Das wilde Dorfleben - von der Stadt aufs Land :-)

  • SaSa22
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Hi Grinschy :hallo: ... hast du hier schon mal geguckt?
  • Paulemaus
Es entspannt sich. Der Fehler ist gefunden, aber noch nicht behoben. Das passiert nächste Woche. Oder so, je nachdem, wie sich die Corona Situation in den nächsten Tagen entwickelt. Das sieht echt heftig aus, heute hatten wir 368.000 neue Fälle. In Luxemburg geht es auch sehr steil nach oben. Ich kaufe so viel wie möglich im "Drive" ein. Bedeutet, ich bestelle meinen Einkauf vor und bezahle ihn online und dann kann ich ihn in einem vom mir gewählten Zeitfenster abholen.

Tatsächlich ist die Terrassenlampe irgendwie mit der betroffenen Wohnzimmerlampe gekoppelt. Wir haben dieselbe Lampe im Essbereich und diese funktioniert tadellos, weswegen der Elektriker die Lampen erst mal vertauscht hat. Die bisherige Esszimmerlampe am Platz der Wohnzimmerleuchte ging ebenfalls nicht aus. Sie leuchtete aber nicht, sobald die Terrassenbeleuchtung abgekappt war. Damit die Wohnzimmerlampe nun korrekt nach dem Ausschalten verlischt und wir trotzdem eine Terrassenbeleuchtung haben, bekommt die Terrassenlampe ein eigenes Kabel und wird von der Wohnzimmerlampe entkoppelt. Das ist schnell gemacht, weil es dazu nur eine neue Leitung braucht und Leitungsrohre vorhanden sind. Terrassenlicht haben wir auch wieder und eine Gefahr geht von der nachleuchtenden Lampe nicht aus. Es ist also nur ein Ärgernis und kein großes Problem. Klasse!
 
  • Carli
Meine Mu hatte letztens in ihrem Zimmer (und nur dort) einen kompletten Stromausfall. Nichts ging mehr. Der Elektriker hat dann im Kaninchenauslauf gegenüber einen Kurzschluss gefunden. Manche Kabellagen sind schon erstaunlich.
 
  • Paulemaus
Meine Mu hatte letztens in ihrem Zimmer (und nur dort) einen kompletten Stromausfall. Nichts ging mehr. Der Elektriker hat dann im Kaninchenauslauf gegenüber einen Kurzschluss gefunden. Manche Kabellagen sind schon erstaunlich.

Bizarre halt :D
 
  • Paulemaus
Im Moment muss ich grade ganz besonders viel an Christine denken, weil wir das Wochenende organisieren. Ann hat uns angeboten, bei ihr zu wohnen, aber ich bin kein guter Besucher. Eine Nacht bekomme ich hin, ab der 2. Nacht brauche ich einen privaten Rückzugsort. Deswegen haben wir ein Zimmer in einem Hotel mitten in Flensburg gebucht. Als ich 10 Jahre alt war, bin ich mit dem Bus auf dem Weg zur Schule an genau diesem Hotel vorbeigekommen. Ich war damals noch nie in einem Hotel gewesen. Ich habe mir überlegt, wie das wohl sein mag, wenn man da schläft und am Morgen sogar ein Frühstück serviert bekommt. *gg*

Mit Ann können wir uns trotzdem treffen, so oft wir mögen, aber sie muss sich dann nicht um uns kümmern. IEs gibt nur ganz wenige Menschen, die ich gerne als Gast habe, aber die sind eigentlich schon Familie. Sie nehmen sich selbstständig aus dem Kühlschrank, erwarten nicht, dass ein Frühstück auf dem Tisch steht, finden es okay, dass wir zum Abendessen vier Pizzen aus der Pizzeria holen und können sich zwischendurch auch mal selbst beschäftigen. *gg*

Nun sind wir aber noch nicht so vertraut mit Ann, dass wir einfach an ihre Küchenschränke gehen würden. Sie würde uns wunderbar bewirten, weil das in ihren Genen und ihrer Familie liegt. Sie ist aber selbst grade erst von einer Krebserkrankung genesen. Zeitweise haben Ann und Christine die Chemo sogar zusammen bekommen, wobei bei Christine klar war, dass sie eine palliative Behandlung hat, während es bei Ann um Genesung ging. Dabei wurde Christines Stärke deutlich: Sie hat sich riesig über Anns Fortschritte gefreut und nicht ein einziges Mal Neid gezeigt.

