Silvester-Feuerwerk: So nehmen Sie Ihren Tieren den Stress

Die paar Minuten um 0.00 Uhr könnten Harpo und ich verschmerzen. Türen und Fenster zu, Fernsehen etwas lauter und dann geht das einigermaßen.
Aber: Hier hat es genau Heute schon die erste Knallerei gegeben und ich weiß genau, dass das noch Tage nach Sylvester so weitergehen wird. Mein Hund leidet dabei fürchterlich und ich kann ihn somit die nächsten Tage KEINE Minute alleine zu Hause lassen und das nervt mich tierisch.
 
  • 29. März 2024
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Hi Harpo9589 ... hast du hier schon mal geguckt?
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So sehe ich das auch irgendwo. Das alle auf das knallen verzichten wird wahrscheinlich nie passieren und wenn es um Mitternacht passiert wo sich die Leute drauf vorbereiten können...bitte, dann sollen die das eben machen.
ABER das schon Tage vorher oder danach und dann absichtlich auf Tiere (was leider immer wieder vorkommt)...das macht mich so sauer und wahnsinnig traurig das mir da eigentlich schon die passenden Worte fehlen.
 
Mein Hund leidet dabei fürchterlich und ich kann ihn somit die nächsten Tage KEINE Minute alleine zu Hause lassen und das nervt mich tierisch.

Das nervt mich auch, allerdings sind hier auch irgendwo die Behörden gefragt, da das ja nun mal verboten ist.
 
Die paar Minuten um 0.00 Uhr könnten Harpo und ich verschmerzen. Türen und Fenster zu, Fernsehen etwas lauter und dann geht das einigermaßen.
Aber: Hier hat es genau Heute schon die erste Knallerei gegeben und ich weiß genau, dass das noch Tage nach Sylvester so weitergehen wird. Mein Hund leidet dabei fürchterlich und ich kann ihn somit die nächsten Tage KEINE Minute alleine zu Hause lassen und das nervt mich tierisch.

Ja, so empfinde ich es auch.
Das Feuerwerk an Silvester wäre ja zu akzeptieren, aber die ganzen Tage davor und danach sind echt schlimm. War gestern schön mit Sessy spazieren, nach der Hälfte des Spaziergangs haben irgendwelche Idioten ihre Böller losgelassen und Sessy hat mich mit eingezogenem Schwanz nach Hause gezogen. Super.
 
Tierlieb ins neue Jahr: Rücksicht auf Haus- und Wildtiere nehmen

Für die meisten Tiere ist die alljährliche Knallerei zu Silvester alles andere als ein „tierischer Spaß“. Die ungewohnt lauten Geräusche verängstigen viele Mitgeschöpfe und können ihnen den Jahreswechsel zu Stunden des Leidens werden lassen. Für Tierhalter gilt: Haustiere brauchen in der Silvesternacht besondere Aufmerksamkeit und geeignete Rückzugsmöglichkeiten..............



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:hallo:
 
Ich ich dachte heut ich muss auch mal töten gehn, nachdem paar Halbstarke Böller auf mein Auto werfen wollten, dabei aber so grotten schlecht gezielt haben, dass sie es (ihr Glück) verfehlt haben.

Ich brauch es nicht, aber irgendwie gehört es schon immer zu Silvester dazu.

Ich verdamme niemanden wenn er böllert, aber ich tue es nicht.
 
Möchte nur mal klarstellen, dass ich auch niemanden, der im normalen Rahmen böllert verdamme! Wer meint, er muss paar Zisselmännchen und ne Hand voll Raketen hoch jagen und ist damit um halb 1 durch - bitte!
Ich KANN sogar verstehen, wenn man Blindgänger und vergessen ebÖller an Neujahr noch wegböllert. Aber dann ist auch gut. Ab dem zweiten und insbesondere VOR Mitternacht an Silvester habe ich wenig Verständnis und da hört auch die Toleranz auf.

