Das wilde Dorfleben - von der Stadt aufs Land :-)

  • Sonnenschein
Wobei man fairerweise anmerken muss, dass der Mafioso doch schon ein bisschen Erziehung genossen hat: Anfangs sprang er blitzschnell vom Boden über den Stuhl auf den Tisch und wieder runter, um das Baguette zu klauen, während wir grade aßen. :eek:

Tano hat ja einige Parallelen zu Lady. Auch diese hier.
Im Alter, wenn die Demenz einsetzt, kann ich dir also sagen: Die Erziehung wird vergessen und dir wird der Apfel vom Teller geklaut, während du davor sitzt! :eek:
 
  • SaSa22
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Hi Sonnenschein :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • Paulemaus
So, ich hoffe, wir sind gut gerüstet für die Feier morgen: Ich habe Sylviane zu Kleidung und Geschenk interviewt. Sie riet uns zu entweder zu einem Kleid oder einer Stoffhose und Bluse, für Chris Stoffhose, Hemd, Jackett. Jeans sind auf solchen Familienfesten eher ungewöhnlich. Okay, das bekommen wir hin. Als Geschenk riet sie uns zu Geld, das wäre in F als Geschenk normal.

Ich habe im Internet gegoogelt, wie ich Geldscheine schön falten und in einen Blumenstrauß integrieren kann und schwankte zwischen verschiedenen Möglichkeiten. Chris schlug vor, praktisch wie er netterweise ist, einfach die Floristen zu fragen, welche Möglichkeiten es gibt. Das war eine sehr gute Idee. Wir haben hier ein Blumengeschäft, das von einem Ehepaar geführt wird und die Beiden machen das mit viel Liebe, wie ich schon beim Blumenstrauß für unsere Nachbarn gemerkt habe. Also war ich heute da und sie haben mir eine schöne Lösung vorgeschlagen: Eine kleine, aber sehr schöne Topfpflanze und vier dünne Holzstäbe, die oben eine winzig kleine "Wäscheklammer" haben, in Pastellfarben lackiert, an denen ich die Scheine gefaltet oder gerollt befestigen kann. Das bekomme sogar ich hin. Hoffe ich zumindest.

Chris und ich freuen uns sehr über die Einladung und sind gespannt. Laut Einladung ist es eine Feier mit Familie und Freunden, aber wir haben keine Ahnung, wie viele Gäste das sein werden. Da sie einen großen Raum gemietet haben, vermute ich, dass schon von der Familie einige kommen werden, weil Franzosen selten Einzelkinder sind. Was auf solchen Familienfeiern hier in Frankreich übrigens recht beliebt ist, ist Karaoke. *seufz*
 
  • Paulemaus
Tano hat ja einige Parallelen zu Lady. Auch diese hier.
Im Alter, wenn die Demenz einsetzt, kann ich dir also sagen: Die Erziehung wird vergessen und dir wird der Apfel vom Teller geklaut, während du davor sitzt! :eek:

Das Gute dabei ist, dass ich das dann auf die Demenz schieben kann und nicht auf mangelnde Erziehung gg.
 
  • lektoratte
Im Alter, wenn die Demenz einsetzt, kann ich dir also sagen: Die Erziehung wird vergessen und dir wird der Apfel vom Teller geklaut, während du davor sitzt! :eek:

Der Spacko hat, wenn er meinte, dass ihn der Hunger plage, wenigstens gewartet, bis man sich kurz mal umgedreht hat... :mies:
 
  • Paulemaus
… ich erinnere mich hier einen nackt Hund gesehen zu haben dürr und wackelig ,wie ein Greis,- da sind wir doch dankbar ,- dass er nun kräftig bei der Hausarbeit mit hilft ( die Teller vorspült ) und dabei brav auf seine Ernährung achtet. Er hat ja nicht unkontrolliert Fleisch reingehauen, sondern brav Purin arme Kost vertilgt ❤️❤️❤️

