Der "Ich bin traurig über ..." Fred !

Es dauert bei beide varianten eigentlich gleich lang.
Hab ich tatsächlich anders gesehen..es gibt eine Serie im niederländischen TV die sehe ich mir immer an Over mij lijk...da geht es um unheilbar an Krebs erkrankte junge Menschen die ihre Euthanasie planen..da wird ausführlich berichtet wie das Prozedere ist und ja man muss einige Sachen vorher klären, aber es dauert in der Regel nicht so lange. Ich behaupte übrigens nicht das sie dort zu sorglos sind, das will und wollte ich damit nicht zum Ausdruck bringen, aber sie machen es sterbenskranken Menschen nicht unnötig schwer, so wie hier.
 
  • 14. Dezember 2025
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Bei meine mutter gings gar nicht, obwohl sie das auch wollte, weil sie von der rolle war. ( wobei, die war schon immer total gestört, dr. Yekill and mrs hide)
 
"Ihr Psychiater habe Zoraya gesagt: „Wir können nichts mehr für Sie tun. Es wird nie besser werden.“"

Falls der das wirklich wörtlich so gesagt hat, gehört der auf alles verklagt, was er hat und sollte nie wieder als Arzt praktizieren dürfen. Aber gut, wahrscheinlich ist das eher eine subjektive Deutung der Aussage. Wenn ihr allerdings wirklich eingeredet wurde, dass es nicht besser werden kann, ist das halt keine informierte Entscheidung, die sie da trifft. Denn das stimmt halt einfach nicht.

Ansonsten kann ich durchaus verstehen, dass man in der Situation sterben will. Zumal "Borderline" bei Frauen ja auch verdammt oft einfach nur eine Verlegenheitsdiagnose ist und in Wirklichkeit einfach "komplexe Traumafolgestörung irgendeiner Art" heißt. Vor allem, wenn Autismus dazu kommt. Mein Borderline ist ja auch magisch "geheilt" und hat sich als kompetente Leute am Werk waren als Autismus und kPTBS herausgestellt. Und vor allem als sowas von behandelbar, wenn man halt weiß wie.
 
Wenn ihr allerdings wirklich eingeredet wurde, dass es nicht besser werden kann, ist das halt keine informierte Entscheidung, die sie da trifft.
Das sehe ich zwiegespalten. Wenn jahrelange Therapie und Medikation ihr nicht helfen konnten, dann kann ihr aktuell nicht geholfen werden.
Natürlich können jederzeit immer neue Medikamente gegen ALLE Krankheiten auf den Markt kommen. Oder sie probiert noch 4 weitere Ärzte und Therapeuten aus. Es gibt aber keine Erfolgsgarantie. Und wenn ein Mensch schon lange leidet und viel probiert hat, dann gestehe ich ihm auch zu, dass seine Krankheit aktuell nicht zu heilen ist. Und verlange nicht einen weiteren Leidensweg auf unbestimmte Zeit.
Ich finde die „“ bei unheilbar auch furchtbar.
 
Die Diskussion ist so interessant wie schwierig. Psychische Erkrankungen sind quasi ebenso häufig behandelbar wie unheilbar. Will heißen: objektiv gibt’s da theoretisch zahllose Möglichkeiten. Subjektiv ist da in der Regel ein sehr langer Leidensweg dahinter und der fehlende Blick in eine positive Zukunft ist ja schon allein Teil des Krankheitsbildes.

Und genau da liegt schon das Problem in einer Beurteilung im Hinblick auf einen Suizidwunsch.
 
und der fehlende Blick in eine positive Zukunft ist ja schon allein Teil des Krankheitsbildes.
Ja das ist schwierig, bei Depressionen zumindest. Aber wenn man jetzt ein schweres körperliches Leiden hat und daher den Sterbewunsch, sagt ja auch keiner „Ja das wünscht Du Dir ja nur weil Du XY hast und vielleicht bringt die Pharmaindustrie ja noch was raus“.
Am Ende suizieren sich viele ja auch allein, es stellt sich oft nur die Frage wie. Und nicht ob.
 
