Information ausblenden
Sag mal,
kennst du schon unseren beliebten kostenlosen Futtercheck, bei dem du zudem noch gratis Futterproben erhalten kannst? Probier's aus! (Link öffnet in neuem Tab)
Information ausblenden

Möchtest du auf dieses Thema antworten?

Nach einer schnellen und kostenlosen Registrierung kannst du dies tun!

Erziehung, beschäftigung, aktivitäten richtig dosieren

  1. Hallo,

    nachdem ich hier die ein oder andere frage gestellt habe, muss ich mir eingestehen nicht halb so viel von hunden zu wissen, wie ich es eigentlich gedacht habe.

    Mein Staff Rüde ist nun 11 Monate alt.
    Ich habe ihn seit er 14 Wochen alt ist und anfangs war er wirklich der absolute Mittelpunkt meines Lebens. Ist er selbstverständlich immer noch, allerdings beziehe ich die Aussage „Mittelpunkt“ auf meine Aufmerksamkeit die ich ihm gewidmet habe. Ich bin selbstständig und arbeite von zuhause. Da ich meine Arbeitszeiten selber einteilen kann, ging die Aufmerksamkeit die er bekommen hat quasi ins unermessliche. Ich war mit ihm bereits 2 Monate in der hundeschule (Gruppen Unterricht), was sich aber als nicht hilfreich erwiesen hat und ich deshalb gekenzelt habe.
    Der kleine war total abgelenkt, da er gewohnt ist mit anderen Hunden spielen zu dürfen, oder sie zumindest zu begrüßen. Dort war Programm das die Hunde sich von Anfang an nicht berühren durften.
    Ich würde behaupten, mein Hund hat eine starke Bindung zu mir. Er kuschelt sich gerne bei mir an, obwohl er gar kein Schmuser ist, er läuft mir immer hinterher, er bleibt super alleine, heult allerdings wenn nur ich die Wohnung verlasse und noch jemand zuhause ist etc. Mein hundetrainer meint allerdings, das er gar keine Bindung zu mir hat, da er mich beim Gruppen Unterricht komplett ignoriert und eine Stunde versucht pur seinen Kopf durchzusetzen. Sprich - nicht Sitz, Platz und auf mein Kommando warten, sondern um jeden Preis zu den anderen Hunden laufen (oder es zumindest versuchen).
    Nach 2 Monaten ohne Besserung wurde mir das ganze zu doof, da ich alles versucht und geübt habe was mir aufgetragen wurde und es sich trotzdem kein bisschen gebessert hat.
    Da wären wir auch bei einer wichtigen Frage: könnt ihr mir eine gute hundeschule in hürth (Kölner Raum) empfehlen? Am besten eine, die ihn auch bis zum erreichen des zweiten Lebensjahr vom Maulkorb befreit?
    Das nächste Thema wäre Auslastung.
    Ich hielt es seit einer Woche für eine gute Idee, seinen bewegungsdran mit dem Fahrrad zu stillen. Davon wurde mir grade in einem anderen Thread schon stark abgeraten, was ich auch angenommen habe. Somit meine nächste frage: wie viel Auslauf am Tag (Kilometer) sind für einen Hund in seinem Alter „normal“ bzw. Artgerecht und ausreichend?

    Was kann ich abgesehen vom normalen Spaziergang noch zu seiner Auslastung tun? Ich weiß das ihn Kopfarbeit besser auslastet, als körperliche Anstrengung. Allerdings erweist sich das bei mir in der Praxis immer als ein bisschen schwierig. Ich kann ja nicht stupide mit ihm Grundübungen üben. Also konkrete Vorschläge wären an dieser Stelle super!

    Wie übe ich impulskontrolle mit ihm am besten? Das ist unsere große Schwachstelle.

    Er war halt gewohnt zuhause im Mittelpunkt zu stehen und jetzt kriegt man das schwer wieder raus. Wie gewöhne ich ihm das ab? Wie hat er sich zuhause zu verhalten, wenn zbs. Besuch kommt, oder wir vom spazieren wiederkommen?

