Der "Alles über Pferde"-Thread

  • Crabat
Ich kann mir vorstellen, dass da schnell mal was einreißt oder hängenbleibt oder eingeklemmt wird, auch wenn es nicht passieren sollte.
Ja natürlich. Das war bei Werth wohl auch die Ursache.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Crabat :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • lektoratte
Man muss natürlich hinschauen. Aber wie gesagt, ich denke, in den Privat Ställen gehen viel mehr schlimme Sachen ab.

Ich glaube, da ist teils der Ehrgeiz sehr groß und Zeit und Mittel sind begrenzt… und dann wird es evtl. haarig.

Sagte zumindest neulich ein (Hunde-)Bekannter, dessen Frau/Freundin? S-Dressur reitet.

So irgendwie nach dem
Motto: Bei reichen Leute, die sich mit einem rundum Sorglos-Paket aus Spitzenpferd und Beritt den Dressurerfolg “einkaufen”würden, sei wenigstens sichergestellt, dass sich den größten Teil der Zeit Fachleute ums Pferd kümmern.
Oder so.

Ob das stimmt (und ob er als nicht reitender Mann vom Dressur-As da nun so viel Durchblick hat) - keine Ahnung. Aber es scheint rund um Düsseldorf extrem viel Geld im Pferdesport zu stecken.

Und es sind teils schon sehr eindeutig sehr reiche Leute, denen nix zu teuer (aber auch nur wenig wirklich gut genug) ist, die bei uns und umzu in den Ställen ihre Pferde stehen haben.
 
  • Joki Staffi
Ich glaube, da ist teils der Ehrgeiz sehr groß und Zeit und Mittel sind begrenzt… und dann wird es evtl. haarig.

Sagte zumindest neulich ein (Hunde-)Bekannter, dessen Frau/Freundin? S-Dressur reitet.

So irgendwie nach dem
Motto: Bei reichen Leute, die sich mit einem rundum Sorglos-Paket aus Spitzenpferd und Beritt den Dressurerfolg “einkaufen”würden, sei wenigstens sichergestellt, dass sich den größten Teil der Zeit Fachleute ums Pferd kümmern.
Oder so.

Ob das stimmt (und ob er als nicht reitender Mann vom Dressur-As da nun so viel Durchblick hat) - keine Ahnung. Aber es scheint rund um Düsseldorf extrem viel Geld im Pferdesport zu stecken.

Und es sind teils schon sehr eindeutig sehr reiche Leute, denen nix zu teuer (aber auch nur wenig wirklich gut genug) ist, die bei uns und umzu in den Ställen ihre Pferde stehen haben.

Zumindest kenne ich es von vielen. Da werden Pferde gekauft, weil man denkt sie wären gut. Sind sie es nicht, trotz extremem Druck und teilweise sogar verbotenen Methoden, kommen sie weg und die Nächsten kommen.

Ein wirkliches Spitzenpferd kann halt auch mal mehr als ein "normales" Einfamilienhaus kosten. Da hat es noch keine Ausstattung, noch keinen Trainer, noch keinen Beritt. Also so ganz Unrecht hat dein Bekannter, denke ich, nicht.
Und wie Johanna schon schrieb, die Werth liebt die Tiere schon auch. Warum was passiert ist, die Frage zu stellen ist richtig und vollkommen angebracht.
Aber wie gesagt, es geht. Auch im Spitzensport mit Tieren ohne Gewalt. Wenn man es will.
 
  • Lille
Da werden Pferde gekauft, weil man denkt sie wären gut. Sind sie es nicht, trotz extremem Druck und teilweise sogar verbotenen Methoden, kommen sie weg und die Nächsten kommen.
Ich habe es auch schon erlebt, dass die Pferde sehr wohl gut waren, die Reiter aber nicht ;) Und wenn dann die Selbsteinschätzung nicht zum Können passt, ist eben das Pferd Schuld.

Ich denke, es ist gut, dass zum Wohle der Pferde mittlerweile genauer hingeschaut wird und dass man nicht alle über einen Kamm scheren sollte.

Und ich kenne übrigens auch Pferde, die sich auf der Weide bzw. bei einem ganz normalen Ausritt so verletzt haben, dass sie eingeschläfert werden mussten. Ein weiteres hatte sich in der Box schwer verletzt, konnte aber gerettet werden. Das soll nichts rechtfertigen, aber Unfälle passieren leider.
 
