Der "Alles über Pferde"-Thread

Bislang bedeutet frisches Blut am Pferd im Springreiten die Disqualifikation. Wird die sogenannte "Blood Rule" jetzt gelockert? Am Freitag wollen die Reit-Funktionäre entscheiden.

Ich hoffe mal, daß diese Regel bleibt . Pferde haben schon genug Stress durch Turniere , und /oder nicht artgerechte Haltung bzw. Fütterung.
Ich kenne sehr viele Pferde die stressbedingt unter Magengeschwüren leiden , diese werden allerdings erst nach einer langen Odyssee festgestellt.
Wie hoch die Dunkelziffer hier ist , wage ich nicht zu schätzen. Pferde leiden Stumm.:(
 
  • 14. Dezember 2025
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Hi Anaschia ... hast du hier schon mal geguckt?
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Ich hoffe mal, daß diese Regel bleibt . Pferde haben schon genug Stress durch Turniere , und /oder nicht artgerechte Haltung bzw. Fütterung.
Ich kenne sehr viele Pferde die stressbedingt unter Magengeschwüren leiden , diese werden allerdings erst nach einer langen Odyssee festgestellt.
Wie hoch die Dunkelziffer hier ist , wage ich nicht zu schätzen. Pferde leiden Stumm.:(
Und wenn sie festgestellt werden, gibt es in der Regel nicht weniger Stress und artgerechtere Haltung, sondern Medikamente. Dann kann man weitermachen wie bisher...
 
Die No-Blood-Rule ist eine der wichtigsten Tierschutzregeln im Reitsport: Sobald während eines Wettkampfs Blut am Pferd sichtbar wird, muss der Start abgebrochen werden.

 
Wie geschrieben, hat mein Isi eine schlimme Allergie im Pensionsstall entwickelt. Es hat im Herbst 2023 angefangen, da hat er 1x beim Ausreiten gehustet. Dann habe ich nix mehr gehört. Im Frühjahr 2024 wurde es massiv - zuerst bin ich den "üblichen Weg" gegangen, also inhalieren, bewegen, Bronchoskopie. Es ging ihm trotzdem keinen Deut besser. Unwillig meinerseits habe ich ihn auch bewegt, so gut es eben ging, der arme Kerl. Zum Glück messe ich vor dem Reiten grundsätzlich Fieber. Innerhalb von ca. 3 Wochen habe ich drei Mal über 40 °C Fieber gemessen! Bis mir dann zum Glück aufgefallen ist, dass jedes Mal, wenn mittwochs ein neuer Heulageballen reingefahren worden ist, das Fieber gekommen ist.

Ich habe dann die Reißleine gezogen und ihn sonntags nach Hause geholt. Zum Glück haben wir genug Gelände und auch Maschinen durch die Firma meines Mannes. Meine Hauptbeschäftigung war dann Zaun ziehen :D.

Eine Bekannte kam ein paar Tage später mit ihrem Isi dazu, das hat aber menschlich überhaupt nicht gepasst. Das wäre eine Story für sich zum Erzählen. Mein Highlights: Ihre Theorie, dass ihr Isi deshalb rangniedriger als Ömi ist, weil ihrer total schlau ist und merkt, dass Ömi sich zwar selbstsicher gibt, in Wahrheit aber total verunsichert ist :gruebel::woot: und er ihn durch sein Verhalten nicht weiter verunsichern will (Ömi war in jeder Herde, in der er bisher war, der unangefochtene Chef). Oder die Geschichte, dass ihrer ein "stiller Huster" (!!) ist. Er hat sich nämlich atemtechnisch mega entwickelt in der Zeit, in der er hier war und ich habe ihn kaum husten gehört. Allerdings hat sie nach einiger Zeit darauf bestanden, ihn mit Heu zuzufüttern (die Beiden wurden also nachts getrennt), worauf er wieder gehustet hat :( - was ja aber gut war, denn als stiller Huster ist es gut, wenn er hustet :girl_wacko:. Meiner Meinung nach will die Frau einfach nur kein gesundes Pferd.

So kam Linus als Beisteller zu uns. Der "Ich trage einen großen Namen"-Isländer, u.a. mit einer Halbschwester mütterlicherseits, die mehrfache Weltmeisterin ist. Allerdings gilt er als unreitbar. Er war extrem misstrauisch am Anfang und abweisend. Ich habe ihn erst Mal nur als Handpferd ins Gelände mitgenommen, was gut klappt. Er ist einfach viel zu aufgeweckt und leistungsbereit, um auf der KOppel zu vergammeln. Seit 4 Wochen habe ich auch eine Bodenarbeit entdeckt, die mir Spaß macht, und zwar das Konzept von "featherlight horsemenship". Was Yvet da zeigt, finde ich mega faszinierend.

