Das wilde Dorfleben - von der Stadt aufs Land :-)

  • Paulemaus
Genauso war es.
Es gab keine direkten Hinweise auf Cushing. Wir waren lediglich der Meinung, Tacco sieht aus wie ein Cushing-Hund und der Test war dann eindeutig. Die Werte, die Cushing anzeigen, waren um ein Vielfaches erhöht.
Die Werte im großen Blutbild waren alle ok. Normalerweise gibt es dort eindeutige Hinweise auf Cushing.
Hat Dein Hund zugenommen? Tano nimmt während der Schübe rapide ab und braucht erheblich mehr Futter als normal, um nicht abzumagern.
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Hi Paulemaus :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • matty
Tacco hatte damals in zwei Wochen 4 kg abgenommen, wozu jedoch der Behandlungsversuch mit Prednison beigetragen haben dürfte.
 
  • Paulemaus
@matty
Als er den ersten Schub hatte, hat er sehr schnell abgenommen und erst wieder zugenommen, als er mit Cortison und AB behandelt wurde. Daher habe ich eher den Eindruck, dass Cortison hilfreich für ihn ist. Mit der Cortisonsalbe konnten wir die Symptome zwar nicht abstellen, aber halbwegs im Griff halten. Sollte die Biopsie nichts ergeben, werde ich das testen lassen.

Update zu Tano heute: Die Haut ist besser, die offenen Stellen verkrusten. Er sieht entspannter aus, das Fell wirkt besser. Er ist heute aber sehr müde und schläft viel. Ich kann mir vorstellen, dass er nach den anstrengenden Tagen ohne Cremen einfach nur erschöpft ist. Das Apoquel und das AB sind sicher auch anstrengend für den Körper. Da hat er Glück, dass heute wettermässig sowieso nicht sein Tag ist: Kalt, nass, nebelig.

Kalle darf morgen wieder spazierengehen. Er hat die Zwangspause geduldig ertragen und es geht ihm gut. Ich bin so dankbar, dass ich die Klinik gefunden habe und wir die OP abgesagt haben.
 
  • Paulemaus
Ich habe Tano grade mal fotografiert. Es sieht zwar immer noch richtig übel aus und trotzdem um Längen besser als gestern.




 
  • Lucie
oh je, ich hoffe sehr dass ihr den Grund findet und den/die Auslöser abstellen könnt
 
  • Paulemaus
Tano sieht heute noch besser aus und wirkt auch nochmal entspannter. Die Augen leuchten wieder, er ist albern und die roten, entzündeten Stellen an den Innenschenkeln sind noch mal um einiges kleiner geworden, während die anderen, vorher noch roten Stellen verkrusten. Es geht ihm sichtlich besser. Ich freue mich, dass er nicht mehr so traurige Augen hat und sein Gesicht nicht mehr so gestresst aussieht. Nun muss er Mittwoch noch durch die Biopsie und dann gibt es hoffentlich einen Hinweis, was es ist. Wenn nicht, ist es hoffentlich das Apoquel, dass es ihm grade besser gehen lässt und das wir dann weiter geben können. Der TA tippt übrigens nach den Symptomen auf "Stoffwechsel" oder "Genetik".

Kalle geht es gut, was er gerne durch seinen propellernden Schwanz kund tut. Ich liebe es, seinen beweglichen Schwanz zu sehen und erinnere mich noch gut daran, wie er vor unserem Urlaub seinen Schwanz überhaupt nicht mehr bewegen konnte. Ich bin gespannt, wie er auf das Unterwasserlaufband reagiert. Wasser von oben in Form von Regen oder Duschen findet er gruselig, aber er liebt Schwimmen und tiefe Pfützen. Durch letztere pflügt er gerne mit offenem Maul und gesenktem Kopf und benimmt sich arg welpig. Allein für diese Klinik hat sich unser Umzug schon gelohnt.

