Der "Ich bin traurig über ..." Fred !

Ich fände eine freiwillige ergebnisoffene Beratung gut. Eine verpflichtende Beratung ist ein Stück Entmündigung in meinen Augen. Mag ja sein, dass ich da komisch bin.
Wie würdest du das dann sehen/lösen? Ein tödliches Medikament rezeptfrei in der Apotheke zugänglich machen?
Klingt vielleicht provokativ, ist aber absolut nicht so gemeint. Ich finde das Thema wie das gesetzlich geregelt werden kann interessant und total wichtig. Und grade recht spannend, dass meine Meinung wer Zugang bekommen sollte mir im Alltag oft als viel zu locker rückgemeldet, von dir aber als zu restriktiv empfunden wird.
 
  • 7. Dezember 2025
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Hi Dunni ... hast du hier schon mal geguckt?
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Nein, natürlich nicht rezeptfrei in der Apotheke. Natürlich muss man mit dem, der einem Zugang zum Medikament verschafft, drüber sprechen. Wenn DAS als das gemeinte verpflichtende Beratungsgespräch zählt, ist das für mich okay.
So habe ich das aber nicht verstanden. Wenn ich falsch liege, will ich nichts gesagt haben, aber für mich klingt "verpflichtendes Beratungsgespräch" nach einem vorgeschalteten Gespräch mit einer Kontrollinstanz. Und je nachdem, wie die tickt, ist es vielleicht nicht ergebnisoffen.
Um bei lektos Beispiel mit dem Schwangerschaftsabbruch zu bleiben: ich weiß nicht, ob das heute noch so ist, aber zu meiner Zeit hatte man die Wahl zwischen unterschiedlichen Beratungsstellen. Wenn ich sicher war, dass ich abtreiben wollte, und nur pro forma die Beratung halt brauchte, ging ich halt nicht zu einer der kirchlichen Beratungsstellen. Insofern war das machbar.
Wenn das aber nicht so ist, kann das eine riesige Hürde sein. Das wäre meine Angst: dass mein Wille nicht anerkannt wird und mir das Recht abgesprochen wird, von Dritten. Für mich inakzeptabel.
 
@snowflake

Bei uns gab es (zumindest damals) nur die Caritas (katholisch) - mW muss die Schwangerschaftskonfluktberatung heute ergebnisoffen sein.

Wenn ich mich richtig erinnere, hat die kath. Kirche dem vor Jahren zähneknirschend zugestimmt, um nicht gar keine Beeatubg mehr machen zu dürfen.

Aber ich verstehe, was du meinst.
 
Das wäre meine Angst: dass mein Wille nicht anerkannt wird und mir das Recht abgesprochen wird, von Dritten.
Ja, aktuell liegt es in der Hand der Ärzte wenn ich das richtig im Kopf habe. Und da kann einem das anscheinend sehr leicht passieren, dass man keinen findet, der den Willen akzeptiert und bereit ist zu helfen. Erst recht, wenn es nicht um eine körperliche Krankheit im Endstadium geht.

Das müsste in meinen Augen dringend verbessert werden. Mit nachvollziehbaren Kriterien und dem klaren Recht dann auch Hilfe zu bekommen.
 
@snowflake

Bei uns gab es (zumindest damals) nur die Caritas (katholisch) - mW muss die Schwangerschaftskonfluktberatung heute ergebnisoffen sein.

Wenn ich mich richtig erinnere, hat die kath. Kirche dem vor Jahren zähneknirschend zugestimmt, um nicht gar keine Beeatubg mehr machen zu dürfen.

Aber ich verstehe, was du meinst.
Ich kenne nur Pro Familia (1980er Jahre). Die durften aber auch über die Indikation entscheiden. War das auch sowas kirchliches?
 
@Candavio

Ich wünsche Dir/Euch für morgen ganz viel Kraft und dass Zabi friedlich einschlafen darf.
Du hast meinen größten Respekt für die Entscheidung, ihn nicht leiden zu lassen. Ich weiß genau, wie schwer es ist, sie zu treffen.
Fühl Dich umarmt.
 
