Hund beißt sich beim Spielen fest

Vango1997

10 Jahre Mitglied
Hallo,
ich habe seit zwei Wochen einen Pflegehund, Rasse ist schwer auszumachen, manche sagen, sieht aus wie ein Stafford- Boxer- Mix, andere sagen, könnte auch ein Pitbull sein... Na egal. Jedenfalls war ich mit meinem "Malli- Wissen" gestern total entsetzt, als die Kleine (6 Monate) plötzlich dem Ridgeback meiner Mitbewohnerin an der Wange hing, und daran rumgeschüttelt hat, und er nurnoch gequietscht hat :heul:.
Ist wohl doch ein Unterschied zu meinem Maliopi. Der ist zwar auch ganz schön triebig, aber ich kann ihn doch auch wieder "runterholen". Bei der Kleinen ging das gestern gar nicht. Eigentlich hört sie ganz gut auf "Schluß", aber hat sie nicht die Bohne interessiert, und auch als ich als letzte Antwort die Leine nach ihr geworfen (und auch getroffen) habe, hat sie das nicht im geringsten interessiert. Das macht mir schon ein bißchen Sorgen. Sie macht das zwar nur bei dem Hund meiner Mitbewohnerin, weil der sie auch unentwegt zum Spielen anheizt, aber dass ich sie nicht "zur Raison" kriegen konnte, und der Ridgeback jetzt lauter kleine Schrammen hat, ist schon *******. Ich stell mir nur vor, das wäre ein fremder Hund gewesen, dann hätte ich gleich ne Kampfhunddiskussion gehabt... :verwirrt:
Meine Ideen wären jetzt Sprühhalsband oder Laufleine, wobei Sprühhalsband sie in dem Fall wahrscheinlich auch nicht interessieren würde...
 
Manche Hunde, insbesondere Pit, Staff und Co, scheukeln sich beim Spielen auf. Das kann soweit gehen wie in deinem Fall, das sie sich in einer Art Übersprungshandlung festbeissen. Wichtig ist es darauf zu achten, dass der Hund beim Toben nicht immer wilder wird. Schaukelt er sich dennoch langsam hoch, ruf ihn sofort aus dem Spiel und lass ihn, z.B. im "Sitz" wieder etwas abkühlen.
(Mal ganz abgesehen davon, dass ich einen Hund, der mir nicht gehört und den ich nicht so gut kenne, nicht ohne Leine mit anderen Hunden spielen lassen würde)
 
Das mit dem hoch schaukeln kenne ich von meinem Dicken auch... Schliese mich dem was Bürste gesagt hat auch an... Du darfst es einfach nicht so weit kommen lassen... Beobachte sie während dem Spiel und wenn du denkst es wird zu viel... Hol sie da raus, und warte bis sie sich wieder beruhigt hat...
Es sind halt nicht alle Hunde gleich ;)...
Sprühhalsband würde ich da nicht gleich nehmen, wenn du es nicht noch einmal so weit kommen läßt brauchst ja auch keins...
Und ohne Leine würd ich sie am Anfang eh noch nicht laufen lasse, so ne Bindung ist innerhalb von 2 Wochen noch garnicht gegeben das sie dir 100% folgt... Es kann draußen auch mal böse Enden wenn der andere Hund sich wehrt... Außerdem ist sie 6 Monate alt... Soviele Kommandos kann sie doch bestimmt noch garnicht oder??? Und wenn sie mit 6 Monaten schon an nem Ridgeback hängt und nimmer los läßt heist es

Arbeiten Arbeiten Arbeiten
 
Ach ja - das Sprühhalsband.
Du müsstest zunächst lernen damit umzugehen an sonsten machst du mehr kaputt als zu korrigieren.
 
Danke für Eure Antworten! Ist vielleicht nicht ganz klar geworden, dass ich ihre Pflegestelle bin, also nicht nur mal auf sie aufpasse.
Ich bin ja beim Sprühhalsband auch skeptisch, also bitte nicht gleich provozieren- ich bin ja hier, um von Eurer rassespezifischen Erfahrung zu lernen.
Also wenn ich das richtig verstanden habe, ist die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, es gar nicht so weit kommen zu lassen, ja?

Achso- und was das Arbeiten angeht, so besuchen wir eine (gute) Hundeschule. Ich gebe mir also auch sehr viel Mühe, ihr auch genügend "Kopfarbeit" zu bieten, und Grundkommandos beherrscht sie.
 
Vango1997 schrieb:
Also wenn ich das richtig verstanden habe, ist die einzige Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, es gar nicht so weit kommen zu lassen, ja?
Das ist vorerst die beste Möglichkeit. Natürlich musst du an dem Problem arbeiten, das sich der Hund von sich aus gar nicht erst soweit aufschaukelt.

