Dokumentarfilm-Elternschule

  • Meizu
sondern? Wurde das Mädchen auch stundenlang vor ein Glas Wasser etc gesetzt und durfte nicht aufstehen bevor es getrunken hatte? Wurde ihm das Wasser, das es ausspukte, wieder in den Mund geflösst? Was wurde gemacht?

Ich denke, gerade bei den Essstörungen, warum man das 'doch ach so gut funktionierende Konzept' nicht breit in den vielen Anorexia/Bulimia Kliniken einsetzt? Die Antwort könnte vielleicht sein: Weil die Patient/innen dort zu alt sind und sich nicht mehr alles so gefallen lassen?

Etwas komplexer ist es dann doch ;)
Zwangs allein bringt letztendlich nichts. Ein Kind schafft es durchaus zu verhungern, wenn man nur stumpfen Zwang anwendet.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Meizu :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Meizu
Gerade das Verweigern von Essen und Trinken im Kindesalter ist in der Regel ein Sympthome und da gehört die Ursache gefunden und behandelt und nicht gebrochen.

Bei einem Kleinkind, welches als Symthom Essen und/oder Trinken so extrem verweigert und medizinische Gründe ausgeschlossen sind, gehört geschaut woher dieses Verhalten kommt und in der Regel findet man es
in der Umgebung. Ein Kleinkind stellt nicht einfach so überlebenswichtige Maßnahmen ein.

Das ist insgesamt etwas komplexer. Es geht weniger um "Essen vs. Nichtessen" und "Zwang vs. Alternatvien", sondern um komplexe Essstörungen, die sich über Jahre entwickelt haben. Das muss ja nach Fall betrachtet werden.
 
  • Meizu
@Bulliene

Diese Anwendung eines - aus wissenschaftlicher Sicht zumindest in dem Bereich, in dem ich mich auskenne - fragwürdigen Konzepts auf alle Patienten und alle Eltern, altersunabhängig und unabhängig vom Krankheitsbild ist etwas, dass ich ebenfalls zutiefst fragwürdig finde.

Unabhängig vom Film.

@bxjunkie

Vieles, was dort als wissenschaftliches Konzept verkauft wird, ist nicht evidenzbasiert und entspricht nicht den aktuell gültigen Leitlinien der Kinder- und Jugendmedizin.

Die Klinikleitung behauptet etwas anderes, bleibt Belege aber schuldig. Oder erbringt ausschließlich Belege von Leuten, die dort beschäftigt sind.

Das finde ich bedenklich.

Zumal hier nicht eine neue Diät verkauft wird, sondern eine massiv invasive Methode.

Weiß ich nicht, weiß ich nicht...

Für mich ist das ein Fall von ‚Super, wenn es gerade bei Extremfällen funktioniert - aber wirklich fatal, wenn es schief geht!‘

Und das ‚fatal wenn es schief geht‘ in Form einer posttraumatischen Belastungsstörung beim Kleinkind hatte ich hier zuhause. Das ist kein Spaß.

Allerdings - das ist aber auch der Kritikpunkt der Fachverbände am Film (nicht an der Klinik) - spielt der fachliche Unterbau des Behandlungskonzepts im Film keine Rolle, es wird kritiklos wiedergegeben, was die dortigen Mitarbeiter vermitteln.

Es wird nicht nachrecherchiert, es wird mit keinem Ton darauf eingegangen, dass die Methode nicht unumstritten ist...

Und auch in den Medien wird wohlfeil auf die überbesorgten Eltern eingedroschen, die den Film nur nicht verstanden haben und damit irgendwie mit Schuld an der Misere sind...

Der Rest geht ein wenig unter.

Das ist so, wie wenn kritiklos eine Stunde oder länger ohne jede Distanz aus einer homöopathischen Klinik berichtet wird und nicht mit einem Wort auf die kritischen Argumente der Schulmediziner eingegangen wird.

Und das auch im Nachgang dann einfach unter Shitstorm abgelegt wird.

Das finde ich nicht gut.