    Er hat von heute auf morgen angefangen an der Leine zu Ziehen. Alle versuche das zu unterdrücken sind gescheitert. Wirklich funktionelle Tipps? Geht jetzt schon locker 3 Monate so.

    Wie schaffe ich es das er an anderen Hunden vorbei läuft? Er hat (bis jetzt) keinerlei Aggressionen, allerdings will er immer mit allen Hunden spielen und sie begrüßen. Nur leider ist da ja nicht immer im Interesse von allen Parteien, oder auch einfach nicht angebracht.

    Und zu guter letzt - wie erreiche ich seine Aufmerksamkeit? Mein hundetrainer sagte immer, das mein Hund durch mich durch gucken würde. Das kann ich auch eigentlich nicht leugnen, da er sich aufmerksamkeitstechnisch einen schei* für mich interessiert, wenn andere Reize auf ihn wirken.

    Das waren dann jetzt doch einige Fragen und ein ganz schön langer Text. Aber ich glaube, ich könnte ewig so weiter machen. Allerdings würde es mir glaube ich schon mal sehr helfen diese Baustellen abzuarbeiten. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. ;)

    Ich Danke schonmal im Voraus und bin gespannt auf eure Erfahrungen und Tipps.
    Eine gute hundeschule würde mir glaube ich schon mal sehr weiterhelfen.

    Liebe Grüße
    Bluelinedaddy
     
    #1 BluelineDaddy
  2. Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund...



    Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

    Hier der Link zu ihrer Seite!
    Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

    Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte!

    LG Meike

    --
    Es gibt nur eins, was besser ist als ein Hund – zwei Hunde!
     
     mehr erfahren Hinweis: Dies ist eine Werbeanzeige. - Bild: © Jeroen van den Broek - fotolia.com
  3. :hallo:

    Zuerst mal: was wurde dir denn in der Hundeschule aufgetragen wie du üben sollst? Wie hast du bisher mit dem Hund gearbeitet?
    Es spricht nicht unbedingt für die Hundeschule, dass keine der aufgetragenen Übungen gefruchtet hat. Ich würde auch eine andere HuSchu / Verein / ... aufsuchen, allerdings kann ich dir nichts empfehlen, ich komme nicht aus deinem Eck.

    Der kleine ist jetzt 11 Monate alt, der ist pubertär und versucht natürlich seine Interessen durchzusetzen, zu testen.
    Für mich klingt es ein bisschen so, als wärst du wenig konsequent gewesen in der bisherigen Zeit, das kommt jetzt zurück.

    Bei mir gilt grundsätzlich folgendes, egal ob bei (Grund)Gehorsam, Impulskontrolle oder Leineziehen:
    Erst muss mein Hund verstehen was ich eigentlich von ihm will.
    Hat er es verstanden, lernt er dass es toll ist wenn er es richtig macht.
    Und dann lernt er dass es negative Konsequenzen für ihn hat wenn er es nicht macht.

    Geduld, Souveränität und Konsequenz sind für mich das A und O.


    Impulskontrolle fängt man klein an. Man kann nicht vom Hund erwarten, dass er direkt dem Impuls standhalten kann zu anderen Hunden zu gehen - vor allem wenn er es bisher doch durfte.
    Ich hab das schon im Welpenalter langsam begonnen: sitzen bleiben bis ich es sage bevor er an den Futternapf geht; warten bis ich es sage bevor man das Spielzeug nimmt und weiter spielen darf; das Kommando "warte" beim leckerli nehmen (natürlich nicht immer, aber zur Übung) ; nicht einfach leckerli / Futter nehmen das auf den Boden gefallen ist, sondern warten bis ich es freigebe, usw usw
    Das kann man mit der Zeit dann immer weiter steigern, den standzuhaltenden Impuls vergrößern, die Trieblage steigern in welcher man dann Kontrolle verlangt usw.


