25 Beagles wurden befreit

  • Flex
Drei Tage nach der Befreiungsaktion von 30 Beagles aus einer „Versuchstier"zucht der BASF AG in Ludwigshafen ist nach wie vor unklar, wie die Aktivisten es schaffen konnten, die Tiere aus dem Werksgelände zu holen. BASF spricht von 26 gestohlenen Beagles.

In der Nacht vom 21. auf den 22.05. hatten Aktivisten der Tierbefreiungsfront die Beagles aus der „Versuchstierzucht“ von BASF befreit. Ein anonymes Bekennerschreiben ging beim Hamburger Verein die tierbefreier e.V. am Samstag ein. Die tierbefreier e.V. haben keinen Kontakt zu den Personen, die an der Aktion beteiligt waren, solidarisieren sich jedoch mit ihnen.

Unter dem Namen Tierbefreiungsfront werden weltweit Aktionen unter folgenden Richtlinien durchgeführt:

1. Die Befreiung von Tieren aus den Stätten, in denen sie gequält werden, z.B. Laboratorien, Tierfabriken, Pelzfarmen etc. Die Tiere müssen in ein gutes Zuhause übergeben werden, wo sie frei von Leiden bis zu ihrem natürlichen Ende leben dürfen.
2. Das Zufügen ökonomischer Schäden für all jene, die von der Not und der Ausbeutung der Tiere profitieren.
3. Das Aufzeigen des Horrors und der Gräueltaten, denen Tiere hinter verschlossen Türen ausgesetzt sind, mit Hilfe von gewaltfreien, direkten Aktionen und Befreiungen.
4. Das Ergreifen aller notwendigen Vorsichtsmaßnahmen, damit weder Mensch noch Tier während der Aktionen Schaden nehmen.

Die Beagles, die bei der BASF AG befreit wurden, verbringen ihr Leben jetzt in Freiheit bei Menschen, die sie aufgenommen haben und sich um sie kümmern. „Die Hunde entkamen dadurch einem Leben hinter Gittern und einem schmerzhaften Tod durch Tierversuche mit Pestiziden (Insektizide, Herbizide, Fungizide), Arzneimit-teln oder anderen Chemikalien“, so die Tierbefreiungsfront in ihrem Bekennerschreiben.


BASF ist ein Lieferant von Pflanzenschutzmitteln und Feinchemikalien für die Landwirtschaft, Tierernährung sowie für die Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie. Diese Chemikalien werden bei BASF an Tieren, unter anderem an Beagles, getestet. Für die Zulassung allein eines Pflanzenschutzmittels sterben im Rahmen von Toxizitätsversuchen nach Angaben von Dr. Heinz-Peter Gelbke, dem Leiter für Produktsicherheit bei BASF, 92 Beagles.

„Solange fühlende Wesen als Wegwerfmessinstrumente missbraucht werden, wird es Menschen geben, die die Mauern der Labore überwinden und die Tiere aus ihrer Gefangenschaft befreien und sie vor einem qualvollen Tod retten“, so Ulf Naumann, Vorsitzender von die tierbefreier e.V.

Das Alter der befreiten Tiere ist unbekannt, der „Versuchtierhandel“ beziffert den Wert eines zwei Monate alten konventionell gehaltenen „Versuchsbeagles“ auf ca. 1000 Euro. Laut einer Stellungnahme von BASF handelte es sich bei den befreiten Tieren um Zuchttiere, deren „Nachkommen für Tierversuche mit chemischen Substanzen eingesetzt werden“.

In den letzten zwei Jahren machten vor allem die Befreiung von 150 Ratten am 11.08.02 aus einer „Versuchstier"zucht in Mudau sowie von 25 Hunden am 31.03.03 aus der „Versuchtierzuchtanlage“ der Harlan-Winkelmann GmbH in Borchen / Westfalen Schlagzeilen. Zu der Befreiung in Borchen hatten die tierbefreier e.V. Fotomaterial erhalten, das wir mit Quellenangabe der Presse zur Verfügung stellen. Eine Vorschau der Bilder erhalten Sie unter unter „Presse“ --> „Fotos & Videos“.

Tierversuche
Laut Tierschutzbericht der Bundesregierung von 2003 kamen 2001 allein bei anzeige- bzw. genehmigungspflichtigen Tierversuchen bundesweit 2,1 Millionen Tiere ums Leben. Bei Tierversuchen werden Tiere verstrahlt, vergiftet, ihnen werden die Knochen gebrochen, sie werden mit Chemikalien verätzt oder grausam verstümmelt, ob für die Chemie-, die Lebensmittel-, die Pharma- oder die Kosmetikindustrie.