Übrigens habe ich (in einem
Kommentar zum ersten von mir verlinkten Blogbeitrag) gelesen, dass die Fernsehfassung etwa 30 Minuten kürzer war als die fürs Kino, und um mindestens eine sehr kontroverse Szene/Fallbeschreibung bereinigt wurde.

Das nicht als Argument für irgendwas, sondern nur der Vollständigkeit halber.

Ich finde, es geht extrem viel unter. Aber wie sollte es anders sein? Der Film war 90 Minuten lang? Man kann nicht in 90 Minuten mit ein paar Fallbeispielen das gesamte Wirken und das gesamte pädagogische Konzept und therapeutische Arbeiten einer Fachklinik erfassen. Das ist unmöglich.

Insofern tue ich mich schwer damit, die Klinik grundlegend gut zu finden oder grundlegend zu kritisieren. Was ich über das Konzept las, entspricht nicht meiner Denkweise. Was ich über einzelne Fallbeispiele sah, fand ich okay, anderes eher nicht. Mehr kann ich z.B. nicht sagen, da anhand von 90 Minuten Film und 2-3 gelesenen Artikeln einfach Hintergrundwissen fehlt.
 
  • Vrania
Diese Doku ist halt offenbar völlig unkritisch den Methoden der Klinik gegenüber, was eben kritisiert wird. Die verkaufen sich da halt auch so gut sie können. Dass man es im Film nicht sieht, heißt doch nicht, dass man grundlegende Bausteine dieses Konzepts einfach außer Acht lassen kann und diese Methoden für gut befinden kann, wenn man nur einen Teil davon zu sehen bekommt. Zumindest nicht mehr in dem Moment, in dem einem gesagt wird, dass die Realität ganz andere Ausmaße hat und was hinter den Methoden für Überzeugungen stehen. Niemand hier ist doch der Meinung, dass Kinder keine Konsequenz und keine Regeln und Grenzen brauchen. Aber wofür diese Leute stehen, ist halt nochmal etwas ganz anderes. Und ja, zum Schutz oder zur Rettung des Kindes muss man vielleicht kurzfristig extremere Maßnahmen ergreifen, sicher. Aber das dann zur Richtlinie für alle Eltern zu erklären, ergibt doch überhaupt keinen Sinn.
 
  • lektoratte
@snowflake

Danke sehr!

Und nein, ich denke auch, es ist sinnlos, miteinander zu diskutieren, weil wir hier unterschiedliche Diskussionsgrundlagen haben - schrieb ich ja auch schon.

@Pyrrha80
Ich hatte die Beiträge im Blog so verstanden, dass die Kinder die Mäuseburg erst wieder verlassen dürfen, und erst jemand Kontakt zu ihnen aufnimmt, statt nicht reagierend neben ihnen zu sitzen, wenn sie sich von selbst beruhigt haben. Und wenn das 3 Stunden dauert, dann ist das so.
Und das wird auch schon bei Babys so gehandhabt.

Und wenn das wirklich so ist - finde ich es nicht gut.
 
  • Meizu
Leider, leider, leider ist die dortige Elternarbeit nicht so wie man sich das vorstellt oder ich es machen würde.
Die Elternarbeit ist passend zu dem dortigen Konzept. Schlecht machen, Schuldgefülle und die Arbeit mit Druck. "Sie sind schuld, sie sind zu weich, sie wollen sich das aus ihrem Kind etwas wird, das muss so sein."
Nichts mit erklären von kindlichem Verhalten und gemeinsam schauen, was passt in die Familie und wie wird es umgesetzt...

Haben wir den gleichen Film gesehen? :verwirrt:

*edit
Eben gelesen, du beziehst dich tatsächlich nicht auf die Doku. Okay.
 
  • Lana
Heutzutage, vermutlich. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das zu meiner Zeit schon so gewesen wäre. Wir wurden, so glaube ich jedenfalls, hin gebracht, und womöglich blieben die Mütter am ersten Tag noch ne Zeitlang dabei, und das wars dann an Eingewöhnung. Und nicht ein Kind ist darüber ausgeflippt. Aber vielleicht hab ich das auch nur verdrängt.

