Der "Alles über Pferde"-Thread

  • snowflake
Das Pferd war absolut für die Aufgabenstellung nicht geeignet .
Das Pferd war mit Sicherheit mit der Situation völlig überfordert. Die Reiterin ebenso. Wenn man daraus folgert, dass das Pferd für die Aufgabe absolut nicht geeignet war, was spricht dagegen, das gleiche für die Reiterin zu folgern?

Es sind keine Kirmesreiter, sagst du. Ich vermute, es sind auch keine Kirmespferde. Es ist Olympiade. Normalerweise erwarte ich, dass Sportler, die es zu Olympia schaffen, in ihrer Sportart zu den Besten gehören. Wenn zu der Sportart Springreiten gehört, würde ich also gute, richtig gute Springreiter erwarten. Wenn sie das nicht sind, läuft da was schief. Und dann kann man nicht einfach so weiter machen, weil man doch so gerne zur Olympiade geht.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi snowflake :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • hundeundich2.0
Das Pferd war mit Sicherheit mit der Situation völlig überfordert. Die Reiterin ebenso. Wenn man daraus folgert, dass das Pferd für die Aufgabe absolut nicht geeignet war, was spricht dagegen, das gleiche für die Reiterin zu folgern?

Es sind keine Kirmesreiter, sagst du. Ich vermute, es sind auch keine Kirmespferde. Es ist Olympiade. Normalerweise erwarte ich, dass Sportler, die es zu Olympia schaffen, in ihrer Sportart zu den Besten gehören. Wenn zu der Sportart Springreiten gehört, würde ich also gute, richtig gute Springreiter erwarten. Wenn sie das nicht sind, läuft da was schief. Und dann kann man nicht einfach so weiter machen, weil man doch so gerne zur Olympiade geht.
Das ist aber schon länger ein Thema , es gab schon bei vorherigen Olympiaden ziemliche Probleme , viele Stürze , wurde schon 2012 heftigst kritisiert .

Ich denke , es ist auch für einen Reiter mit M* und S Niveau nicht einfach , sich und ein ein wildfremdes Pferd schadlos durch den Parcours zu bringen .
Von daher sollte man das eigentlich schon als Disziplin rausnehmen , - oder aber die Regel ändern .

Nur das Pferd hätte an dem Tag -ohne vorher sehr viel Zeit zu haben - auch kein Beerbaum/Klimke/Schockemöhle - heil heim gebracht .

Es ist übel - in meiner Welt - Annika Scheul in den Medien dafür durch den Dreck zu ziehen , bzw . überhaupt.

Die Tierquälerei ist dann eher beim Veranstalter zu suchen .
 
  • Paulemaus
Wenn die Frau ein bisschen klarer im Kopf gewesen wäre, wäre sie irgendwann abgestiegen. Sie war aber so durch den Wind und in meinen Augen hysterisch, so dass sie gar nichts mehr hinbekommen hat. Das mag in anderen Disziplinen mit Sportgeräten kein Problem sein, hier hat sie es aber mit einem Lebewesen "Pferd" zu tun, das verängstigt war.

Ich fand ihren Auftritt zum Fremdschämen.
 
  • snowflake
Ich denke , es ist auch für einen Reiter mit M* und S Niveau nicht einfach , sich und ein ein wildfremdes Pferd schadlos durch den Parcours zu bringen .
Von daher sollte man das eigentlich schon als Disziplin rausnehmen , - oder aber die Regel ändern .
Da stimme ich dir völlig zu, wobei ich für die erste Variante bin.

Nur das Pferd hätte an dem Tag -ohne vorher sehr viel Zeit zu haben - auch kein Beerbaum/Klimke/Schockemöhle - heil heim gebracht .
Das wage ich zu bezweifeln. Selbst eine Scheul hat es schließlich dazu gebracht, es nochmal anzugehen und zu springen. Wieso hätte ein wirklich guter Springreiter einen solchen Parcours mit Sprüngen von 1,20 nicht schadlos zu Ende bringen sollen?
Die Tierquälerei ist dann eher beim Veranstalter zu suchen .
Beim Veranstalter, bei allen beteiligten Verbänden, bei den Regeln. Richtig. Scheul ist keine Tierquälerin, sie war überfordert. Das macht aber nichts besser.
 
