" Die Alten"

  • B.B.
Ich arbeite ja jetzt wirklich schon lange in einem TH aber ich begreife es einfach immer noch nicht.
"Warum" wollen die meisten Leute keine altes Tier?
"Wo genau" ist das Problem ?
Ist es einfach der pure Egoismus ? Weil ich als Mensch nicht ertrage das mein Tier vor mir stirbt? Das wird aber doch so u. so in den meisten Fällen so sein.
Wie kann man vor einem Zwinger stehen mit der Aussage "Oh je, der ist aber schon so alt. Den will bestimmt keiner mehr u. dann einfach weitergehen?
Macht sich jemand da im entferntesten mal Gedanken darüber was das eigentlich heist ???
Die Leute machen sich ja nicht einmal die Mühe ein altes Tier kennenzulernen.
Nein es muss ein junges Tier sein auch wenn es dreimal nicht reinpasst in die eigenen Lebensumstände.

Ich weiss das es Faktoren gibt wo ein junges Tier sinnvoller ist. Auch sportliche Menschen möchten logischerweise einen sportlichen Hund.
Sooo viele sind das aber nicht.

Ich möchte hier niemanden auf die Füße treten aber ich schlage mich immer wieder mit dieser Frage rum.
Vielleicht bin ich schon zu lange im Tierschutz und kann es von daher einfach nicht nachvollziehen.
Vielleicht kann es mir hier jemand versuchen zu erklären.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi B.B. :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • Darla
Wir standen vor knapp 3 Jahren vor der Frage: Hund aus dem TS oder Welpe? Da ich mich noch recht gut an die Pro/Kontra Argumente erinnere werde ich sie dir auflisten:
- der Hund soll sportlich sein
- er soll kinderlieb u menschenfreundlich sein
- er soll gut verträglich mit Artgenossen (auch gleichgeschlechtlich) sein
- kein "Jäger"
Bei unserer Suche (es sollte wieder ein Dobi sein) wurden wir leider nicht fündig .
Man muss dazu erwähnen, dass wir oft Hundebesuch haben und unser Hund bei Urlaub/Krankheit bei meiner Mutter ist, daher kam ein "Problemhund" nicht in Frage (obwohl: mich persönlich würde das nicht stören).

Deine "Fragen" beantworte ich in dem Zitat

Ich arbeite ja jetzt wirklich schon lange in einem TH aber ich begreife es einfach immer noch nicht.
"Warum" wollen die meisten Leute keine altes Tier?
"Wo genau" ist das Problem ?
Ist es einfach der pure Egoismus ? Weil ich als Mensch nicht ertrage das mein Tier vor mir stirbt? Wenn man sein Tier gehen lassen musste ist es mit Sicherheit für jeden HH schwer. Wie kann man das möglichst umgehen? Man nimmt einen jüngeren Hund, somit hat man mehr Zeit, die man mit ihm verbringen kann (natürlich bleibt auch da immer das Restrisiko von Krankheiten, Unfällen etc). Egoismus? Mit Sicherheit, aber auch nachvollziehbar.
Das wird aber doch so u. so in den meisten Fällen so sein.
Wie kann man vor einem Zwinger stehen mit der Aussage "Oh je, der ist aber schon so alt. Den will bestimmt keiner mehr u. dann einfach weitergehen?
Keine Ahnung wie man das kann: ich kann es nicht und damit hatte ich damals auch echt zu kämpfen.
Macht sich jemand da im entferntesten mal Gedanken darüber was das eigentlich heist ???
Die Leute machen sich ja nicht einmal die Mühe ein altes Tier kennenzulernen.
Nein es muss ein junges Tier sein auch wenn es dreimal nicht reinpasst in die eigenen Lebensumstände. Vielleicht passt aber ein altes Tier auch nicht in die Lebensumstände: was bringt es, wenn man sportlich ist und der Hund nicht mithalten kann und während der jeweiligen Aktivität (zB joggen, radfahren) zu Hause bleiben muss? Unser Hund wird immer und überall hin mitgeschleppt (Stadt, zu Bekannten, in Lokale,...), was manchmal schon sehr stressig ist.

