bei mir am Haken.
Meine bekommen die nur nachts um (sind mit Scotchlite-Aufnähern), aber dann bleibt die Leine am Halsband.

Meine Hunde laufen in Nylon-Geschirren.

Ich bin mit diesen Überrollbügel-Geschirren deswegen nicht zufrieden, weil die Hunde in _diesen_ Dingern nochmal so gut ziehen können, wie in den Nylon-Dingern mit Riemen zwischen den Vorderbeinen.

Geschirre dieser Art werden für Zughunde (Bernersennen vorm Wagen) benutzt, und das hat seinen Grund.

Und am Griff hochheben wirst Du Daufis 65 kg sicherlich auch damit nicht können.
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Ich weiß nicht, ob die Teile _nur_ nicht Dobi-Kompatibel sind, aber die sitzen bei meinen Hunden überhaupt nicht. Der Brustriemen sitzt zu weit oben und der Bauchriemen scheuert hinter den Ellbogen.
Ich bin überhaupt nicht zufrieden damit.

Aber vielleicht liegt das ja nur am schlanken Hundetypus.

Gruß
tessa



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Ich schließe mich der Mehrheit hier an und sage auch das ich ein Geschir für nicht zweckmäßig halte.
Meine Hunde tragen normale Kettenhalsbänder, wenn sie mal ziehen stelle ich um auf Zug und sofort sind sie absolut händelbar.
Geschire verwende ich nur auf dem Hundeplatz bei jungen Hunden zum anhetzen, daher habe ich auch Erfahrungen damit gesammelt.
Ich habe einmal unseren jungen Rüden damit ausgeführt welcher auch immer sehr stark an der Leine zieht und bei dem Anblick anderer Hunde teils mit Agressionen reagiert.
Fazit: mit dem Geschirr zog er noch viel mehr, ich konnte den Hund nicht richtig "lenken" da die Leine in der Oese oberhalb des Rückens eingehängt wird. Ich war heilfroh das ich eine Kette in der Tasche hatte und dem Hund umbinden konnte.
Zieht der Hund im Geschirr verteilt sich der Schwerpunkt auf die Brust so dass es für die Hunde angenehm ist zu ziehen ...

Und bei einem 65 kg Rüden würde ich persönlich kein Geschir anwenden!!!

Halt uns doch bitte auf dem laufenden was Du nun tust und schildere doch bitte mal ggf. Deine Erfahrung mit dem Geschir.
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LG
Ghostface
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Ghostface, Du hast den Sinn zumindst meines Postings nicht richtig verstanden. Meine Hunde beispielsweise haben sowohl im Geschirr, als auch mit Halsband korrekt zu gehen und keine Hunde anzupöbeln. Und zwar, weil ich das so will und nicht, weil ich das passende "Werkzeug" dazu in der Hand halte. Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied. Stichwort: Gelassenheit. Ergänzung: Konsequenz.

Einem Hund klarzumachen, daß er an der Leine nicht ziehen darf, ist keine Frage davon, ob eine Würgekette auf Zug steht oder nicht, sondern die Frage der Einwirkung des Hundehalters selbst. Unsere Hündin Lina lernt dies zurzeit und durch ihr ungestümes Temperament wird es natürlich etwas länger dauern - diese Zeit investiere ich aber gerne. Und habe dafür später einen Hund, der gelassen an der Leine geht und durch Abwürgen oder Herumzerren keine negativen Erfahrungen machen mußte.

Sabine

P.S.: Mein Rüde läuft hervorragend mit diesem oder mit einem ganz normalen Lederhalsband, Sofie mit Lederhalsband und Lina zunächst mit Halsband, weil sie sich aus einem Geschirr momentan noch herauswinden könnte.
 
