Angstaggression/Aggressionen ohne Angst

Emma_Fechenheim

Hi!

Das macht Spass. :)

Ich würde gern gleich noch eine Diskussionsgrundlage in den "Ring" werfen.
Wie unterscheide ich anhand der Körpersprache meines Hundes eine Aggression ohne Angst (Dominanz-Aggression etc.) und eine, die durch Angst motiviert wird.
Wo muss ich hinschauen um das zu erkennen und wie erkenne ich Mischformen?
Eventuell wären Fotos oder Bilder nicht uninteressant wenn ihr welche habt.

Es knüpft ein bisschen an das Thema "These" an.

:hallo:

Liebe Grüße

Ilo
 
Bei einer Angstagresion bzw. einer Wehrhaftigkeit durch Unsicherheit (muss ja nicht in ANGST ausarten) duckt sich mein Hund ab. Woebei das nicht mit der "Oberkörper-tief" Stellung zu verwechseln ist.

Bei der normalen Agression bleibt er groß und baut sich auf. Rute hoch in die Luft und ist dabei sehr ruhig. Kein Knurren, kein Bellen.

Bei Spike ebenso, kurz bevor er platzt wird er ganz still und dann weiß Bakkies das er sich schleichen muss

Ich schau mal ob ich Bilder habe
 
Hier ien Bild von Bakkies erster Bedrängung. Man sieht das er sich wehren will und das auch tut, ist aber noch recht beeindruckt vom Helfer und sucht zwischen meinen Beinen Schutz und geht einen Schritt zurück.

Ist er sich sicher, dann bleibt er wie beschrieben stehen.

Man muss schon sehr genau bei meinem Hund hinsehen, er reagiert sehr schnell und oft ohne große Anzeichen/Warnungen. Spike ebenso. Watt hab ich nur für Hunde... :unsicher: ;)
 

Anhänge

Hi Meike,

kennst du den Spruch.... wie der Herr so's Gescherr? :D

Ne aber leider kann man außer der Grundhaltung deines Hundes nicht so viel erkennen auf dem Foto ohne zu spekulieren. Von Weitem würde ich das unterstützen was du beschrieben hast aber ich sehen weder seine Mimik noch Gestik so genau wie ich es mir wünschen würde. Mich würden Aufnahmen oder Bilder interessieren, die seine Ohren, sein Fell, seine Rutenhaltung etc. genauer darstellen.

Liebe Grüße

Ilo
 
Rute ist eigentlich immer oben, nur wenn geschossen wird ist sie unten (aber nicht eingezogen). Ohren sind nach vorne geklappt, Augen leicht zugedrückt. Fell ist unten (keine Bürste).

Wie gesagt, ist bei ihm wirklich schwer zu erkennen bzw. zeigt er auch nicht viel. Man merkt es eigentlich nur wenn seine Stirn ein paar Falten mehr bekommt, ansonsten ist er dann genauso wie immer von der Körperhaltung. Nur eben bei Unsicherheit geduckt, Rute aber trotzdem oben wie ein Skorpion.
 
Emma_Fechenheim schrieb:
Wie unterscheide ich anhand der Körpersprache meines Hundes eine Aggression ohne Angst (Dominanz-Aggression etc.) und eine, die durch Angst motiviert wird.
Ein wichtiges Merkmal sind die Ohren. Je mehr Angst und Unsicherheit, desto weiter sind die Ohren nach hinten oder zucken.
Selbstsichere Hunde haben die Ohren nach vorne oder in der "Grundstellung".
 
Was mich dann interessieren würde wäre ein "Angriff" eines Hundes der die Ohren nach vorne hat, keine Bürste, Rute hoch, leicht zugekniffen, Schnüss nach vorne gezogen aber in abgeduckter Stellung.
 
Hi Meike,

ich merke gerade, dass es unglaublich schwer ist ohne Fotos darüber zu diskutieren. Ich werde mal in meinem Arsenal wühlen und ein paar klassische Körperhaltungen und Mimiken einstellen. Falls du das mal fotografieren kannst, was du da beschrieben hast, dann wäre es leichter.

Liebe Grüße

Ilo
 
Ich glaube eigentlich nicht, dass ich anhand der Körpersprache meines Hundes eine Aggression ohne Angst (Dominanz-Aggression etc.) und eine, die durch Angst motiviert wird allgemeingültig und sicher unterscheiden kann, zumindest wenn der Hund ein aktives Verteidigungsverhalten zeigt.


Allein schon weil dabei auch erlernte Verhaltensweisen eine Rolle spielen.


