HD-Schub, was nun?

  • Mayerengele
Ich weiß, dass das nun schon der 10000ste Thread zum Thema HD ist, aber in den anderen hab ich für mich keine zufriedenstellende Antwort auf meine Frage gefunden...

Bei Cain wurde im Zuge der Untersuchungen zu seinem Kreuzbandriss Anfang letzten Jahres schwerste HD auf beiden Seiten festgestellt. Der TA war ehrlich verwundert, dass er noch so gut läuft.

Wir haben dann Caniviton gegeben, (fast) getreidefrei gefüttert und ihn beobachtet.
Anzumerken ist es ihm lediglich beim langsamen Laufen (Hüftschwung) und wenn er rennt, dann hüpft er hinten, wie ein Häschen.

Er schont sich aber in keinster Weise, rennt und springt - und ich lasse ihn auch, er schont sich von alleine, wenn er Schmerzen hat.
Dummerweise haben wir im Haus viele Treppen, die er ständig rauf und runter rennt (er muss nicht, will aber:(rolleyes:

In letzter Zeit hat man allerdings das Gefühl, dass er schneller schlapp ist, schlechter hochkommt, länger schläft, allgemein gereizter und schreckhafter ist.
Vor einigen Tagen dann war er abends schon sehr pienzig und morgens wollte er nicht recht aufstehen...
Beim aus dem Bett springen jammerte er, die Treppe wollte er nicht runter, blieb auf dem Absatz stehen. (Ich hab ihn dann mit dem Geschirr unterstützt, das ging dann)
Ich hab ihm dann ne halbe Rimadyl gegeben und beim Gassi lief er sich dann ein, hatte aber anfangs Schwierigkeiten das Bein zu heben... :heul::heul:
lediglich die Treppe zuhause war dann wieder ein Problem, ich hab ihn unterstützt und die letzten Stufen getragen.

Wegen der allgemeinen Pienzigkeit in letzter Zeit wird Cain am Freitag komplett durchgeröngt, die HD dabei natürlich auch nochmals angeschaut.

Momentan läuft er auch ohne Schmerzmittel ordentlich, aber dauerhaft ist das nichts.

Die Frage ist nun: was jetzt?
Lange wird das so nicht mehr gehen, eine Lösung muss her (sollte die Untersuchung nicht noch schlimmeres ans Licht bringen)...

Hier wird ja immer wieder von den Goldimplantaten gesprochen, Dr.Walla empfahl die Nervendurchtrennung... (was mir aber echt heftig vorkommt)... und ich hab nun die Qual der Wahl:unsicher:

Könnt Ihr mir vllt kurz ein paar Erfahrungswerte mit so starker HD und den Behandlungsmethoden geben?
Ich brauch ne Entscheidungshilfe:rolleyes:

Danke!!:hallo:

Achja, Cain ist BJ2000
 
  • SaSa22
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Hi Mayerengele :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Pommel
Ich hätte schon bei HD-Diagnose Gold implantieren lassen, man muss ja nicht immer warten (fast 1,5 Jahre :verwirrt:), bis der Hund echt Schmerzen zeigt ... was keinesfalls bedeutet, dass er vorher keine Schmerzen hatte, sondern nur, dass er sie noch verbergen konnte!

Leider bist Du da in zahlreicher, wenn auch nicht guter Gesellschaft :heul:

Fragen, die sich mir da so aufdrängen sind: wenn Du von der HD wusstest, warum durfte der Hund dann noch auf's Bett springen und ... und ... und ..

Nu gut, es ist jetzt müssig, Dein Hund hat mittlerweilen soviel Schmerzen, dass er es nicht mehr kaschieren kann.
Als GA-Fan werde ich natürlich in solchen Fällen GA empfehlen, mit der Bitte, zu einem wirklich renommierten und erfahrenen Arzt zu gehen. Die übliche Empfehlung: Dr. Rosin oder Dr. Schulze

Desweiteren würde ich Dir empfehlen, den Hund nur noch (!!!!) mit Unterstützung die Treppen rauf-und runterlaufen zu lassen, kein Springen in das oder aus dem Bett/Auto/.. !! Rampe!!! Auch alle ähnlichen Bewegungsabläufe unterbinden (Bergauf-/Bergabrennen, auf und Von Hügel springen, ...).