Noel hat gestern einen Schlaftag eingelegt, wahrscheinlich, um die ganzen Eindrücke erst mal zu verarbeiten. Heute ist er wieder vorwitzig dabei und Chris musste ihn vorhin aus der Küche entfernen, weil Noel versucht hat, beim Füllen der Näpfe schon etwas abzugreifen und dabei fast eine Futterschale heruntergeworfen hat. :D

Chris und ich freuen uns immer noch jeden Tag, dass wir hierher gezogen sind. Wir haben heute überlegt, wie viele für uns merkwürdige Häuser wir besichtigt haben und schnell festgestellt haben, dass wir für unsere Vorstellungen etwas weiter ins Landesinnere ziehen müssen, weil die Preise nahe an der Grenze sich eher am luxemburgischen Markt orientieren als am französischen Markt. Als wir das Haus kauften, gingen wir noch davon aus, dass Chris oft ins Büro muss, weil seine alte Firma sich mit HO schwer tat. Dann kam Chris Kündigung, damals eine Katastrophe, heute das Beste, was ihm passieren konnte. Die jetzige Stelle setzt auf HO, er muss also viel weniger fahren als ursprünglich gedacht und ich muss nur 2 halbe Tage die Woche nach Lux zur Arbeit fahren.

Es ist so schön, hier in Frankreich zu leben und nach der Arbeit in Lux wieder nach Hause zu kommen. :love:
 
  • Paulemaus
Badetag für den Kleinen

 
  • Grinschy
.. in einer Königlichen Badewanne sitzt der kleine Prinz ♥️♥️♥️
 
  • Paulemaus
Boah, ich freue mich so, dass ich Tano wieder anschauen kann, ohne das mir die Tränen kommen. Seine Haut wird von Tag zu Tag besser. Er ist zwar noch um einiges entfernt von dem gepflegten kleinen Hund vor letztem Juni, aber er sieht nicht mehr räudig aus.

Auch psychisch geht es ihm besser. Er hat sich ja terriermässig wenig anmerken lassen, aber er war erkennbar bedrückt. Jetzt wird er wieder watzig. Als ich heute die Betten neu bezogen habe, ist er mit mir hochgetippelt, aufs Bett gesprungen und hat mit mir um jeden Bezug gekämpft, bevor der im Wäschekorb landete. Mit spielerischem Knurren und leuchtenden Augen. Er brachte den Wäschekorb mit nach unten und fand das Verschwinden in der Maschine absolut spannend. :D
 
  • Paulemaus
Hier ein Foto von eben. Das ist gut zu erkennen, wie die Wunden verkrusten

 
  • Paulemaus
Hauaha, haben wir liebe Nachbarn: Chris und ich kamen heute vom Spaziergang mit den Hunden, als die Nachbarin von gegenüber, die gerne die Katzen sitten möchte, grade aus ihrer Haustür kam. Wie üblich gibt es dann einen kleinen Plausch, während sie die Hunde knuddelte. Wir wissen, dass Trevor auch durch ihren Garten streift und haben ihr anfangs angeboten, dass, wenn sie nicht will, dass er bei ihnen ist, sie ihn einfach mal mit einem Schwung Wasser verscheuchen sollen. Die Antwort damals: "Aber nein, aber nein. Wir freuen uns, wenn er uns besucht."

Irgendwann im Plausch erzählte sie uns, dass sie beinahe vorgestern bei uns vorbeigekommen wäre, weil sie sich Sorgen um Trevor gemacht hat. Auf unsere fragenden Gesichter erzählte sie uns, dass Trevor immer mal wieder einen Haufen auf ihre Terrasse setzt. :eek:. Vorgestern wäre der Haufen etwas weicher gewesen und sie hatte Sorge, er wäre krank. Gestern war der Haufen aber wieder normal und sie wäre glücklich, dass es ihm wieder gut geht. :eek::eek::eek:

Chris und ich stammelten Entschuldigungen und ich bat sie, ihm aufzulauern und mit einem Glas Wasser zu erschrecken. Möchte sie nicht. Es wäre doch überhaupt kein Problem und Trevor sei doch so ein entzückender Kater. Unseren Nachbarn nebenan häufelt er auch auf die Terrasse und auch die möchten ihn nicht mit einem gezielten Wasserstrahl verjagen. Mann, wir haben da einen richtigen Asikater :sauer:. Ich kann mich ja auch nicht rambomässig in ihrer Hecke verstecken und Trevor mit einer Wasserpistole deutlich machen, dass das eine ganz ganz schlechte Idee ist. Das ist mir echt superpeinlich und ich würde völlig verstehen, wenn es sie nervt. Tut es aber nicht. Der Charme von Trevor überwiegt.