Ja. Das ist noch nicht mal ein halbes Jahr her. Er lief völlig buckelig, weil die Haut an seinen Innenschenkeln komplett offen war. Und nicht nur da, ebenso an der Brust, Vorderbeinen, Hals und Gesicht. Seine Augen waren so trüb. Zwischendurch waren Chris und ich uns nicht mehr sicher, ob wir ihm mit der Behandlung einen Gefallen tun. Hätte ich nicht mehrfach im Internet gelesen, dass eine Verbesserung erst nach der 10. Spritze sichtbar wird und danach schnell voran schreitet, hätte ich ihn in seinem erbärmlichen Zustand nach der vierten Spritze an dem Wochenende gehen lassen. Selbst der TA war am Montag der Meinung, dass eigentlich nur Euthanasie in Frage kommt. Aber es war tatsächlich so: Ab dem 10. Tag ging es nur noch bergauf und das rasant. Ich weiß noch, wie alle seine Hautläsionen gleichzeitig verkrusteten und abfielen. Sobald ich ihn streichelte, rieselten Krusten und die Haut darunter war schön, rosig und heil, wenn auch erst mal haarlos. Die kahlen Stellen sind mittlerweile nachgewachsen und er sieht wieder aus wie ein gesunder, normaler Hund.

Ich habe nicht wirklich auf dem Schirm, dass es erst 6 Monate her ist. Tano wirkt so gesund, dass ich im Alltag nur selten daran denke, wie krank er war. Natürlich weiß ich, dass die Leishmanien nur versteckt sind und bei für sie guten Bedingungen wieder ausbrechen können. Wir tun das, was wir tun können, um das zu verhindern. Das ist überschaubar: Er bekommt eine spezielle Diät und ein Medikament als Vorbeugung. Trotzdem erinnere ich mich gut an die 28 Tage, in denen er täglich seine Chemospritze bekam. Eine bekam er sogar an Christines Sterbebett.
 
  • Paulemaus
Der Spacko hat, wenn er meinte, dass ihn der Hunger plage, wenigstens gewartet, bis man sich kurz mal umgedreht hat... :mies:

Das ist doch schon hohe Schule gg. Ich habe im TV mal einen Versuchsaufbau gesehen. Da ging es darum, wie Hunde auf eine Wurst in Reichweite reagieren, wenn der Besitzer dabei war, aber abgelenkt schien. Ich musste lachen, als ich sah, wie Polizeihunde im Kommando "Platz" Stückchen für Stückchen nach vorne robbten, während die Hundeführer so taten, als bekämen sie das nicht mit. Eine der Erkenntnisse: Wenn der Hund sich die Wurst geschnappt hat, obwohl er wusste, dass er das eigentlich nicht darf, fehlte ihm jegliches schlechte Gewissen. Er macht keine Anstalten, den "Diebstahl" zu verheimlichen, sondern kaut, schmatzt, leckt sich die Lefzen und fühlt sich mit sich und der Welt im Reinen.
 
  • Carli
Boah, der Mafioso gg:
Chris und ich saßen nach dem Essen bei einem Glas Wein auf der Terrasse, als Chris sich laut fragte, ob wir die Teller vom Esstisch abgeräumt haben. Wir haben zwar die Schüsseln abgeräumt, aber weder Chris noch ich konnten uns erinnern, Teller und Besteck in die Küche gebracht zu haben. Also ging ich mal nachschauen. Als ich um die Ecke bog, saß Tano auf dem Stuhl am Esstisch und versuchte, sehr unschuldig auszusehen. Er verriet sich aber selbst, weil er sich dabei mit Wonne die Schnauze leckte. Ein Blick auf den Esstisch bestätigte meinen Verdacht: Beide Teller waren sorgfältig abgeschleckt worden. Offensichtlich findet er Thaicurry lecker.
Wie bleibt man bei so einer Szene ernst und ist auch noch "böse", so dass er nicht denkt" alles richtig gemacht"? (Wobei er das wahrscheinlich sowieso denkt GGG).
 
