Bedenkliches Verhalten?

  • Kinski
Hallo!

Ich hab in diesem Forum schon einige sehr nützliche Beiträge glesen und hoffe ich bekomme auch ein paar Tipps für den Umgang mit meinem Liebling.
Mein Mann und ich haben einen Old english bulldog, 2,5 Jahre alt, unkastrierter Rüde mit Namen Kinski. An sich ist er gut erzogen, versucht nur manchmal seinen Dickkopf durchzusetzen. Er ist unverträglich mit anderen Hunden, besonders mit Rüden, aber bei Menschen everybodys darling. Ein bisschen ungestüm vielleicht, aber super lieb. Wir haben die Feiertage bei meinen Schwiegereltern verbracht, wo er nachts mit in unserem Ziommer schlafen darf. Nachmittags waren wir in dem Zimmer und Kinski hat geschlafen. Meine Schwägerin hat mit ihrem Freund zu Tür rein geschaut und Kinski ist ausgeflippt. Er hat genurrt und kehlige bell-laute von sich gegeben. Richtig aggressiv. Mein Mann hat ihn festgehalten und ich bin raus zu den beiden auf den Flur. Ich hab die Tür auf gemacht, Kinski kam raus und alles war wieder prima. ich mach mir über solches Verhalten bisschen Sorgen. Alle anderen meinen ich reagiere über, weil er sonst nicht so ist und wahrscheinlich nur plötzlich aufgewacht ist und nicht richtig wusste wo er ist und wer da rein schaut. Aber er reagiert auch oft recht eifersüchtig, besonders auf Kinder. Er Hat schon meinen Neffen(7Jahre) angeknurrt und einmal nach ihm geschnappt. Ich kann mir sein Verhalten manchmal nicht erklären und hab Angst das etwas passiert, besonders weil mein Mann das alles runter spielt. Kann mit jemand einen guten Rat geben? Danke!
 
  • SaSa22
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Hi Kinski :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • The Martin
Nachmittags waren wir in dem Zimmer und Kinski hat geschlafen. Meine Schwägerin hat mit ihrem Freund zu Tür rein geschaut und Kinski ist ausgeflippt. Er hat genurrt und kehlige bell-laute von sich gegeben. Richtig aggressiv.
Dein Hund hat sich vermutlich einfach erschrocken. Nicht umsonst gilt die eisene Regel: Schlafende Hund soll man nicht wecken! Noch dazu war er in einer fremden Umgebung. Dieses Vorfall sehe ich als unproblematisch an.

Aber er reagiert auch oft recht eifersüchtig, besonders auf Kinder. Er Hat schon meinen Neffen(7Jahre) angeknurrt und einmal nach ihm geschnappt.
Das ist schon eher leicht problematisch.

Kannst du dieses "Eifersüchtig sein" näher erklären!? Wann, wie, wo zeigt er das? Wie ist die Beziehung zwischen deinem Neffen und deinem Hund? Kann es sein, dass dein Neffe deinen Hund manchmal ärgert/piesakt (sehr häufig bei Kindern und wird oft geleugnet)?
 
  • MeikeMitBenny
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Mein Benny ist auch so ein echter Chaoshund... 



Habt ihr es schon mit einer Hundeschule probiert? In zwei Hundeschulen haben wir seine Macken nicht in den Griff bekommen. Wir haben es dann letztlich mit einem Online Hundetraining von einer Hundetrainerin geschafft. Deutlich günstiger als die Hundeschule vor Ort ist es auch noch gewesen!

Hier der Link zu ihrer Seite! 
Möchte ich jedem Hundehalter ans Herz legen, der sich offen eingestehen kann, dass er seinen liebsten Vierbeiner eben doch nicht immer wie gewünscht im Griff hat.

Melde dich doch mal zurück, ob sie dir auch helfen konnte! 