    Zur Begegnung mit Hunden an der Leine:
    Meiner durfte an der Leine grundsätzlich keine Hunde begrüßen und es durfte auch keiner zu ihm hin.
    "Kontrolliert" hab ich das über die Leinenführigkeit, daran würde ich an deiner Stelle zuerst arbeiten. Denn wer anständig an der Leine geht und das auch verinnerlicht hat, der zieht auch nicht zu jedem x-beliebigen Hund hin.

    Mit der Aufmerksamkein hatte ich ehrlich gesagt keine Probleme, ich hab mich aber von Anfang an auch spannend gemacht draußen. Wenn etwas tolles passiert ist oder etwas neuer erkundet wurde, dann immer mit mir.
    Ich denke das hat viel gebracht.
    Zusätzlich habe ich den zunächst "zufälligen" Blick zu mir bestätigt, woraufhin der Hund das Verhalten öfter zeigt.
    Ein "Schau"-Kommando habe ich nicht.


    Aber jeder macht das anders, es gibt viele, viele Ansätze. Das hier ist nur ein kleiner Einblick in meinen :)
     
    #2 Yuma<3
  4. Die Frage ist halt auch, wie oft übt man das zu Hause und draussen unter Ablenkung, ausserhalb der Hundeschule. 2 Monate für Pubertierenden Hund ist ja nun nicht wirklich lange.

    Wir sind ja jetzt noch in einer Plauschgruppe, um eben die Impulse noch besser in den Griff zu bekommen. SBT sind da ähnlich gepolt wie deiner. Bei meiner Hündin sinds allerdings die Menschen, die sie immer begrüssen will, die Hunde auch, aber erst der Mensch.
    Das funktioniert bereits so, dass Leute, die sie nicht direkt ansprechen oder ansehen, normalerweise ignoriert werden, was bei Chili schon ein riesen Fortschritt ist. Vor einem halben Jahr wäre sie jedem nach gerannt und an ihm hoch gesprungen.

    Als erstes musst du dir klar sein, was du schlussendlich eigentlich von deinem Hund möchtest. Ich persönlich mag die "klassischen Hundeplätze" mit Unterordnung nicht. Das liegt mir einfach nicht. Grob gesagt, sie soll anständig an der Leine gehen, der Rückruf muss sitzen und sie soll warten, wenn das nötig ist. Und es wäre schön, wenn sie so sozialverträglich bleibt. Sie ist jetzt 14mte alt und wir haben noch keines der Ziele wirklich zuverlässig erreicht. Anständig an der Leine gehen, das klappt, solange eben die Aufregung (da sind wir dann bei der Impulskontrolle) noch überhand gewinnt. Freilauf ist sie darum praktisch immer an der Schleppleine. Warten ist auch nicht ihre Stärke, das macht sie zwar, aber mit "motzen".

    In der Plauschgruppe machen wir Übungen zur Impulskontrolle (und wenn es nur freies ablegen, neben den anderen Hunden ist und 1min warten), Suchspiele, Denkaufgaben, "Tricks".
    Chili kann mittlerweile sitz, platz, links und rechts herum drehen, aus, schau, verbeugen, Kopf auf Kommando hinlegen, usw jetzt sind wir mit "verstecken" dran, wo der Hund seinen Kopf zwischen den Pfoten verstecken soll. Ich arbeite mit Clicker. Ausserdem sind wir dabei "aufräumen" zu üben, also dass sie ihre Spielsachen in eine Kiste packt.
    Sie ist dabei zu lernen Sachen für mich aufzuheben und sie liebt es zu suchen. Also wir machen Geruchsdifferenzierung. Erst nur mit einem Geruch (bei uns wars erst ein Teebeutel in einem Becher), dann kommt ein zweiter zu usw. Das kann man beliebig ausdehnen. Und ja, das macht sie müde. Körperlich würde die auch rennen, bis sie umfällt, danach macht sie zu Hause aber immer noch den Kasper. 5min Kopfarbeit macht mehr müde als eine halbe Stunde normaler Spaziergang.