Ich weiss das es Faktoren gibt wo ein junges Tier sinnvoller ist. Auch sportliche Menschen möchten logischerweise einen sportlichen Hund.
Sooo viele sind das aber nicht.

Ich möchte hier niemanden auf die Füße treten aber ich schlage mich immer wieder mit dieser Frage rum.
Vielleicht bin ich schon zu lange im Tierschutz und kann es von daher einfach nicht nachvollziehen.
Vielleicht kann es mir hier jemand versuchen zu erklären.
Vielleicht machst du dir nur mehr Gedanken, weil du das Elend (Hund sitzt 8 Jahre im TH und stirbt dann dort) jeden Tag vor Augen hast. Ich finde es gut, dass es so Leute wie dich gibt (und die muss es auch geben), das wäre nichts für mich, dafür bin ich zu sensibel/weich.
 
  • MeikeMitBenny
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LG Meike mit Benny
  • devilblack
Ich habe hier auch einen hund der mehrere Jahre im Th war.Meine Dicke hingegen kam als Welpe.Es gibt doch einige Leute die sich bewusst für einen älteren Hund entscheiden.Es muss aber auch passen.
 
  • Consultani
Für mich persönlich käme nur noch ein altes Tier aus dem Tierschutz in Frage.

Nicht nur aus sentimentalen Gründen (und hiervon könnte ich sehr viele aufzählen) - sondern auch, weil:

a) mein Leben noch im "Umbruch" ist und (immer / noch hoffentlich lange) bleiben wird und ein altes Tier - auch wenn das jetzt sehr kaltschnäuzig klingt - nicht so lange Lebenszeit Verantwortung bedarf.

b) alte/ältere Tiere oft ruhiger sind, was besser zu meinem persönlichen Leben passt, als ein junger Wibbel oder gar ein Welpe.

c) man alte/ältere Tiere, welche entsprechend "entspannter" sind, leichter mal bei einem Hundesitter "parken" kann als einen Welpen/Junghund (meine Eltern würden mich rausschmeißen, wenn ich denen für Stunden einen z.B. nicht stubenreinen und Tische abräumenden Junghund "aufs Auge" drücken würde weil ich arbeiten muss und Uni habe).

d) ältere Tiere es oft leichter ertragen können, auch mal für längere Zeit ruhig in z.B. einem Büro zu liegen (Arbeit).

etc. pp.

PRO alter Hund! Für mich persönlich: Ausschließlich! :hallo:
 
  • sleepy
Sehr, sehr schwere Frage!

Mein erster Hund kam in's Haus als er etwa 11 Jahre alt war (und wurde dann ja tatsächlich noch 1:cool:, und da ich bei seinem Tod ganz entsetzlich gelitten hatte, sollte der nächste doch etwas jünger sein, eben aus den Gründen, die Darla auch schon beschrieben hat. Also fand ich nach langer Suche genau das passende: eine 3,5 jähirge Staffbull-Hündin. Doch leider stellte sich schon bald heraus, daß sie sehr krank war und der Krebs nahm sie mir nach nur 7 Monaten!

Jugend schützt also keineswegs vor Verlust. :heul:

Meine jetztige Hündin war angeblich 6 Jahre alt, als sie mir vom Tierheim empfohlen wurde. (Inzwischen ist sie knappe 17.)

Mein persönliches Fazit: der Mittelweg ist in der Regel wohl der optimale für mich. Das heißt, ein Hund, der aus dem Welpenalter längst raus ist, der aber möglichst noch nicht wesentlich älter als 6 oder 7 Jahre ist.
Nenn es Egoismus, aber ich binde mich derart eng an meine Tiere und leide bei ihrem Tod dermaßen (weshalb ich die Haltung von Kleintieren z. B. inzwischen aufgegeben habe...), daß ich einfach soviel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen möchte.