@ Ghost, Daufi hat schon lange einen Würger, auch auf Zug gestellt. Juckt ihn nicht :( Er fängt noch nichtmal an zu röcheln.
Ich weiß, jetzt werden wieder einige hier aufschreien, aber in einem Anfall von Verzweiflung habe ich sogar mal einen Stachler gekauft. Das Teil hängt seit dem selben Abend im Schrank. Es hatte nämlich keinerlei Wirkung. Mein Dicker hat es nicht mal gemerkt *grmpf*

Alles in allem wrde ich mir, wenn ich das alles so lese, wohl doch kein Geschirr holen. Vielleicht mal ausleihen *malnachtassaschiel*
Tessa, wenn du es nicht unbedingt brauchst, vielleicht könnte ich mir eines deiner Geschirre auch gerne gegen eine Gebühr ausleihen ... ? Elchleder hört sich nicht gut an... gar nicht gut.... sehr teuer. Nach dem Kaufpreis trau ich mich gar nicht zu fragen.

Klar Ghost, wenn ich eines kaufe, werde ich euch natürlich von dem Ergebnis erzählen. Es sei denn, ich hänge in Nachbars Rosenhecke
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Dann mag man mir eine Zwangspause wegen schmervollem Dahinsiechen verzeihen *schluck*



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Die Straße des geringsten Widerstandes ist nur am Anfang asphaltiert !
 
@ Sabine: Klar hat jeder gut erzogene Hund auch im "normalen" Halsband bei Fuss zu gehen ... nur wenn ein Hund mal austicken sollte (aus welchem Grund auch immer) und man Probleme hat diesen zu halten hilft oftmals auch ein Würger!
Die Ketten meiner Hund sind nie auf Zug gestellt ...

Ich hoffe hiermit wäre das Missverständnis geklärt
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@ Kirsten:
Ein Würger ist nur effektiv wenn er in Ausnahmesituationen angewandt wird und dann einmal ruckartig. Nach einer gewissen Zeit gewöhnen sich die Hunde einfach daran das es am Hals etwas enger wird und es juckt sie nicht mehr. Dann hast Du einen Zieher an der Leine trotz Würger oder Stachler
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LG
Ghostface
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<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Tahoma, Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von Kirsten:
@ Ghost, Daufi hat schon lange einen Würger, auch auf Zug gestellt. Juckt ihn nicht :( Er fängt noch nichtmal an zu röcheln.
Ich weiß, jetzt werden wieder einige hier aufschreien, aber in einem Anfall von Verzweiflung habe ich sogar mal einen Stachler gekauft. Das Teil hängt seit dem selben Abend im Schrank. Es hatte nämlich keinerlei Wirkung. Mein Dicker hat es nicht mal gemerkt *grmpf*
[/quote]

Siehst Du Kirsten, damit erkennst Du sicher selbst, daß es eben nicht (zumindest nicht nur) am Zwangsmittel liegt, sondern an Deinem unbewußten Verhalten dem Hund gegenüber. Alle weiteren Versuche, dem Hund mit Schmerz beizukommen, stumpfen ihn einerseits physisch ab, psychisch jedoch heizt Du ihn weiter auf.

Insofern würde sich die Frage nach einem Geschirr vorerst ohnehin erübrigen und wenn ich Dir abschließend den Rat geben darf: arbeite zunächst an dem ursächlichen Problem. Nimm's vor allen Dingen einfach mal gelassener, auch oder gerade dann, wenn's schwerfällt.

Sabine


 
Puuuh, ist ein wenig schwer zu verstehen.

Ich gebe dir im Prinzip völlig recht, Sabine, aber gerade da liegt der Hase auch im Pfeffer begraben.

Siehst du, hier auf dem Feld haben meine Hunde sogar einen guten Ruf, auch Daufi. Gelten als lieb und verträglich. Weil beide eben frei laufen können.

Ich muß vielleicht etwas zur Vorgeschichte sagen.
Als Welpe und Junghund wurde Daufi etliche Male gebissen. Ich habe immer schon Hunde gehabt, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt. Sogar Hunde, die ich als friedlich kannte, sind ihn angegangen, und das, obwohl er sich immer sofort unterworfen hat. Ich habe keine Ahnung, woran das lag. Eine Zeitlang schien es fast, als hätte er irgendwo einen unsichtbaren Zettel mit der Aufschrift kleben : Los, macht mich fertig !