  • matty
:love::D
So ein Hund wie er merkt doch, wenn man es in dem Moment nicht schafft, ernsthaft aufzutreten. Er weiß ja, dass er das nicht darf und erwischt wurde.
Ich kann dann nicht mehr, als den Rausschmiss aus der Situation einigermaßen ernsthaft rüber zu bringen.
 
  • Candavio
Boah, der Mafioso gg:
Chris und ich saßen nach dem Essen bei einem Glas Wein auf der Terrasse, als Chris sich laut fragte, ob wir die Teller vom Esstisch abgeräumt haben. Wir haben zwar die Schüsseln abgeräumt, aber weder Chris noch ich konnten uns erinnern, Teller und Besteck in die Küche gebracht zu haben. Also ging ich mal nachschauen. Als ich um die Ecke bog, saß Tano auf dem Stuhl am Esstisch und versuchte, sehr unschuldig auszusehen. Er verriet sich aber selbst, weil er sich dabei mit Wonne die Schnauze leckte. Ein Blick auf den Esstisch bestätigte meinen Verdacht: Beide Teller waren sorgfältig abgeschleckt worden. Offensichtlich findet er Thaicurry lecker.
Hund mit Nutzwert :dafuer:
Er wollte euch ja nur die Mühe für den Aufwasch ersparen...;)
 
  • Candavio
Wie bleibt man bei so einer Szene ernst und ist auch noch "böse", so dass er nicht denkt" alles richtig gemacht"? (Wobei er das wahrscheinlich sowieso denkt GGG).
Ich meckere nie, ist eh zu spät, sondern denke nur "Tja, selbst schuld... :rolleyes: ".
Und grinsen muss ich sowieso, von daher...
Wenn ich den Delinquenten aber noch während der "Untat" erwische, sieht das anders aus.
Dann ist Schluß mit lustig und das bringe ich dann auch unmissverständlich so rüber... :giftig:
 
  • Paulemaus
Wir waren ja gestern auf der Feier unserer Hundesitterin und wurden sehr herzlich aufgenommen. Es waren knapp 100 Leute da, davon geschätzt 25 Kinder und es war eine schöne harmonische Atmosphäre. Wir haben uns sehr wohlgefühlt, obwohl wir einige Dinge ein bisschen verblüffend fanden. Die Feier begann um 18.30 Uhr und bis 19 Uhr waren alle Gäste eingetrudelt. Im Saal standen lange Tische, es gab keine Sitzordnung und wir fanden ein schönes Plätzchen bei Freunden von Sandrine und Ronald. Es gab Wein, Bier, Sekt, eine Mirabellenbowle (gefährlich gg) und auf dem Büffet Berge von kleinen Aperitif-Brötchen belegt mit Paté und verschiedenen Käsesorten.

Chris und ich wunderten uns ein bisschen über das eher unscheinbare Büffet, aber alle bedienten sich fröhlich an den Brötchentellern und Chris und ich hielten mit. Wir hatten mit unserer Tischgesellschaft Glück, denn wir wurden schnell in das Gespräch einbezogen und es wurde schnell richtig lustig, weil unsere Tischnachbarn alle einen sehr schönen Humor hatten. Zwischendurch gingen wir immer mal wieder in die Raucherecke vor dem Centre und auch da trafen wir auf gutgelaunte, freundliche und kontaktfreudige Gäste.