Und zumindest ganz heftig an's Kopfschütteln komme ich, wenn ich sehe, dass junge Erwachsene an Silvester bis 4, 5 Uhr morgens oder noch länger palettenweise Chinaböller wegknallen - für hunderte Euro! Das verfehlt dann einfach auch total den Zweck...
 
Kinderarbeit in Feuerwerkskörper-Produktion

Wien, 30.12.2008: Silvester: Feuerwerke, Raketen, Kracher – das alte Jahr endet immer öfter mit einem Knall. Laut ORF erwarten Meinungsforscher dieses Jahr sogar einen Anstieg beim Erwerb von Böllern, Raketen und bengalischen Feuern. Was viele beim Kauf der Feuerwerkskörper nicht bedenken ist, unter welchen Umständen diese hergestellt wurden. Jugend Eine Welt macht auf die Arbeitsbedingungen bei der Feuerwehrkskörper-Produktion aufmerksam..........



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:heul:
 
Guten morgen und ein frohes neues Jahr,

unsere Hunde haben während der Knallerei geschlafen und ich muß sagen es war meiner Meinung nach mehr als in den letzten Jahren und die mutigsten sind sie auch nicht.:D
Meine großen Pferde waren drin und haben sich das ganze Spektakel am offenen Fenster angeschaut und die Pony´s und Fohlen bzw. Absetzer standen in der Außenbox und haben völlig relaxt Feuerwerk geguckt, keine Unruhe, kein umherlaufen, nichts und es wurde in ca. 100m Entfernung bei unseren Nachbarn geknallt und das nicht leise.
Allerdings laß ich mich auch nur kurz sehen und beschränke mich dann auf´s horchen, wenn ich mich anders benehme als sonst würde ich sie erst verrückt machen.:D
Heute noch und dann ist die Ballerei vorbei und meine Pferde Schussfest.:D

Gruß
Helga
 
Silvesterknallerei: Horror für Tiere

Silvester, die Nacht der Nächte, das alte Jahr wird mit verschiedenen Bräuchen, Parties oder sonstigen Anlässen verabschiedet und das neue Jahr gleichzeitig willkommen geheissen. Doch nicht nur die Sektkorken knallen in dieser Nacht, Feuerwerk gehört für viele Leute einfach dazu. In der übermütigen Festlaune vergessen viele die Konsequenzen solch sinnloser Knallerei: Für Tiere ist Silvester der reinste Horror........



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Also,Sylvester ist für meine "Große"auch der reinste Horror- schon immer, aber jetzt, wo sie fast völlig blind ist, ist es noch schlimmer!
Ich leide auch irgentwie mit ihr-erstens war ich auch nie ein Fan von KNallerei und zweitens tut sie mir leid! Ich zeige es zwar nicht äußerlich,aber sie spürt es sicher!?

Leider gibts hier genug Kanditaten, die die kNaller gezielt auf Tiere werfen- habe es selbst schon 3mal erlwebt- und da werd ich richtig stinkig!
Für sowas habe ich absolut kein Verständnis-da können die meinetwegen diese Knallerei ganz abschaffen!

Zumal ich mal das Geld haben möchte und spenden könnte, was die Menschheit da verballert! Gespendet würde es mehr bringen-
aber natürlich ist das nur ein Wunschgedanken-mir ist schon klar, das es sowas nie geben wird.....
 
Tierlieb ins neue Jahr ohne wilde Böllerei: Rücksicht auf Haus- und Wildtiere nehmen

Außergewöhnliche Lautstärke und heftiges Knallen zum Jahreswechsel sind für viele Menschen ein tierisch-schönes Vergnügen - aber nur für sie. Haustiere und Wildtiere leiden an Silvester unter extremen Geräuschbelästigungen, hervorgerufen durch Böller, Raketen und Co. Tierhalter sollten ihren tierischen Lieblingen deshalb...........