Ich bin mit ihm zur Welpenschule und habe auch sonst immer mit ihm gearbeitet. Er hört ja auch ansonsten ganz gut, wenn man mal von der Mollossertypischen Sturheit absieht. Also, promptes Befolgen von Befehlen ist ganz einfach nicht, aber das ist ja nicht das Schlimme.

Zwei Male wurde er dann ganz heftig zusammengebissen. Da war er sieben Monate alt, und wieder kannte ich die anderen beiden Hunde schon lange und als friedliche Tiere. Davon mußte Daufi einmal notoperiert werden, und das andere Mal an mehreren Stellen genäht werden. Anschließend entzündete sich die Haut und von den Schultern aufwärts ging das ganze Fell aus. Bis wir das wieder im Griff hatten, verging ein volles Jahr.

Ich habe danach die Hundebegegnungen erstmal stark eingeschränkt, weil ich einfach die Nase voll hatte. Daufi war zu dem Zeitpunkt auch sehr verängstigt, kroch unter Autos, wenn ein Hund entgegenkam usw. (Ging damals noch von der Größe her)

Das war der erste Fehler, wie ich heute weiß. Der zweite war, daß ich ihn gelobt habe, als er augenscheinlich selbstbewußter wurde. Nur war es eigentlich kein Selbstbewußtsein, sondern eine Art Angstdominanz, und das habe ich ganz einfach nicht als solches erkannt.
Ich kann gar nicht mal sagen, wann er zum wilden Affen an der Leine mutierte. Es war eher ein fließender Übergang.
Alles, was ich sagen kann ist, daß mein Hund inzwischen Gewichtsklassen annahm, die es zunehmend schwerer machten, ihn zu halten in solchen Situationen.
Das machte mich natürlich unsicher, was mein Hund selbstverständlich spürte, noch gereizter reagierte, was widerum mich noch unsicherer machte. Es hat sich mit der Zeit einfach hochgeschaukelt.

Zwischendurch bin ich mit ihm auf zwei Hundeplätze gegangen.
Auf dem ersten (hochschwanger), auf dem ich auch unser Problem schilderte, hatte ich immer sehr viel Platz um mich herum, wenn Daufi den Affen machte. Da standen diese tollen Ausbilder nur und glotzten blöd, und es wußte mir weder einer zu raten, und eingreifen wollte schon gar keiner.
Als ich Daufi dann beim letzten Mal auf den Rücken geworfen hatte, hatte durch das Gerangel (ist ja nun mal eben kein Dackel, und ich nicht Arnold Schwarzenegger) eine Platzwunde an der Lippe, eine verknmackste Wirbelsäule und vorzeitige Wehen.

Nun bin ich ja nicht jemand, der schnell aufgibt. Also zum nächsten Hundeplatz, der einen ganz guten Ruf hatte.
Hier sah es dann so aus. daß unser zweimal wöchentlicher Einzelunterricht darin bestand, vor dem Hundeplatz die Straße rauf und runter zu pilfern und Dinge wie Sitz, Platz und bei fußgehen zu exerzieren, was er schon längst konnte. Als ich nach einem halben Jahr (!!!!) dann mal anregte, doch vielleicht jetzt langsam mal am eigentlichen Problem , nämlich den Hundebegegnungen zu arbeiten, bekam ich zur Antwort :"Wir machen das hier so, wie ich das für richtig halte. Wenn dir das nicht paßt, kannst du ja gehen."

Ich BIN gegangen.

Mein Hund war inzwischen älter geworden, und das Verhalten hatte sich natürlich noch mehr gefestigt.
Ich bin zwar mit Daufi wieder vermehrt auf Hundewiesen gegangen und habe dort erfreut festgestellt, daß das grundlegende Sozialverhalten trotz Negativerfahrungen einwandfrei geblieben ist, aber das Problem an der Leine blieb.
Ist jetzt also nicht so, als sei mein Hund unerzogen.

