Geschichte aus unserem Leben Teil 2

  • Tyson
Also,hier noch einmal eie witzige Geschichte geschrieben von meiner Frau!!

Sunny aber dachte gar nicht daran. Sie trampelte weiter wonnig mit den Pfötchen auf dem Plastiksack herum und genoss es, Markus leiden zu sehen.
„Hör lieber auf“, murmelte Tyson und schaute nervös von Sunny zu Markus.
„Nein, er soll leiden! So wie ich leide!“ schmollte Sunny. „Er braucht mir ja bloß etwas zu essen zu geben. Mehr nicht!“
Tyson der kleine Angsthase wusste genau, dass Sunny Markus bis aufs Blut reizte.
„DU BlÖDES VIEH!!!“ brüllte Markus. Er war so wütend! Endlich schwang er die Beine aus dem Bett und setzte sich auf die Bettkante. Sunny schaute ihm interessiert zu. „Stehst du nun endlich auf?“ fragte sie mauzend. Sie zog es vor, zu warten, bis er sich Richtung Tür in Bewegung setzen würde, da sie sich nicht sicher war, ob er jetzt aufstand um sie rauszuwerfen oder um sie endlich zu füttern!

Aber Markus rieb sich die Augen und stöhnte zweimal. Tyson tat, als würde er noch schlafen. Murphy auch. Allerdings brauchte Murphy nicht nur so zu tun. Er schlief wirklich noch.
Endlich setzte Markus sich in Bewegung. Er stand vom Bett auf. Sunny sah, dass er immer noch schwankte. Sie freute sich schon diebisch darauf, wenn Daniela nach Hause kam. Sie würde ihm erst einmal wieder den Kopf zurechtrücken. Am besten fand Sunny, dass Daniela nie mitleid zeigte, wenn Markus seinen Suffkopf auskurieren wollte. Sie kam auf die besten Ideen, wie Bäume schneiden, Beete anlegen in der prallen Sonne, Bilder oder Regale aufhängen, aber am besten gefiel es Sunny, wenn Daniela ihre Eltern an solchen Tagen einlud. Markus versuchte sich dann zusammenzunehmen. Und er litt, dass konnte man an seinem Gesicht so schön erkennen. Diese Tage liebte Sunny. Eigentlich fand sie es schade, dass Daniela nicht just in diesem Moment nach Hause kam. Na ja, man konnte nicht alles haben.

Markus griff genervt nach seinem T-shirt. Er sah sich suchend im Zimmer um. Endlich hatte er die Katze entdeckt. Mit großen Augen starrte Sunny zurück. Jederzeit bereit, schnell einen Fluchtweg auszuwählen und zu entkommen. Aber ... Markus torkelte an ihr vorbei Richtung Tür. „Ha, er hatte sich seiner Pflichten erinnert“, freute sich Sunny und lief schnell hinterher. Auf der Treppe konnte sie Markus einholen. Da Markus rechts auf der Treppe lief und sie nun links, musste sie schnell durch seine Beine huschen, um vor ihm in der Küche zu sein. Dieses Überholmanöver klappte sonst immer, nur leider heute nicht. Sie war schon durch die Beine durch, als sie einen festen Tritt auf den Rücken bekam. Sie sackte zusammen und schrie, als plötzlich etwas auf ihren Schwanz tratt. Ein weiterer Schrei. Sie blieb liegen.
Allerdings wurde ihre Aufmerksamkeit von ihren eigenen Schmerzen durch Markus abgelenkt. Denn der taumelte und versuchte der Katze auszuweichen, aber ohne erfolg. Er tänzelte über die restlichen drei Stufen und ... nachdem er sich endlich am Treppengeländer festhalten konnte, rutschte er noch mit einem Fuß weiter, landete unsanft auf den Fliesen, knickte um, schlug sich das Knie am anderen Bein am Treppengeländer und, da er das Treppengeländer nicht losgelassen hatte, und mit solcher Wucht rutschte und umknickte, schlug er sich auch noch die Rippen an dem Holzgeländer.
Markus hatte gerade wieder halt gefunden, als von oben ein weiteres Gepolter kam. Murphy und Tyson kamen zusammen die Treppe runtergerannt. Da Murphy wieder wie ein Irrer die Treppe runterkam und er Treppen sowieso nicht so richtig runterlaufen konnte, kam natürlich nicht zum Stoppen.
Er rutschte gegen Markus´ Beine und überschlug sich. Nur Tyson saß oben an der Treppe und schaute auf die Chaotengruppe am Ende der Treppe.
„Diese blöde Katze!“ fluchte Markus. Er hatte sich zwischenzeitlich auf die Treppe gesetzt. Er wusste nicht, ob er sich zuerst um seinen Knöchel oder um sein Knie kümmern sollte. Abgesehen, dass ihm die Rippen wehtaten und sein Hand. Sunny war schwer beeindruckt von Markus. So einen Tanz mit so vielen körperlichen Verletzungen und der Kerl fluchte nur ein bisschen. Alle Achtung. Allerdings hielt sie es für ratsamer, heute auf das Frühstück zu verzichten und schlicht sich heimlich vom Unfallort hinaus durch die Katzenlucke in die Freiheit.