Um 21.30 Uhr hatten Chris und ich uns damit abgefunden, dass die Aperitifbrötchen die Unterlage für den Abend sind. Um 21.45h standen wir draußen und rauchten mit zwei anderen Gästen, die Kinder in allen Altersstufen schwirrten herum und spielten, bis eine Glocke von innen ertönte und alle in den Saal zurück gingen. Chris und ich gingen mit und dachten, dass jetzt vielleicht eine Rede gehalten wird. Nix da: Es wurde ein gigantisches kaltes Büffet eröffnet. Verschiedene Salate, Aufschnitte, Brot, Mayonnaisen... hammerlecker und super schön dekoriert. Mir tat es um jedes Brötchen leid, dass ich vorher gegessen hatte, aber immerhin schaffte ich zwei Gänge ans Buffet. Dabei trank ich Bier anstelle von Wein, weil ich schon ein Glas von der gefährlichen Mirabellenbowle getrunken hatte. Worauf sich ein Gespräch entspann, ob in D eher Wein oder eher Bier getrunken wird. Nach dem Essen gingen wir wieder mit einigen anderen nach draußen, weil es sehr warm war. Als wir wieder rein kamen, war es 22.30 Uhr. Salate und Aufschnitt waren abgeräumt und stattdessen standen nun große Platten mit vielen verschiedenen Käsen auf dem Tisch. Dazu verschiedene Confits und Brot.

Als ich mit meinem Käseteller zurückkam, hatte ich immer noch ein halbes Glas Bier vor mir, worauf die Gruppe meinte, dass es ja grade noch akzeptabel wäre, Bier zu Salat zu trinken, zumal als Deutsche, aber Bier zu Käse wäre nun wirklich ein absolutes No-go. Der Käse würde doch erst in Begleitung von Wein sein Aroma entfalten. Ich grinste und fragte nach, welcher Wein denn der richtige wäre, weil verschiedene Sorten auf dem Tisch standen. Nach Diskussion konnte sich die Gruppe tatsächlich auf einen gemeinsamen Vorschlag einigen. Mir wurde ein Weinglas geholt, der passende Wein eingeschenkt und ich bekam die Anweisung: "Nimm zuerst den Ziegenkäse und erst danach den anderen Käse", was ich natürlich brav befolgte und Brot und Käse mit einem Schluck Wein hinunterspülte, während alle mich dabei ansahen und auf mein Urteil warteten gg. Chris war cleverer als ich, hatte gleich Wein zum Käse genommen und beobachtete die Situation mit dickem Grinsen. :D

Ja, und um 24 Uhr wurden dann die Festtorten aufs Büffet gestellt. Unsere Nachbarn fragten, ob sie uns was mitbringen sollten und ich entschied mich für die Schokoladentorte. Besorgte, leicht grinsende Nachfrage unseres Nachbarn: "Du weißt aber, dass zu einer Schokotorte unbedingt ein guter Roter gehört?" Danach noch Kaffee und dann waren wir mit dem Essen um 0.30 Uhr durch. Um zwei Uhr sind wir heimgefahren, nach herzlichen Verabschiedungen von unseren neuen Bekannten, sehr satt und sehr angetan von dem schönen Abend. Ein Highlight war sicher, dass unsere Tischgesellschaft "99 Luftballons" auf deutsch versuchte und Chris und ich vor Lachen fast vom Stuhl fielen. :D
 
  • Paulemaus
Ah, ganz vergessen: Es gibt eine Hymne, die die Bergarbeiter von Nord-Pas-de-Calais besingt und die, wie uns versichert wurde, auf jeder derartigen Feier gesungen wird. Netterweise ist der Text gut zu lernen gg

 
  • Paulemaus
Es wird zahm :love:
Poupette macht Riesenschritte: Sie versteckt sich nicht mehr vor uns, sondern bleibt gelassen stehen, wenn wir ins Katzenzimmer kommen. Sie springt sogar auf den Futtertisch, wenn wir das Fressen bringen. Bei Chris ist sie mutiger als bei mir. Ihm folgt sie sogar schon ein paar Schritte oder kommt auf ihn zu, wenn er kommt. Heute hat sie sich das erste Mal so nah an ihn heran getraut, dass sie mit der Nase an seinen Finger gestupst hat. Bei ihm ist sie sicher mutiger, weil er sie nicht drei Mal eingefangen hat wie ich (zwei Mal, als wir sie gefunden haben und sie mir dabei beim ersten Mal wieder entschlüpft ist) und das dritte Mal, als ich sie für die Kastration eingefangen habe. Zudem ist Chris hier der Katzenflüsterer. Ich finde es immer wieder spannend, wie Katzen auf ihn reagieren. Dafür bin ich besser mit Hunden gg. Passt.