Jedes Tier ist ein leidensfähiges Individuum. Sie in Tierversuchen zu missbrauchen, wird von einem immer größer werdenden Teil der Bevölkerung abgelehnt, wie Umfragen bestätigen. Auch immer mehr Wissenschaftler, Ärzte und Studenten lehnen Tierversuche aus ethischen und wissenschaftlichen

Gründen ab. Sie haben erkannt, dass das ethisch relevante Kriterium, das bei der Frage der Tierversuche angewandt werden muss, nicht die Frage ist, ob ein Lebewesen zu der Spezies Mensch gehört oder nicht, nicht die Frage ist, wie viel Intelligenz ein Tier besitzt, ob es rational denkt oder nicht, sondern die Tatsache, dass ein Tier leidensfähig ist, dass es Angst und Schmerz empfinden kann, dass es leben möchte. Die Frage nach dem angeblichen Nutzen von Tierversuchen für den Menschen rückt damit in den Hintergrund, es sei denn, es würde anerkannt, dass Gewalt Schwächeren gegenüber prinzipiell gerechtfertigt ist, wenn sich der Stärkere irgendetwas davon verspricht. Dies ist jedoch nicht zu tolerieren, da durch ein solches Weltbild prinzipielles Unrecht und Grausamkeit als legitim anerkannt wird bzw. würde. Zudem haben sie erkannt, dass der vermeintliche Nutzen, der aus Tierversuchen gezogen wird, bei Weitem nicht so groß ist, wie es nach außen immer wieder dargestellt wird. Vereinigungen wie die in Deutschland ansässigen Ärzte gegen Tierversuche e.V., die bei der Argumentation gegen Tierversuche auch einen starken Wert auf die mangelnde wissenschaftliche Relevanz legen, gibt es inzwischen in vielen Ländern.

Vier Beschreibungen von Toxizitätsversuchen der BASF AG an Ratten erhalten Sie aus der Datenbank der Ärzte gegen Tierversuche, online abrufbar unter

Die BASF AG ist auch Auftraggeber von Versuchen bei den Tierversuchslaboratorien Covance und Huntingdon Life Sciences. Die Grausamkeit, denen die Tiere in diesen beiden Laboren ausgesetzt werden, wurde in den vergangenen Jahren durch inkognito dort arbeitende Journalisten veröffentlicht. Die Covance Laboratories GmbH in Münster, bei der ebenfalls Bildmaterial angefertigt wurde, versucht seit einem halben Jahr durch gerichtliche Verfügungen die Veröffentlichung dieser Aufnahmen zu verhindern. Inzwischen ist diesbezüglich ein Verfahren vor dem Oberlandesgericht Hamm anhängig, das am 21.07.04 in einer mündlichen Verhandlung darüber entscheiden wird, ob das Bildmaterial veröffentlicht werden darf.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Pressesprecher von die tierbefreier e.V., Kevin Kroemmer, unter 0160-2576008 (alternativ 0179-1745910).
 
  • SaSa22
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Hi Flex :hallo:... hast du hier schon mal geguckt?
  • Ringo
Meine Hochachtung für die Befreiungsaktion der Beagles !!!
Solidarische Grüße
Carin
 
  • MeikeMitBenny
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Übrigens... Es ist enorm wichtig auch an das richtige (!) Hundefutter zu denken.

Ich habe für unseren Dicken seeehr lange nach dem richtigen Futter gesucht. Durch Zufall habe ich den hier vom Forum angebotenen kostenlosen Futtercheck gefunden und konnte dort tatsächlich in Erfahrung bringen, welches Futter ganz konkret von anderen Hundebesitzern mit genau der gleichen Hunderasse bevorzugt wird.

Und unser Benny liebt sein neues Futter! Es hat sich gelohnt!! 

Wer ihn noch nicht ausprobiert hat, hier findet ihr den Futtercheck! Dauert weniger als eine Minute.

Ach ja, ihr könnt übrigens zusätzlich noch am Ende des Futterchecks gratis Futterproben von bis zu 20 verschiedenen Herstellern anfordern! 

So sah hier dann nach ein paar Tagen unser Tisch aus:



Euer Hund wird euch lieben! 