LG Meike mit Benny
  • sabsi
Meine Schwägerin hat mit ihrem Freund zu Tür rein geschaut und Kinski ist ausgeflippt. Er hat genurrt und kehlige bell-laute von sich gegeben. Richtig aggressiv. Mein Mann hat ihn festgehalten und ich bin raus zu den beiden auf den Flur. Ich hab die Tür auf gemacht, Kinski kam raus und alles war wieder prima.

Es war in diesem Moment, weil Ihr ja auch schon dort geschlafen habt, Euer Territorium! Der Hund hat nach einiger zeit Aufenthalt in einem fremden Haus nicht mehr das Bewußtsein, dass das nicht Euer Haus ist!
Er hat also konsequenterweise seinen/Euren Bereich bewacht. Als ihr ihm signalisiert habt, es ist o.k., war es ja auch gut! Das ist dieselbe Situation wie wenn bei Euch zuhause jemand einfach plötzlich in der Haustüre stände.

Wichtig ist, dass er wirklich nur bellt/knurrt und das er damit aufhört, wenn Ihr es ihm sagt. Bitte seid dabei ruhig und klar strukturiert, nicht wütend, hektisch oder erschreckt! Das würde der Hund als Unsicherheit von Euch interpretieren und zwar in bezug auf den Eindringling!! Er würde sich also erst recht bemühen, diesen "Eindringling" zu verjagen, wenn Euch das schon so aus dem Konzept bringt!
 
  • Kinski
Danke für die postings. Das beruhigt mich schon sehr.

Das ist schon eher leicht problematisch.

Kannst du dieses "Eifersüchtig sein" näher erklären!? Wann, wie, wo zeigt er das? Wie ist die Beziehung zwischen deinem Neffen und deinem Hund? Kann es sein, dass dein Neffe deinen Hund manchmal ärgert/piesakt (sehr häufig bei Kindern und wird oft geleugnet)?

Mein Neffe kommt dem Hund nicht mal nahe. Er ist ein ängstliches Kind und traut sich nicht mal ihn zu streicheln. Aber wenn er mir irgendwas zeigen oder mit mir spielen will dann passt Kinski das absolut nicht. Ich hab dann auch echt probleme ihn davon abzuhalten. Mit dem halti hab ich ihn problemlos unter konrolle, aber meine schwester will ihn nur noch ungern im haus haben. Er kann sich genell schlecht auf Herrchen oder Frauchen konzentrieren wenn ihn irgendwas aufregt oder etwas interessant ist. Ich bin zu hause und arbeite viel mit ihm, füttere ihn nur noch aus der Hand und nur wenn er parriert, aber seine aufmerksamkeitsspanne beträgt immernoch geschätzte 5 sekunden.
 
  • sabsi
Ich denke schon, dass du beginnende Tendenzen beschreibst und würde mal überprüfen, inwieweit der Hund dich/Euch als Führungspersönlichkeiten anerkennt.
Du solltest dafür bestimmte Dinge mit deinem Hund machen können, die du jederzeit durchsetzen kannst, wenn dir danach ist und die er problemlos akzeptiert:

1. Begrenzungen oder sog. Bewegungseinschränkung
der Hund lässt sich von Dir dazu bringen, auf einem bestimmten zugewesenen Platz zu bleiben
der Hund lässt sich verbieten, einen bestimmten Bereich zu betreten
der hund akzeptiert, dass er bestimmte Dinge, Sofa; Bett nicht zu betreten hat oder verlässt, wenn Ihr es möchtet
der Hund lässt sich von dir wegschicken
der Hund lässt sich vernünftig an der leine führen
der Hund respektiert Deine Tabus bzw. reagiert auf ein Tabusignal mit sofortigem Abbruch seines Verhaltens