Chris und ich sprechen viel von Christine. Er hat sie zwei Mal gepflegt: Am ersten Abend, nachdem ich Tano gespritzt hatte und Ann und ich uns ein Brot machten und am Sterbetag, nachdem wir vom Hundespaziergang kamen und Ann und ich mit der Palliativschwester sprachen. Ich habe noch das Bild klar vor Augen, als ich mit Ann ins Wohnzimmer ging und sah, wie Chris Christine Wasser in Form eines Schaumgummi-Lollis gab, dabei ihre Hand streichelte und Tränen in den Augen hatte.

Chris und ich haben für den zweiten Tag ein gemeinsames Bild gefunden. Während Christine am Abend zuvor und in der Nacht immer wieder wache und klare Phasen hatte, in denen wir ein paar Worte wechseln konnten, war sie am Tag darauf müde und schon auf dem Weg. Da wirkte sie wie ein Vogelbaby, dass noch nicht flügge ist und Hilfe und Fürsorge braucht, aber bald fliegen wird. Ich finde das Bild sehr schön und passend und bin sicher, Christine würde es mögen. Bei unserem ersten Besuch nach der Diagnose waren wir zusammen in Arnis. Dort gab es eine Kunstwerkstatt, in der aus Ton kleine Kunstwerke geschaffen wurden. Christine kaufte für sich eine Möwe aus Ton und für uns drei tönernde Schwalben. Sie wird also mit dem Vogelvergleich sicher klarkommen.
 
  • Paulemaus
Heute Nachmittag war die Hundesitterin mit ihrem Sohn da. Danach waren die Hunde platt. :D

Als Sandrine meinte, dass Ihr Sohn, wörtlich übersetzt, Hunde anbetet, dachte ich, das sei eine französische Floskel im Sinne von "Er mag Hunde". Das war ein Irrtum. Als beide mit der in Frankreich üblichen Verspätung vor der Tür standen, sah ich einen pfiffigen 11-jährigen, der mich mit Tano auf dem Arm und Chris, der Lotta und Kalle bei sich hielt, freundlich begrüßte und sich danach umgehend auf die Hunde konzentrierte. Nachdem die Tür hinter Mutter und Sohn geschlossen war, ließ ich Tano runter und Chris gab Kalle und Lotta die Erlaubnis, den Besuch zu begrüßen. Somit sah sich der Kleine von drei wedelnden Hunden in verschiedenen Größen umgeben. Er war hingerissen, machte sich mit den Hunden bekannt und streichelte sie. Die Hunde fanden es toll und ich freute mich, wie vorsichtig sie mit dem Kleinen umgehen. Er heißt Alexandré, ist aber kein sehr großes Kind. Die Mutter sah dem Treiben aufmerksam, aber sehr gelassen zu.

Wir zogen die Hunde an, fuhren in die arg matschige Pampa und ich ließ Kalle, Lotta und Krümel frei, damit sie sich erst mal ausgiebig lösen können. Danach gab ich Alexandré eine Handvoll Leckerli und zeigte ihm, welche Tricks welcher Hund kann. Dabei verliebten sich Kalle und er auf der Stelle, während Tano doch lieber nach Mauselöchern schaute und die Tricks nur kurzfristig motivierend fand und Lotta lieber Gas gab und große Runden rannte.

Kalle fand das hingegen so klasse, dass er fest an Alexandrés Seite blieb. Die beiden spielten, trödelten, fielen um einiges zurück, rannten gelegentlich, Kalle machte immer wieder mal Kunststücke und beide hatten offensichtlich viel Spaß. Wieder Zuhause zeigten wir Sandrine die Fütterung und saßen danach noch etwas zusammen, um Fragen zu klären. Derweil kuschelte ihr Sohn mit Tano auf dem Boden. Die Katzen hat er auch kennengelernt und wäre am liebsten im Katzenzimmer eingezogen.

Nachdem die Hunde eine Ruhepause hatten, zeigte ich Alexandré noch, wie Hunde intelligenzspiele lösen. Wir haben einen Hund nach dem anderen in die Küche geholt, damit sie das Spiel lösen und er fand es spannend, wie die Hunde die Aufgabe lösen. Ich habe ihm versprochen, das Spiel rauszulegen, aber ihm und auch Sandrine gesagt, dass nur ein Hund dabei sein sollte, damit es kein Chaos wird.