  • Josi
Es waren fürchterliche Bilder, da stimme ich sofort bei.
Es ist aber auch sehr einfach, von zu Hause aus, ohne irgendeinen Druck im Nacken, zu urteilen. Ich bin sehr glücklich, dass ich oder meine Angehörigen nie in der Position gewesen sind, dass wir so einem Druck ausgesetzt waren, wo die Augen von Millionen Leuten auf einem sind, enorme Erwartungen an einen gestellt werden.
Ich weiß nicht, ob ich die Kraft oder die Größe gehabt hätte, um unter diesen Bedingungen den Ritt zu beenden und abzusitzen.
 
  • Josi
Das wage ich zu bezweifeln. Selbst eine Scheul hat es schließlich dazu gebracht, es nochmal anzugehen und zu springen. Wieso hätte ein wirklich guter Springreiter einen solchen Parcours mit Sprüngen von 1,20 nicht schadlos zu Ende bringen sollen?

Wenn so zwischen 600 - 700 kg Muskel und Knochen unter dir geistig zumachen, dann macht kein Reiter etwas. Und für mich sah es aus, als hätte der Jung immer mehr zugemacht.
 
  • snowflake
Das Pferd ist gesprungen, bis wieder ein Sprung schief ging. Das ist, was ich gesehen habe. Und ich vermute, dass unter einem guten Reiter, der dem Pferd die richtigen Hilfen gegeben hätte, vielleicht eben kein Sprung schief gegangen wäre, und das Pferd dann auch durchgehalten hätte.
Aber was weiß ich schon.
Und das ist für mich auch ein Streit um Kaisers Bart.
 
  • Josi
@snowflake stimmt, wenn sie sich nicht vermetert hätte, hätte es klappen können. Was das angeht, hast du recht.
Aber nervlich durch ist nervlich durch. Außerdem weiß ich nicht, wie weit das Springvermögen des Pferdes reichte.
Wenn man da die "Komfortzone" des Pferdes verlässt, bedeutet das auch Stress (jedenfalls für manche, andere nieten jeden Sprung um und laufen völlig unbeeindruckt weiter).
 
  • hundeundich2.0
Es ging aber auch schon beim Versuch Einzureiten nichts mehr, das Pferd ging da schon nur rückwärts ,und der Reiterin liefen da schon die Tränen , vermutlich war bereits auf dem Abreiteplatz Theater.-
 
  • snowflake
Das ist nun wirklich niemandem hier neu, das haben wir alle gesehen. Und trotzdem ist er dann wieder gesprungen, bis zu dem vermasselten Sprung. Und den, meine ich, hätte es unter einem besseren Reiter nicht geben müssen.
 
  • lektoratte
Ja - es gibt aber dann halt auch Pferde, die sind nach einem vermasselten Sprung nicht durch mit den Nerven und drehen nicht hohl.

Die leiden dann unter so einem Wettkampf auch dann nicht, wenn mal was schief geht.

Und es ist Quälerei, ein Pferd weiter einzusetzen, das schon im ersten Lauf eindeutig gezeigt hat, dass es nicht springen möchte... nur weil es ein Mal zu wenig nicht gesprungen ist.

Das ist eine Sache des Systems, nicht der Reiterin.

Das Pferd ist nicht nur nicht gesprungen, weil die Reiterin ihm nicht gewachsen war. Es wollte auch bei einer anderen Reiterin nicht springen und hat sich nur mit allergrößtem Aufwand gerade so eben noch durch den Parcours bringen lassen. Ein Mal.

Erinnert mich irgendwie an das Fiasko mit dem Spacko in der Hundeschule.

Beim ersten Mal war es absolut schrecklich, aber irgendwann, nach über anderthalb Stunde, gab der Hund Ruhe und lief normal in der Gruppe mit und der Trainer meinte, nun sein der Knoten geplatzt, er habe nun gelernt, dass Aufstand nichts bringt und es für ihn besser läuft, wenn er Ruhe gibt, darauf könnte man aufbauen. Joar. Dachten wir auch.

Nur dass beim nächsten Mal der Terror halt schon auf dem Parkplatz losging und sich um etwa eine Zehnerpotenz erhöht hatte.

Beim dritten Mal war es schwierig, den Hund überhaupt aus dem Auto zu kriegen.

Wir machten dann eine Einzelstunde und der Hund hat den Trainer gebissen... :tuete:

(Der uns dann beim nächsten Mal, das sich ähnlich erbaulich anließ, ernsthaft zur Abgabe riet.)