Ähm, ...
Meine Mutter hat mich in den Kindergarten gebracht, war kurz da und ist gegangen.
Und ich habe geheult. Die Kindergärtnerinnen waren alle sehr nett zu mir. Ich habe trotzdem geheult. Jeden Tag. Ein halbes Jahr lang.
Wir waren zwei Mädchen, die dauernd geweint haben.
Ich habe da schon verstanden, dass meine Mutter weg geht, weil sie arbeiten muss und sie wieder kommt.
Ich fand es halt trotzdem k.acke dort, also habe ich eben geweint, wie das eine 2-3 Jährige eben so macht.
Dann haben mich meine Eltern aus dem Kindergarten genommen und wir sind nach Deutschland gekommen.
Da war ich im ersten Kindergarten und habe nicht geheult ... so lange meine Mutter dabei war, wenn meine Mutter weg ging, habe ich sofort angefangen zu weinen ...
Dann sind wir umgezogen und ich habe mich mit dem Nachbarsmädchen angefreundet. Wir sind zusammen in den Kindergarten und ich habe geheult, woraufhin sie dann meinte, "warum weinst du, komm wir spielen dieses und jenes" und ich habe aufgehört zu weinen. Seit dem habe ich nicht wieder im Kindergarten geweint. Es war okay für mich.

Ich fand den Film daher schon schlimm, weil ich mir vorstellen kann, dass ich in der heutigen Zeit, mit anderen Eltern, auch so geendet hätte.
Allerdings hätte ich dann eben 3 Wochen in der "Mäuseburg" durchgeheult, habe ich im Kindergarten ja auch so gemacht ;)
Ich habe als Kleinkind nämlich auch sehr mäkelig gegessen. Meine Mutter war mit mir beim Kinderarzt und der meinte, ein Kind wisse schon, was es braucht, man darf es nicht zwingen, aber es verhungert auch nicht.
Dazu muss gesagt werden, dass ich im sozialistischen Polen aufgewachsen bin, es gab also keine Option, dass ich nur Schokolade esse.
Ich hatte auch nur ein begrenztes Repertoire an Lebensmitteln, ich aß Bananen und Grießbrei und trank Säfte oder aß pürierte Suppen. Sonst nichts. Meine Mutter mixte dann halt Zeug in die Säfte und Suppen, die ich nicht sehen konnte und ließ mir meinen Willen.
Ich kann mich an Essenssituationen aus meiner Kleinkindzeit überhaupt nicht erinnern, wohl aber, wie schlimm ich es fand, im Kindergarten gelassen zu werden.
Später habe ich dann ganz normal zu Hause gegessen. Ich erinnere mich nur, dass ich ungern auswärts aß. Ich mochte, wie meine Mutter oder meine Oma kochte, aber ich mochte Selbstgekochtes von Fremden nicht.
Bei Verabredungen in der Grundschule kam ich daher immer erst nachmittags, nach dem Mittagessen. Ich erinnere mich daran, dass ich ansonsten beim Essen bei Fremden immer die Luft beim Essen/Schlucken anhielt, weil ich nicht unhöflich sein wollte, das Essen aber schrecklich fand.

Schlafen war dem Grunde nach kein Problem. Ich hatte mein eigenes Bett, aber im Zimmer meiner Eltern.
Wir hatten eben nur ein Schlafzimmer ;) Später im Grundschulalter hatte ich mein eigenes Zimmer. Da hatte ich aber auch eine Katze. Wenn ich aus einem Alptraum aufgewacht bin und die lag ganz ruhig da, wusste ich, dass es nur ein Alptraum war und ich weiter schlafe konnte. Wenn die wie verrückt, am Fenster klebte, wusste ich, da ist etwas (ein Tier z.B.) und habe meine Eltern geweckt.
Ich war aber immer jemand, der nicht gut geschlafen hat. Ich kann mir also gut vorstellen, dass ich als Kleinkind alleine in einem Zimmer sehr wohl Probleme gemacht hätte, weil ich bei jedem "Furz" wach bin und auch nur in gewohnter Umgebung einschlafen konnte. Und das auch sehr lange. Bei Urlaubsreisen / Klassenfahrten etc. habe immer die erste Nacht komplett nicht geschlafen. Ich lag dann halt wach da und habe über Dinge nachgedacht. In der zweiten Nacht war das Schlafdefizit dann so groß, dass ich vor Müdigkeit eingeschlafen bin, ab der dritten Nacht schlief ich dann normal.
Ich bin bis heute "sofort wach", wenn mich jemand anspricht, oder etwas komisch ist.