„Hallo! Bin wieder da“, rief Daniela. Sunny hatte sie schon entdeckt. Jetzt kamen auch die Hunde schwanzwedelnd auf sie zu. „Ja, meine Süßen“, begrüßte Daniela die beiden und streichelte und klopfte beide. Dann endlich entdeckte sie Sunny. „Ja, Muschi, meine kleine Süße!“ Mit einem kläglichen „Miau“ sprang Sunny Daniela entgegen. „Och meine Süße! Hat Markus sich nicht um dich gekümmert? Hat er dich wieder nicht beachtet?“ säuselte Daniela und krauelte Sunny. „Genau“, bestätigte Sunny mit einem weiteren Miau. „Sehr witzig!“ rief Markus. „Deine Katze hat mich fast umgebracht!“ „Dann hast du sie bestimmt wieder geärgert!“ nahm Daniela ihre Katze in Schutz und ging ins Wohnzimmer.
Dort lag Markus auf dem Sofa. Es war Markus anzusehen, dass er gestern einen getrunken hatte, aber Daniela übersah das heute mal. Sie setzte sich zu Markus. Gab ihm einen Kuss, leider stützte sie sich dabei auf seine kaputten Rippen ab, Markus krümmte sich vor Schmerz, so das Daniela und er mit den Köpfen zusammenstießen. Daniela wich zurück und setzte sich dabei auf Markus umgeknickten Fuß. Markus schrie erneut auf vor Schmerzen. Als er versuchte, seinen Fuß unter Daniela rauszuziehen, knallte er mit seinem angeschlagenem Knie an die Tischkante. Markus sagte jetzt gar nichts mehr. Er war den Tränen nahe und Daniela auch. Allerdings bei ihr vor lachen. Sie prustete los und konnte nicht mehr aufhören. „Sehr witzig!“ zischte Markus und hatte sich entschlossen, jetzt sein Knie zu halten. „Das ist nicht witzig!“ zischte er mit schmerzverzehrten Gesicht. Aber, obwohl er angeblich solche Schmerzen hatte, stimmte er mit in das Gelächter ein. Sunny schaute sich diese Szene an und fand es ebenfalls lustig. Außerdem war für sie klar, dass alle Männer unwahrscheinlich wehleidig sind. Um ihren Rücken und ihren Schwanz kümmerte sich ja schließlich auch niemand. Und Markus war gewiss kein Federgewicht im Gegenteil! Aber ... na ja, wir Frauen halten eben viel mehr aus. Markus hingegen war wie seine Hunde! Wehleidig und tollpatschig. Wie sonst kann man sich so viele Verletzungen gleichzeitig zuziehen?

Daniela pflegte Markus so gut es ging. Sie brachte ihm Eispakete, die er sich auf das Knie und auf den Knöchel legen konnte. Sie brachte ihm etwas zu trinken, etwas zu essen und nach ungefähr sie ungefähr das zehnte Mal für ihn aufgestanden war um etwas zu holen, ließ sie ihn allein und meinte, dann könnte er sich am besten erholen.
Sunny fand das Prima, denn so konnte sie mit Daniela auf dem Schreibtischstuhl im Büro platz nehmen und sich dabei kraulen lassen.