    Impulskontrolle ist auch, wenn du mit ihm spielst, mit dem Zergelseil zum Beispiel und er auf Kommando gleich aus gibt UND dann auch wieder runter kommt und nicht an dir hochspringt, weil er mehr will. Oder Zergelseil nach dem Spiel 5m vor ihm hinlegen, während er warten muss, dann hinschicken und ihn holen lassen. Es fängt mit Kleinigkeiten an.

    Apportieren ist auch was tolles. Entweder mit Futterbeutel oder mit 2. Spielzeug. Bei uns funktioniert, das mit dem 2. Ball am besten. Einer wird geworfen (ich benenne die auch gleich, damit sie sie dann unterscheiden kann), Hund kommt mit dem zurück (wenn nicht, nimm den zweiten und mach ihn interessant) und der 2. fliegt gleich, sobald ich den 1. in der Hand hab.

    Nächsten Frühling (wenn sie weiter solche Fortschritte macht) werden wir das Mantrailing richtig anfangen
     
    #3 pat_blue
  5. Achso, hatte ich vergessen zu schreiben.
    Meiner ist auch ein Amstaff Rüde.

    Mit 11 Monaten konnte er zuverlässig an der Leine gehen ohne zu ziehen und auch ohne Murks an anderen Hunden vorbei.

    Das Hinrennen hab ich halt von Anfang an gedeckelt weil ich das auf keinen Fall haben wollte. Die "Frage" das auszutesten kam in der Pubertät deshalb bei uns gar nicht mehr auf.
     
    #4 Yuma<3
  6. Darf ich mal eine ketzerische Frage stellen?

    Glaubst du, seine Bindung zu dir sei gut? Oder ist deine Bindung zu ihm gut?

    Okay, das mag ein wenig fies klingen, aber achtet er auf dich oder du auf ihn?

    Denn dann könntest du ihn besser auf dich fokussieren, wenn andere Hunde im Spiel sind.
     
    #5 christine1965
  7. Schleppleine dran und wenn er zu anderen Hunden möchte zurück rufen, nach Möglichkeit schon vorhereinen großen Bogen außen rum gehen, das ist für ihn leichter auszuhalten. Hört er nicht gibts einen leichten Impuls mit der Leine. Reagiert er dann noch immer nicht würde ich ihn einsammeln gehen und dabei die Leine verkürzen. Schleppleine nur mit Geschirr verwenden. Wobei, ist es in NRW erlaubt ihn an der Schlepp zu führen, oder ist die zu lang?

    Er muss lernen, dass nicht hören keine Option ist. Kommandos die du gegeben hast werden durchgesetzt und zwar mit liebevoller Konsequenz.

    Die Fragen, die du stellst sollte dir ein guter Trainer allerdings alle beantworten können.
     
    #6 Gamergirl
  8. Zum Üben gab es ja schon viele hilfreiche Tipps von Usern ,genau solche Hunde in dem Alter haben, bzw da gerade durch sind.
    Ich würde aber zuerst das Hauptproblem angehen und dann wird dein Trainer vllt. nicht so Unrecht haben. Klar, eine sehr ausgeprägte Bindung wird wahrscheinlich da sein, jedoch so gut wie keine Beziehung.
    Wenn es so ist, dann sind all die Übungen für die Katz. Der Hund muss erst mal lernen, mit dir ein Team zu werden. Er muss erfahren, dass all das, was ihr so tut, von dir kommt, dass du die spannende Person bist, die etwas mit ihm macht.
    So, wie du es beschreibst, samt der Kommentare seines Trainers, würde ich weniger über die km pro Tag Nachdenken, als darüber, wie du in diesem Fall mal wirklich, (mir persönlich liegt das nicht so), den Außenfikus seines Hundes gering halten kannst, indem auch auf den Spaziergängen viel Gemeinsames passiert. Ebenso beim Suchen. Das sollte in dem Fall auch so sein, dass ihr den Erfolg in Teamarbeit habt.
    Es wäre schon interessant zu erfahren, was der Trainer euch geraten hat, denn für mich klingt das, was ich lese, eher nicht daneben.
    Und denke daran, weniger ist mehr. Sehr ausgedehnte Ruhezeiten an Tag sind nötig. Da ist dann wirklIche Ruhe angesagt, also auch kein Hinterherlaufen zu Hause z.B.
     