Das sehe ich zwiegespalten. Wenn jahrelange Therapie und Medikation ihr nicht helfen konnten, dann kann ihr aktuell nicht geholfen werden.
Natürlich können jederzeit immer neue Medikamente gegen ALLE Krankheiten auf den Markt kommen. Oder sie probiert noch 4 weitere Ärzte und Therapeuten aus. Es gibt aber keine Erfolgsgarantie. Und wenn ein Mensch schon lange leidet und viel probiert hat, dann gestehe ich ihm auch zu, dass seine Krankheit aktuell nicht zu heilen ist. Und verlange nicht einen weiteren Leidensweg auf unbestimmte Zeit.
Ich finde die „“ bei unheilbar auch furchtbar.
Ich bin da ganz deiner Meinung, ich glaube, du verstehst mich falsch. Aktuell austherapiert (aus Sicht des Behandlers) ist halt was anderes als "es kann nie besser werden". Bei mir hieß es ja auch ewig "nö, also wir haben eigentlich eh schon alles probiert, müssen Sie halt mit leben", bis ich dann halt mal an die Leute geraten bin, die die Sache richtig eingeschätzt haben und da hatte ich wahnsinniges Glück, nach dem es ewig nur immer schlimmer wurde. Und es geht mir ja auch immer noch beschissen, nur halt nicht mehr so, dass ich jede wache Minute aktiv gegen den Suizidwunsch ankämpfen muss und Symptome habe. Aber so eine absolute Aussage "es KANN nicht besser werden" geht imo nicht. Kann es, auch wenn das ein beschissener, langer Weg ohne Garantien ist und ich jeden verstehen kann, der sich entscheidet, ihn nicht zu gehen.

Und leider ist halt "Behandlung" bei Borderline oft Schema F, bei dem man halt verwahrt wird, wenn man zu suizidal ist und mit Glück noch DBT.
 
Aber wenn man jetzt ein schweres körperliches Leiden hat und daher den Sterbewunsch, sagt ja auch keiner „Ja das wünscht Du Dir ja nur weil Du XY hast und vielleicht bringt die Pharmaindustrie ja noch was raus“.

Doch, das sage ich dem großen Ü derzeit so alle ein bis zwei Wochen. Weil es ja auch bei einem bis vor 2, 3 Jahren komplett unerforschten Krankheitsbild durchaus so sein kann.
 
Ja, KANN. Aber der Vergleich hinkt auch. Zum einen haben die meisten keinen Leidensweg von 2-3 Jahre hinter sich, sondern von 10-30 Jahren, dann leiden sie meistens nicht an „neuen“ Erkrankungen und es sind idR erwachsene Menschen, die ihre Chancen auch selbst einschätzen können.

Du kannst das dem Ü sagen, ob die Hoffnung berechtigt ist, wird man dann leider erst sehen.
 
Der würde ich derzeit dasselbe sagen.
Aber die könnte den Stand der Forschung evtl. auch selbst nachlesen.
 
Ja aber das kann man doch bei jeder Krankheit sagen? Ich meine, dann müsste man jedem mit einer derzeit nicht komplett heilbaren Krankheit sagen, er soll warten ob die Forschung noch was bringt? Wie lange sollen die warten (müssen) und dabei leiden? Ich stecke doch nicht in deren Haut und weiß nie genau was ich da verlange?
Da fühle ich mich unwohl Hoffnung auf die Forschung zu machen.
Das heißt ja nicht, dass man in einem Gespräch total negativ ist und sagt „Jo, hast recht, bring Dich lieber gleich um“. Aber wenn ein langjähriger Leidensweg und Sterbewunsch besteht, würde ICH nicht zum Durchhalten animieren. Da akzeptiere ich den Willen des Kranken.
 
