Anke knurrt im Dunkeln große Männer an....

Anke_und_Marc

10 Jahre Mitglied
Hallo allerseits. :hallo:

Bis jetzt läuft ja Alles wunderbar mit Anke.

Anke= amStaff, 6 Jahre alt, Lebensanfang Dachboden, dann Sicherstellung, dann Rest vom Leben im TH. :(

Anke kam vor 6 Wochen, nach einem 3/4 Jahr Kennenlernzeit, aus dem Tierheim zu mir.
Seitdem wird sie immer ruhiger, ausgeglichener und versteht sich sogar schon mit einigen ausgewählten Hunden.

Wir arbeiten, arbeiten und arbeiten. Huindtrainerin hatten/haben wir ja auch. In letzter Zeit nicht mehr so viel Hundetrainerin, da das jedes Mal wirklich viel Geld ist.
Ausserdem sagt jeder Trainer etwas anderes. :p

Kurzum--> alles bestens!

Bei Fremden ist Anke schon immer zurückhaltend, besonders bei großen dunklen Männern.
Vor Stöcken hat Anke panische Angst.
Ebenso ist mein Toaster ein Auslöser, dass der Hund 2 Tage apatisch und zitternd unter dem Tisch (sehr) eng bei meinen Füssen liegt.

Jetzt fängt Anke im Dunkeln an, Leutze anzuknurren.
Gestern das zweite Mal und heute schon wieder. :heul:

Dies passiert meist im Dunkeln und nur, wenn die Männer groß und dunkel angezogen sind.

Gestern war es mein (gottseidank verständnisvoller) Nachbar, der eine etwas dunklere Hautfarbe hat und aus dem dunklen Hausflur schnell auf uns zukam.
Anke ist zuerst zurückgewichen, hat den Schwanz eigezogen, dann kam der Nachbar einen Schritt nach vorne.
Ich möchte nicht den Teufel an die Wand malen, aber in diesem Moment wollte mein Hundi (imho) auch nach vorne.
Sonst weicht sie stets zurück.

Heute war es ein Angler im Stockdunklen mit Lampe am Kopf, der uns lediglich einen schönen Abend wünschte

An mir liegt es denke ich nicht, da ich sowohl im hellen als auch im dunkeln Sicherheit ausstrahle.

Wenn ich im Dunkeln unsicher bin, weil ein "wirklich komischer Mensch" uns begegnet, reagiert Anke überhaupt nicht auf meine Unsicherheit.

Vor einigen Wochen hat Anke einmal zu hause einen Handwerker angeknurrt, da dieser just in diesem Moment sehr schnell zu seiner schwarzen Handwerkertasche gegriffen hat.

Meine Landschildkröte wurde übrigens bei der ersten Begegnung auch angeknurrt, dann war -bis jetzt- Ruhe.
Anke hat sich nie mehr für die Kröte interessiert.


Wie würdet ihr diese Situationen einschätzen?

Anke hat wohl Angst/ist unsicher... denke ich.
Ich meine, in diesen Situationen die Aufregung in ihrer Knurr- und Bellstimme wahrzunehmen.

Lauter große, dunkle Männer am Weg postieren, die Leckerlis werfen?

Danke für einige Einschätzungen,

Anke und Marc
 
Hallo hast du Anke aus dem Duisburger Tierheim ?
Wenn ja dann kenn ich dich, ich bin die mit den Rottweilern z.b Nicko,hatte auch Biggi falls du sie noch kennst.

Ach so zu deinem Beitrag das im dunkeln Männer anknurren das macht Lennox auch, denke mal das sie ihnen unheimlich vorkommen. Besonders die dann, die noch dunkel gekleidet sind. Und umso langsamer die auf mich zu kommen so starrer läuft er und dann muß ich aufpassen das sie nicht zu nah an mir vorbei kommen denn er macht richtig die Welle.
 