Während der laufenden Woche gab es immer wieder ärger zwischen Markus und Daniela. Am meisten nervte Markus. Er lief durch die Wohnung und zog ein Gesicht, wie ein kleines Gesicht. Vorwurfsvolle Blicke warf er Daniela zu. Diese aber lächelte ihn immer nur an und sagte: „Nein!“ mehr nicht.
Sunny verstand das alles nicht. Allerdings hatte sie auch nicht besonders viel Zeit. Es war Frühjahr und somit gab ein Menge zu jagen draußen. Vor allem ein Baum hatte es ihr angetan. Der Baum hatte einen so glatten Stamm ohne kleine Äste, dass Sunny zwar raufklettern konnte, aber nicht so hoch, wie sie gerne wollte. Aber ausgerechnet auf diesem Baum saß seit zwei Tagen ein kleiner Vogel. Der hüpfte herum und trällerte ein Lied nach dem anderen. Einfach nur empörend!!!
Worum es also bei Daniela und Markus ging, konnte Sunny nicht erkennen. Auch Tyson konnte ihr nicht genau erklären, worum es ging. Er hatte geschlafen und war erst von der hitzigen Diskussion wachgeworden, so dass ihm der Anfang fehlte. Na ja, und Murphy brauchte sie gar nicht erst zu fragen, der wusste sowieso nicht etwas. Manchmal wunderte Sunny sich, dass er überhaupt wusste, wer er war, allerdings war sie sich da auch nicht so ganz sicher.

Am Freitag war es denn so weit. Daniela kam mit einem großen Paket nach Hause. Es muss etwas tolles in diesem Paket drin gewesen sein, denn Markus machte einen Freudentanz. Er hüpfte durchs Wohnzimmer und küsste Daniela immer wieder. Sunny schlüpfte in den leeren Karton. Sie freute sich über den Karton. Sie fand es toll, in Kisten und Körben sich zu verstecken. Aber, was in diesem Karton drin gewesen war, fand sie so auch nicht raus.
Abends kam Sascha. Ein Freund von Markus.
„Wir können Boxen gucken!“ jubelte Markus und führte Sascha ins Wohnzimmer. „Daniela hat Premiere mitgebracht!“
„Echt?! Klasse!“ freute sich auch Sascha. Sunny hingegen spitzte die Ohren. Wer war denn Premiere? Aufmerksam kam sie ins Wohnzimmer und schaute in allen Ecken nach. Nicht das die hier noch ein Tier anschleppen. Es war so schon zu wenig Platz auf dem Sofa. Vor allem wenn auch noch Besucher da waren. Sunny inspizierte das ganze Wohnzimmer. Hier war niemand. Vielleicht konnte sie noch etwas über Premiere erfahren, wenn sie den beiden Männern zuhörte. Und wenn sie dann wusste, wo dieser Premiere steckte, dann würde sie kurzen Prozess mit ihm oder ihr machen. Das stand schon mal fest.

Aber sie wurde auch nicht schlauer. Markus und Sascha tippten wie die Wilden auf der Fernbedienung herum und schauten abwechselnd in die Fernsehzeitung. Ab und zu rief einer der beiden: „Den will ich sehen!“ aber kein Hinweiß darauf, wo denn nun dieser Premiere steckte. Sunny begann sich zu langweilen.
Gegen abend hatte Sunny die Nase gestrichen voll. Sie hatte entschieden, dass ihr die oder der Premiere ja früher oder später über den Weg laufen würde und sie ruhig wieder auf ihren Vogel auf dem Baum aufpassen konnte.