Ja aber das kann man doch bei jeder Krankheit sagen? Ich meine, dann müsste man jedem mit einer derzeit nicht komplett heilbaren Krankheit sagen, er soll warten ob die Forschung noch was bringt?
Nein, ich denke wirklich, da gibt es von Krankheit zu Krankheit schon sehr große Unterschiede.

Es gibt Krankheiten, an denen wird nicht (mehr) sehr aktiv (oder auch gar nicht) geforscht und/oder man hat in 20 Jahren oder länger nichts Wirksames gefunden und auch die derzeitige Entwicklung der Forschung generell läuft nicht in eine hilfreiche Richtung. Und andere sind noch relativ neu, die Forschung läuft auf Hochtouren, braucht aber einfach noch etwas Zeit.

Darum schrieb ich: "Weil es ja [auch] bei einem bis vor 2, 3 Jahren komplett unerforschten Krankheitsbild durchaus so sein kann." - Das auch war hier bekräftigend gemeint, nicht einschließend, ich merke gerade, dass der Satz dadurch missverständlich wird.

Was ich meinte, war also nicht: "Das kann und sollte man jedem sagen, denn was hier gilt, gilt immer!" Sondern: "Es gibt durchaus Fälle, in denen man das kann - neben anderen, in denen es ist, wie du schreibst, und die Hoffnung auf Heilung eine sehr kleine oder vage ist."

Ich habe das also nicht "verglichen", sondern einander gegenübergestellt.

In anderen Worten: Es gibt Leute, die leiden körperlich so schwer, dass sie ihr Leben unerträglich finden und gern beenden würden. Gäbe es eine Therapie und könnte man ihre Symptome lindern, würden sie sich anders entscheiden. Und je nach Krankheit ist es wahrscheinlicher oder weniger wahrscheinlich, dass es in näherer Zukunft Hilfe für sie gibt, und dementsprechend ist es entweder angemessen oder es wäre komplett verfehlt, ihrem Wunsch zu entsprechen.

Jetzt klarer?
Aber wenn ein langjähriger Leidensweg und Sterbewunsch besteht, würde ICH nicht zum Durchhalten animieren. Da akzeptiere ich den Willen des Kranken.

Wo habe ich denn gesagt, dass ich das nicht tun würde?

Du hast geschrieben:

Aber wenn man jetzt ein schweres körperliches Leiden hat und daher den Sterbewunsch, sagt ja auch keiner „Ja das wünscht Du Dir ja nur weil Du XY hast und vielleicht bringt die Pharmaindustrie ja noch was raus“.

Und ich habe geschrieben, je nach Krankheitsbild und Hintergrund kann man das sehr wohl sagen und tut es auch, oder eben nicht!

Edit: Man kann ja schon bei Krebs nicht pauschal irgendwas über Prognosen und Therapieaussichten sagen - während es bei der einen oder anderen Art sehr gut aussieht, gibt es immer noch welche, wo es eben nicht so ist und man nach der Diagnose sich eigentlich nur noch eine schöne Zeit machen kann, wenn das überhaupt noch möglich ist.
 
Forschen kann man viel und es wird auch viel geforscht. Ob es dann auch ein zugelassenes Medikament wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Und ob es dann auch verschrieben und von den Kassen bezahlt wird ...
 
@heisenberg

Diese Diskussion wird mir jetzt zu mühsam. ;)

Man kann alles zerreden, wenn man es will.

Der Punkt ist: Die theoretische Aussicht auf eine bahnbrechende Therapie eignet sich in der Praxis definitiv nicht immer (tatsächlich sogar sehr oft nicht) als Argument gegen eine Selbsttötung. Aus vielen hier aufgezählten Gründen.

Aber manchmal eben doch.

Diesbezüglich sehe ich tatsächlich keinen Unterschied zwischen seelischen und körperlichen chronischen Erkrankungen.
 
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