2. Ressourcen
der Hund akzeptiert jederzeit von Dir, dass du bestimmte Dinge verbietest. Deine Sachen, Schuhe, Spielzeuge, Pflanzen, Teller mit Deinem Essen usw.
Du kannst an seinen Napf, sein Körbchen gehen, wenn er sich dort aufhält (bitte, das testest du nur ab und zu mal, normalerweise soll der Korb Ruhe- und Rückzugsbereich für den Hund sein und er sollte auch ungestört fressen können.
Wie sieht es damit aus?
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
  • Kinski
Also ich kann kann Kinski jederzeit sein Futter oder Spielzeug weg nehmen oder in seine Box krabbeln, wenn es nötig ist. Er verteidigt seine Sachen nur gegenüber Artgenossen.
Mit der Bewegungseinschränkung ist das so eine Sache. Alles was du aufgelistet hast ist an für sich kein Problem...wenn er Lust hat. Er weiß genau was er wann zu tun oder zu lassen hat, aber wenn ihm grad nicht danach ist, dann ist es jedes mal ein Psycho-Krieg. Ein Beispiel: Er darf abends mit auf dem Sofa liegen, dort hat er eine Ecke mit seiner Decke. Wenn wir ins Bett gehn muss er aber in seine Box im Flur. Ich sag es ihm einmal und auch ein zweites mal das er das sofa verlassen soll. An guten Tagen erhebt er sich schwerfällig und schleicht sich, an schlechten Tagen schaut er mich an, gähnt und dreht sich rum. Wenn ich zu ihm komme und er merkt das ich sauer werde, zieht er den Kopf ein und bleibt trotzdem liegen. Ich setz mich natürlich immer durch, aber es langweilt mich, dass er ständig auf blöd macht. Er sollte doch mal begreifen, dass er seinen Willen nich durchsetzen kann.
Wenn z.B. Besuch kommt ist er sehr aufgeregt. Wenn er zu sehr nervt schicke ich ihn manchmal auf seinen Platz. Er hat keine Lust, kann mich aber auch nicht ignorieren. Also versteckt er sich hinter irgendjemand, macht Platz und schaut als hätte ich ihn geprügelt.
Mit dem Hund ist es manchmal zum Mäuse kriegen.....
 
  • lektoratte
Also ich kann kann Kinski jederzeit sein Futter oder Spielzeug weg nehmen oder in seine Box krabbeln, wenn es nötig ist. Er verteidigt seine Sachen nur gegenüber Artgenossen.

Und kannst du das unterbinden?

Versuchst du das? Hast du jemals darüber nachgedacht, das zu tun, oder lässt du ihn dann machen?

Mit der Bewegungseinschränkung ist das so eine Sache. Alles was du aufgelistet hast ist an für sich kein Problem...wenn er Lust hat.

In anderen Worten: Es ist ein Problem.

Er weiß genau was er wann zu tun oder zu lassen hat, aber wenn ihm grad nicht danach ist, dann ist es jedes mal ein Psycho-Krieg.

Weil der Hund nicht vom Sofa will?

Ein Beispiel: Er darf abends mit auf dem Sofa liegen, dort hat er eine Ecke mit seiner Decke. Wenn wir ins Bett gehn muss er aber in seine Box im Flur. Ich sag es ihm einmal und auch ein zweites mal das er das sofa verlassen soll. An guten Tagen erhebt er sich schwerfällig und schleicht sich, an schlechten Tagen schaut er mich an, gähnt und dreht sich rum. Wenn ich zu ihm komme und er merkt das ich sauer werde, zieht er den Kopf ein und bleibt trotzdem liegen. Ich setz mich natürlich immer durch, aber es langweilt mich, dass er ständig auf blöd macht. Er sollte doch mal begreifen, dass er seinen Willen nich durchsetzen kann.

Kann er das denn (nicht)?

Du sagst es ihm doch immerhin einmal, und dann ein zweites Mal. Es lohnt sich also auf jeden Fall für ihn, nicht sofort aufzustehen, denn ein, zwei Minuten kann er so offenbar immer rausschinden.

Und was das "Kopf einziehen und liegenbleiben" angeht - es kann nicht zufällig sein, dass du ihm ab und zu mal einen Klaps auf den Hintern gegeben hast, wenn er so lahmarschig war, um seinen Abgang zu beschleunigen? - Ich finde das nicht dramatisch, sondern fände es nur menschlich, aber ein bisschen klingt das nach:

1. Große Klappe: Nö. ich geh nicht, hab grad keinen Bock... und dan: "Uh, oh, Mist, jetzt hab ich's überrissen, jetzt mach ich besser gar nichts mehr. Sie packt mich eh gleich am Kragen und zieht mich vom Sofa, ist eh alles zu spät."