Es war so gegen 22.00 Uhr. Markus, Daniela, Sascha, Murphy und Tyson saßen im Wohnzimmer zusammen. Sunny schlüpfte stolz durch die Katzenlucke. Ohne auch nur das kleinste Geräusch zu verursachen, schlich sie durch die Küche, durch den Flur und dann ins Esszimmer. Sie konnte nur Saschas Füße sehen, aber sie wusste genau, dass die anderen ebenfalls dort waren. Sie setzte sich in den Durchdruch zum Wohnzimmer und wartete ab.
Es dauerte auch nicht lange, da kam Bewegung in die träge Truppe.
„Ich glaube, Eure Katze hat eben etwas laufen gelassen!“ merkte Sascha an und zog rasch die Füße hoch. „Was?“ Markus war vollkommen im Fernsehen vertieft gewesen. „Da! Eine Maus!“ Daniela sprang mit den Füßen auf das Sofa. Sie drückte sich an die Wand. „Mach die weg!“ schrie sie und strampelte mit den Füßen. „Aber doch nicht jetzt! Der Kampf geht gleich los!“ Markus zeigte ihr einen Vogel, aber da hatte Markus nicht daran gedacht, dass die Maus nicht für ihn gedacht war, sondern für Tyson und Murphy!
Die beiden ließen sich auch nicht lange bitten. Sie sprangen vom Sofa auf. Murphy riss dabei die Tischdecke mit, allerdings konnte Sascha die Flaschen darauf noch gerade festhalten. Es begann eine gnadenlose Jagd. Sunny schlich vorsichtig ins Wohnzimmer, setzte sich auf die Fensterbank und sich da treiben amüsiert an.
Murphy versucht die kleine Maus als erster zu erwischen. Allerdings hatte er wieder nicht daran gedacht, dass ein Amstaff nicht gerade zu der Art von Hunden gehörte, der mal schnell unter das Sofa passt. Allerdings lies er sich davon nicht beirren. Er drückte seine Nase fest in den Spalt zwischen Sofa und Fußboden. Immer wieder stieß er mit dem Kopf zu. Endlich hob sich das Sofa, dass er den Rest des Kopfes auch da unter stecken konnte. Aber bevor er seinen Körper unter das Sofa ziehen konnte und somit der Maus näher zu sein als alle anderen, packte ihn plötzlich jemand an seiner Rute. „Sag mal, spinnst du?“ fuhr Markus ihn an und zog Murphy zurück. „Du passt da nicht unter!“ erklärte ihm Daniela und hielt ihn weiter fest. Murphy wehrte sich auf das Äußerste, allerdings ohne Erfolg. Tyson rannte immer noch hinter der Maus her. Er war so aufgeregt, dass er gar nicht wusste, was er machen sollte. Eine Maus in seinem Wohnzimmer. Allerdings platzte Markus schon wieder der Kragen. Er griff nach einem Badmintonschläger und wies Sascha an, die Hunde in den Flur zu sperren. Sascha zog die beiden sich wehrenden Hunde hinter sich her in den Flur. Endlich konnte man sich einen Überblick verschaffen. Markus und Sascha stand bereits der Schweiß auf der Stirn.
„Aber nicht tot machen!“ sagte Daniela und stand immer noch auf dem anderen Sofa. „Pass mal auf“, wetterte Markus, „ich will jetzt boxen gucken und niemand! Ich wiederhole niemand auch nicht diese Maus hält mich davon ab!“ Sunny konnte schlich noch etwas näher ran. Jetzt wird es interessant. Daniela sah nur auf den Badmintonschläger, der drohend vor ihrer Nase hin- und herwedelte. Als Markus ihrem Blick folgte, merkte er erst, dass er ja noch diesen Schläger in der Hand hielt. Mit einem verlegenen Lächeln versuchte er sich zu entschuldigen. „Ähm ... ok! Nicht tot machen!“ wiederholte er Danielas Wunsch und drehte sich um. Er hatte stark damit zu kämpfen, nicht die Fassung zu verlieren. Wie sollte er bloß diese Maus fangen (ohne sie zu töten) und dabei den Boxkampf mitbekommen??
Sunny fand es lustig, wie Sascha und Markus nun auf allen vieren über den Fußboden krappelten und versuchten, die Maus ausfindig zu machen. Dabei sagte Markus immer wieder: „Los Sascha! In zwei Minuten geht es los!“
Na ja, da Markus ja so verzweifelt war, wollte Sunny ihm auch mal helfen. Sie sprang hinter den Fernseher, packte die Maus in ihrem Versteck und warf sie wieder in die Mitte des Raumes. „Da!“ schrie Daniela und zeigte mit der einen Hand vor den Fernseher, während sie mit der anderen ihr Kissen umklammerte. Sunny schaute skeptisch zu ihrem Frauchen. Mit blassem Gesicht stand Daniela in einer Schlapperhose, einem weiten T-shirt, Ringelsöckchen und einen Kissen umklammert auf dem Sofa. Langsam wurde ihr das ganze unheimlich. Aber was soll´s. Markus und Sascha hatten mittlerweile die kleine Maus umzingelt. Sunny erinnerte dieses Umkreisen sehr stark an die kleinen Kinder draußen. Die spielten immer Drachentöter und führten sich genauso auf.
Am Ende tötete Markus die Maus doch. Er wollte eigentlich die Maus vorsichtig festhalten mit dem Schläger, aber in der Aufregung, die Boxer standen schon im Ring, hatte er wohl zu doll zugeschlagen. Jedenfalls war die Maus tot. Sie musste nicht leiden, hatte er noch zu Daniela gesagt und die Maus draußen in der Mülltonne entsorgt. Strahlend kam er ins Wohnzimmer zurück. Auch Sascha saß stolz auf dem Sessel. Nur Daniela saß betrübt auf dem Sofa.
Och Mensch, dachte Sunny, nu isse traurig. Sunny sah sich die Gesichter der drei an. Markus und Sascha sahen so stolz und glücklich aus. Vielleicht schafft sie es ja, auch diesen Ausdruck auf Danielas Gesicht zu zaubern. Ihr kam da auch schon eine Idee.
Schnell rannte sie durch den Flur, in die Küche durch die Katzenlucke nach draußen.