Im Prinzip könnte ich jetzt sagen : na gut, ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber ich kann damit leben.
Er läuft hier mit mehreren Hunden unterschiedlichen Geschlechts im Rudel, hat viel Auslauf auf unserem Feld, wir arbeiten auch auf einer der Wiesen jeden Tag, aber das reicht mir nicht.
Ich möchte mit meinem Hund auch an jedem anderen Ort spazieren gehen, vielleicht nach einem Spaziergang mal Rast in einem Cafe machen etc. Das geht alles nicht.

Natürlich liegt der Fehler bei mir, der liegt immer beim Halter.
Das Problem ist halt, daß jetzt diese Situation nun mal da ist.
Es geht mir nicht darum, Daufi Schmerzen zuzufügen und ihn zu bestrafen. Ich suche lediglich nach einer Möglichkeit, die mir die Gewißheit gibt, ihn auch im Extremfall halten zu können.
In erster Linie, um mir die nötige Sicherheit zu geben, mit ihm effektiv am Problem arbeiten zu können.
Denn ich werde nicht, solange ich da nicht absolut sicher bin, andere Leute und ihre Hunde als "Versuchskaninchen" benutzen und sie in Angst und Schrecken versetzen, so nach dem Motto : ach, vielleicht gehts ja gut, mal ausprobieren. Das wäre ziehmlich verantwortungslos.
Daher bin ich auf ein wirkungsvolles "Hilfsmittel" angewiesen.
Alternativ könnte ich mir auch ein paar Schwimmringe anfuttern, um das Gewichtsdefizit auszugleichen, aber diese Möglichkeit ist mir ehrlichgesagt nicht so sympathisch.

Ich habe ja vor, an dem Problem zu arbeiten. Stellt sich nur nach wie vor die Frage : Wie ??

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Na so einen Typen kenn ich doch auch! x-mal gebissen worden =&gt; aus mit anderen Hunden. Jetzt mittlerweile geht 's wieder, liegt aber wohl auch daran, dass mein Hund ein "kleines Bisschen" leichter als Daufi und deswegen auch besser zu halten ist.

An deiner Stelle würd ich mich besser fühlen, wenn wir zu zweit wären, um den Hund zu halten. Kann er SITZ/PLATZ und BLEIB? Dann probier doch mal, dass ihr in einigem Abstand zu dem anderen Hund stehen bleibt, er soll sich hinlegen und liegenbleiben. Das hat bei Joey immer recht gut funktioniert und zwar nicht wegen seiner Größe, weil ich nämlich überhaupt nicht körperlich auf ihn eingewirkt hab. Sobald er Anstalten gemacht hat, aufzustehen, zu knuren oder sonst was, folgt mein "Nein, bleib!" in nicht grade freundlichem Ton. Bleibt er aber brav liegen/sitzen, wird gelobt ohne Ende
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.

Zum Thema Geschirr muss ich Ghostdog (ausnahmsweise
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) zustimmen. Ich kann das auch nicht haben, wenn ich meinen Hund nicht direkt, also über den Kopf, leiten kann. Das geht beim Geschirr halt mal nicht, weil da die Leine irgendwo am Rücken festgemacht ist und da hat man niemals so eine Kontrolle über den Hund, wie mit einem Halsband.

Also ich tu ihm das Geschirr nur im Auto (Gurt) und im Gebirge zum Wandern dran. Ansonsten Halsband bzw. Würger. Die beiden Würger, die wir haben, sind immer auf Zug gestellt. Dem Hund ist das nämlich wurscht, der zieht eh nicht an der Leine und meistens läuft er sowieso frei.

Viele Grüße an euch und eure Vierbeiner!

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Claudy & Kampfcocker Joey


 
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