Ich finde ehrlich gesagt, du klingst nicht gelangweilt, du klingst genervt...

Ist das denn dein erster Hund dieser Rasse?

Ich kenne jemanden, der seit 3 Jahren einen OEB hat, und die sagte, der sei nicht nur sturer als alle Hunde, die sie vorher gehabt hätte, er würde auch insgesamt wesentlich langsamer lernen. Man müsste immer dran bleiben und alles wiederholen, wiederholen, wiederholen.... es wäre also nicht immer "Dickkopf", Bulldoggen wären wohl so. Wenn etwas einmal sitzt, dann für immer, aber bis dahin kann es dauern. (Keine Ahnung, ob das stimmt, ich hatte noch nie eine.)

Wenn z.B. Besuch kommt ist er sehr aufgeregt. Wenn er zu sehr nervt schicke ich ihn manchmal auf seinen Platz. Er hat keine Lust, kann mich aber auch nicht ignorieren. Also versteckt er sich hinter irgendjemand, macht Platz und schaut als hätte ich ihn geprügelt.
Mit dem Hund ist es manchmal zum Mäuse kriegen.....

Fazit: Er nimmt dich nicht hundertpro ernst und hat offenbar gelernt, dass er mit dieser Taktik zu einem gewissen Grad durchkommt.

Eine Rolle spielt dabei sicher auch die Aufregung - mein Dobi kann sich dann auch nicht für 5 Pfennig konzentrieren und schlägt gern mal über die Stränge. Da hilft nur, ihn konsequent aus der Situation zu entfernen, damit er sich wieder abregen kann, und dann klappt es auch wieder mit dem Hören.:rolleyes:;)
 
  • Kinski
Er hat bis jetzt nur einmal seinen Knochen gegenüber seiner Hunde-Freundin verteidigt. Ich hab ihm das Ding mit einem deutlichen "Aus" weg genommen und ihn ins Haus geschickt. Er hat sein Futter später wieder bekommen. Seit dem achte ich drauf das die Hunde nicht zusammen spielen wenn einer was zu fressen hat.
Also es ist nicht mein erster Hund, aber tatsächlich mein erster OEB. Hab mir auch schon vorher sagen lassen, dass es Dickschädel sind. Sitz, Platz oder bleib hat er so schnell gelernt, dass ich ihn für ein Genie gehalten hab, aber seit der Pubertät is Sense.
Wir lieben diesen Hund sehr und waren sicher oft nicht konsequent genug. Seit einiger Zeit setz ich mich immer durch. Mit Psycho-Krieg mein ich, dass ich ihn auffordere zu gehn und dabei auf die Tür zeig. Er schaut zwischen mir und der Tür hin und her und versucht weg zu schaun. Aber wenn ich ihn anschaue und weiter auf die Tür zeige, liegt das wie blei auf ihm. Das hat immer gut geklappt, aber in letzter Zeit nicht mehr so gut.
Und was das "Kopf einziehen und liegenbleiben" angeht - es kann nicht zufällig sein, dass du ihm ab und zu mal einen Klaps auf den Hintern gegeben hast, wenn er so lahmarschig war, um seinen Abgang zu beschleunigen? - Ich finde das nicht dramatisch, sondern fände es nur menschlich, aber ein bisschen klingt das nach:

1. Große Klappe: Nö. ich geh nicht, hab grad keinen Bock... und dan: "Uh, oh, Mist, jetzt hab ich's überrissen, jetzt mach ich besser gar nichts mehr. Sie packt mich eh gleich am Kragen und zieht mich vom Sofa, ist eh alles zu spät."
Mein Mann nimmt ihn und schmeißt ihn runter. Aber ich mach mich bei dem Versuch nen 40kg Hund vom Sofa zu wuchten nur lächerlich. Der wird dann so schlaff, dass er gleich 60 kg wiegt. Ich geb ihm manchmal ne Kopfnuss. Aber es reicht meistens wenn ich nur so tue als ob. Sein Kopf ist sowieso härter als meine Hand :)
Eine Rolle spielt dabei sicher auch die Aufregung - mein Dobi kann sich dann auch nicht für 5 Pfennig konzentrieren und schlägt gern mal über die Stränge. Da hilft nur, ihn konsequent aus der Situation zu entfernen, damit er sich wieder abregen kann, und dann klappt es auch wieder mit dem Hören.
Danke! Ich dachte schon nur mein hund wär so ein Nervzwerg. Ich schau gleich beim nächsten mal das ich ihn raus schicke, wenn er wieder der Mittelpunkt des geschehens sein will.
 
  • lektoratte
Er hat bis jetzt nur einmal seinen Knochen gegenüber seiner Hunde-Freundin verteidigt. Ich hab ihm das Ding mit einem deutlichen "Aus" weg genommen und ihn ins Haus geschickt. Er hat sein Futter später wieder bekommen. Seit dem achte ich drauf das die Hunde nicht zusammen spielen wenn einer was zu fressen hat.

Das ist sehr vernünftig! :)

Also es ist nicht mein erster Hund, aber tatsächlich mein erster OEB. Hab mir auch schon vorher sagen lassen, dass es Dickschädel sind. Sitz, Platz oder bleib hat er so schnell gelernt, dass ich ihn für ein Genie gehalten hab, aber seit der Pubertät is Sense.
Wir lieben diesen Hund sehr und waren sicher oft nicht konsequent genug. Seit einiger Zeit setz ich mich immer durch.

Dran bleiben!

Es ist (habe ich mal gelernt) immer einfacher, etwas von Anfang an zu klären, als es später einzuführen. Denn dann "weiß" der Hund ja, dass es auch anders geht, und der Anreiz, es immer wieder zu probieren, ist größer.

Mit Psycho-Krieg mein ich, dass ich ihn auffordere zu gehn und dabei auf die Tür zeig. Er schaut zwischen mir und der Tür hin und her und versucht weg zu schaun. Aber wenn ich ihn anschaue und weiter auf die Tür zeige, liegt das wie blei auf ihm. Das hat immer gut geklappt, aber in letzter Zeit nicht mehr so gut.

Das kenn ich von einem unserer früheren Hunde. Wirkt immer ein bisschen so wie: "Wen hat sie gerade gebeten, rauszugehen? Ist hier noch ein anderer Hund?" :lol:

Ich denke, im Grunde bockt er und beschwichtigt gleichzeitig. "Ich geh jetzt nicht. Aber ich will auch keinen Ärger mit dir."

Auf Hündisch ist das eher: "Bitte, bitte, ich will noch nicht gehen" als: "Nö Alte, du kannst mich mal."

Mein Mann nimmt ihn und schmeißt ihn runter. Aber ich mach mich bei dem Versuch nen 40kg Hund vom Sofa zu wuchten nur lächerlich. Der wird dann so schlaff, dass er gleich 60 kg wiegt. Ich geb ihm manchmal ne Kopfnuss. Aber es reicht meistens wenn ich nur so tue als ob. Sein Kopf ist sowieso härter als meine Hand :)

Naja, dann erwartet er vermutlich halt die Kopfnuss und hofft irgendwie, damit wäre es dann gegessen. Geht er denn bei deinem Mann schneller vom Sofa als bei dir?

Danke! Ich dachte schon nur mein hund wär so ein Nervzwerg. Ich schau gleich beim nächsten mal das ich ihn raus schicke, wenn er wieder der Mittelpunkt des geschehens sein will.

Warnung: Das könnte dann erstmal dazu führen, dass er sich erstmal so richtig aufregt, weil er ja unbedingt dabei sein will. Er muss halt auch erstmal lernen, dass auch das nicht mehr so richtig geht.