Trotzdem denke ich seit Jahren ständig über all die alten Hunde in den Tierheimen nach - natürlich auch deshalb, weil ich selbst schon so grandiose und eben zweimal wirklich sehr, sehr alte Hunde hatte / habe - und frage mich, ob ich mir wohl eher zutrauen würde, auch mal einen richtig alten Senior aufzunehmen, wenn ich die Möglichkeit hätte, zwei Hunde zu halten? Fällt es einem dann wohl etwas leichter, mit dem Verlust umzugehen, wenn noch ein Jüngerer zurückbleibt, der einem darüber hinweghilft?
Vielleicht kann hier jemand diesbezüglich mal seine Erfahrungen schildern.

Andere Gründe, die von Leuten als Gegenargumente angeführt werden, die KEINEN alten Hund wollen, wie z. B. Schönheit, Sportlichkeit, "Ich will den selber erziehen können.", "Wer weiß, was der schon erlebt hat. Ist mir zu riskant", Krankheit oder Alterszipperlein spielen für mich nicht die geringste Rolle.
Es ist nur die Angst vor dem baldigen Tod.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
  • Budges66482
Für mich persönlich käme nur noch ein altes Tier aus dem Tierschutz in Frage.

Nicht nur aus sentimentalen Gründen (und hiervon könnte ich sehr viele aufzählen) - sondern auch, weil:

a) mein Leben noch im "Umbruch" ist und (immer / noch hoffentlich lange) bleiben wird und ein altes Tier - auch wenn das jetzt sehr kaltschnäuzig klingt - nicht so lange Lebenszeit Verantwortung bedarf.

b) alte/ältere Tiere oft ruhiger sind, was besser zu meinem persönlichen Leben passt, als ein junger Wibbel oder gar ein Welpe.

c) man alte/ältere Tiere, welche entsprechend "entspannter" sind, leichter mal bei einem Hundesitter "parken" kann als einen Welpen/Junghund (meine Eltern würden mich rausschmeißen, wenn ich denen für Stunden einen z.B. nicht stubenreinen und Tische abräumenden Junghund "aufs Auge" drücken würde weil ich arbeiten muss und Uni habe).

d) ältere Tiere es oft leichter ertragen können, auch mal für längere Zeit ruhig in z.B. einem Büro zu liegen (Arbeit).

etc. pp.

PRO alter Hund! Für mich persönlich: Ausschließlich! :hallo:

Danke Consultani, du hast mir viel Schreibarbeit abgenommen, da ich das voll und ganz unterstreichen kann :)

Ich muss dazu sagen, dass Sheila mein 1. älterer Hund war. Wobei ich bei Budges, als auch bei Paul einfach mal behaupte, dass es Zufall war, dass sie mit etwa 2 Jahren, als ich sie übernommen, noch so jung waren ;)

Im Nachhinein finde ich Sheila mit ihren 8 1/2 Jahren, als ich sie übernommen hatte, weiß Gott nicht alt. :unsicher: Sie ist allerdings auch eher ne Ausnahme, denn so ein Wirbelwind wie sie mit ihren mittlerweile 10 1/2 J. ist, gibt es eher selten :uhh:

Ich geh jetzt einfach mal davon aus, dass heute der Tag x wäre, an dem Sheila nicht mehr ist und ich wieder einen Platz frei hätte.
Würde ich mich wieder für einen Zweithund entscheiden, würde sich meine Suche evtl. auf einen Bulli oder Minibulli beschränken (kann ja z.B. keine Staff & Co. aus einem anderen Bundesland übernehmen), der mind. 10 J. ist.
Ich muss aber dazu erwähnen, dass wenn bei uns im TH ein jüngerer Hund sitzen würde, bei dem ich durchs Gassigehen mein Herz verloren habe, könnte ich mich vielleicht sogar für den entscheiden, da bin ich ganz ehrlich. Aber auch nur, wenn es ein Hund ist, der eh schlechte Vermittlungschancen hat und das haben Kampfis bei uns eh.

Im Großen und Ganzen würde ich aber immer wieder zu einem alten, kranken Hund tendieren :) Wobei ich aber auch hier dazu sagen muss, dass dies für Viele und auch für mich ein finanzieller Aspekt ist. Wenn ich weiß, dass der Hund monatliche Medikamente in Höhe von 100,- € hat, ich Steuer, Versicherung etc. dazuzähle, wäre die Frage, ob ich mir das überhaupt leisten könne und ehrlich gesagt auch leisten wolle. Denn es wäre in meinem Falle auch Zweithund und zwei relativ gesunde Hunde sind schon recht teuer :(

Aber auch in jedem Falle Daumen hoch für einen Alten!
 