Sie kommt mit allen Katzen gut klar und würde so gern auch ins Wohnzimmer, weswegen sie nun oft am unteren Hundegitter sitzt und durch die Stäbe ins Wohnzimmer pfötelt. Oder sie sitzt wie auf dem Bild mitten auf der Treppe. Dann legt sich Tano auf der anderen Seite ans Hundegitter und sie blinzeln sich lange gegenseitig zu und gähnen. Ich bin sicher, dass die beiden sich schon mögen und sich auch anfreunden werden..

Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, dass sie zwar immer noch nicht größer geworden ist, aber doch etwas größer wirkt, weil sie entspannter dasitzt und sich nicht mehr ängstlich zusammenkauert. Heute hat sich mich aus einem halben Meter Entfernung beobachtet, als ich das Abendfutter gebracht habe. Sie fühlte sich offensichtlich nicht bedroht, während ich sanft mit ihr plauderte und feststellte, dass sie umwerfend schöne grüne Kulleraugen hat, während sie mich interessiert beobachtete. Mal schauen, wann sie begreift, wie die Katzenklappe im Hundegitter funktioniert und dann das Wohnzimmer erkundet.

Chris und ich hatten heute noch mal richtig Spaß daran, uns an einzelne Momente von gestern Abend zu erinnern. Mein linker Nachbar sah französischer aus als ein Croissant und fragte, von wo in D ich käme. Ich erzählte von meiner Kindheit an der dänischen Grenze und der Zeit danach in Rheinland-Pfalz. Er erzählte, er und seine Frau seien mal in Bayern gewesen, um französische Freunde zu besuchen, die dort arbeiteten und sie hätten dort ein sehr merkwürdiges Erlebnis gehabt. Ich fragte nach warum, und er erzählte, dass die Freunde sie vor dem Besuch gebeten hätten, ein paar französische Leckereien mitzubringen, die in D schwerer zu finden sind. Zum gemeinsamen Essen hatten die Freunde auch die deutschen Nachbarn eingeladen. Unsere Tischnachbarn kamen also in Bayern an, hatten wie versprochen Froschschenkel und Schnecken dabei und bereiteten das Essen mit den Freunden vor. Die deutschen Nachbarn kamen pünktlich, gingen aber nach einer höflichen halben Stunde wieder, nachdem sie etwas getrunken und dazu nur trockenes Brot gegessen hätten. Das fand er etwas merkwürdig und noch seltsamer fand er, dass Chris und ich vollstes Verständnis für das Verhalten der deutschen Nachbarn zeigten, was ihn, seine Frau und uns nicht daran hinderte, uns gegenseitig sympathisch zu finden. Ich meinte, wenn sie zu uns zum Essen kommen würden und ich ihnen Pfälzer Saumagen anbieten würde, sie wahrscheinlich auch leicht irritiert wären. Sie ließen sich den Pfälzer Saumagen beschreiben und stimmten grinsend zu.

Ein Moment, in dem Chris und ich vor Lachen fast vom Stuhl gefallen sind (und auch der Rest unserer Gruppe), war, als der Nachbar von Chris, der mir gegenüber saß, anfing, in der Sprache der Cht'is zu sprechen. Das ist ein Dialekt aus dem tiefen Norden in Frankreichs. Die Sprache wurde in einer Filmkomödie "verarbeitet" und lief auch in D als "Willlkommen bei den Scht'is". Chris und ich kennen die Komödie bisher nur auf deutsch und wussten nicht, wie sich der Dialekt im Original anhört. Ich habe so gut wie nichts verstanden, aber die Sprache klingt im Vergleich zum melodischen Französisch richtig witzig und ich verstehe sehr gut, dass die Komödie in den Kinos super lief. Ich habe versucht, kleine Sätze nachzusprechen, was für noch mehr Heiterkeit gesorgt hat, wobei die anderen auch nicht besser waren gg. Chris und ich haben schon vor einiger Zeit die DVD gekauft, um die Cht'is im Original zu hören, haben sie bisher aber noch nicht geschaut, was wir jetzt schnell nachholen wollen.