    #7 matty
  9. Genau, Hunde sind eiskalte Opptortunisten. Das was du ihm im Austausch für ein gewünschtes Verhalten gibst, muss besser sein als seine Handlungsalternative. Sprich: Du willst, dass dein Hund aufhört zu Schnüffeln und zu dir kommt, Schnüffeln ist für ihn total interessant. Wenn aber die Möglichkeit besteht, dass er etwas Besseres bekommt (sei es ein Leckerlie, ein Spielzeug oder einfach ein Spiel mit ihm), lohnt es sich für ihn zu kommen.

    Würdest du arbeiten, wenn du keine Belohnung (also ein Gehalt) dafür bekommst? Vermutlich nicht.
     
    #8 Gamergirl
  10. Erstmal Danke ich euch für eine Hilfe!
    Ihr seid wirklich ein tolles Forum, wenn man sich hier nicht grade wie der letzte depp hinstellt. :toll:

    Wie genau sieht für euch eine liebevolle Konsequenz aus? Ich kann einen Impuls an der Leine geben und ich kann auch dran reißen, das interessiert den Werten herr recht wenig in diesem Moment.
    Also für alle Sachen die mir wichtig waren, war ich immer konsequent! Dazu hat leider nicht gehört, ihn von anderen Hunden fern zu halten. Grade wegen der Unverträglichkeit mit Artgenossen, dachte ich so viel Kontakt zu anderen Hunden wie möglich wäre gut. Vor allem viele verschiedene Hunde und das wird mir jetzt natürlich zum Problem.
    Ich habe natürlich eine schleppleine und die ist hier auch ganz legal in NRW. Hab noch nie etwas von einer Verordnung gehört, die vorschreibt, wie lange eine Leine sein darf. :sarkasmus:

    Und ja Christine, ich würde behaupten das mein Hund definitiv eine Bindung zu mir hat. Ich interessiere ihn sehr, nur leider nicht, wenn draußen andere Hunde kommen. Das ist als ob man n Schalter umlegen würde. Ansonsten bin ich sein absoluter Mittelpunkt.

    Wie oft übe ich zuhause oder draußen?
    Draußen - bis zu 3x jeden Tag
    Zuhause - ebenfalls so
    Das mit den leckerchen hinlegen und nicht nehmen - alles schon gemacht. Klappt recht gut. Ebenso Futter hinstellen und über einen bestimmten Zeitraum nicht dran gehen, Spielzeug das selbe etc.
    Draußen beim Spaziergang Sitz und warten bis ich ihn Abrufe mache ich auch immer wieder. Das klappt alles wunderbar.

    Ich muss auch dazu sagen, er ist anfangs ohne Leine gelaufen, da das einfach viel besser geklappt hat (außer halt an der Straße, aber ich wohne direkt an einem riesigen Feld mit Wald etc.). Er ist noch nie abgehauen, deswegen haben wir das eigentlich auch lange so beibehalten.

    Wie reagiere ich denn, wenn die schleppleine dran ist, mir hunde entgegen kommen und ich mich sogar auf den Kopf stellen könnte und er trotzdem nicht aufhört zu ziehe?

    Ich hoffe hier findet sich noch jemand, der mir eine vernünftige hundeschule empfehlen kann. Ich will nämlich auch keinen Soldaten. Lediglich sitz, Platz, aus, hier, nein und Fuß sollen sitzen. Ansonsten darf er seinen sehr schönen Charakter gerne in vollen Zügen ausleben.

    Liebe Grüße
     
    #9 BluelineDaddy
  11. Dein letzter Satz ist natürlich vollkommen richtig und das schnüffeln nervt wirklich. Er ist eigentlich durchgehend mit der Nase auf dem Boden verankert und dann auch sehr schwer zu erreichen...
    allerdings hat das mein Trainer auch alles Probier, mit leckerchen ist er draußen nicht wirklich zu kriegen. Mit Spielzeug leider gottes auch nicht zuverlässig und um sich auf ein Spiel einzulassen, brauche ich ja erstmal seine ungestörte Aufmerksamkeit.
     