Jedenfalls hat Ömi von Tag zu Tag weniger gehustet, zum Schluss nur noch nachts. Das konnte ich so genau hören, weil er in Hörweite steht und sowohl mein Mann als auch ich bei jedem Huster hochgefahren sind. Mittlerweile - toi toi toi - ist er wieder kerngesund und der TA konnte keinerlei Atemgeräusche mehr feststellen. Allerdings verträgt er aktuell nur kleine Heulageballen aus Norddeutschland, die sind halt recht teuer. Aber alles an Heulage aus der Umgebung, was ich probiert habe, war einfach zu trocken gepresst.

So kam es für mich mal wieder anders im Leben als gedacht :D. Mein Traum war es nie, Pferde am Haus stehen zu haben. Aber die Pensionsställe hier sind einfach für mich keine Option mehr.
 
Hast Du bedampft? Ich glaube finanziell lohnt sich das, wenn er dann auch Heu aus der Region vertragen würde?
ja, zum Versuchen mit einem Tapetenentferner. Aber das Problem war, dass ich dreimal täglich bedampfen musste, eine Tour hat ca. eine Stunde gedauert. Da war ich nur am hin und her rennen, neu stopfen, raisnehmen, nachlegen usw. usw. Er hat es auch gut vertragen, aber das ist nur mein Notnagel.

Ein richtiger Bedampfer kostet ein paar tausend Euro und was ich so lese, geht er gerne kaputt. Dann hat man richtig viel Geld ausgegeben und trotzdem keine Ruhe. und man muss ja weiterhin das Heu vorbereiten, wenn auch "nur" ein- bis zweimal am Tag.
 
Die großen sind teuer, aber auf Dauer rechnet sich das vermutlich trotzdem, dachte ich? Kaputt ist bei uns keiner gegangen, von Haytuner. Hat auch Wlan Steuerung, Wochenpläne, Automatik usw und alles ist fertig, wenn man in den Stall kommt.
 
Ich denke auch dass sich das rechnet.

Bei meinem war jetzt nach 4 Jahren dee Dampfkessel kaputt.
Finde ich, kann passieren.
Der läuft seit 4 Jahren minimum 2mal täglich.
 
Dazu sei noch gesagt, dass, seit ich 2 von 4 Pferden konsequent nur bedampftes Heu füttere, ich keinerlei Probleme mit Husten mehr habe.
Seit 1.5 Jahren inhaliere ich nicht mal mehr.

Alle Probleme (und die waren grad bei der Stute riesig) sind weg.
 
ich füttere eh nur recht kurz zu. Dieses Jahr ca. ab Anfang Dezember und dann gehen sie so schnell wie möglich wieder komplett auf Gras.

Wenn, dann hätte ich mir aus einem alten Gefrierschrank und einem Dampftopf aus dem Imkereibedarf was zusammengebaut. Aber auch die sind teuer und laut einem Bekannten, der Bienen hat, auch nicht unkaputtbar. Daher ist das für mich derzeit keine Überlegung mehr.

Und da ömi Heu wirklich null verträgt, wäre ich total aufgeschmissen, wenn das Ding kaputt geht und bräuchte immer ein Backup für eine unbestimmte Zeit, bis ich Ersatz besorgt habe.
 
Dazu sei noch gesagt, dass, seit ich 2 von 4 Pferden konsequent nur bedampftes Heu füttere, ich keinerlei Probleme mit Husten mehr habe.
Seit 1.5 Jahren inhaliere ich nicht mal mehr.

Alle Probleme (und die waren grad bei der Stute riesig) sind weg.
Ich bin fassungslos, wie viele Pferde heutzutage husten. und kein TA hat den A.... in der Hose den Leuten zu sagen, dass es an der Haltung liegt.

Als ich dann von selbst drauf gekommen bin, dass ömi von dem Drecksfutter weg muss (hatte eine Lufa-Analyse machen lassen die ergeben hat, dieses Futter soll keinesfalls mehr gefüttert werden) und er wieder gesund war, sagte er mir zu mir "Die Heulage ist zwar teuer, aber dafür ist er gesund und Sie sparen das Geld für Medikamente". Das ist zwar genau das, was ich auch denke, aber von einem TA erwarte ich nicht, dass er Krankheiten verwaltet, sondern ehrlich zu seinem Kunden ist!
 
Naja beim gern gemachten TA Bashing mache ich nicht mit.
Ganz im Gegenteil.
Da kann und werde ich mich auch absolut nicht beschweren.

Ich hab Heu aus eigenem Anbau..top Qualität.
Staubt wenig.
Heu ohne Staub gibts halt nicht.
Und füttere die anderen Pferde ja auch mit trockenem Heu.