Als Sandrine und er gingen, waren die Hunde sehr betrübt und Alexandré auch. Er freut sich aber schon auf das übernächste Wochenende, wenn sie die Hunde hüten und er mit Tano unter der Bettdecke schlafen darf. Dummerweise will die pubertäre Tochter unerwartet nun doch auch unbedingt mit zu den Hunden, weswegen sich die Kids ablösen müssen. Immerhin hatte der Kleine das Privileg, als erstes die Hunde kennenlernen zu dürfen und kommt auch das erste Mal mit. :D Nachdem die beiden weg waren, fielen die Hunde in ihren Kudden quasi in sich zusammen und schnarchten alle vor sich hin.

Ich mag ja nicht alle Kinder. Deswegen war ich gespannt, wie ich mit dem Sohn klarkommen würde. Nach ein paar Minuten fiel er bei mir unter die seltene Kategorie "Adoptiere ich sofort, wenn er jemals ein Zuhause suchen sollte". :D
 
  • Paulemaus
Christine fehlt mir. Ich wusste, als ich die Diagnose hörte, dass ich sie in recht absehbarer Zeit "verlieren" würde und sie mir dann so sehr fehlen wird. Es tut weh, aber gleichzeitig ist da immer ein Grinsen auf meinem Gesicht, wenn ich an sie denke. Sie war absolut straight und hat das Allerbeste aus ihrer Situation gemacht. Der Hammer ist natürlich ihre Hochzeit vor über einem Jahr. Sie und Sabine haben das sehr schnell in die Wege geleitet, nachdem die Idee unter dem Einfluss von ein bisschen Alkohol im größeren Kreis geboren wurde. Heiratsantrag war dann im September 2020. Die Heirat war durch Corona später als gedacht am 18.12.2020 und leider auch ohne Mitfeiernde. Wir wären so gerne dabei gewesen, bekamen aber tolle Bilder.

Christine wollte die Hochzeit so schnell wie möglich, weil sie Sorge hatte, dass sie nicht mehr soviel Zeit hat und damit ihre Familie das Testament nicht anfechten kann, weil sie angeblich nicht mehr "Herrin ihrer Sinne" war. Und dann freuten sich alle, die es wussten, auf das Entsetzen in Christines Familie, wenn sie es erfahren.

Sabine hat für Christine einen schönen anderen Platz im Friedwald gefunden. Das finde ich schön. Für die Entscheidung der Mutter, dass Christine nicht unter dem Familienbaum beerdigt werden darf, fehlen mir immer noch die Worte. Christine wird es aber wumpe sein :)

Als ich mit meinem Exmann telefonierte und ihm erzählte, wie es in Flensburg war, meinte er, dass diese Familie doch "ein bisschen dysfunktional" sei und es einem in den Fingern jucken könnte, der Mutter ein Bein zu stellen und dem Bruder den edlen Seidenschal anzuzünden. Er, Chris und ich überlegten humorvoll, ob wir Christine in der Nacht nach ihrer Beerdigung ausbuddeln und einfach neben ihrem Vater bestatten. Ihre Baumplakette würden wir durch eine andere ersetzen: "Bin spontan umgezogen". Ich bin sicher, Christine konnte über unsere Phantasien herzhaft lachen :D
 
  • Grinschy
Nein Zuviel Aktion. (Hatte ja die Möglichkeit in Nacht und Nebel Putzie bei der Mama … )

Nein werfe blaue Krokusse mit in die Erde bei Christine und buddel etwas bei ihrem Papa mit auch Krokussen. Wenn die blühen an beiden Orten: denkt die Familie- ihr hättet es getan und sie machen sich die Finger schmutzig- beim ausreißen der Krokusse. Krokusse sind giftig. So bleibt da die Hoffnung und eure Gedanken können treiben…
Dies halte ich für die witzigere Idee. Hole ein kleines Gartenstecherchen mit, damit du fein schnell und gar nicht tief die Erde anheben kannst und ein feines Säckchen mit Krokusszwiebeln. Ist viel stilvoller . ❤️Und dann wird Sabine fröhlich vorbei schlendern und das Wachstum hier wie dort bemerken und berichten. … wie die Blümchen sich entwickeln- bei Christine und beim Papa …. ( und ausreißen =Krokusse sind giftig,- Safran ist nur der Blütenstengel und man braucht wenig ;) ..)
 
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