Im Wohnzimmer hatten sich zwischenzeitlich alle wieder beruhigt. Nachdem Tyson noch einmal das Wohnzimmer gesichert hatte, entschied er, dass keine Maus mehr da war und dass jetzt wieder Schlafenszeit sei. Murphy vertraute Tyson zwar, aber ihm war durchaus bewusst, dass Tyson langsam alt wurde. Also, kontrollierte er das Wohnzimmer noch ein weiteres Mal, konnte aber auch nicht verdächtiges feststellen.
Er nahm ebenfalls seinen alten Platz neben Daniela auf dem Sofa ein.
Der Boxkampf verlief gut. Markus, Daniela und Sascha saßen wie gebannt vor dem Fernseher. Alle waren mitten im Kampf, als plötzlich etwas gegen die Fensterscheibe im Esszimmer knallte. Alle drei sprangen auf und ...
Nichts war zu sehen. Also setzten sich Markus und Sascha wieder. Bloß nichts von dem Kampf verpassen. „Was war das?“ fragte Daniela und schaute noch einmal genauer durch die Scheibe.
„Wahrscheinlich ein Vogel von außen!“ murmelte Markus und boxte schon wieder mit.
„Um die Zeit? Es ist fast elf und es ist dunkel!“ zweifelte Daniela.
„Was denn sonst? Auf jeden Fall war es außen!“ bestimmt Markus.
„Aja, und deshalb liegen auch hier drinnen die Federn!“ stimmt Daniela Markus sarkastisch zu.
„Nicht jetzt Spatz!“ murmelte Markus. „Gleich ist pause!“
Aber bis zur Pause kamen sie dann nicht mehr. Etwas flatterte auf Daniela zu und verfing sich in ihren Haaren. Daniela schrie auf und versuchte das Tier loszuwerden. Sunny wollte Daniela helfen, nahm Anlauf und rannte Danielas Körper rauf. Natürlich benutzte sie ihre Krallen, aber es war ja schließlich ein Notfall. Noch bevor Sunny allerdings bei dem Vogel ankam, stand schon Markus neben Daniela. Er schlug mit der Hand nach Sunny und diese fiel auf den Boden. Lieber weg, dachte sie sich und brachte sich unter dem Esszimmertisch in Sicherheit.
Markus versuchte den wildgewordenen Vogel aus Danielas Locken zu befreien. Jedenfalls behauptete das Daniela. „Du hättest lieber mich vor diesem Vogel retten sollen!“ heulte sie später. „Das habe ich doch!“ verteidigte sich Markus. „Ne, hast du gar nicht! Du hast mir die ganzen Haare ausgerissen nur um diesen Vogel ...“ den Rest konnte Sunny beim besten Willen nicht verstehen. Er ging unter in schluchzen und heulen.
Markus hatte den Vogel frei bekommen, allerdings wehrte sich der Vogel heftig und Markus lies ihn los. Noch während er Daniela tröstete, die nahe daran war, einen Nervenzusammenbruch zu erleiden, griff Sascha nach dem Vogel. Allerdings leider daneben. So flog der Vogel quer durch das Wohnzimmer und in seiner Panik lies dieser dann auch noch etwas fallen. Dieses Etwas fiel genau in Markus sein Colaglas. Jetzt half gar nichts mehr. Markus lies Daniela heulend und jaulend einfach stehen. Tyson rannte nach oben schauend hinter dem Vogel her. Murphy hingegen hielt