Meine Erfahrung sagt, wenn die Lernerfahrung des ängstlichen Hundes die ist, dass eine offensive Aggression zu seinem Schutz bisher wirksam war, dann kann es sein, dass er sich ebenso aufbaut und losgeht, wie ein Hund, der einen anderen dominiert.

(Leider sind gerade 2 Lehrbeispiele z.Z. bei uns.)

matty
 
Sorry,
kann nur nicht ganz verstehen, warum du hier Fotos sehen möchtest :verwirrt:

Was glaubst du, welche Dikussionen entfacht werden ...

Diese Thema lässt sich bestimmt besser auf einer Seninarebene "durchleuchten" :idee:
 
Hi Konni,

das stimmt, du hast Recht. Ich habe das Thema aber Angefangen und möchte es jetzt nicht einfach so beenden. Mir ist es relativ gleich, als ich es gepostet hatte, selber aufgefallen, dass das wohl kein Thema für ein Forum ist.

Also ich werde wie gesagt mal nachsehen ob ich ein paar Fotos finde, wo man es eindeutig sehen kann worum es sich handelt, die Mischform weglassen und kurz erklären und dann wird gut sein.

Liebe Grüße

Ilo

matty schrieb:
Ich glaube eigentlich nicht, dass ich anhand der Körpersprache meines Hundes eine Aggression ohne Angst (Dominanz-Aggression etc.) und eine, die durch Angst motiviert wird allgemeingültig und sicher unterscheiden kann, zumindest wenn der Hund ein aktives Verteidigungsverhalten zeigt.


Allein schon weil dabei auch erlernte Verhaltensweisen eine Rolle spielen.


Meine Erfahrung sagt, wenn die Lernerfahrung des ängstlichen Hundes die ist, dass eine offensive Aggression zu seinem Schutz bisher wirksam war, dann kann es sein, dass er sich ebenso aufbaut und losgeht, wie ein Hund, der einen anderen dominiert.

(Leider sind gerade 2 Lehrbeispiele z.Z. bei uns.)

matty

Hi Matty,

auch hier noch einmal, Hunde sind keine Schauspieler. Sie werden allerhöchstens eine Sicherheit gewinnen, weil sie in anderer Situation gewonnen haben als sie aus Angst überreagierten und den Angreifer verschreckt haben, aber sie können keine Sicherheit vorspielen. Das heißt, das was ein Hund zeigt meint er auch so, er KANN sich nicht verstellen, selbst die gewieften Rotties werden anhand ihrer Körpersprache und Mimik überführt.

Liebe Grüße

Ilo
 
Emma_Fechenheim schrieb:
Hi Matty,

auch hier noch einmal, Hunde sind keine Schauspieler. Sie werden allerhöchstens eine Sicherheit gewinnen, weil sie in anderer Situation gewonnen haben als sie aus Angst überreagierten und den Angreifer verschreckt haben, aber sie können keine Sicherheit vorspielen. Das heißt, das was ein Hund zeigt meint er auch so, er KANN sich nicht verstellen, selbst die gewieften Rotties werden anhand ihrer Körpersprache und Mimik überführt.

Liebe Grüße

Ilo


Hi Ilo,
Vielleicht kannst du noch ein paar erklärende Worte anschließen.
Ich habe keine Ahnung, wie Du auch nur ansatzweise annehmen kannst, ich spräche von Schauspielerei der Hunde.
welches Verhalten sie zeigen müssen, um den gewünschten Erfolg zu haben.

Und wenn ein ängstlicher Hund gelernt hat, dass offensives, aggressives Verhalten für ihn eher den gewünschten Effekt bringt, wird er sich so verhalten.
Er tut das nicht, um mir etwas vorzuspielen, sondern um die ihm angsteinflößende, vermeintliche oder wirkliche Bedrohung zu vertreiben oder zu kontrollieren.


Liebe Grüße
matty
 
matty schrieb:
Und wenn ein ängstlicher Hund gelernt hat, dass offensives, aggressives Verhalten für ihn eher den gewünschten Effekt bringt, wird er sich so verhalten.
Er tut das nicht, um mir etwas vorzuspielen, sondern um die ihm angsteinflößende, vermeintliche oder wirkliche Bedrohung zu vertreiben oder zu kontrollieren.
Du hast recht, Matty. Wenn ein unsicherer/ängstlicher Hund sich offensiv zu verteidigen gelernt hat, dann benutzt er diese Methode.
Allerdings kann kein Wesen seine grundsätzliche Stimmung, nämlich die Unsicherheit und Angst, ganz verstecken oder überspielen. Wenn ein Hund grundsätzlich ängstlich/ unsicher ist, aber gelernt hat, offensiv aggressiv zu reagieren, zeigt er meiner Meinung nach trotzdem Anzeichen der Unsicherheit (Körpersprache).
Vielleicht sind diese Körpersignale nicht so leicht erkennen oder werden nur sehr kurz gezeigt, es gibt sie aber.
 