  • Junior
Ich kann das jetzt nicht so generell beantworten. Es muss einfach passen, wir werden uns auf jeden Fall bei den Nothunden umsehen, vorzugsweise Neufundländer aber ich will mich da noch nicht wirklich festlegen....
 
  • RHS
Jetzt beleuchte ich mal eine andere Seite der Medaille.

Für mich kommt kein älterer Hund in Frage!

Ich erziehe meinen Hund und zwar von Anfang an und für die Aufgabe die er später erfüllen soll. "Wundertüten" aus dem TH oder TS gesetzten Alters können die Anforderungen, die ich an einen Hund stelle höchstwahrscheinlich nicht erfüllen. Er muss körperlich und geistig in der Lage sein, die an ihn gestellten Anforderungen im Training und vor allem im Einsatz zu meistern.

Für mich und die Arbeit die der Hund und ich machen ist es zu riskant, nicht zu wissen was der Hund schon alles erlebt hat, wie er sozialisiert wurde etc.

Manches hört sich für mich ein wenig nach Bequemlichkeit an. Man holt sich einen älteren Hund, weil der ruhiger ist, nicht so anstrengend wie ein Welpe und bestenfalls alle Kommandos drauf hat. Bloss keine Arbeit.

Die Angst vorm Tod? Wenn ich mit der Angst jeden Morgen aufstehen würde und jeden Abend ins Bett gehen, dann würde ich wohl schon lange am nächsten Baum hängen.
 
  • Mayerengele
Manches hört sich für mich ein wenig nach Bequemlichkeit an. Man holt sich einen älteren Hund, weil der ruhiger ist, nicht so anstrengend wie ein Welpe und bestenfalls alle Kommandos drauf hat. Bloss keine Arbeit.

Das ist eine Meinung, mit der ich bei Cains Übernahme auch häufig konfrontiert wurde und die ich schlicht und ergreifend als eine Frechheit erachte.
Aus welchem Grund soll ein älterer Hund denn zwangsweise weniger Arbeit machen, als ein jüngerer?

Natürlich Cain war stubenrein und konnte die Grundkommandos, aber dafür durften wir solche "Lächerlichkeiten" wie alleine sein und Katzengewöhnung mit ihm üben.

Ich gehe auch mit meinem älteren Hund auf den HuPla und möchte ihm etwas beibringen und bin dabei so bequem zu sagen: ja ich als Hundeanfänger bin froh, dass ich den Hund nicht von Grund auf versauen durfte...
Mancher Anfänger mit Welpe hätte diese Bequemlichkeit mal an den Tag legen sollen.

Ein älterer Hund mag in manchen Bereichen Vorteile bringen und Bequemlichkeiten bedienen, aber dass ein ausgereifter Charakter, der schon vieles erlebt hat eben evtl auch anderweitiges Arbeitspotential birgt, sollte man nicht außer acht lassen.

Sorry, aber das musste ich mal ablassen und ist nichts persönliches, ich finde diese Aussage einfach zum Kotzen, zumal ich sie mir damals mehrfach von einem Bekannten mit gänzlich verzogenem Jagdhund (den er von klein auf hatte) anhören musste.
 
  • RHS
Aus welchem Grund soll ein älterer Hund denn zwangsweise weniger Arbeit machen, als ein jüngerer?

Natürlich Cain war stubenrein und konnte die Grundkommandos, aber dafür durften wir solche "Lächerlichkeiten" wie alleine sein und Katzengewöhnung mit ihm üben.

Hast Du Dir Deine Frage nicht eigentlich schon selbst beantwortet? Der Hund war also schon stubenrein und konnte die Grundkommandos. Schön das Du zusätzlich mit Deinem Hund an "Lächerlichkeiten" gearbeitet hast, die in meinen Augen sowieso zu einer guten Sozialisierung dazugehören. Aber ein wenig an Arbeit hast Du dann wohl doch "gespart".