Vango1997 schrieb:
Achso- und was das Arbeiten angeht, so besuchen wir eine (gute) Hundeschule. Ich gebe mir also auch sehr viel Mühe, ihr auch genügend "Kopfarbeit" zu bieten, und Grundkommandos beherrscht sie.
Das ist hervorragend und ein guter Anfang ;)
 
Mein Hund (e) haben als erstes das "aus" gelernt, schon immer. Das war für mich noch vor "platz" der wichtigste Befehl und hat sich auch schon bezahlt gemacht. :)
 
Bei meinem ists das "Na" oder dann wenns richtig ernst wird "NEIN"
Auch wenn mir schon viele gesagt haben "Der Hund versteht "nein" nicht" ^^
Er weiss genau, dass er damit aufhören soll, egal was er gerade macht und mich anguggen soll.
 
L3vi schrieb:
Bei meinem ists das "Na" oder dann wenns richtig ernst wird "NEIN"
Auch wenn mir schon viele gesagt haben "Der Hund versteht "nein" nicht" ^^
Er weiss genau, dass er damit aufhören soll, egal was er gerade macht und mich anguggen soll.

Hallo,

ich gehe jetzt thematisch nicht auf das Problem ein, weil ich wirklich davon überhzeugt bin, das sowas via Forum zwar zu besprechen ist aber nicht zu lösen. Um so etwas klar zuzusortieren sollte man sich Hilfe holen. Wenn du eine gute Hundeschule hast, dann ist das doch brilliant. Frag doch da mal nach und wenn möglich sollen die sich deinen kleinen Querkopf mal ansehen.

Aber ich weiß nicht warum ein "Nein" nicht vom Hund verstanden werden kann.
Das ein Hund die menschlich Sprach nicht spricht ist doch wohl klar aber er ist in der Lage verschieden Geräusche die wir machen mit Konsequenzen zu verbinden (z.B. Klicker), die darauf für ihn folgen. Wenn der Hund angeblich kein "Nein" versteht, auf das er wohl gemerkt vorher konditioniert wurde, sprich er eine Konsequenz damit verknüpft, dann würde er auch kein "Fein" oder "Sitz" oder sonst irgend eine menschliche Lautäußerung verstehen.

Liebe Grüße

Ilo
 
Das mit "Nein" hab ich auch nicht so ganz verstanden- aber vielleicht ist gemeint, dass man eher konkret etwas sagen soll, weil "Nein" ja heißen kann "Friss das nicht" oder "geh da nicht rein" usw. Ich habs mit dem der Kleinen und dem Hund meiner Mitbewohnerin heute den Tag über immer wieder mit "Halt" korrigiert, wenn sie zu grob geworden ist, und dann so lange gewartet, bis sie wieder runtergekommen ist. Dann durfte sie weiterspielen, und das hat bis jetzt auch ganz gut geklappt.
In die Hundeschule gehe ich wieder am Sonntag, da werde ich das auf jeden Fall ansprechen.
Ist so eine blöde Situation, weil ich mich jetzt gar nicht mehr so unbefangen in den Hundeauslauf traue, aber soziale Kontakte sind ja für sie auch total wichtig und sie hat es auch ausschließlich bei ihm so grob gemacht. Meine Mitbewohnerin meint, das wäre auch wegen ihm, weil er sie immer so anstachelt, obwohls ihm eigentlich schon zu grob ist (Hauptsache spielen). Meinen Rüden respektiert sie ja auch, ist aber halt auch schon ein Opi.
 
Vango1997 schrieb:
Das mit "Nein" hab ich auch nicht so ganz verstanden- aber vielleicht ist gemeint, dass man eher konkret etwas sagen soll, weil "Nein" ja heißen kann "Friss das nicht" oder "geh da nicht rein" usw.

Jo, nur noch ganz kurz etwas zum "Nein"!

Es gibt immer viele Wege die nach Rom führen. Aber ich denke, dass man mit EINEM Verbotskommando, welches sagt: " Lass sofort das was du da tust" dem Hund keine 50 Verschiedene Dinge über den Kopf schütten muss. Es ist egal ob du willst, dass der Hund nicht zieht oder er aufhört zu knurren, alles besagt letztendlich "stoppe dein Verhalten"...

ich bin der Meinung..... viele Kommandos... viel Platz für Missverständnisse. Aber wie das mit allem ist, es gibt immer unterschiedliche Ansichten und auch Wege die zum Ziel führen.