Mir tut es für die dortigen Kinder leid. Ich fand meine erste Kindergartenzeit schon traumatisierend.
Und ich fände es sogar heute noch schlimm, in einen dunklen Raum ohne Handlungsmöglichkeiten eingesperrt zu werden.
Wenn ich etwas Komisches höre, oder einen Alptraum habe, will ich die Möglichkeit haben, Licht zu machen und mich zu überzeugen, dass alles okay ist. Die Vorstellung in Dunkelheit zu verharren, finde ich schlimm.
 
  • Gelöschtes Mitglied 14294
und *freundlich *:)

 
  • Manny
Was ich ganz schlimm finde ist, dass nicht mal das Alter berücksichtigt wurde.
Natürlich kann ich nem 6 jährigen Kind erklären, dass er auch richtig alleine in seinem Bett einschlafen kann wenn was ist wir sind nebenan..
Aber nem 2 jährigen oder womöglich noch jünger da geht das einfach nicht..

Ich hab ein Kind für den schlafen wirklich grausig ist und einfach nur ein notwendiges Übel und ja ich bin fest davon überzeugt das auch ich daran nicht unschuldig bin was mir unsagbar leid tut für ihn ich aber leider nicht wieder rückgängig machen kann..
Da hab ich mich von dem Quatsch ‚der muss alleine in seinem Bett schlafen‘ beeinflussen lassen..
Dann hab ich ein Kind was sich wenn es müde ist problemlos umdreht mich an die Hand nimmt und ins Bett geht.. wenn der unruhig wird oder schlecht träumt brauch der aber auch nur neben sich greifen und spürt sofort ich bin da..
 
  • BlackCloud
Ich hab mir die Doku jetzt mal aufgrund dieses regen Threads angesehen.
Für mich war das tatsächlich Folter. Ich fand das schlimm. Mir taten die Kinder leid, aber auch die Eltern.
Ich bin keine Mutter, ich weiß nicht, wie das ist, Mutter zu sein. Aber ich bin eine Frau und auch wenn ich keine Kinder habe, reagiere ich evolutionsbedingt auf Kindergeschrei. Es war unerträglich, ich hab teilweise vor dem Monitor gesessen und geweint. Wie muss man sich dann als Eltern fühlen?
 
  • Crabat
Naja, ist jetzt nicht so dass diese Kinder zuhause zufrieden sind ;) Will sagen, das ist wirklich schlimm und geht an die Nerven, aber deswegen sind sie ja da.
 
  • BlackCloud
Ja, das hab ich verstanden, da war ja auch viel Verzweiflung dabei, sie brauchten die Hilfe. Sowohl die Kinder, als auch die Eltern.

Aber hey, ich hab keine Ahnung wie das so ist, ich hab ja auch in meinem Umfeld keine Erfahrungswerte, was sowas angeht. Wenn man dann sowas das erste Mal sieht, findet man das wirklich schlimm. Mich hat das emotional echt mitgenommen und nachdem ich das jetzt gesehen habe, bin ich umso froher, dass ich keine Kinder habe. Ich wüsste nämlich nicht, ob ich nicht auch so eine überfürsorgende Mutter werden würde, weil ich generell so schon den Hang dazu habe alles richtig zu machen und das Beste zu wollen.
 
  • Crabat
Mich hat das emotional echt mitgenommen und nachdem ich das jetzt gesehen habe, bin ich umso froher, dass ich keine Kinder habe. Ich wüsste nämlich nicht, ob ich nicht auch so eine überfürsorgende Mutter werden würde, weil ich generell so schon den Hang dazu habe alles richtig zu machen und das Beste zu wollen.
Ja, geht mir genauso. Bzw, "umgekehrt". Ich würd Ausrasten.
 