Hi Martin,

mir gehts doch nur um das was man sehen kann. Es gibt rein offensive Gestiken - Mimiken und rein defensive. Es ging mir darum diese zu erkennen und zu unterscheiden. Es geht mir nicht um Hintergründe oder Motive, sondern rein um die Körpersprache der Hunde.
Es gibt z.B. ein Spielmimk, die wirkt auf uns wie eine Drohgeste des Hundes. Wiederrum gibt es eine Stressmimik, die sieht wie ein Lächeln aus. Das wollte ich einfach nur mal anhand von Beispielen darstellen. Aggression, Stress, Freude,etc.. Sonst nichts :)

Aber es ist schon richtig was Konnie meint, es ist wahrscheinlich das falsche Thema hier im Forum.

Liebe Grüße

Ilo
 
Kennst du das Buch von Christiane Rohn "Man nennt mich Hundeflüsterin"(ComArt)? Dort siehst du auf den Fotos ziemlich genau, das Verhalten (Körperhaltung/Mimik) angstaggressiver Hunde, auch die Widersprüche die manche Mimiken in sich tragen. Das Buch kann ich echt empfehlen, nebst dem Inhalt hat es tolle Fotos.
So wollte kein neues Thema anreissen, nur so als Info über die Fotos...
 
saga schrieb:
Kennst du das Buch von Christiane Rohn "Man nennt mich Hundeflüsterin"(ComArt)? Dort siehst du auf den Fotos ziemlich genau, das Verhalten (Körperhaltung/Mimik) angstaggressiver Hunde, auch die Widersprüche die manche Mimiken in sich tragen. Das Buch kann ich echt empfehlen, nebst dem Inhalt hat es tolle Fotos.
So wollte kein neues Thema anreissen, nur so als Info über die Fotos...

naja da sage ich mal nix zu

Jedenfalls denke ich auch, dass man, um den genauen grund der aggression zu erkennen, den hund wirklich kennen muss. niemand kann sofort alles richtig analysieren aufgrund von ein paar fotos oder sonst was. und niemand kann prognosen aufstellen wie "also das kriegt man hin" aufgrund dessen, dass der hund 2x gebellt hat, so wie es gewisse selbsternannte experten gerne tun
 
saga schrieb:
Kennst du das Buch von Christiane Rohn "Man nennt mich Hundeflüsterin"(ComArt)? Dort siehst du auf den Fotos ziemlich genau, das Verhalten (Körperhaltung/Mimik) angstaggressiver Hunde, auch die Widersprüche die manche Mimiken in sich tragen.

Einige dieser Fotos nebst Bildunterschriften sind hier unter "Fotografien und ihre Wahrheiten" zu sehen.
Ob das wirklich so das Wahre ist?
Ich wäre gespannt, was andere Leute bei diesen Bildern für Bildunterschriften gewählt hätten ...
 
@Rincewind
Es geht ja nur um die Fotos...!! Ich habe noch selten so gute Fotos von verschiedenen Ausdrücken gesehen. Das Buch muss man ja deswegen nicht der Brüller finden.
Klar kann man das Verhalten eines Hundes nur analysieren wenn man ihn auch kennt und sich intensiv Zeit dafür nimmt, dieser Meinung bin ich absolut auch! Jeder Hund ist ein eigenes Individum mit eignen Charakterzügen und man muss auch genau so speziell auf den Hund eingehen.

@Lana
Nur als Anmerkung, ich denke kaum das diese Person, die diese wirklich "geistreichen" Kommentare dazugeschrieben hat, diese Hunde kennt... ist also ziemlich peinlich... egal was der Autor geschrieben hat.
 
Zu den Fotos hatte ich den Link leider nicht mehr gefunden, aber Lana zum Glück:

 
saga schrieb:
@Lana
Nur als Anmerkung, ich denke kaum das diese Person, die diese wirklich "geistreichen" Kommentare dazugeschrieben hat, diese Hunde kennt... ist also ziemlich peinlich... egal was der Autor geschrieben hat.

Es ging mir nicht um die Kommentierungen dieser "geistreichen" Person, sondern allein um die Bilder mit ihren originalen Bildunterschriften.
Da sind ein paar dabei, die (wohl nicht nur mir) etwas Kopfschmerzen bereiten.
 
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