  • Joki Staffi
Ich habe es auch schon erlebt, dass die Pferde sehr wohl gut waren, die Reiter aber nicht ;) Und wenn dann die Selbsteinschätzung nicht zum Können passt, ist eben das Pferd Schuld.

Ich denke, es ist gut, dass zum Wohle der Pferde mittlerweile genauer hingeschaut wird und dass man nicht alle über einen Kamm scheren sollte.

Und ich kenne übrigens auch Pferde, die sich auf der Weide bzw. bei einem ganz normalen Ausritt so verletzt haben, dass sie eingeschläfert werden mussten. Ein weiteres hatte sich in der Box schwer verletzt, konnte aber gerettet werden. Das soll nichts rechtfertigen, aber Unfälle passieren leider.
Volle Zustimmung. Du beschreibst es super.
Viele reiten schlecht, sehr schlecht. Die Pferde kompensieren das oft lange und wirklich gut. Muss man ihnen lassen, die meisten Pferde sind unfassbar geduldig und machen das mit. Natürlich gibt's auch Pferde, wie unsere eine Stute, die dir genau zeigt das was nicht passt. Dann geht die Suche los. Der Sattel, irgendwas im Bewegungsapparat, wie sitzt man. Bei der Stute war es in dem Fall der Sattel, sie hatte gemerkt das ein Polster komplett hart war. Also hat auch sie einen frisch angepassten Sattel bekommen.

Wie viele von den "normalen" Reitern reiten ohne korrektes Training? Die Pferde sind untrainiert, müssen Sachen tun die ihnen nicht gut tun. Sie machen es, in den allermeisten Fällen.
Da kann man echt Bücher drüber schreiben. Das geht los mit Boxen- oder lieber Offenstallhaltung, über korrektes Reiten, die Gesundheit der Pferde, die Ausstattung, und so weiter und so weiter.

Unser Sattler hat erzählt er war letztens beim Landesgestüt Sachsen. Der Springtrainer des Landes Sachen zum Thema Sattel und Anpassung :" für die 30 Sekunden die der durch den Parcour muss, kriegt hier keiner von mir den angepassten Sattel"
Buff, da stand mir die Gusche offen:rolleyes:

Deswegen ist das was du schreibst so wichtig. Unfälle passieren und definitiv im normalen Reitsport mehr als im Spitzensport. Eben weil da das zum Tragen kommt, was @lektoratte schrieb.
Das hat was mit guten Trainern, guter Ausstattung und dem ganzen Drumrum zu tun. Es ist ja auch ein sehr teurer Sport.
 
  • Spicy
Da hier ja so viele Pferdeleute sind hätte ich mal ne vielleicht blöde Frage… obwohl wenn ich mir den Verlauf hier so anschaue, gibt es vllt gar keine eindeutige Antwort.
Denkt ihr die Pferde auf der Rennbahn werden gequält, bzw ist das Quälerei?
Es reizt mich irgendwie schon sehr mir das mal anzuschauen, wo ich nun eine in der Nähe habe. Aber wenn ich denn so les, das ist reine Tierquälerei möchte ich das natürlich auch nicht unterstützen.
Klar, es geht um viel Geld, da gibt es sicherlich auch schwarze Schafe…aber überwiegen diese? Oder ist das eher die Ausnahme und die meisten pflegen und trainieren ihre Pferde gut und die Tiere haben auch Spaß am Rennen? :gruebel:
 
  • toubab
Ob pferde da spass drann haben? Ich zögere. Hunden rennen dagegen sehr gerne.

nimmt nicht weg das ich ein gast auf pferderennen bin/war.
 
  • helki-reloaded
Denkt ihr die Pferde auf der Rennbahn werden gequält, bzw ist das Quälerei?

Ja, denke ich. Ist zwar schon ein Weilchen her, dass ich ein paar Tage auf der Rennbahn beim Training geholfen (und desillusioniert hingeschmissen) habe - aber zumindest baulich hat sich an der betreffenden Rennbahn nichts geändert. Die Boxen sind für die allermeisten Pferde duster und klein. Für regelmäßigen täglichen Weidegang fehlt es meist an Platz und wenn es rausgeht, dann meistens aus Angst vor Verletzungen alleine. Bei einem Hund würde man das als nicht artgerecht (zurecht!) kritisieren.

Des Weiteren werden die Tiere mMn viel zu früh eingesetzt und ich will gar nicht wissen, wie viele im Training und auch beim Rennen auf der Strecke bleiben.