Es gibt hier einige Freigänger im Viertel. Als ich Donnerstag Abend nach Hause kam, saß ein großer, richtig großer grauer Kater, wohlgenährt und mit imposanten Kopf in unserem Vorgarten. Dort, wo die Vogelhäuser stehen. Ich stapfte auf ihn zu und scheuchte ihn vom Grundstück. Er sprintete über den Bürgersteig zwei Häuser weiter. Trevor kam hinter der Hecke vor und schoss ihm nach. Im Licht der Straßenlaterne sah ich, wie die beiden sich freundlich maunzend Köpfchen gaben und dann gemeinsam weiterzogen. Trevor ist maximal halb so groß wie sein Kumpel. Der trägt ein Halsband und ist offensichtlich kastriert, hat also ein Zuhause.

Noel fühlt sich mit den anderen Katzen im Katzenzimmer wohl. Da das Wetter nicht der Renner ist, verbringt Lucky viel Zeit zu Hause, sich entspannt auf dem Kratzbaum räkelnd. Xaroula findet draußen sowieso nicht besonders prickelnd und schon gar nicht bei diesem Wetter. Noel liegt gerne auf der obersten Plattform vom Kratzbaum, ebenso wie Lucky auf dem anderen Kratzbaum. Xaroula bevorzugt eine Höhle im Regal. So verschlafen sie ungefähr 20 Stunden vom Tag. Trevor ist wesentlich aktiver, ebenso wie Muffin, der viel Zeit im Garten verbringt. Ich gehe sehr davon aus, dass Noel der Garten reichen wird/muss. Ich glaube nicht, dass er mit seiner fehlenden Vorderpfote über den Zaun könnte und glaube auch nicht, dass er überhaupt das Bestreben danach hat. Er ist eher ein kleiner Angsthase, was die große weite Welt draußen betrifft und mag es lieber sicher, behaglich, warm und satt. Dazu ein paar Streicheleinheiten und das Katzenleben ist perfekt. Das freut mich, weil die Nachbarn meiner Meinung nach mit Trevor ausgelastet sind. Von Lucky bekommen sie nichts mit, weil der draußen für Menschen unsichtbar ist. Das kann er dank seiner Wildlingsgene sehr gut.

Kalle geht es gut, Tano geht es von Tag zu Tag besser. Lotta ist wieder ganz "die Alte". Auf den Spaziergängen trägt sie sicherheitshalber ein GPS, aber wie vor ihrem Verschwinden bleibt sie in Sichtweite, schaut sich oft nach uns um und kommt auf Pfiff. Krümel hört mittlerweile schlecht bis gar nicht, je nach Frequenz der Töne. Da er nie sehen konnte, bleibt nur seine Nase und die funktioniert noch recht gut. Er tippelt den Spaziergang mit und bleibt die meiste Zeit in der "Spur". Es kann aber auch passieren, dass er am Wegrand pieselt und sich dann in die falsche Richtung dreht, um uns nachzulaufen. Da wir da grade erst vorbei gekommen sind, riecht es natürlich nach uns und er tippelt eifrig los. Wir haben gelernt, dass es völlig nutzlos ist, ihn dann zu rufen. Er kann nicht orten, woher der Ruf kommt, wenn er ihn überhaupt hört und läuft eventuell noch schneller in die falsche Richtung. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass er immer noch sehr hurtig sein kann. Besser ist es, abzuwarten, ob ihm auffällt, dass der Geruch nach seiner Familie weniger wird. In den meisten Fällen dreht er dann von selbst um und folgt schnuppernd unserer Spur. Es kann allerdings, aber seltener, passieren, dass er sich total verfranzt. Dann muss einer von uns hinterher spurten und ihn für ein paar Minuten an die Leine nehmen, bis er wieder orientiert ist und leinenfrei wieder klarkommt.
 
  • Grinschy
… sitze hier und lache, gluckse vor mir hin,- wunderbar das hat den Tag gerettet. Über die wunderbaren. Nachbarn…
Auch das das Rudel wohlauf ist .
 