Warum: durch die Schmerzen verändern sich die Bewegungsabläufe. Du läufst in Gefahr, dass der Hund aufgrund von 'Vermeidehaltung' sich so verzieht, dass er beim Springen sich den bspw. den Rücken verrenkt (oder Bandscheibenvorfall provoziert), die Ellbogengelenke ungleichmässig und unvorteilhaft belastet und ... und ... und ...

Wenn du es Dir leisten kannst, nutze die Zeit bis zur OP für Physiotherapie/Massage/Hydrotherapie, um die wahrscheinlich reichlich verbogene Muskulatur wieder zu richten!
Selbiges möglichst, eine Zeitlang wenigstens, auch nach der OP oder GA, bis das Gangbild wieder einigermassen stimmt!

Lass Deinen Hund auf ED untersuchen, da er ja jetzt schon einige Zeit mit HD unterwegs ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er mittlerweilen auch eine ED hat!
 
  • MeikeMitBenny
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Übrigens... Es ist enorm wichtig auch an das richtige (!) Hundefutter zu denken.

Ich habe für unseren Dicken seeehr lange nach dem richtigen Futter gesucht. Durch Zufall habe ich den hier vom Forum angebotenen kostenlosen Futtercheck gefunden und konnte dort tatsächlich in Erfahrung bringen, welches Futter ganz konkret von anderen Hundebesitzern mit genau der gleichen Hunderasse bevorzugt wird.

Und unser Benny liebt sein neues Futter! Es hat sich gelohnt!! 

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LG Meike mit Benny
  • Mayerengele
Ich hätte schon bei HD-Diagnose Gold implantieren lassen, man muss ja nicht immer warten (fast 1,5 Jahre :verwirrt:), bis der Hund echt Schmerzen zeigt ... was keinesfalls bedeutet, dass er vorher keine Schmerzen hatte, sondern nur, dass er sie noch verbergen konnte!

Die HD wurde bei der Untersuchung vor der Kreuzbandriss-OP entdeckt, und da der KBR akuter war, wurde dieser behandelt.
Auf Anraten von Dr.Walla hätten wir mit der HD-OP ohnehin bis Ende des Jahres warten sollen, damit der Hund nicht von einer OP in die nächste geht.
Dass nun noch mehr Zeit vergangen ist.... gut, das hätte eventuell nicht sein müssen, keine Frage.
Aber die Zeitspanne von einem Dreivierteljahr bis Jahr, war durchaus ärztlich abgesegnet, eben um die KB-OP komplett auskurieren und wieder gut Muskulatur an der Hinterhand aufbauen zu können.

Leider bist Du da in zahlreicher, wenn auch nicht guter Gesellschaft :heul:

Fragen, die sich mir da so aufdrängen sind: wenn Du von der HD wusstest, warum durfte der Hund dann noch auf's Bett springen und ... und ... und ..

Diesen Schuh muss ich mir wohl anziehen.
Ich war wohl so naiv zu glauben, dass er nur tun würde, was ihm keine Schmerzen bereitet, bzw. sich selbst zurücknehmen würde.

Cain die Treppen nicht steigen zu lassen wird schwierig werden.. dann müsste ich Ihn in einem Zimmer einsperren, wenn er alleine sein muss.
Wir werden wohl über den Bau einer Rampe nachdenken müssen.

Beim Röntgen am Freitag werd ich an die Ed denken, danke für den Tipp.

Die Links werde ich mir heute abend in Ruhe zu Gemüte führen.
Danke erstmal.
 