(das war auf der Rennbahn - ich bin sicher, die Dunkelziffer der außerhalb von Rennen "umgekommenen" Pferde ist um einiges höher, und von denen, die weniger spektakulär zum Schlachter gekarrt werden, weil sie nicht mehr reitbar sind, ganz zu schweigen). By the way: wer peta doof findet, kann das gerne tun, an den Zahlen ändert das nichts.

Und umsonst leiden gerade Rennpferde vermutlich auch nicht deutlich häufiger an Magengeschwüren als andere Pferde ()

Ja, solange die Pferde Geld bringen bzw. man erwartet, dass sie noch was einbringen werden, werden sie "gut" versorgt, zumindest so "gut", dass sie Leistung bringen können (artgerecht ist mMn ganz, ganz anders). Wird keine Leistung erbracht oder es kommt zu einem Sehnenschaden oder einer Verletzung im Training, im Rennen oder im normalen Alltag, ist das nicht mehr der Fall. Zumindest nicht, wenn abzusehen ist, dass die Tiere nicht mehr im Rennen eingesetzt werden können und so viel Platz haben die Tierschützer und Freizeitreiter gar nicht, um den "Ausschuss" aufzufangen, damit keines dieser Tiere beim Schlachter landet. Das sollte man sich schon vor Augen halten und mMn bitte nicht unterstützen. Ich hab ein paar Rennpferde kennengelernt, die das Glück hatten, bei guten und erfahrenen Freizeitreitern zu landen. Keines der Tiere war in der Anfangszeit auch nur im Ansatz "normal" oder nicht panisch. Aber alle haben sich (mal schnell mal weniger schnell) akklimatisiert.

 
  • heisenberg
Ich war früher auch auf Rennbahnen zusehen und habe auch gewettet. Aber nachdem ich mich einmal mit einen Jockey unterhalten habe, der das nicht mehr machen wollte und mir ein paar Geschichten erzählt hat, unterstütze ich sowas nicht mehr. Aber ich bin auch was Pferde angeht Laie und ich sehe es wie in jedem Leistungssport: Es ist da nicht immer alles rosarot und Sonnenschein und ich vermute, sobald es um viel Geld geht werden da auch unerlaubte Mittel oder Doping verwendet. Wie überall halt im Leistungssport gibt es viele schwarze Schafe.
 
  • Lille
Ich persönlich würde dort nicht hingehen. Eben weil die Pferde so extrem jung schon in den Sport gehen. Das ist m. W. nach wie vor gängige Praxis.
 
  • Paulemaus
Ich tue mir eine Rennbahn nicht an, habe ich auch nie. Ich habe schon vor vielen Jahren mitbekommen, dass die Pferde dort viel zu jung verheizt werden. Dann gab es in der Zeitung mal ein Bild von einem gestürzten Pferd, dessen Vorderbein wie ein Streichholz nach oben abgeknickt war und das getötet werden musste.

Solange sich so viele begeistert das "Spektakel" ansehen und mit Pferdewetten hohe Gewinne gemacht werden können, wird sich aber für die Pferde nichts ändern.
 
  • Paulemaus
ich vermute, sobald es um viel Geld geht werden da auch unerlaubte Mittel oder Doping verwendet. Wie überall halt im Leistungssport gibt es viele schwarze Schafe.

Geld versaut gerne mal den Charakter. Mit dem richtigen Pferd können die Halter Millionen machen. Da könnte es schwierig werden, zwischen Tierwohl und Profit zu wählen.
 
  • lektoratte
Ich fürchte, für allzu viele Leute (im Sport) ist das gar nicht schwierig.

Es gibt so viele Pferde, und es kommen immer neue nach - bis auf wenige Ausnahmetalente sind die einzelnen Tiere im Sportbetrieb letztlich schnell ersetzbar.

Und letztlich ist das „Nutztierhaltung“: Wenn der Aufwand den Ertrag zu sehr schmälert, „rechnen“ sich weitere Investitionen nicht.

Ich finde das bei Pferderennen irgendwie schräg, weil hier die „Nutzung“ des Tiers ausschließlich zur Unterhaltung des Menschen dient. Also, des Zuschauers.

Ich seh da auch weniger die sportliche Leistung des Teams „Mensch - Pferd“, weil die Jockeys mW die Pferde manchmal am Renntag das erste Mal sehen. Ok - die können gut reiten und sind dran gewöhnt, sich schnell auf Pferde einzustellen, aber irgendwie kommt mir das dann eher vor wie Motorrad fahren?
 