  • BlackCloud
Naja, bei der Szene mit dem Mädchen, was beim essen die Gabel nach ihrer Mutter geworfen hat, bin ich tatsächlich echt aus der Haut gefahren. Ich hätte zwar schon das Essen ebenfalls samt Besteck abgenommen und weggestellt, aber ich wäre dabei definitiv nicht so ruhig geblieben wie die Mutter.
Ich erinnere mich da an den einen Moment mit dem Sohn meiner Bekannten. Sie ist ja die einzige in meinem Umfeld, die ein Kind hat. Wir sehen uns nicht so oft aufgrund anderer Interessen, aber bis dato hab ich schon das Gefühl, dass sie ihren Job als Mutter gut macht und der Junge auch weiß, was er darf oder nicht. Vor ein paar Monaten hatten wir zu Abend gegessen, es gab Kartoffeln, Spinat und Bratwurst. Da stand er auch neben mir und griff einfach rotzfrech an meinen Teller und wollte mein Essen mopsen. Beim Essen verstehe ich aber gar keinen Spass und hab den in dem Moment auch richtig zusammengeschissen, dass man das nicht macht und er sein eigenes Essen hat. Klar fing der dann an zu heulen, weil er mich in der Form bis dato nicht kannte. Aber da kann ich dann echt sehr aufbrausend und laut werden. Bin aber auch nicht dafür bekannt die Ruhigste und Geduldigste zu sein :tuedelue:

Gleichzeitig hatte ich vor Jahren eine Situation mit Daisy, die man in gewisserweise mit dieser Mäuseburg vergleichen kann (jaja, Hund/Kind-Vergleich, aber egal). Da wollte ich mir den Hundesportverein anschauen und wir waren noch nicht an der Reihe. Vom Gelände so ca 200m entfernt standen im Wald diese "Aufbewahrungsboxen", wo die Hunde reinkommen, wenn sie noch nicht an der Reihe sind. Ich sollte Daisy da einfach reinpacken und dann gehen. Das hab ich genau 2 Min durchgehalten und dann hab ich meinen Hund da rausgeholt. Die kannte das einfach nicht. Die hat geweint, die hat geschrien, das ging mir bis ins Mark. Ich hab das abgelehnt und da hiess es dann nur "das muss der aber lernen!"
War für mich dann gegessen. Ja, mein Hund musste das mit einer Box lernen, aber bitte nicht so.
Ich weiß also, dass ich definitiv keine Mutter wäre, die ihr Kind einfach im Kindergarten abgibt und dann geht, während es sich die Seele aus dem Leib brüllt. Das könnte ich einfach nicht.
 
  • Manny
Ich weiß also, dass ich definitiv keine Mutter wäre, die ihr Kind einfach im Kindergarten abgibt und dann geht, während es sich die Seele aus dem Leib brüllt. Das könnte ich einfach nicht.
Deswegen macht man das so ja auch nicht ;)

Sondern eben ähnlich wie bei Hunden langsam.. am Anfang ist man dabei das das Kind die Umgebung kennenlernt, die Erzieher die anderen Kinder.. und dann geht man mal kurz und der Zeitraum wird immer länger.. der Aufschrei wäre doch hier extrem groß wenn jemand einen Welpen mal eben für 30 Minuten in eine Box sperrt und dann sagt ‚ja aber das muss er lernen, er muss ja erstmal runter kommen‘

Ich bleibe mal bei dem Alter so bis 2 das was ich da gesehen hab vom Verhalten der Kinder war für mich jetzt nicht Mega drüber..
das waren eben einfach Kleinkinder die bis dahin gelernt haben mit ihrem Verhalten durchzukommen..

Niki war ja so ab 1 etwa ein sehr entspanntes Kleinkind da fand ich die Zeit zwischen 1 und 2 jetzt nicht so super anstrengend. (Oder ich war einfach deutlich abgehärtet durchs schreien :kp:)
Erik brüllt hier manchmal die ganze Bude zusammen gern auch beim einkaufen laut kreischen :kp: da müssen wir (und leider auch alle anderen) durch er muss eben lernen das das Kreischen (was weder Wut noch sonst was ist sondern wirklich nur kreischen) nichts bringt. Und da hilft mir auch nicht die Situationen zu meiden augen zu und aushalten dann hört er damit irgendwann schon auf..