Hier nochmal der Link zum Futtercheck

LG Meike mit Benny
  • a & a
Absolute Hochachtung für SO aktive Menschen!

In dem Bericht steht drin, daß immer mehr Leute die Tierversuche ablehnen, das ist sehr fein, wieviele davon schauen, daß sie entsprechend tierversuchsfreie z.B. Kosmetik kaufen ?!

Diese Industrien bekommt man nur über fehlend Nachfrage...

Und selbst da muß man vorsichtig sein, denn bei der PETA bsp. gibt es eine Liste von Kosmetikherstellern, die ohne Tierversuche auskommen.

Habe von Beiersdorf (Nivea) ein Schreiben bekommen, daß alles "in vitro" also im Reagenzglas getestet wird... bei Beiersdorf weiß ich es nicht, kann ich nicht prüfen,
bei mind. zwei Hertstellern, die auf der PETA-Liste stehen und hier in der Gegend sind WEISS ich, daß Tierversuche nach wie vor durchgeführt werden... vielleicht weniger als früher aber das hilft den Tieren auch nicht :heul:

Die Tendenz ist da, es muß aber noch viel passieren und da sind kritische und konsequente Verbaucher gefragt...

Egal, ich freue mich für die Beagles!!!
 
  • wauzi
Flex schrieb:
Die Beagles, die bei der BASF AG befreit wurden, verbringen ihr Leben jetzt in Freiheit bei Menschen, die sie aufgenommen haben und sich um sie kümmern. „Die Hunde entkamen dadurch einem Leben hinter Gittern und einem schmerzhaften Tod durch Tierversuche mit Pestiziden (Insektizide, Herbizide, Fungizide), Arzneimit-teln oder anderen Chemikalien“, so die Tierbefreiungsfront in ihrem Bekennerschreiben.


Und die Beagles, die jetzt deren Stelle einnehmen werden? Für die wirds auch nicht besser sein.


wauzi
 
  • SaSa22
  • #Anzeige
Danke für den Tipp, Meike! Den Futtercheck (und vor allem die kostenlosen Futterproben :D) werde ich mir mal gönnen.
  • Flex
Willst Du damit andeuten, daß es falsch war, die Hunde da herauszuholen?
Nur durch solche Aktionen kann man den, oft mit Blindheit geschlagenen Politikern, 'lästig' werden, wenn man ihnen schon nicht die Augen öffnen kann...

Viel wichtiger wäre wohl eher ein generelles Verbot der Regierungen, überhaut an Tieren zu forschen.
 
  • erwin
Sicher geht es den nächsten Beagles nicht besser als es den jetzt befreiten ging.
Der Zweck einer solchen Aktion ist hauptsächlich Aufmerksamkeit zu erregen, denn nur durch die öffentliche Aufmerksamket ändert sich vielleicht Grundsätzliches.
Ausserdem, da der einzelne Versuchshund angeblich einen Wert von 1000 € darstellt, schädigen solche Aktionen die Tierquäler dort, wo es ihnen weh tut, am Geldbeutel.
Solche Aktionen sollten viel öfters statt finden. Für die Konzerne muss die Versuchstierhaltung mit höchstmöglichem Risiko und unkalkulierbaren Kosten verbunden sein. Sie müssen aus Angst vor Diebstahl und Beschädigung ihrer Anlagen gezwungen sein immense Mittel für Bewachung aus zu geben. Es muss so teuer werden, dass es für sie unrentabel wIrd. Zugänge zu solchen Anlagen sollten immer wieder blockiert werden.
Auch gehört das ganze Problem personalisiert, also jeder Mitarbeiter einer solchen Anlage sollte namentlich genannt werden, er müsste mit Boycott und dauernden Anpöbeleien dahin gebracht werden, dass er seinen Job aufgibt. Dabei sollten nicht nur die leitenden Personen angegriffen werden, sondern auch die kleinste Teilzeitktaft. Denn nur wenn niemand mehr diese Drecksarbeit leistet, dann können auch keine Versuche mehr durchgeführt werden.
Der Boycott der Waren dieser Firmen bringt nicht viel, denn die meisten Leute blicken da einfach nicht durch. Nur die dauernde Störung der Infrastruktur kann diese Firmen zur Einsicht bringen.
Das Gleiche gilt für Hühnerfarmen, Pelztierfarmen, Mastbetriebe....
Ciao Erwin
 
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