Liebe Grüße

Ilo
 
Habe das gleiche zur Zeit mit meiner AmStaff Hündin(6 Monate).
Explizit entsteht diese Situation wenn wir auf Gustav treffen. Gustav ist ein 10 Monate alter Border Terrier Rüde.Gustav nervt ungemein und wer die Rasse kennt weiss was ich meine.Sie sind laut,wild und leider Gottes nahezu schmerzfrei.

Genau wie von Bürste beschrieben fallen dann langsam so nach 5 Minuten bei meiner Hündin die Klappen...sie schaukelt sich hoch.Ende vom Lied war ,dass Gustav im Nacken oder am hintern gepackt über die Hundewiese gezerrt wurde und seine vier Beinchen auch schon hilflos in der Luft strampelten.Dies aber ohne einen Mucks von sich zu geben.Sollte er aber besser!
Ist es jetzt in diesem Alter noch relativ harmlos,doch schon ungemein wichtig die Kontrolle über seinen Hund zu haben...vor allem aber ihn im Ansatz schon lesen zu können.
Ich weiss genau,wann der Zeitpunkt gekommen ist um ihm Einhalt zu gebieten.Lasse ihn beim spielen niemals aus den Augen.
Ein "Aus"! abrufen und runter kommen lassen.

Muss aber noch erwähnen,dass ich meinen Hund vorher schon 3 mal abgerufen hatte.Schwachkopf, Gustavs Besitzer aber 600m entfernt auf einer Bank sass(wie immer) und wie blöd auf seiner Pfeife am tröten war.Gustav wollte einfach nicht aufhören zu nerven!Also hab ich Gustav gepackt (im Nacken)und bei Herrchen abgeliefert und ihm gedroht das er seine Pfeife beim nächsten mal verschluckt falls er nicht bemüht ist seinem Hund Gehorsam beizubringen.

Er pfeift zwar immer noch hirnlos, doch bewegt er zumindest jetzt seinen Hintern von der Bank und holt Gustav ab.Sehr brav!

ich bin der Meinung..... viele Kommandos... viel Platz für Missverständnisse.

100% agree!

MfG,
Maschou
 
...auch ganz kurz nochmal zum "Nein": Ich glaube, das kommt auf den Hund an, ob ihn viele Kommandos verwirren, oder eher Sicherheit geben. Bei dem meiner Mitbewohnerin habe ich manchmal das Gefühl gehabt, er wüßte gar nicht mehr, wie er auf andere Hunde zugehen sollte, weil immer nur "Nein" hieß... Und jetzt wehrt er sich halt nicht, wenn ers eigentlich mal tun könnte. Aber ist wahrscheinlich auch einfach eine Frage des Timings.
Ich fahre soweit erstmal ganz gut mit "haaalt". Hab ich beim Abendspaziergang auch mal mit Spielzeug geübt (Also "haalt"= nicht hinterher rennen, "und weiter"= weitermachen), hat auch funktioniert.
Nochmal danke für all Eure Antworten.
 
Meine Hunde kennen das Kommando "nein" und sie verbinden damit das,was sie nicht sollen.Bei mir gibt es weder aus noch pfui sondern einfach nein.Aber gerade diese Rassen spieln doch auch anderst.Gerade wenn ich z.B 2 Staffs beim Spielen zuschaue sieht das doch ganz anderst aus als wenn z.B 2 Schäferhunde spielen.Bist du sicher das es nicht einfach nur Spiel war?
Amara "knabbert" beim Spielen auch gerne mal an der halsschlagader des anderen Hundes.
 
Na für sie war es schon Spiel, also auf jeden Fall Trieb. Genauso hat sie anfangs auch am Spielzeug rumgeschüttelt. Aber der Ridgeback hat halt ganz schöne Schmarren zurückbehalten, und sie hat auf sein Jaulen nicht gerade ablassend reagiert, und das macht mir Sorgen.
 
Also Kim hat sich anfags auch immer ganz schön hochgeschaukelt beim Spielen und hat ihre Spielpartner immer am Hals gepackt. Zar immer wieder los gelassen, trotzdem habe ich es unterbunden und ihr beigebracht, dass ich sie auch aus solchen hochgeschaukelten Spielphasen abrufen kann.
Bei der kleinen Staff-Bull Maus aus meiner Junghundegruppe sieht das Spielverhalten sehr ähnlich aus. Sie ist sehr sehr rabiat, vor allem wenn ihr Spielpartner "schächer" ist. Sie packt die Spielpartner auch am Hals, lässt auch nur schwer los, aber eben nur, wenn der Partner sich das Gefallen lässt. Spielen meineund sie zusammen, geht das wunderbar, da ist die Kleine auch nicht so aufdringlich.
 
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