Ich denke das Problem ist eher das die Eltern an ihren Grenzen sind und das dann so auf kosten der Kinder ändern zu wollen :nee:
Natürlich ist Eltern sein anstrengend aber man das haben wir uns ausgesucht..
der Gatte hatte auch eine Phase wo er wirklich überfordert war, ich hab ihm dann gezeigt wie man ‚kraft‘ tanken kann mit dem Zwerg. Der ist nämlich so dickköpfig er ist nach wie vor ein totaler Charmeur und lacht wie nichts gutes wenn man nur im Ansatz versucht ihn zu kitzeln..
und dieses wirklich ehrlich herzlichen Lachen danach nen Kuss kann einem so viel Kraft geben :herzen:das muss mann aber auch erst lernen.. und schlafen, klar wäre ich froh wenn ich endlich mal wieder mehr als 2 stunden am Stück schlafen könnte, aber nun er ist noch nicht so weit also muss ich da durch..
 
  • Meizu
Ich weiß nicht, ob ich abgestumpft bin oder die Doku nur halbherzig gesehen habe, aber vieles fand ich tatsächlich gar nicht so schlimm. Weder vom Kinderverhalten her, noch was die Methoden der Pädagogen oder die Reaktionen der Eltern anging. Ich fand das alles sehr bemüht und sehr im Rahmen.
Natürlich fand ich trotzdem, dass viele der Kinder von Vernachlässigung, Misshandlung oder Mangelernährung bedroht sind. Nicht weil Eltern oder Kinder böse wären, sondern weil es bei den Problemlagen dazu kommen kann.
 
  • BlackCloud
Deswegen macht man das so ja auch nicht ;)

Bei mir war das aber so. Genau so wie @Lana das beschrieben hat. Ich kann mich zwar nicht mehr an den Tag meiner Kindergarteneinführung erinnern (weiß aber von meiner Mutter, dass es so war), aber ich erinnere mich noch ganz genau an meinen allerersten Schultag. Als wir im Klassenzimmer waren und meine Mutter einfach ging. Ich habe furchtbar geweint und habe erst aufgehört, als meine Kindergartenfreundin, die GsD mit mir in einer Klasse gekommen ist, mich an die Hand nahm und mich abgelenkt hat.
 
  • snowflake
Erik brüllt hier manchmal die ganze Bude zusammen gern auch beim einkaufen laut kreischen :kp: da müssen wir (und leider auch alle anderen) durch er muss eben lernen das das Kreischen (was weder Wut noch sonst was ist sondern wirklich nur kreischen) nichts bringt. Und da hilft mir auch nicht die Situationen zu meiden augen zu und aushalten dann hört er damit irgendwann schon auf..
Klasse. Wenn ein Kind "einfach so" kreischt, muss man es kreischen lassen, bis es irgendwann von selbst aufhört? Und ein ganzer Einkaufsmarkt voller Leute wird auch zu "Augen zu und durch" genötigt. Und so ein Einkauf dauert ja gern auch mal ne halbe Stunde oder länger. Wen jucken schon die Mitmenschen. Hauptsache das Kind darf sich ausleben.
 
  • Meizu
Erik brüllt hier manchmal die ganze Bude zusammen gern auch beim einkaufen laut kreischen :kp: da müssen wir (und leider auch alle anderen) durch er muss eben lernen das das Kreischen (was weder Wut noch sonst was ist sondern wirklich nur kreischen) nichts bringt. Und da hilft mir auch nicht die Situationen zu meiden augen zu und aushalten dann hört er damit irgendwann schon auf..

Ich bin eigentlich auch ein Freund davon, unerwünschtes Verhalten "leerlaufen" zu lassen. Aber da gäb´s von mir eine deutliche Ansage.
 
  • bxjunkie
Ich denke das Problem ist eher das die Eltern an ihren Grenzen sind und das dann so auf kosten der Kinder ändern zu wollen :nee:
Das finde ich eine ganz schön freche Unterstellung gg Eltern, die wirklich und wahrhaftig mit den Nerven am Ende sind.
 
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