Als Chris und ich das erste Mal draußen frische Luft schnappten, in Gesellschaft einiger anderer Gäste, hatte eine gut genährte Mieze den Weg zum Centre gefunden, begeistert begrüßt von den vielen Kids, die draußen spielten. Da es viele Kinder waren, die die Mieze streicheln wollten, bin ich zu Miez und Kids geschlendert, um das Ganze notfalls ein bisschen zu moderieren. Die Katze war aber absolut cool und begeistert von der Aufmerksamkeit der Kinder, die ihrerseits sehr liebevoll mit der Katze umgingen. Die Mieze hatte eine witzige schwarz-weiß Färbung mit einem schwarzen Schnurrbart, der an Charlie Chaplin erinnerte, als er den "großen Diktator" spielte. Das erwähnte ich, als ich zurück in die Raucherecke kam und es entspann sich eine Diskussion, wann der Film gedreht wurde und wie genial der Film ist.

Immer, wenn Chris und ich draußen waren, tobten die Kinder in allen Altersstufen um uns herum und es kam, wie es kommen musste: Ein etwa 8jähriges Mädel stürzte beim Nachlaufen-Spielen und weinte, weil es sich weh getan hatte. Die anderen Kinder trösteten sie, aber sie weinte weiter. Es waren nur Chris und ich in der Nähe und ich lief zu dem Kind, um zu schauen, ob alles okay ist. Die Kleine meinte, dass ihr ihr ??? weh täte. Ich fragte, was das Wort bedeutet und sie zeigte auf ihren seitlichen Po. Ich ermunterte sie, aufzustehen und zu schauen, ob das klappt. Es klappte und es kullerten keine Tränen mehr. Stattdessen kam die Aussage: "Sie sprechen aber irgendwie komisch". Ach was :cool:

 
  • Carli
Nachbarn kamen pünktlich, gingen aber nach einer höflichen halben Stunde wieder, nachdem sie etwas getrunken und dazu nur trockenes Brot gegessen hätten. Das fand er etwas merkwürdig und noch seltsamer fand er, dass Chris und ich vollstes Verständnis
Das ist aber schon irgendwie auch typisch französisch, oder? Wir hätten uns tausend Gedanken gemacht, wenn französische Gäste zu Besuch kommen würden. Die Franzosen kommen gar nicht auf die Idee sich Gedanken zu machen. Und wundern sich dann über seltsames Verhalten ihrer Gäste. Schön, dass ihr so einen netten Abend hattet:)
 
  • Grinschy
Die Leute sind total unterschiedlich und es kommt immer darauf an auf wen man trifft.
Ich freue mich so über eure Samstag Erlebnisse auf der Party Nacht. Ihr seid so klasse angekommen, in dem für euch massgefertigten Milieu. Von der Nacht profitiert ihr noch kleinste Anekdoten, die erst im Nachgang ins Gehirn blitzen.
In Poupette war ich vom ersten Moment an Schock verliebt, gestehe ich,- aber sie ist eine Papa Katze und wird. Meine Elfe musste ich hier ja auch 2x Tierarzt gefordert einfangen und bis vorhin, unterbrach sie mein Tuen für eine nette Schmuseeinheit. Sie kommt und hat verziehen. Das Haus und Garten stehen ihnen zur Verfügung, sie kommen zum schmusen wie es ihnen passt und gehen. Damit bin ich so froh. Die Kommunikation untern Zaun zur Nachbarskatze ( eine typisch Britische Kurzhaar) läuft wie folgt: mein Schotte zeigt sein Agressor Gesicht,- bleibt aber dann entspannt liegen und meine Elfe lockt lieb mauzend und schaut. Die kleine Britische ist Reizüberflutung nicht sozialisiert und überfordert. Schleicht und späht , unter den winzigen Lücken am Zaun, sehnsüchtig in unseren Garten.
Mittlerweile denke ich , sie war eventuell der Anlass: der Nachbarn auf mein Grundstück einzubrechen. Das entschuldigt aber in keiner Weise dieses Verhalten. Jeweils haben sie in beiden Fällen, meine beiden Gartentore nicht Hunde sicher , einfach nur geschlossen. Damit haben sie billigend in Kauf genommen, dass meine Hunde gefährdet waren und überfahren werden konnten. Dies ist keine Rechtfertigung für unerlaubtes Eindringen. Hätte ich es nicht direkt bemerkt,- bezw mitgeteilt bekommen,- hätte ich es übersehen: es wäre zum Äußersten gekommen. Wie oft komme ich nach Hause ,- lasse Hunde und Katzen in den hintern Garten. Derweil trage ich Einkäufe ins Haus. Beim offenen hintern Tor ,- hätten sie unbemerkt nach vorne schlüpfen können ,- meine Gesellschaft suchend ,- mich angemessen Begrüßen wollend und ein Auto …. - niemanden wäre es anzulasten.., da mag ich nicht drüber nachdenken.. .