Vielleicht könnte in eurem Fall eine Hausleine helfen?

Ist einfach eine Strippe (halber Meter oder etwas mehr) ohne Schlaufe, die der Hund im Haus immer am Halsband hat.

Wenn Kinski nicht sofort vom Sofa geht, nimmst du die Leine in die Hand und führst ihn runter und raus zur Box. Und ja, ich würde einfach ziehen, so fest ich kann - und dann auf die Schwerkraft setzen... :eg::p

Und wenn er so aufgeregt rumspringt, wird er sicher auch nicht freiwillig rausgehen wollen - dann nimmst du die Leine in die Hand und führst ihn raus, machst erstmal die Tür zu und gut ist. Dann begrüßt du den Besuch usw. und wenn sich alles gesetzt hat, und Ruhe eingekehrt ist, darf auch der Hund wieder dazu.

Unserer beruhigt sich dann meist viel schneller wieder, wenn die Begrüßung schon vorbei ist, wenn er wieder zum Rest stößt.
 
  • Aymee
Tja, Bulldoggen, jedenfalls die meisten, sind so.;)

Dass dein Hund auf deinen Neffen reagiert, könnte daran liegen, dass dein Neffe (wieso eigentlich?) so ängstlich ist.

Und sperrt ihr euren Hund zwischendurch bzw. nachts in einer Box?:unsicher:
 
  • lektoratte
Ich hatte es so verstanden, dass er halt nur nachts dort schlafen soll, nicht auf dem Sofa im Wohnzimmer oder irgendwo sonst.

Nicht, dass er dort eingesperrt wird.

Sein Bett ist halt in einer Box.

Kinski, stimmt das? Oder sperrt ihr ihn nachts ein. Wenn ja, gibt es einen bestimmten Grund dafür?
 
  • Kinski
Er wird natürlich nicht in einer Box eingesperrt. Das is sein Haus und immer offen. Eine riesige Transportbox in die er zweimal rein passt. Fürs Auto hat er ne kleinere. Ganz selten machen wir tatsächlich mal die Tür zu wenn die Hündin die mit im Haus wohnt läufig ist und vor der Tür rum läuft. Aber wir machen die Tür nachts zu damit er im Flur bleibt. Dazu müssen wir allerdings die Klinken abnehmen, er ist Emister im Türen öffnen. Er schleicht sich sonst nachts ins Bett oder baut Mist in der Wohnung.

Das kenn ich von einem unserer früheren Hunde. Wirkt immer ein bisschen so wie: "Wen hat sie gerade gebeten, rauszugehen? Ist hier noch ein anderer Hund?"


Ich denke, im Grunde bockt er und beschwichtigt gleichzeitig. "Ich geh jetzt nicht. Aber ich will auch keinen Ärger mit dir."

Genau so. Da weiß ich manchmal nich ob ich lachen oder böse werden soll.

Naja, dann erwartet er vermutlich halt die Kopfnuss und hofft irgendwie, damit wäre es dann gegessen. Geht er denn bei deinem Mann schneller vom Sofa als bei dir?

Er hört generell lieber auf Männer. Ich beschäftige mich am meisten mit ihm und seiner Erziehung, weil ich einfach mehr Zeit hab. Aber trotzdem macht er bei meinem Mann nicht so extrem faxen. Am meisten merkt man das beim Spazieren gehn. Wenn er auf andere Hunde trifft benimmt er sich bei mir wie blöd. Bei meinem Mann oder seinem Hundesitter gehts viel besser.

Vielleicht könnte in eurem Fall eine Hausleine helfen?

Ist einfach eine Strippe (halber Meter oder etwas mehr) ohne Schlaufe, die der Hund im Haus immer am Halsband hat.

Werd ich mal probieren! Dann tu ich mir nich so schwer mich durchzusetzen.

Unserer beruhigt sich dann meist viel schneller wieder, wenn die Begrüßung schon vorbei ist, wenn er wieder zum Rest stößt.

