gestörter Auslandshund in der Nachbarschaft

  • snowflake
Ist das dein Ernst?
Falls diese Crabat bekannte Halterin so ländlich wohnt, wie es Crabats gelegentliche Bilder mit Rehen im Garten nahe legen, würde ich das auch okay finden. Ich kenne das aus meinen jungen Jahren noch so, dass die Hunde regelmäßig allein auf Tour gingen. In dem Kaff, in dem ich mit Anfang 20 wohnte, gab es sogar eine "Gang", die sich regelmäßig traf. Diese Hunde waren ganz sicher nicht die unglücklichsten.
 
  • SaSa22
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Hi snowflake :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Lille
Falls diese Crabat bekannte Halterin so ländlich wohnt, wie es Crabats gelegentliche Bilder mit Rehen im Garten nahe legen, würde ich das auch okay finden. Ich kenne das aus meinen jungen Jahren noch so, dass die Hunde regelmäßig allein auf Tour gingen. In dem Kaff, in dem ich mit Anfang 20 wohnte, gab es sogar eine "Gang", die sich regelmäßig traf. Diese Hunde waren ganz sicher nicht die ununglücklichsten.
Ja, wenn die Hunde nicht jagen gehen und nicht drohen, überfahren zu werden, finde ich das eigentlich auch schön. Flippi ist auch gerne alleine über die Wiesen bis zum Nachbarn gestromert. Ich denke, das war sehr angenehm für ihn, mal ganz in Ruhe sein Hunde-Ding zu machen. Kleine Auszeit vom Menschen. Kann ich voll verstehen.
 
  • MeikeMitBenny
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • Crabat
Ja das ist ja das interessante daran.
Man kann einen Hund „laufen lassen“ weil man keinen Bock hat seine Bedürfnisse zu erfüllen und sich zu beschäftigen. Weil man verantwortungslos ist und der Hund einem egal.

Oder man kann ihn laufen lassen, weil es genau andersherum ist. Der Hund geht dann aber auch nicht „stiften“ und es ist keine Frage ob er wieder kommt, oder gehorcht wenn er muss.
 
  • Spicy
Als ich damals ne Weile aufm Dorf gewohnt habe, hatte der Bauer gegenüber auch einen Hund, der gelegentlich allein spazieren ging. Riesiges (molosserartiges?) Tier, lammfromm :)
Irgendwann haben sich denn die zugezogenen Städter beschwert und er durfte nicht mehr :(

Wenn die Gegebenheiten (und das Verhalten) passen, finde ich es toll, wenn ein Hund diese Möglichkeit hat.
 
  • lektoratte
Ich sehe das wie @Paulemaus und sicher auch wie @Crabat selbst:

Es gibt Bedürfnisse eines Hundes, die kann der Mensch stillen, und es gibt welche, da kann er es nicht und der Hund hat sie trotzdem.

Ob darum direkt die Haltung oder die Grundstimmung des Hundes hinterfragt werden muss, hängt sicher vom Ausmaß der Bedürfnisse und der Einschränkung ab, die der Hund erdulden muss.

Was unseren gelegentlichen Ausbrecherkönig anging (er hat das so drei oder vier Mal gemacht, dann hatten wir Schwachstellen inklusive der Haustür neu gesichert), so ist sehr offensichtlich, dass sein Bedürfnis nach Se,x speziell angesichts einer läufigen (und ebenfalls frei laufenden) Hündin vor der Haustür oder am Gartenzaun, von uns nicht ansatzweise gestillt werden konnte. Das trifft aber auf die meisten unkastrierten Rüden und auch auf die meisten Hündinnen zu, die mit dem Menschen zusammenleben.

Wir Menschen sehen das als akzeptabel an, und sogar die Kastration wird ja weniger gemacht, damit der Hund nicht unter fehlenden Gelegenheiten leidet. seinen Geschlechtstrieb auszuleben, sondern weil sein Benehmen dem Menschen lästig ist.

Da muss ich gar nichts hinterfragen: Ja, die Bedürfnisse des Hundes wurden nicht gestillt. Aber nein, ich war nicht gewillt, das zu ändern, das ist halt so. Wenn man nicht laufend Hundenachwuchs produzieren möchte.

Zum Kangal: Ich glaube, manchmal war ihm langweilig, aber er war auch in der Türkei gut damit gefahren, Leute aufzusuchen, die ihr Essen kochten, und seelenvoll zu schauen und damit etwas abzustauben (das war ein sehr freundlicher und charismatischer Hund). Wenn der also irgendwo Essen roch, war er weg. Das war einfach so drin, das hatte ehr 6 oder mehr Jahre so gemacht, warum das jetzt aufgeben?