    #10 BluelineDaddy
  12. Und wie wäre es mit einer angemessenen Korrektur?
    Ich persönlich halte nichts davon meinen Hund anzubetteln mit Spielzeug und Leckerli damit er aufhört und mir Beachtung schenkt.
    Hör auf heißt hör auf und wenn er es nicht tut dann setze ich es mit einer Korrektur durch.

    Meiner trägt die Schlepp übrigens ausschließlich zu Trainingszwecken, äußerst selten. Und dann am Halsband.
     
    #11 Yuma<3
  13. Aber wie genau sieht diese Korrektur aus?

    Ich habe eine (Schande über mich) flexi maxi Leine (10m) womit ich mich zumindest im legalen Bereich bewege und dem Hund trotzdem etwas „Freiheit“ ermöglichen kann. Habe aber auch eine 10m schleppleine, mit der ich ehrlich gesagt bis jetzt nicht viel anfangen konnte.
     
    #12 BluelineDaddy
  14. Es geht nicht darum mit dem Leckerchen zu wedeln, sondern ihn für richtiges Verhalten zu belohnen.
    Am Beispiel Schleppleine, du rufst den Hund ab:
    Option 1: Hund kommt zu dir, alles super. Du freust dich am Anfang des Trainings wie der letzte Idiot und gibst dem Hund eine Belohnung. Umso besser er das kann, umso weniger Belohnung gibt es auch.
    Option 2: Hund kommt eben nicht, du holst ihn mit der Schleppleine zu dir ran. Dafür gibts logischerweise keine Belohnung.
    Erst wird ohne große Ablenkung geübt, erst wenn der Abruf ohne Ablenkung (meinetwegen auch in der Wohnung) sitzt, geht ihr den nächsten Schritt.
     
    #13 Gamergirl
  15. Danke, werde ich so beginnen.
    Weil wie du es schon beschrieben hast, das wedeln bringt rein gar nichts und ist dazu auch äußerst nervig.

    Wie lange am Tag und wie oft sollte ich denn draußen üben?
    Beim allgemeinen Spaziergang, oder einen bestimmten Ort fürs üben suchen?
    Und wie sieht es mit drinnen aus?
    Ich möchte langsam wirklich das zumindest das mindeste sitzt und bin bereit alles dafür zutun...
     
    #14 BluelineDaddy
  16. Andere Richtung gehen, schneller Schritt, wenn er nicht mitläuft, ziehst du ihn halt mit, bis er wieder ansprechbar ist. Oder ein Abbruch Signal. Nein, oder was auch immer ihr benutzt. Ich hab das "schau" aufgebaut.
    Meine ist aber seeeeehr verfressen und nötigenfalls mach ich den Kasper, wenn sie zu sehr abgelenkt ist, dann hab ich sie immer.
    Was das nicht ziehen an der Leine betrifft, hab ich auch verschiedenstes durch. Da sie meist am Geschirr geht und ich persönlich eher zur "Wattebausch Fraktion" gehöre (wenns nicht anders nötig ist) hab ich die Methode mit stehen bleiben und / oder Richtungswechsel gewählt. Das hatte sie schnell raus, normal kommt sie pronto zurück, wenn die Leine auf Zug geht und weiter geht's erst, wenn sie wieder neben mir steht. Ausserdem hab ich gemerkt, dass ich zu viel an der Leine rumhantiert hab. Ich häng mir die Leine an und sie läuft quasi frei an der Leine, der hängenden Leine. Diese Methode dauert sicher länger, als mal gezieltem Ruck an der Leine (mit Halsband), was aber bei Chili grössentechnisch schon schwierig wäre, da der Zug dann statt seitwärts nur nach oben ginge.
    Die DSH meiner Eltern führe ich an Halsband und Geschirr (die ist aber leider ein unerzogener Leinenpöbler und dementsprechend verhält sie sich auch).
     