Du musst ihr die Angst nehmen. Gib ihr immer ein Leckerlie sobald eine "Bedrohung" naht. Lenk sie ab, spiel mit ihr oder mach sonst was. Sie muss lernen, daß solche "Bedrohungen" keine Bedrohungen sind, sondern etwas, worüber man sich freut, weil es dann was leckers gibt, man gestreichelt wird oder sonst was... .
 
DieHundetante schrieb:
Hallo hast du Anke aus dem Duisburger Tierheim ?
Wenn ja dann kenn ich dich, ich bin die mit den Rottweilern z.b Nicko,hatte auch Biggi falls du sie noch kennst.

Jep, Anke ist aus dem Duisburger TH.

Ablenkung ist bei Anke i m m e r schwierig, aber wir werden es versuchen, das Ganze positiv zu belegen.
Danke für den Tip
 
Anke_und_Marc schrieb:
Ablenkung ist bei Anke i m m e r schwierig, aber wir werden es versuchen, das Ganze positiv zu belegen.
Danke für den Tip

Viel Glück dabei. Es ist jedoch grundsätzlich ratsam einen Profi ( Hundeschule) dabei hinzuzufügen.
 
Scotty schrieb:
Viel Glück dabei. Es ist jedoch grundsätzlich ratsam einen Profi ( Hundeschule) dabei hinzuzufügen.

Das ist mir voll bewusst, Einzelstunden wird aber mit der Zeit teuer.
Eine Hundeschule suchen wir zur Zeit.

Anke_und_Marc schrieb:
Wir arbeiten, arbeiten und arbeiten. Huindtrainerin hatten/haben wir ja auch. In letzter Zeit nicht mehr so viel Hundetrainerin, da das jedes Mal wirklich viel Geld ist.
Ausserdem sagt jeder Trainer etwas anderes. :p
 
Sorry mir ist die Brill in die Friteuse gefallen :lol: .
 
Wenn Euer Nachbar so verständnisvoll ist, ist er doch das geeignete Übungsobjekt. ;)
 
Ich werde ihn tatsächlich mal fragen... :D

Er wäre wirklich optimal, da er ja angeknurrt wurde und ich ihn zudem kenne.

Da wäre ich selber n i e drauf gekommen :rolleyes: , vielen Dank. :hallo:
 
Vielleicht kannst Du Anke im Lauf der Zeit auf etwas zur Ablenkung "programmieren". So wie Du die Situation im Hausflur beschrieben hast, weicht mit eingeklemmten Schwanz zurück, als der Nachbar durch seinen Schritt nach vorne zu nahe kommt, will sie abwehren (ich vermute, sie konnte nicht mehr weiter zurückweichen), denke ich, Unsicherheit dürfte die richtige Erklärung sein.
Den super unsicheren (und gottlob verfressenen) Hund hier habe ich während der letzten Monate auf ein kleines Futterbeutelchen mit Klettverschluß "gelenktt", sobald der nur das Ratschen des Klettteils hört, habe ich seine Aufmerksamkeit.
Insgesamt hat dazu aber auch beigetragen, dass der Hund durch Hundeschule und viele Erlebnisse insgesamt sicherer wurde, da er einiges nachgearbeitet hat, was er an sozialen Erfahrungen leider nicht machen konnte in früherer Zeit. Wir arbeiten jetzt seit fast neun Monaten an den Problemchen...
 
Der Tipp mit deinem Nachbar ist echt gut. Anke sollte mehr Kontakt zu den großen schwarz gekleideten Menschen haben. Vielleicht kann dein Nachbar dich mal mit Ankes Lieblingslekerli besuchen. Das Lekerli gut versteckt aber riechbar für Anke an sich tragend kann er ja dann mit dir in der Küche ein Gespräch führen und schauen was passiert.
 
Sorry, aber ich würde so was nicht in einer Wohnung starten, sondern draußen, wo der Hund mehr Raum zum Ausweichen hat.
 
