Habt ihr das schon gesehen:
Ich hatte gestern die Rede darüber mit meiner Freundin. Ihr Pferd hatte letzten Sommer eine Kolik. Das Problem ist, dass der TA, der zu ihr kam, nur eine Spritze gegeben hat und dann abgezischt ist mit den Worten, sie soll ihr Pferd in die TK bringen. Was sie halt auch gemacht hat. Glücklicherweise haben wir noch eine inhabergeführte TK (glaube ich jedenfalls) und sie haben ihn nicht operiert und es ist alles gut gegangen.
Mein Plan wäre nämlich, mit meinem Pferd auf keinen Fall in die TK zu fahren, sondern zu führen und zu hoffen. Aber was mache ich, wenn kein TA mehr rauskommt oder nur noch eine Spritze gibt und dann die Verantwortung an die TK abgibt? Noch habe ich glücklicherweise einen älteren TA, der rauskommen würde.
Die inhabergeführten Kliniken werden leider immer weniger, Mars und Nestlé teilen sich den Reibach und können dadurch natürlich die Preise diktieren. Ziel erreicht.
Hier werden die zu diesen Konzernen, die rein zufällig
auch die größten Produzenten von Tierfutter sind, gehörenden Kliniken und selbst Tierarztpraxen immer mehr. Eine andere Klinik in erreichbarer Nähe zu finden ist fast unmöglich.Ein paar inhabergeführte Tierarztpraxen gibt es noch aber auch die bieten keinen Notdienst mehr an. Die einzige Tierarztpraxis, die mir hier im Umkreis von 100 km bekannt ist, die einen Notdienst anbietet, tut dies nur für ihre eigenen Patienten und das finde ich angesichts der Situation leider völlig verständlich.
Den Tierärzten werden sehr lukrative Angebote gemacht und so verkaufen immer mehr ihre ehemals inhabergeführten Kliniken und Praxen. Eine fatale Entwicklung, die die Preise in astronomische Höhe treibt. Und selbst diese Kliniken hier beginnen mit einem Notdienst rund um die Uhr und stellen den dann, wenn sie sich am Standort etabliert haben, ein und verweisen auf die landesweit verfügbare Notrufnummer
.Ist in den Niederlanden bereits noch schlimmer, wie mir gerade von einer Niederländerin berichtet wurde.

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