Bei meiner Stute habe ich halt wirklich Pech gehabt..den Polen würde ich nicht mal als Husten Pferd bezeichnen..der hatte einmal in seinem Leben einen, dafür wirklich brutalen, Asthma Anfall, worauf er zwingend einmalig Cortison kriegen musste und herzlichen Glückwunsch, Rehe bekam. :asshat: :asshat:

Der kriegt seitdem halt auch nur bedampft auch wenn er keinerlei Husten mehr hatte.

Also ich wage zu behaupten dass es meistens an der Haltung liegt, manchmal aber halt auch einfach Pech ist.
 
In meinem letzten Pensionsstall hat es aus allen Boxen gehustet. von links, von rechts, unfassbar. entweder sind die Pferde heute unfassbar empfindlich geworden oder - für mich wahrscheinlicher - Haltung und Futter sind so kommerzialisiert worden, dass Tierwohl hinten an steht.

Dass ein TA da seinen Kunden nicht nahelegt, die Haltungsbedingungen zu hinterfragen, empfinde ich nicht als bashing.

Als ömi wieder gesundet hier war und mein TA zum impfen kam und wir über den überwundenen Husten gesprochen haben meinte ich, dass ich auch von drei Halbgeschwistern von ömi weiß, die equines Asthma haben, einer davon ganz schlimm (bis der Stall gewechselt wurde) und dass es vlt. auch genetisch bedingt sei. seine Antwort: " Nein nein, das ist meistens haltungsbedingt." Ja danke auch, habe ich jetzt selbst rausgefunden, nachdem ich Tausende von Euro für TA, Medikamente und Inhalator zum Fenster rausgeworfen habe.
 
In meinem letzten Pensionsstall hat es aus allen Boxen gehustet. von links, von rechts, unfassbar. entweder sind die Pferde heute unfassbar empfindlich geworden oder - für mich wahrscheinlicher - Haltung und Futter sind so kommerzialisiert worden, dass Tierwohl hinten an steht.

Da liegt vermutlich schon ein Teil des Problems.
Pferde sind keine Höhlenbewohner. Die natürliche Nahrungsaufnahme erfolgt draußen und bei langsamer Vorwärtsbewegung, nicht auf engstem, geschlossenen Raum auf einem Fleck stehend. Im eingestreuten Stall staubt ist es immer, das lässt sich nicht vermeiden.

Dazu kommt eben die Qualität des Heus. Die kleinen HD-Ballen waren deutlich lockerer gepresst als die heutigen Großballen, konnten dadurch viel besser nachschwitzen und entwickelten weniger Schimmelsporen.

@lupita11

Wenn es so ist wie beim Menschen - und eigentlich spricht nichts dagegen - hat die Anfälligkeit für Atemwegsgeschichten (auch Allergien) aber definitiv auch eine genetische Komponente.

Das kommt noch dazu. Die Stute ist "dämpfig", kann nicht mehr geritten werden? Na dann kann sie wenigstens noch Fohlen bekommen. Darüber hat sich unser Berliner Tierarzt schon vor 25 Jahren aufgeregt.
 
Heute stehen doch aber viel mehr Pferde im Offenstall oder zumindest in einer Paddockbox?
Oder andersrum gesagt, die Ställe früher waren schlechter belüftet, die Boxen kleiner, Paddock im Winter aich noch nicht selbstverständlich und die Pferde haben trotzdem nicht in Größenordnungen gehustet.
 
die Pferde haben trotzdem nicht in Größenordnungen gehustet.

Dann ist es vielleicht tatsächlich die Ballengröße? Kleinballen hat doch heute kein Mensch mehr.

Evtl. hat sich durch den Klimawandel aber auch die Vegetation verändert und im Heu sind evtl. mehr Allergene drin?
 
Mit einer guten Heulage kann selbst das beste Heu nicht mithalten .
Noch dazu ist es ein großes Problem , daß diese Riesen HeuBallen mit den großen Maschinen bearbeitet werden ,
und so einige Hersteller /Landwirte das Gras sehr knapp über dem Boden mähen .

Im vorletzten Stall gab es auch gute Heulage, und kein Pferd hatte dort chronischen Husten .
Meiner ist GsD nicht anfällig was den Husten angeht, und im Allgemeinen ziemlich robust.

Wenn ich mich so umschaue , was viele Pferdebesitzer mit ihren Pferden veranstalten wundert es mich allerdings nicht ,
daß da irgendwann der Stoffwechsel entgleist . Zig Müslis und Zusätze werden da verfüttert, und die Pferde werden
immer kränker .

Eigentlich ist es dann nicht verwunderlich das relativ viele Pferde unter Allergien leiden . Ist wie beim Menschen , da haben die Allergien
in den letzten Jahrzehnten auch stark zugenommen .

Ich brauche mir nur mal die Zutatenliste auf den Fertiggerichten anschauen und dann noch die Zusätze dazu rechnen die nicht deklariert werden müssen , da war schon die heutige Entwicklung vorprogrammiert:
 
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