Da hast du allerdings recht, Anke scheint ja sehr ängstlich zu sein... Dann wäre vielleicht eine Parkbank geeigneter.
 
Wenn da "etwas gestartet" wird, nur unter Aufsicht der Hundetrainerin. Ansonsten ist mir das Risiko zu gross, unerwünschtes Verhalten zu verstärken.
Leckerli im falschen Moment--> Alle Menschen werden angeknurrt ;)
Ausserdem, drinnen in der Wohnung ist Anke lammfromm, auch zu Fremden.

Ich hoffe, dass es nur Ankes Unsicherheit ist, und keine zu stark ausgeprägte Wachsamkeit oder Schutzdrang.

ein leicht bedrückter Marc :hallo:
 
Marc, sei nicht zu bedrückt - sieh es auch mal aus Hundesicht: Anke hat eine Menge zu verarbeiten, denn vieles ist für sie nach den vielen Jahre Tierheim ungewohnt, vielleicht sogar völlig fremd. Dafür finde ich macht sie sich gut - hätte ich vor Monaten nach den ersten sechs Wochen über den Rüden hier schreiben sollen, das hätte sich bedeutend krasser angehört und die Liste dessen, was im Argen lag, war fast so lang wie eine Rolle Klopapier....
 
Und ich muß Marc mal wirklich ein dickes Kompliment machen. Ich finde es super, das du so viel Zeit, Nerven, Liebe und Geld in Anke steckst und dich nicht entmutigen lässt. Dafür wird dir Anke ein Leben lang treu ergeben sein und du verdienst ein :zufrieden: und meinen :respekt:
 
Ich habe ein ähnliches Problem mit meiner "Kleinen". Allerdings sind es bei ihr große, glatzköpfige Männer und der Grund ist bekannt. Da ich die Sorte Mann logischerweise nicht in meinem Umfeld habe, entfällt das Üben bzw. Desensibilisieren. Aber die Ablenkung mit Leckerli funktioniert ganz gut. Wenn Du Dir der Unsicherheit deines Hundes bewusst bist, kannst Du immer vorbereitet sein und sie hoffentlich rechtzeitig ablenken. Mehr schaffe ich bei meiner nicht. Ich weiß um ihre Macke und reagiere bevor sie es tut. Ansonsten muss ich ehrlich zugeben, mache ich mir keinen Kopf. Viele - wenn nicht die meisten - Hunde sind im Dunkeln wachsamer. Da mein Hund darüber hinaus noch unsicher ist, bleibt sie angeleint und gut ist. Manche Traumata bekommt man auch mit viel Geduld nicht raus (z.B Stormy`s panische Ansgt vor Stöcken).

Wenn Dein Nachbar sich bereit erklärt, Dir zu helfen, wäre das natürlich der Idealfall. Viel Glück.
 
Ja, das kenne ich doch. Bei uns sind es alte Männer, am schlimmsten sind die mit Kopfbedeckung. Wir haben es (fast, wir hatten einen kleinen Rückschlag) mit Trainigsopas ganz gut in den Griff bekommen. Die Hundetrainerin hat mir von Leckerlies bei gewünschten Verhalten abgeraten, weil ich das große Talent habe, Leckerlies zum falschen Zeitpunkt zu geben. Der häufige Kontakt mit dem Feind hat eine Menge ausgemacht. Heidi hat sehr unspezifisch reagiert, mal mit Angst, mal mit Beschützerdrang. Das lag aber auch viel an mir, da ich anfänglich nicht recht wußte, wie ich in solchen Situationen reagieren soll, und sich meine Unsicherheit natürlich auf sie übertragen hat.

Also Kuchen backen, und den Nachbarn bestechen. Da die Trainerin euren Hund schon kennt, könnte man vielleicht ein Übungsprogramm auch am Telefon besprechen? Das senkt die Kosten.

LG und viel Erfolg wünscht Tina
 
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