  • Paulemaus
Uff...
Die Hunde und ich mussten vorhin aus einer prekären Lage gerettet werden. Es dämmerte schon, als ich mit den Hunden vom Spaziergang nach Hause fahren wollte. Auf dem matschigen Feldweg kam ich ins Rutschen und rutschte in den Maginotgraben. Die linken Räder standen noch auf dem Weg und das Auto hing im 45 Grad Winkel über dem Graben. Meine grosse Sorge war, dass wir ganz hinein fallen. Dann wären wir seitlich auf Beton gelandet. Ich stieg vorsichtig aus und sah, dass ich keine Chance hatte, das Auto wieder rauszubekommen und stand hilflos in der Pampa. Ohne Handy. Sicherheitshalber habe ich die Hunde nicht ausgeladen, weil ich Sorge hatte, dass jegliche Gewichtsveränderung das Auto kippen lassen könnte.

Mir blieb nichts anderes übrig, als in der Dunkelheit zu warten, dass jemand vorbeikommt. Nach 1.5 Stunden kam ein Jogger mit Stirnlampe vorbei. Ein Handy hatte er auch nicht, aber er versprach, Hilfe zu organisieren. Ich solle einfach ruhig sitzen bleiben.

15 Minuten später kam er mit einem Kumpel und dessen Jeep zurück. Sie sicherten erst mal meinen Wagen, indem sie ihn am Jeep festzurrten. Dann telefonierte der Jeepbesitzer und kurz darauf kam ein Riesentraktor angefahren. Die Männer befestigten das über den Graben hängende Hinterrad mit einem festen Seil und verbanden das andere Ende vom Seil an der grossen vorderen Traktorschaufel. Dann wurde die Schaufel hochgefahren und die rechte Seite vom Wagen wurde quasi schwebend wieder auf den Weg gehievt. Mann, war ich froh und dankbar. Da hatten wir echt eine Armee von Schutzengeln.
 
  • Sonnenschein
Ach du jemine. Ein Glück, dass ihr gerettet wurdet. Aber die 1,5 Stunden warten kamen dir bestimmt noch viel länger vor, oder? Es wird doch dann auch kalt! Ich hoffe, ihr konntet euch jetzt wieder gut aufwärmen.
 
  • Carli
Was für ein Albtraum und was für ein Glück. Ist das bei euch Lehmboden? Ich kann mich (auf der Suche nach Maginot-Bunkern) an ganz viel Lehmboden erinnern der hartnäckig an den Schuhen haftete und das Gehen von Schritt zu Schritt mühsamer machte :lol:
 
  • Paulemaus
Ja, es war arschkalt und zwischendurch war ich arg verzweifelt. Ich wusste aber immerhin dass spätestens dann Hilfe kommt, wenn Chris von der Arbeit kommt und ich, die Hunde und das Auto nicht da sind. Er kam aber heute erst um 20.30 Uhr.

Ja, genau dieser Lehmboden wurde mir zum Verhängnis. Die Traktoren haben den Boden auf dem Feldweg aufgewühlt und mit der Feuchtigkeit der letzten Tage wurde daraus eine sehr glatte Masse. Als ich ins Rutschen kam, schien das quasi in Zeitlupe abzulaufen, aber ich konnte nichts mehr machen. Ich war nur heilfroh, dass wir nicht reingefallen sind, denn die Gräben sind richtig tief.

Mir ist immer noch kalt, so eine durchgefrorene Kälte von innen. Chris hat mir grade für die innere Wärme einen Lumumba gemacht.
 
  • Candavio
Ich sach mal so...
Seit ihr nach Frankreich gezogen seid, jagt ja ein "Abenteuer" das nächste...:eek:
 
  • Paulemaus
Ja, und alles geht gut aus :love:
 
  • Paulemaus
Ich muss jetzt erst mal herausfinden, wer die Männer überhaupt waren, um zumindest eine Flasche Wein hinzubringen. Deswegen habe ich grade mal in der FB-Gruppe von Vigy gefragt, ob jemand weiß, um wen es sich handelt. Die Männer waren so klasse, die haben genau gewusst, wie sie es machen müssen, um das Auto wieder aus dem Graben zu hieven. Da saß jeder Handgriff, ganz ruhig, ohne viel Gerede. Eine kurze Absprache und Planung und dann haben die losgelegt. Die Gabel vom Traktor hat den Renault hochgezogen wie ein Spielzeugauto. :D
 
  • Paulemaus
Ich habe die Männer tatsächlich über FB gefunden. Am Wochenende bringe ich ein Dankeschön dahin.
 
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