  • Pommel
Viel Glück :hallo:

PS:
- die Narkose bei Dr. Schulze ist keine richtige OP-Narkose (bei Dr. Rosin weiss ich es nicht, da keine eigene Erfahrung), eher Schlafspritze mit einem Zusatz, der vorwiegend Schmerzen an der Hautoberfläche verhindert.
-Meines Erachtens ... gerade in Hinsicht auf den Muskelaufbau ... hätte eine GA durchaus begleitend zur Kreuzband-OP erfolgen können - im Gegenteil, ich hätte das sogar für sinnig befunden, da dann potentiell ein Fehlbelastungsfaktor entfallen wäre und der Muskelaufbau korrekter hätte erfolgen können
- eventuell war sogar die HD und die daraus resultierende Fehlbelastung ein oder gar der Auslöser für die Kreuzbandproblematik

PSPS: meine Wuffels waren anfangs auch extrem uneinsichtig, warum sie nicht mehr herumspringen durften, wie sie wollten ... aber sie haben sich dann letztendlich gefügt ;)
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
  • Schorschi
Gold hat bei uns gar nicht geholfen.Wir haben mit dieser Methode sehr gute Erfahrungen gemacht.
 
  • Bürste
Gold hilft im Grunde nur, wenn überhaupt noch etwas da ist, was annähernd wie ein Gelenk aussieht.
Die Diagnose "schwerste HD" hört sich aber so an als ob das Gelenk überhaupt keinen Halt mehr hat.
Das durchtrennen der Nerven ist eine Alternative zum künstlichen Gelenk. Sie ist günstiger und vom Eingriff her wesentlich kleiner.
Nach dem Durchtrennen der Nerven spührt der Hund keinen Schmerz mehr im Gelenk. Allerdings belastet er das Bein dann auch voll und reibt das Gelenk vollends auf.
 
  • Pommel
@Bürste: da muss ich jetzt mal widersprechen :) .. unser Pommel hat ebenfalls schwerste HD mit einem Hauch von Gelenk und auch bei ihm wunderten sich die Ärzte, wie er überhaupt laufen kann ... und die GA half wunderbar!!!
 
  • Pommel
@Schorschi: mal abgesehen von der bekannten Tatsache, dass leider ca. 5% der Hunde nicht auf eine GA ansprechen ... wo hast Du die GA machen lassen (sorry, falls ich das schon einmal gefragt habe)
 
  • Schorschi
Bei Schulze in Kamen.Ich würde heute mit Sicherheit nach Dr.Rosin fahren. ;)
 
  • Shili
Ich kenne auch Hunde, bei denen Gold nicht geholfen hat...

Und Dr. Walla ist doch ein TA, der viel Erfahrung hat... Sein Name fiel doch öfter im Forum, wenns um Gelenk- od. Knochenprobleme ging.

Ich denke, ich würde seinen Rat befolgen. Was sagt denn dein Bauchgefühl?

Gute Besserung für Cain!
 
  • Pommel
Sie hat doch seinen Rat befolgt :verwirrt:

... und ich kenne auch Leute, bei denen was nicht funktioniert hat (tendentielle Null-Aussage ;))

Ist aber interessant ... wieviele Hunde, bei denen Gold nicht geholfen hat, kennst Du und wer hat es gemacht? Und wo (an welchen Gelenken) sind sie goldakupunktiert worden ? Und welche Gelenke waren sonst noch defekt? Wie alt waren die Hunde? Wie lange hatten sie ihre Beschwerden schon?
 
  • Mayerengele
Und Dr. Walla ist doch ein TA, der viel Erfahrung hat... Sein Name fiel doch öfter im Forum, wenns um Gelenk- od. Knochenprobleme ging.

Ich denke auch, dass er ein sehr guter TA ist, mit viel Erfahrung gerade im Gelenkbereich.

Ich denke, ich würde seinen Rat befolgen. Was sagt denn dein Bauchgefühl?

Für mich hört sich die Durchtrennung dieses Muskelstrangs einfach sehr heftig an und ich habe nun schon ein paar Mal gelesen, dass das wohl wieder zusammenwachsen kann.
Außerdem belasten die Hunde die Hüfte aufgrund der Schmerzfreiheit dann vollständig, wodurch das Gelenk noch stärker verschleißt als ohnehin schon..

Gute Besserung für Cain!

Danke!
 
  • Pommel
Mal was Anderes: hast Du es schon mal mit der Gabe von Zeel, Grünlippmuscheln, Teufelskralle etc. probiert ? Einfach um dem Gelenk was Gutes zu tun :)
 
  • Bürste
Für mich hört sich die Durchtrennung dieses Muskelstrangs einfach sehr heftig an...
Außerdem belasten die Hunde die Hüfte aufgrund der Schmerzfreiheit dann vollständig, wodurch das Gelenk noch stärker verschleißt als ohnehin schon..