Ja. Wenn das so einfach wäre. Das Problem liegt wohl darin dass er gewohnt ist everybodys Darling zu sein. Fast alle Leute die er kennt lieben ihn weil er wirklich furchtbar niedlich sein kann. Die geben ihm natürlich sobald er kommt die Aufmerksamkeit die er gerne hätte. Er hat auch einen Trick. Wenn sich keiner mehr um ihn kümmert wird er automatisch ruhiger und nach kurzer Zeit versucht er in Zeitlupe auf den Schoß von jemandem zu krabbeln.

Ach der Hund is ne Messe. Aber manchmal bringt er mich zur Verzweiflung. Gestern hab ich ihn gefüttert. Nur gegen Arbeit direkt aus der Hand. Ein Stück hat er so gierig genommen dass er mich gebissen hat. Also hab ich laut "AUA" gesagt und die Fütterung abgebrochen. 5 Min später hab ich ihn dabei erwischt wie er sich ein paar Würstchen von der Küchentheke geklaut hat. Also hab ich ihn geschimpft und in seine Box geschickt. Er wollte nicht und is richtung wohnzimmer zu herrchen geflüchtet. Ich wollte ihn festhalten und hab ihn an den Seiten gepackt. Der Köter knurrt und schnappt nach mir. Da soll man nich manchmal die Verzweiflung kriegen!
 
  • lektoratte
Hmmh, das klingt jetzt für mich nach einen klassischen "Missverständnis" (der Sorte, von der wir hier auch des öfteren welche haben.)

Er hat vermutlich gar nicht gemerkt, dass er dich erwischt hat.

Situation für ihn:

Ihr arbeitet, er macht, was er soll, kriegt sein Futter, und plötzlich wirst du sauer und brichts das Füttern ab.

Hund denkt sich: :verwirrt: (Wat'n jetzt?) - Und dann: :sauer: (Die dumme Kuh, was war denn jetzt wieder! Ich dachte, ich krieg hier mein Essen!)

Fazit: :sauer: (Denn bedien ich mich eben selbst!) :baetsch:

Du: :motz:

Hund: :unsicher: (Ach Manno... wat denn jetzt noch! Du hast mir doch das Essen nicht gegeben!:(mad:

Du: :sauer:

Hund: :wut: (Ach lass mich doch in Ruhe!!!!! Was willst du überhaupt von mir????)

Bei mir wär dann ein Schuh geflogen, aber idealerweise sollte man die Situation nicht so eskalieren lassen.

Du hast ihn - auch wenn es durchaus gerechtfertigt war - massiv bedrängt, und das in einer emotional etwas aufgeheizten Situation.

Es hilft hier (auch wenn mir das auch nicht immer gelingt ;)), einen Gang zurückzuschalten, tief durchzuatmen und eben ruhig, ohne Grabsch, Schlag oder Packaktionen sich durchzusetzen.

Und auch hier hilft die Hausleine sehr, weil du nicht so dicht an den Hund musst. So kannst du ihn zurechtweisen bzw. korrigieren, ohne gleich "zu persönlich" zu werden.

Füttert ihr ihn im Moment nur aus der Hand?
 
  • Kinski
Wirst recht haben. War wahrscheinlich nur ein Missverständnis, denn so kenne ich meinen Wauwau gar nicht.
Wir füttern ihn nicht ausschließlich aus der Hand. Er soll bloß immermal dran erinnert werden wer das Futter und das Sagen hat. Er macht gern auf dicke Hose und findet das mit dem unterordnen blöd. Außerdem hoffe ich dadurch seine Aufmerksamkeit ein bisschen zu steigern. Er ist sehr unkonzentriert und ignoriert mich wenn er grad was anderes machen will.
 