Ich habe nichts gegen Leute, die sich ältere Hunde aus dem TH oder TS holen. Für mich kommt es aber nicht in Frage aus den bereits benannten Gründen.
 
  • Midivi
Mir persönlich wäre das Alter völlig wurscht, ich würde einem alten Hund genauso ein Zuhause geben wie einem jüngeren Tier.
Mir ist auch das Geschlecht völlig egal.
Das Tier muß nur zur Lebenssituation passen.....


Durch meine Tierheimarbeit habe ich festgestellt, das gerade jüngere Leute überhaupt kein Problem mit älteren Hunden haben.
Dagegen kommen Omas und Opas zu uns, die - Entschuldigung - schon nicht mehr gerade laufen können und fragen nach einem jungen Hüpfer.
Da kriege ich jedesmal die Vollkrise.
Wir haben innerhalb von 1 Woche 3 Abgabehunde reinbekommen, weil die Leute ins Pflegeheim kamen. Diese Hunde sind alle noch jung.
Was wollen die alten Leute mit so einem Tier frage ich mich immer....
Wenn ich unseren Labbi-Neufi-Mix Max sehe, der sprüht vor Energie und Lebensfreude, den kann selbst ein junger Mensch kaum halten, wenn er mal Gas gibt.
Was bitte sucht so ein Hund bei einem Opa, der ihn überhaupt nicht auslasten kann?
War er überhaupt Gassi mit dem Tier? Irgendwie schwer vorstellbar......
Ich kann darüber nur den Kopf schütteln.

Genauso könnte ich die Leute jedesmal würgen, wenn sie zu uns die Tür reinkommen, sich noch nicht mal 3 Sekunden umgeschaut haben und nach einem Welpen fragen.
Letztens kam einer, dem war es völlig egal, welche Rasse, hauptsache ein Welpe.
Da fällt man echt vom Glauben ab.
Ich habe den Typ angeguckt wie ein Auto und gefragt, ob er das jetzt ernst meint.

Mit dem Spruch "ich erziehe meinen Hund von Anfang an" ist das auch immer so eine Sache. Ein Hund lernt sein Leben lang.
Man kann auch einem älteren Tier noch was beibringen.
Manche Leute denken nämlich, wenn der Hund mal 2, 3, 5, 8 Jahre alt ist, dann schaltet anscheinend das Gehirn ab und er lernt nix mehr, was natürlich auch totaler Schwachsinn ist.

Wir haben jetzt z. Bsp. eine Logopädin bei uns, die einen Therapiehund sucht.
Ihre Wahl ist auf eine alte Hündin gefallen (Fundhund), die super passt und einfach nur lieb ist.

Auch ein Welpe ist ein Überraschungspaket, man weiß auch nicht, wie sich das Tier entwickelt.
Deshalb finde ich die Aussage, das Tierheimhunde Überraschungspakete sind absolut nicht richtig.
 
  • Mayerengele
Gut, ich hätte mich wohl anders ausdrücken sollen...(fällt mir, wenn ich mich aufrege manchmal schwer:rolleyes:).. ich finde einfach den Ausdruck der Arbeit gespart, bzw. Bequemlichkeit sehr fehl am Platze...
Ich habe mir diese Arbeit nicht bewusst gespart, da ich mir kein "Komplett-Paket" aus dem TH geholt habe.
Cain kam nicht zu mir, WEIL er die Kommandos etc schon konnte, letztendlich wusste ich nicht einmal, ob er stubenrein ist.

Mich stört einfach wenn ich das Gefühl habe (und das mag jetzt nicht Deine Absicht gewesen sein, die meines Bekannten war es), dass man mich als faul hinstellt, weil ich nicht willig war einen Welpen zurechtzubiegen..

Ich respektiere im Übrigen jeden, der sich einen Welpen aus besagten Gründen zu sich nimmt. Das ist eine Sache, die muss jeder für sich entscheiden.
 