  • Spicy
Okay danke euch. Ich habe es ja schon ein wenig befürchtet… Da ich allerdings so gar nicht im Pferdethema drin bin, schwang da doch ein wenig Romantik von kitschigen Pferdefilmen mit… :tuedelue::rotwerd:
 
  • Crabat
Ich war schon oft auf der Rennbahn, habe zeitweise in Rennställen gearbeitet und wohne auch von Rennställen umgeben ( und habe losen Kontakt).
Ich halte die gängige Trainingspraxis für nicht sehr tierfreundlich. Bzw, für weniger tierfreundlich als in einigen anderen Reitsportarten.
Hauptsächlich wegen Zuchtpraxis, Alter beim Antrainieren und der zwangsweise frühen Verabschiedung aus dem Sport.

Aber, wenn man ehrliches, kritisches Interesse zeigt, schadet es mMn nicht dort mal hinzugehen und sich selbst ein Bild zu machen. Im Gegenteil. ;)
 
  • Crabat
Und letztlich ist das „Nutztierhaltung“: Wenn der Aufwand den Ertrag zu sehr schmälert, „rechnen“ sich weitere Investitionen nicht.

Ich finde das bei Pferderennen irgendwie schräg, weil hier die „Nutzung“ des Tiers ausschließlich zur Unterhaltung des Menschen dient. Also, des Zuschauers.
Wie im Zoo.
 
  • Joki Staffi
Ich persönlich gehe da nicht hin.
Ich weiß was da teilweise abgeht und ich weiß wie zeitig die Pferde, die es soweit unbeschadet überstehen, raus genommen werden müssen. Weil sie einfach durch sind.
Viel zu jung, viel zu viel Belastung. Die sind ja zum Großteil noch nicht mal richtig fertig mit wachsen.
Nein, keine Chance. Das unterstütze ich nicht. Nicht meine Welt. Auch meine Chefin geht da nicht hin, weil sie weiß was da läuft und auch schon mitbekommen hat, was teilweise noch hinter den Kulissen passiert. Ist natürlich wieder subjektiv, aber viel "gängige Praxis" ist uns Beiden da schon völlig zuwider.
 
  • lektoratte
Jein.

Pferde gibt es genug und ausreichend.
Die kann man überall sehen/erleben.

Wobei viele Leute, die Rennen verfolgen, sich nur nebenbei wirklich für die Pferde interessieren, sondern eher fürs Wetten.

Das kann man aber auch auf alles mögliche, auch überall.

Manche Tiere gibt es aber nur noch im Zoo oder der Zoo bietet die einzige Möglichkeit, sie zu erleben, ohne direkt um die halbe Welt zu fliegen, was möglicherweise wenigstens den einen oder anderen Menschen anders für Artenschutz begeistert, als ein Tierfilm es könnte.

Ich seh also in (verantwortungsvoll geführten) Zoos zumindest einen indirekten Nutzen für alle Tiere (wenn auch nicht immer für das Tier im Zoo selbst).

Und speziell im Pferderennen gar keinen Nutzen für das Pferd als solches. Weil es da wirklich nur Rädchen in einer Art Industriebetrieb ist.

Aber vielleicht sehe ich das auch zu eng - vom Rennsport verstehe ich ja auch nicht wirklich was. :kp:
Viel zu jung, viel zu viel Belastung. Die sind ja zum Großteil noch nicht mal richtig fertig mit wachsen

Das ist auch mein Bedenken.

Wenn ich mir die Zweijährigen angucke, die daheim so auf den Weiden herumeiern - dann sind die doch irgendwie maximal „Halbstark“, oder?

Man fängt doch bei anderen Sportarten mit Pferden auch nicht so früh an?
 
  • Joki Staffi
Nein und genau das ist ein Punkt der uns absolut zuwider ist.
Also ich kann es ja jetzt von dort, wo ich gerade bin, sagen. Die wurden alle 4 Jährig antrainiert. Und ca. 4,5 Jährig angeritten.

Naja, klar kann man Pferde überall sehen und es gibt viele. Aber, wie in jeder Zucht, gibt es auch da ganz besondere Pferde.
 
  • hundeundich2.0
Der Trend der letzten Jahre ist leider schon so , dass ein Großteil der Pferde dreijährig angeritten ist ,- und dann auch so verkauft wird .
Das ist zum Schaden des Pferdes und des neuen Besitzers , der hat dann zwei Möglichkeiten , verkauft weiter (und das Pferd wird zum Wanderpokal ) ,- oder investiert eine Menge Geld in die Jungpferde Ausbildung , es sei denn er kann es vom eigenen Ausbildungsstand selber .
 
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