  • sabsi
Ich wollte ihn festhalten und hab ihn an den Seiten gepackt. Der Köter knurrt und schnappt nach mir. Da soll man nich manchmal die Verzweiflung kriegen!
Ich will keine Panik machen, aber das auch nicht beschönigen. Es bringt überhaupt nichts, sich für alles eine Entschuldigung für den Hund zurechtzulegen.
Euer Hund zeigt dir schon eine Zeitlang, dass er dich nicht unbedingt als Führer akzeptiert. Er hat jetzt einige Register gezogen, die aber nicht den von ihm gewünschten Effekt brachten: 1. Häää, meinst du mich?? Jaaahaaa, ich komm ja schon, bleib soch mal cool!! 2. Ich bin ja sooo niedlich, soo süß, sooo knuffig, mir kann man doch nichts abschlagen. Möglicherweise kommt jetzt Strategie 3: Du hast mir garnichts zu sagen!

Lektoratte schrieb:
Er hat vermutlich gar nicht gemerkt, dass er dich erwischt hat.
Glaube ich nicht, dafür war die Situation insgesamt viel zu ruhig. Es gab da nur zwei Akteure, das wußte der Hund. Und die Stimmung war auch nicht mega hektisch, sodass das ein Übersprng sein könnte.

Margit, das ist ein absolut anderer Typ als Garry. Der beißt nicht eben mal nach hinten, weil er tierisch hochgefahren ist und nicht mehr realisiert, was ihn da berührt.

Das Problem liegt wohl darin dass er gewohnt ist everybodys Darling zu sein. Fast alle Leute die er kennt lieben ihn weil er wirklich furchtbar niedlich sein kann. Die geben ihm natürlich sobald er kommt die Aufmerksamkeit die er gerne hätte. Er hat auch einen Trick. Wenn sich keiner mehr um ihn kümmert wird er automatisch ruhiger und nach kurzer Zeit versucht er in Zeitlupe auf den Schoß von jemandem zu krabbeln.
Aaah, seine Hoheit Prinz Kinski geruht, die Huldigungen seiner Untergebenen entgegenzunehmen.

Wie lange, sagtest du, hat der Hund Euch schon??? :D
 
  • lektoratte
Na, so "ruhig" kam mir das nicht vor - und Garri hat ja durchaus auch seine "pampigen" Phasen gehabt... damals, bevor ich angefangen habe, mit Pantoffeln nach ihm zu werfen.

Ich krieg nicht mehr zusammen, was ich noch sagen wollte. Vermutlich hast du Recht und es ist ein weiteres Grenzen testen.

Aber... ich kam auf das "Missverständnis" und die "aufgeheizte" Situation, weil halt damals, in der Sturm und Drang-Phase... mit nem Knallkörperhund, der auch noch pubertierte, uns auch geraten worden war, den Hund ausschließlich (und nur bei Wohlverhalten) aus der Hand zu füttern.

Und es gab phasenweise recht wenig Wohlverhalten. Gepaart mit der Tatsache, dass der Hund ein Malabsorptionssyndrom hatte und daher ständig hungrig war, und seine Frustrationstoleranz irgendwo beim absoluten Nullunkt lag, war das Füttern grundsätzlich eine extrem angespannte und unerfreuliche Angelegenheit, die sicher alles mögliche bewirkt hat, aber keine Bindungsförderung.

Und das eine oder andere Mal hat der Spacko durchaus auch nicht nur aus Versehen den Finger erwischt, der war so genervt von dieser ganzen Fütterei, der hat einfach drauflosgehackt.

Und dann gab's bei uns fast genau dieselben Szenen, immer mal wieder.

Irgendwann sagte mal wer: "Lass den Hund doch einfach in Ruhe sein Futter fressen". Hab ich gemacht, hat Wunder gewirkt.

Mein Gedanke war so etwa: Kinski hat auch keine besonders große Frustrationstoleranz (wenn auch vermutlich aus anderen Gründen), also ist diese Handfütterung für ihn eine angespannte, keine angenehme Situation.
Möglicherweise einfach auch, weil es ihn ärgert, zurückstecken zu müssen.

Aber jedenfalls guter Nährboden, damit sich eine Situation so hochschaukelt wie beschrieben.

Verstehst du, wie ich mein?
 
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