  • christine1965
Ein älterer Hund? Wenn ich nach meinem Herzen entscheiden würde, dann würden hier nur ältere Hunde einziehen, denn ich mag besonders die älteren graubärtigen Hunde, sie bringen so viel Lebenserfahrung mit und können doch noch einmal wie die jungen die Welt entdecken.

Aber - nun ist hier schon der zweite Hund "älter"... Meine erste Hündin wurde 19... Ein stolzes Alter, jeden Tag hab ich mit ihr genossen. Und dennoch muss ich sagen, sie hat mich finanziell mehr als einmal an den Rand meiner Leistungsfähigkeit gebracht. Ältere Tiere brauchen halt öfter mal den Tierarzt (wenigstens hab ich diese Erfahrung gemacht).

Nun wird unser Golden auch älter (fast 12 Jahre) - und auch er - er brauch nun häufiger mal den Tierarzt.

Wenn ich davon 4 hätte (wir haben jetzt vier Hunde), dann würd ich finanziell ganz schön in die Knie gehen.

Ja - ich weiß, dies Argument klingt absolut kaltschnäuzig - aber: ich würde mich einfach entsetzlich fühlen, wenn ich irgendwann mal sagen müsste "Sorry, diesmal kann ich Dir nicht helfen, weil das Geld fehlt..."

Besonders bei einem Tier, von dem ich ja relativ wenig weiß, wäre mir da das Risiko zu hoch...

Und dennoch - alte Hunde haben eine ganz besondere Ausstrahlung (und die meisten Hunde, die ich einfach nur toll finde, sind auch älter...)

Christine
 
  • Midivi
Manches hört sich für mich ein wenig nach Bequemlichkeit an. Man holt sich einen älteren Hund, weil der ruhiger ist, nicht so anstrengend wie ein Welpe und bestenfalls alle Kommandos drauf hat. Bloss keine Arbeit.

Also diese Aussage ist doch kompletter Käse.
Als Rufus zu uns kam, damals 2 Jahre und Fundhund, konnte er gar nix.
Ich habe mit ihm genauso in der Hundeschule gearbeitet wie mit meiner Hündin, die ich mit 5 Monaten vom Tierheim übernommen hatte.

Auch ein erwachsener Hund macht Arbeit.
 
  • sleepy
Die Angst vorm Tod? Wenn ich mit der Angst jeden Morgen aufstehen würde und jeden Abend ins Bett gehen, dann würde ich wohl schon lange am nächsten Baum hängen.

Es freut mich wirklich für dich, daß du die Fähigkeit hast, den Tod so schulterzuckend hinzunehmen. Es gibt aber nun mal Menschen die dazu nicht so ohne weiteres in der Lage sind.

Im Übrigen hänge ich deshalb noch nicht am nächsten Baum, weil ich ja kein Problem mit meinem eigenen Tod habe, sondern mit dem meiner Wegbegleiter - egal, ob Menschen oder Tiere. Das würde ich durchaus als normale Empfindung bezeichen.
 
  • Midivi
Aber - nun ist hier schon der zweite Hund "älter"... Meine erste Hündin wurde 19... Ein stolzes Alter, jeden Tag hab ich mit ihr genossen. Und dennoch muss ich sagen, sie hat mich finanziell mehr als einmal an den Rand meiner Leistungsfähigkeit gebracht. Ältere Tiere brauchen halt öfter mal den Tierarzt (wenigstens hab ich diese Erfahrung gemacht).

Nun wird unser Golden auch älter (fast 12 Jahre) - und auch er - er brauch nun häufiger mal den Tierarzt.

Wenn ich davon 4 hätte (wir haben jetzt vier Hunde), dann würd ich finanziell ganz schön in die Knie gehen.

Ja - ich weiß, dies Argument klingt absolut kaltschnäuzig - aber: ich würde mich einfach entsetzlich fühlen, wenn ich irgendwann mal sagen müsste "Sorry, diesmal kann ich Dir nicht helfen, weil das Geld fehlt..."
Ich kenne auch genug junge Hunde, deren Besitzer auch bereits ein Vermögen beim Tierarzt gelassen haben.
Meine Mia war da übrigens auch keine Ausnahme.
Ich weiß gar nicht, was der Hund uns im 1. Jahr gekostet hat.