    #15 pat_blue
  17. Das sollte dir die richtige hundeschule / Trainer zeigen.

    Ich korrigiere über Leinenimpuls, Berührung, Stimme. Absolut Situationsabhängig. Man muss den Hund danach aber auch entsprechend auffangen, lenken. Deshalb sage ich, das zeigt dir der richtige Trainer.

    An der flexi lernt ein Hund das ziehen, die Leine ist ja dauerhaft auf Spannung.
    Hier darf auf der Leine grundsätzlich keine Spannung sein und darauf hat auch der Hund zu achten und das weiß er.
    Entsprechend entspannt sind wir unterwegs.
     
    #16 Yuma<3
  18. Es kommt drauf an, wie lange dein Hund sich konzentrieren kann. Öfters am Tag, dafür vielleicht jeweils 5min.
     
    #17 pat_blue
  19. Konsequenz: Verhalten A ruft Reaktion B hervor... Immer, immer wieder und auch noch häufiger .

    Wenn du Befehl C abforderst, dann muss C ausgeführt werden und nicht D oder E... Immer, immer wieder und auch noch häufiger

    (ich hab's auch auf die harte Tour lernen müssen... )
     
    #18 christine1965
  20. Also ich muss sagen auf ziehen an der Leine reagiert er 0. Da werde ich es wohl wirklich mal mit Ignoranz, stehen bleiben, Richtungswechsel und warten bis er wieder neben mir steht probieren.
    Ich bin absolut kein Wattebausch und könnte ihn auch was „gröber“ anfassen, allerdings weiß ich aus Erfahrung, das so der Erfolg leider auch ausbleibt.
     
    #19 BluelineDaddy
  21. Ich werde es auf jeden Fall mal so probieren. Danke dafür!

    Aber an der vernünftigen Trainer komme ich nicht vorbei.
    Sollte ich dafür einen neuen Thread eröffnen? Möchte das Forum ja auch nicht mit meinen wehwehchen zuspamen. :sarkasmus:

    Ganz kurz noch was wichtig wäre - wie soll der Hund sich verhalten, wenn wir von spazieren wiederkommen? Ich habe glaube ich rausgehört, das er auf seinen Platz zu gehen hat und dort auch erstmal zu verweilen hat. Wie lange denn? Weil ich weiß sofort, das ist nicht in seinem Interesse. :lol:
     
    #20 BluelineDaddy
  22. Folgende Themen könnten diesem hier thematisch ähnlich sein:
    Wenn dir die Beiträge zum Thema „Erziehung, beschäftigung, aktivitäten richtig dosieren“ in der Kategorie „Erziehung / Verhalten“ gefallen haben, du noch Fragen hast oder Ergänzungen machen möchtest, mach doch einfach bei uns mit und melde dich kostenlos und unverbindlich an: Registrierte Mitglieder genießen u. a. die folgenden Vorteile:
    • kostenlose Mitgliedschaft in einer seit 1999 bestehenden Community
    • schnelle Hilfe bei Problemen und direkter Austausch mit tausenden Mitgliedern
    • neue Fragen stellen oder Diskussionen starten
    • Alben erstellen, Bilder und Videos hochladen und teilen
    • Anzeige von Profilen, Benutzerbildern, Signaturen und Dateianhängen (z.B. Bilder, PDFs, usw.)
    • Nutzung der foreneigenen Schnackbox (Chat)
    • deutlich weniger Werbung
    • und vieles mehr ...
     
Schlagworte:

Diese Seite empfehlen

  1. Wir setzen auf unseren Internetseiten Cookies und andere Technologien ein, um dir unsere Dienste technisch bereitstellen zu können, Inhalte und Anzeigen für dich zu personalisieren, sowie anonyme Nutzungsstatistiken zu analysieren. Dabei arbeiten wir mit Drittanbietern zusammen und tauschen Informationen zur Nutzung unserer Dienste zur Analyse und Werbung aus. Durch die weitere Nutzung unserer Internetseite erklärst du sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.
    Information ausblenden