Die Vorreiterin hat das Pferd nicht "kaputt geritten" oder verstört, die hat das beste aus der Situation gemacht. Aber Schleu ist dann nicht wieder mit Null gestartet, sondern mit einem Pferd, dass möglicherweise froh war, noch am Leben und dem Parcour entronnen zu sein, aber bestimmt nicht gewillt, das jetzt gleich wieder nochmal mit zu machen.

Die Motivation zur Flucht und zur Verweigerung war also - wenn es sich so zugetragen hat - beim zweiten Durchlauf ungleich größer als beim ersten - und dann hätte die Reiterin es schwerer gehabt.

Sie hat ja selbst gesagt, sie hätte nach dem ersten Durchlauf mit drei Mal Verweigern Bedenken gehabt, darum auch die Pferdebesitzer nochmal konsultiert, dann wieder etwas Mut gefasst, als das Aufwärmspringen auf einem anderen Platz sehr gut gelaufen sei - und in dem Moment, als sie auf den Parcours kamen, gemerkt, wie das Pferd wieder zumacht und gar nichts mehr geht.

Das Pferd hatte also, würde ich daraus schließen, weniger ein Problem mit ihr als mit dem Platz und dem Parcours.

Kann natürlich trotzdem sein, dass ein Schockemöhle oder Huxmichbrunz das Pferd wieder eingesammelt hätte. Aber die sind halt Springreiter und machen nur Springreiten. Während ein Fünfkämpfer unter anderem auch Reiten trainiert. Das kann gar nicht auf demselben Niveau stattfinden.

Muss es auch nicht. Es werden auch erfolgreich Turniere von schlechteren Reitern bestritten.

Man darf den Wettkampf dann aber nicht so planen, als wären die Reiter hochqualifizierte Springreiter. Denn das sind sie nicht. Zum Kirmesreiter ist es zwar dann immer noch ein langer Weg, aber in die andere Richtung eben auch.

Wäre meine Meinung dazu.
 
  • matty
Heute in Aachen erst der Sturz bereits beim Einreiten, sodass nur noch drei Reiter starten konnten, dann wird allein ein Wiehern eines anderen Pferds zum Problem.
 
  • embrujo
Nationenpreis beim CHIO in Aachen gestern Abend.
 
  • hundeundich2.0
Heute in Aachen erst der Sturz bereits beim Einreiten, sodass nur noch drei Reiter starten konnten, dann wird allein ein Wiehern eines anderen Pferds zum Problem.

Der Reiter ist nicht beim Einreiten gestürzt , sondern beim Warmspringen auf dem Abreiteplatz über dem ersten Oxer.
Er , Marcus Ehning, hat sich ziemlich weh getan , i( aber nicht ernsthaft verletzt ) - Hintern und rechtes Knie - das Pferd hat nichts.
 
  • Paulemaus
Der Reiter ist nicht beim Einreiten gestürzt , sondern beim Warmspringen auf dem Abreiteplatz über dem ersten Oxer.
Er , Marcus Ehning, hat sich ziemlich weh getan , i( aber nicht ernsthaft verletzt ) - Hintern und rechtes Knie - das Pferd hat nichts.

So hatte ich das "Einreiten" auch verstanden. Beim Einreiten auf den Parcourplatz wird ja noch nicht gesprungen und ein Springpferd stürzt ja eher selten, wenn es nicht springt.

Wobei ich nie auf die Idee kommen würde, mir das anzuschauen. Es freut mich, dass sich das Pferd dabei nicht verletzt hat.
 
  • lektoratte
Eigentlich ist das "Einreiten" der Moment, indem das Pferd die Bahn betritt.

Mattys Beitrag hatte ich so verstanden, als habe das Pferd beim Betreten des Parcours gescheut, weil ein anderes Pferd gewiehert hatte, und sei gestürzt, sodass es sich verletzt hatte. Weil sie ja schrieb, dass nur noch drei Pferde starten könnten.

Es konnten aber nur noch drei Reiter starten - dem Pferd ging es ja gut. :hallo:
 
  • Crabat
Nein.
Das Pferd von Ehning stolperte auf dem Abreiteplatz nach einem Sprung, und er flog runter.
Das Pferd von Ahlmann war hengstmässig mit seinem Kopp woanders, nachdem ein anderes Pferd wieherte.
 
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