Besonders bei einem Tier, von dem ich ja relativ wenig weiß, wäre mir da das Risiko zu hoch...

Weißt du bei einem Welpen wann der mal krank wird?
Auch nicht, oder?
 
  • Gabilein
Für mich persönlich käme nur noch ein altes Tier aus dem Tierschutz in Frage.

Nicht nur aus sentimentalen Gründen (und hiervon könnte ich sehr viele aufzählen) - sondern auch, weil:

a) mein Leben noch im "Umbruch" ist und (immer / noch hoffentlich lange) bleiben wird und ein altes Tier - auch wenn das jetzt sehr kaltschnäuzig klingt - nicht so lange Lebenszeit Verantwortung bedarf.

b) alte/ältere Tiere oft ruhiger sind, was besser zu meinem persönlichen Leben passt, als ein junger Wibbel oder gar ein Welpe.

c) man alte/ältere Tiere, welche entsprechend "entspannter" sind, leichter mal bei einem Hundesitter "parken" kann als einen Welpen/Junghund (meine Eltern würden mich rausschmeißen, wenn ich denen für Stunden einen z.B. nicht stubenreinen und Tische abräumenden Junghund "aufs Auge" drücken würde weil ich arbeiten muss und Uni habe).

d) ältere Tiere es oft leichter ertragen können, auch mal für längere Zeit ruhig in z.B. einem Büro zu liegen (Arbeit).

etc. pp.

PRO alter Hund! Für mich persönlich: Ausschließlich! :hallo:


Das kann ich nur voll unterschreiben !
Wir haben unseren Dicken aus genau diesen Gründen mit 9 Jahren aus dem Tierheim geholt. Er saß da schon 4 Jahre oder so , war Nieren und Herzkrank und hatte so einen treudoofen Blick....:love:
Sollte Baron mal nicht mehr sein ( ich hoffe es dauert noch seeeeeehr lange, aber er ist ja nu auch schon 13:heul: )
werden wir uns wieder für einen alten Hund aus dem Tierschutz entscheiden - ganz klar !
Ich finde Welpen unheimlich süß und knuddelig, wäre mir aber auf die Dauer zu stressig ..

Lg
Gabi
 
  • RHS
Mir ist es einfach zu riskant mit einem Hund RH-Arbeit zu machen, bei dem ich keine Ahnung habe wie er reagiert, wenn gewisse Unwägbarkeiten auftauchen. Deshalb immer ein Welpe, den ich von Anfang an sozialisieren kann und auf diese Dinge vorbereite.

Wieso sollte ein Welpe ein Überraschungspaket sein? Den suche ich mir nach meinen Kriterien aus, erzieh ihn mir selbst und zwar so, wie ich es will und für richtig halte. Er lernt alles kennen usw. Wer kann mir bei einem TH oder TS Hund sagen, wie er auf gewisse Dinge reagiert, die für mich und meine Arbeit wichtig sind?

Ein Hund lernt sein Leben lang. Richtig. Aber gibt es nicht auch wichtige Phasen in der Entwicklung eines Hundes, die sehr früh in seinem Lebensabschnitt stattfinden und über die ich gerne die Kontrolle hätte?
 
  • Christy
Moin.

Ich bin da quasi gespalten.

1. Mein nächster Hund wird ein Welpe / Junghund sein. Argumente wurden hier schon genannt.

2. Mein 2.-Hund darf ein alter Hund sein. Ich habe einen Hund mit ca. 8-9 Jahren aus dem Tierschutz übernommen, und der ist einfach nur ein Traum. :love:


Ich finde es etwas schwierig, hier zu antworten... hängt das doch sehr von der "Zielsetzung" ab... :verwirrt::)
 
  • Christy
Aber gibt es nicht auch wichtige Phasen in der Entwicklung eines Hundes, die sehr früh in seinem Lebensabschnitt stattfinden und über die ich gerne die Kontrolle hätte?

Exakt. Und ich hatte sie nun 3x nicht...
 
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