@snowflake

Ich erinnerte mich nicht ganz richtig - die Caritas musste aufhören, rechtsgültig zu beraten, weil der Papst eine ergebnisoffene Beratung nicht akzeptiert hat.

Darauf wurde der Verein gegründet, und bei dem war ich tatsächlich zur Beratung. :)
 
Zu meine zeiten in der schweiz, musstest du zum psychiater. Das war was, so ein bartiger sandalen figur, fragt mich warum sind sie hier? Meine antwort hat ihm nicht gefallen. Er hat mir den zettel gegeben und mich raus geschickt mit die worten: mir grausts vor ihnen. Ich muss noch lachen wenn ich drann denke.
 
Ich war 2007 bei Pro Familia und die haben ganz eindeutig pro Baby beraten, obwohl meine persönliche Entscheidung aus einer Vielzahl von Gründen unumstößlich war. Das mündete in eine richtige Diskussion. Jemand weniger stabiles wäre aus dieser „Beratung“ möglicherweise mit einem handfesten inneren Konflikt rausgegangen. Ich war in meiner Überzeugung und Entscheidung sicher und habe es nie bereut.

2017 war ich nochmal bei einer solchen Beratung, damals mit einer bewusst gewählten Schwangerschaft und plötzlich aufgetretenen Zweifeln. Das Gespräch habe ich mit einer Sozialarbeiterin (?) im Landratsamt geführt und es war richtig richtig gut. Ich fühlte mich verstanden, meine Ängste und Zweifel wurden ernst genommen und es wurde völlig ergebnisoffen über das gesprochen, was mich bewegt hat. Heute ist der Große acht Jahre alt und hat noch eine jüngere Schwester bekommen und ich habe es nicht einen Tag bereut.

Was ich 2007 aber wirklich schlimm fand, waren die Werbebrochüren für künstliche Befruchtung mit glücklich lächelnden Müttern und Babys im Wartezimmer der Abtreibungsklinik. Das war für mich ein absolutes WTF, denn da kommen sicher auch jede Menge Frauen hin, die sich zu einem solchen Schritt gezwungen sehen, ohne das selbst so wirklich zu wollen.
 
Ich denke, historisch gesehen, ist es in D nicht möglich einem körperlich gesunden Menschen einen "Freitodschein" zu geben - und angesichts der von Streck (? Der Anti Dorsten) getätigten Aussagen (keine teuren Medikamente an alte Leute zu verschwenden) möchte ich das auch irgendwie nicht.

Keine Ahnung und es mag dystopisch klingen (andererseits waren wir da ja schon mal), aber ich will irgendwie nicht, dass der Staat solche Möglichkeiten schafft und aus freiwillig und selbstbestimmt irgendwann sozial verträgliches Frühableben wird.

Ich meine es ist aus Gründen nicht erlaubt, dass ich meine Organe verkaufen darf, selbst Leihmutterschaft ist aus eben solchen Gründen verboten.

Ich hab irgendwie Angst, dass wenn die Wahl (du willst nicht mehr leben, hier ist dein sauberer Ausweg) erst einmal da ist, der Weg zu "willst du wirklich deinen Kindern/dem Staat zur Last fallen?" zu "ihr Kontingent an Sozialleistungen ist aufgebraucht, entweder sie schaffen es jetzt alleine oder sie haben andere Möglichkeiten" sehr kurz ist.

Wie gesagt, wir waren schon mal an einem ähnlichen Punkt in der Geschichte.
 
Ich preise mich glücklich schweizerin zu sein und mitglied von exit.

Wenn ich meine das es mir reicht, sollte ich doch wohl bitte selber bestimmen dürfen ob ich sterben darf. Mein vater wurde auf seinem wunsch euthanasiert und das war prima geregelt in holland.
 
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