sich für eine Gazelle. Er sprang hinter dem Vogel hoch und es war ihm total egal, das er fast in der Glasvitrine gelandet wäre. Auch die Stereoanlage war nicht gerade sicher vor diesem Hund. Sunny beschlich allmählich der Verdacht, dass es keine besonders gute Idee war, Daniela und Markus mit einem Vogel zu beglücken. Aber war sollte sie denn sonst anschleppen. Daniela mochte ja scheinbar keine Mäuse! Letztens hatte Sunny beobachtet, wie Daniela ganz begeistert von den kleinen Lämmchen auf der Koppel gegenüber war. Aber ... die konnte sie doch nicht herbringen, oder??!
Sunny entschied sich, dem treiben ein Ende zu machen. Sie nahm Anlauf, sprang ab und ... prallte in der Luft, gerade als sie den Vogel packen wollte, mit Murphy zusammen. Beide fielen auf den Boden wie Steine. „Blöder Hund!“ fauchte Sunny gleich und verpasste Murphy erst einmal eine auf die Nase. „Du hast hier nicht rumzuspringen! DU BIST EIN HUND!“ versuchte sie ihm klarzumachen. Ein Blick in seine Augen, sagte allerdings, dass er wieder nichts kapiert hatte.
Während dessen hatte Markus den kleinen Pipmatz gefangen. Er hielt ihn vorsichtig in der Hand. Er streichelte den kleinen und redete auf ihn ein. „Den kannst du tot machen!“ wetterte Daniela. Dieser Vogel hatte ihr doch ganz schön den Kopf zerkratzt. „Deine Katze, die werde ich gleich tot machen!“ wetterte Markus zurück und setzte den kleinen Vogel auf einen Baum. Sunny spürte die feindliche Stimmung im Zimmer und zog es vor, ein wenig frische Luft zu schnappen.
Den Rest vom Boxkampf konnten die drei aber dann in Ruhe sehen.
Allerdings, als Sascha nach Hause fahren wollte, nahm er Markus kurz zur Seite. „Nächstes Mal schauen wir aber bei mir, ok?!“





Grüße an alle

Tyson
 
  • SaSa22
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Hi Tyson :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Sunny73
Soviel Spaß hatte ich schon ewig nicht mehr *tränen lach*.... Bei Euch scheint ja echt immer was los zusein?!

Dani, Du bist genial... wie Du diese Geschichten schreibst.... *lach* ich glaube ich werde es auch mal versuchen, denn von damals, als Darius noch ganz jung war gibt es auch so eines zu berichten...

*sich nicht wieder einkrieg*

Bis späddaaa....


Sunny the


Melanie & Staff-Bull Darius

Mail to: SunnyHH@gmx.net
http://www.sunny73.de.vu
 
  • bickrottis
nach dem Lesen gestern konnte ich nicht mehr schreiben, mir liefen vor Lachen die Tränen !!!
Der zweite Teil ist ja noch schärfer als der erste !!!
Einfach spitzenmäßig !!!

immer noch lachend, weil eben nochmal gelesen : Vera

 
  • Strawberry
Man, ich hab´ mich sogar bei Rauchen eben verschluckt. Der Anfang dieses Teils war am Besten. Ja, ja der liebe Suff !!! :))))

Bis dann
Sylvia & Kira
 
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