Danke!

Das stimmt. Im Prinzip ist es aber mit einer konsequenten Fortsetzung der Dauergabe von Schmerzmitteln zu vergleichen.
Die Schmerzmittel kann man allerdings wieder absetzen - durchtrennte Nerven in der Regel nicht.
 
  • Mayerengele
Mal was Anderes: hast Du es schon mal mit der Gabe von Zeel, Grünlippmuscheln, Teufelskralle etc. probiert ? Einfach um dem Gelenk was Gutes zu tun :)

Cain kriegt Caniviton (doppelte Dosis auf Empfehlung von Dr.Walla), was wir aber eigentlich abgesetzt hatten, da er beim THP wegen Krebs behandelt wurde und dieser meinte es enthalte Zellwachstumsfördernde Stoffe, was natürlich bei Krebs nicht so prickelnd ist.
Momentan sch*** ich da kurzfristig mal drauf... einen Tod muss man wohl sterben:unsicher:

Grünlippmuschel hat er auch schon bekommen, muss ich wieder besorgen ist leer.

Das stimmt. Im Prinzip ist es aber mit einer konsequenten Fortsetzung der Dauergabe von Schmerzmitteln zu vergleichen.
Die Schmerzmittel kann man allerdings wieder absetzen - durchtrennte Nerven in der Regel nicht.

Interessant wäre eben, was da auf Dauer dann passiert. Gelenk ist also i-wann vollständig im Eimer und dann?
Kann er sich dann garnicht mehr bewegen oder wie sieht das dann aus?:verwirrt:
 
  • Büffelchen
Ach sch*** Steffi eben erst gelesen :(

Drücke den König bitte mal von mir, Rat weiß ich leider keinen.
 
  • Pommel
Ich weiss nicht, wie es aussieht, wenn ein Gelenk vollständig im Eimer ist, es muss einem nur klar sein ... je besser Muskeln, Sehnen, Bänder sind, um so mehr können sie das Gelenk entlasten/unterstützen.

Ein oft unterschätzter Punkt bei der GA ist, dass der Entzündungsvorgang gehemmt/reduziert/aufgehoben wird, was als äusserst positiv für das Gelenk zu bewerten ist ;) ... das fehlt mir immer bei den anderen Methoden :(

Zeel ist bspw. super, um den Gelenkstoffwechsel in die Gänge zu bringen (laienhaft ausgedrückt ;))!
Kennst Du die Vergleichsstudie zwischen Zeel und Rimadyl?
 
  • Mayerengele
Ach sch*** Steffi eben erst gelesen :(

Drücke den König bitte mal von mir, Rat weiß ich leider keinen.

Danke, mach ich:)

Ich weiss nicht, wie es aussieht, wenn ein Gelenk vollständig im Eimer ist, es muss einem nur klar sein ... je besser Muskeln, Sehnen, Bänder sind, um so mehr können sie das Gelenk entlasten/unterstützen.

Klingt logisch und da würde bei der Durchtrennung ja dann ein Muskel wegfallen (vermutlich mit ein Grund warum das Gelenk hinterher erst recht verschleißt?!)

Ein oft unterschätzter Punkt bei der GA ist, dass der Entzündungsvorgang gehemmt/reduziert/aufgehoben wird, was als äusserst positiv für das Gelenk zu bewerten ist ;) ... das fehlt mir immer bei den anderen Methoden :(

Klingt nach einem Pluspunkt der GA...

Zeel ist bspw. super, um den Gelenkstoffwechsel in die Gänge zu bringen (laienhaft ausgedrückt ;))!
Kennst Du die Vergleichsstudie zwischen Zeel und Rimadyl?

Nein, die Studie kenn ich nicht. Ich meine Zeel hatte unsere TÄ beim letzten Besuch auch angesprochen, falls es schlimmer werden sollte. Es ist wohl schlimmer geworden... gibbet in der Apotheke / Humanmedizin, richtig?
 
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