Ich freue mich für euch in Frankreich und ich sollte unbedingt mal vorbei kommen ❤️
 
  • Paulemaus
Das ist aber schon irgendwie auch typisch französisch, oder? Wir hätten uns tausend Gedanken gemacht, wenn französische Gäste zu Besuch kommen würden. Die Franzosen kommen gar nicht auf die Idee sich Gedanken zu machen. Und wundern sich dann über seltsames Verhalten ihrer Gäste. Schön, dass ihr so einen netten Abend hattet:)

Ich freue mich so über eure Samstag Erlebnisse auf der Party Nacht. Ihr seid so klasse angekommen, in dem für euch massgefertigten Milieu. ❤️

Ja, ich fühle mich hier genau am richtigen Platz. Ich liebe es. :love:

Mit Sicherheit standen beim Essen mit den deutschen Nachbarn auch noch andere Dinge auf dem Tisch: Paté, diverse Aufschnitte etc. Aber es ist sicher schon gewöhnungsbedürftig, wenn Froschschenkel und Schnecken auf dem Tisch stehen. Wobei beides für die Franzosen quasi zum kulturellen Erbe gehört - da treffen dann Welten aufeinander gg. Hier in der Nähe gibt es ein Restaurant, das übersetzt "Rind und Frosch" heißt und ich werde dort ganz sicher niemals aufschlagen. :D

Dadurch, dass ich in mehreren Ländern gelebt habe, weiß ich, dass neben den geteilten Grundwerten die Länder in Europa ihre eigene Mentalität haben und sehr unterschiedlich sind. Das erlebe ich schon in der Beziehung mit Chris, der definitiv sehr schwedisch geprägt ist und auch in meinem Job, weil die Kinder nach der irischen Mentalität erzogen werden. Ich erinnere mich noch, wie ich das erste mal bei einem schwedischen Familienessen war und froh, dass Chris mir vorher kurz erklärt hat, wie das abläuft. Ansonsten hätte ich mich wohl ziemlich blamiert, während mein Verhalten in D kein Problem gewesen wäre.

Als ich kurz für die asiatische Familie gearbeitet habe, ging das ja sehr schnell in die Hose, weil ich mich da so völlig fehl am Platz gefühlt habe und mit der Mentalität Schwierigkeiten hatte. Danach war mir klar, dass ich die Kinder am besten betreuen kann, die aus einer ähnlichen Kultur kommen. Deswegen würde ich auch nur innerhalb von Europa und eventuell noch in die USA auswandern, aber nicht in einen mir fremden Kulturkreis, weil ich weiß, dass ich nicht anpassungsfähig genug bin, um mich dort wohlfühlen zu können. Zumal ich in den Ländern, in denen ich bisher gelebt habe, schon gemerkt habe, dass ich teilweise ziemlich "deutsch" bin gg
 
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