Beiden Hunden war gemeinsam, dass sie nach ihren Ausflügen auch immer wieder nach Hause kamen. Oder sich im Fall unseres Hundes auch anstandslos im Dorf einsammeln ließen, wenn man sie da zufällig erwischte. Ich geh also davon aus, dass sie es da eigentlich ganz okay fanden. Nur halt nicht immer. ;)

An dem Bedürfnis eines unsicheren Hundes, eine Wohnung zu verlassen, die plötzlich voller fremder Leute ist, die auch noch gruseligen Lärm machen, finde ich jetzt erstmal gar nichts zu hinterfragen. Es wäre cleverer gewesen, die Tür nicht aufzumachen, aber anscheinend verhielt sich der Hund ja anders als sonst, sonst wäre die Frau nicht von seiner Flucht überrumpelt gewesen.

Ein anderer Hund meiner Eltern hat übrigens mal was Ähnliches gemacht. Ich krieg die genauen Umstände nicht mehr zusammen, aber meine Mutter hatte eine Knie-OP gehabt und war dazu mehrere Tage mit dem Hund allein zuhause. Und konnte nicht mit ihm rausgehen.

Nun haben meine Eltern über 1000 qm Garten, in dem der Hund sich auch gern aufhielt. Aber am dritten Tag oder so im Garten langte es ihm und er rempelte bei irgendeiner Gelegenheit meine Mutter zur Seite und lief gemütlich los. Erstmal bis zur nächsten Ecke. Da hat er dann auf sie gewartet, und als sie angehumpelt kam, lief er weiter. Und das genau der üblichen Spaziergangroute nach.

Meine Mutter musste irgendwann aufgeben und humpelte nach Hause und er blieb halt stehen und schaute immer wieder auffordernd Richtung Wald.

Als er merkte, dass sie wirklich nicht zurückkommt, kam er dann in weitem Abstand hier ihr her, blieb immer wieder stehen und guckte.

Bis sie wieder zuhause waren, da kam er dann, nachdem er noch eine Weile auf der Auffwahr gesessen und die Haustür angestarrt hatte, mit rein.

Der wollte - sagt meine Mutter - unverkennbar spazieren gehen. Aber nicht alleine.

Ging halt leider nicht, in dem Moment. Aber er hat's versucht.
 
  • SaSa22
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  • toubab
Das waere ein buch für mich.
 
  • matty
Offensichtlich scheint sich der Hund aber doch im Haus selbst wohl zu fühlen, wenn er dort mit Halterin und ihm bekannten Leuten schmust? Deswegen kann ich der Vermutung, dass er nicht mit Menschen leben möchte, nicht so ganz folgen.
Die Beschreibung lässt genau das vermuten. Nur, wenn man sich dieser Aufgabe stellt, muss innerhalb von einem Jahr mehr passieren.
Vermeiden ist auf Dauer keine Lösung bei der es vorwärts geht. Irgendwann muss man zielgerichtet mit der Konfrontation beginnen.
Ich kenne mittlerweile sehr viele Fälle, wo das wunderbar geklappt hat.
 
  • Candavio
Tano zum Beispiel nutzt jede Gelegenheit zum Türmen, die er bekommt. Das hat aber sicher nichts damit zu tun, dass er Menschen nicht mag. Er würde auch wiederkommen, das könnte aber je nachdem, was er draussen vorfindet, Stunden oder länger dauern. Wenn ich ihn in solch einer Situation einsammeln möchte, wie bei den Shrimpschalen in Italien, versucht er auch, sich wegzuducken.
Genau wie Zabaione auch.
Drinnen bei Leuten, die er kennt, menschenbezogen wie noch was, interessiert er sich draussen nicht die Bohne für denjenigen, der hinten an der Schleppe hängt und ihn in seinem Vorwärtsdrang ausbremst... :rolleyes: .
Abgeleint würde er rennen bis er umfällt, auch sehr große Kreise, aber nicht wirklich abhauen
 
  • snowflake
Ich bin den Beiden heute Morgen übrigens wieder begegnet, und heute war es richtig nett. Der Hund war wieder ganz entspannt für seine Verhältnisse. Also ohne irgendwas von der Vorgeschichte zu kennen, wäre es einfach die Wahrnehmung eines zurückhaltenden Hundes gewesen.
Er hat wieder kurzen Nasenkontakt zu meinen und auch zu mir aufgenommen. Wir haben uns wieder ein wenig unterhalten, und irgendwann strich ich dem Hund über den Rücken. Als er ganz gelassen blieb, nicht den geringsten Ansatz zeigte, ausweichen zu wollen, hockte ich mich zu ihm, sprach ihn an und streichelte ihn. Als ich nach einer kleinen Weile damit aufhörte, rückte er nach, wollte augenscheinlich mehr. :)
Also ich muss jetzt wohl ganz klar einräumen, dass ich da mit meiner Beschreibung im ersten Post einer Ausnahmesituation aufgesessen bin.
 
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