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Zumal ich mal das Geld haben möchte und spenden könnte, was die Menschheit da verballert! Gespendet würde es mehr bringen-

Guten Morgen,

gestern brachten sie es in den Nachrichten: 2008/2009 wurden 108 Millionen Euro sinnlos in die Luft gejagt (108.000.000,00!) - unglaublich! :uhh:

Was haette man damit alles sinnvolles Gutes tun koennen! :engel:

Kopfschuettelnde Gruesse - Mausi :sauer:++
 
Mein Reden....!
Wozu so viel Gled ausgeben, für einmal knallen,etc.????
Es gibt genug "unsinnige Geldausgaben" ,aber das ist die Nummer 1 bei mir!:rolleyes:

Trotzdem wünsch ich Euch allen ein besseres,gutes neues Jahr-
möget Ihr alle mit Euren Tieren ruhig udn stresslos reinrutschen!:hallo:
 
Hilfe für den Hund am Sylvestertag – oder:
Ist die Menschheit verrückt geworden?!
„Alle Jahre wieder...“ kommt leider nicht nur das Christkind, sondern pünktlich eine Woche später auch die große Knallerei. Weihnachten gilt als stilles und besinnliches Fest, an dem es gar nicht ruhig genug sein kann, selbst unser altes deutsches Liedgut preist die „Stille Nacht, heilige Nacht...“ , aber nur sieben Tage später scheint die Menschheit regelmäßig verrückt zu werden. Es kann gar nicht laut und grell genug werden – ganz gleich, einen wie hohen Preis wir dafür zahlen.
Ebenfalls fragt sich alle Jahre wieder der gesunde Menschenverstand, wie es sein kann, dass angesichts (ver)hungernder Menschen und Tiere, einer kriselnden Weltwirtschaft und scheinbar nicht lösbarer Umweltprobleme, die uns irgendwann alle miteinander mit einem ganz großen Knall ins Jenseits befördern könnten, überhaupt ein Mensch so verrückt sein kann, Geld für Raketen, Böller und Tischfeuerwerk auszugeben?! Ja wissen die Leut` denn wirklich nichts Besseres damit anzufangen? Für die ganz Ideenlosen wüsste ich da ein paar Umwelt- und Tierschutzorganisationen, die um jeden Cent dankbar wären. Auch das Frauenhaus, die Welt-hungerhilfe und Aktion Mensch hätten sicher einen besseren Verwendungszweck für die Milliarden, die da alljährlich in die Luft gepulvert werden.
Und nun möge mir bloß keiner mit der Tradition kommen! Ach, so vieles wird unter dem Deckmäntelchen der Tradition fortgeführt, so vieles, das man lieber bleiben lassen sollte: Der Stierkampf, die Treibjagd, Pferderennen oder auch die Unterdrückung der Frau, die nach wie vor in vielen Ländern dieser Erde zur guten (?) alten Tradition gehört. Na ja, manchmal ist die Tradition halt auch mehr alt als gut und gehört einfach abgeschafft. Es lohnt, darüber nachzudenken.
Als Tierhalterin habe ich mir die Knallerei schon als Jugendliche abgewöhnt. Zu sehr taten mir die Hunde (und Katzen!) leid, wenn sie sich zitternd unter der Eckbank verkrochen und tagelang nicht mehr aus dem Haus trauten. Ich dachte an die Wildtiere, die ebenfalls voller Angst und Schrecken flüchten und Schutz suchen vor einer nicht benennbaren und nicht verstehbaren Gefahr.
In meiner Hundeschule mehren sich jetzt wieder die Anrufe der Verzweifelten, die fragen, ob ich Tipps hätte, wie man mit dem geliebten Vierbeiner die Jahreswende halbwegs schadlos übersteht. Immer wieder stellt man mir die Frage, ob ich mich da auskenne. Oh ja, da kenne ich mich sogar sehr gut aus, denn drei meiner sieben Hunde haben schreckliche Angst und zwei fürchten sich zumindest etwas. Mit den folgenden, jahrelang im Ernstfall erprobten Tipps kommen wir ganz gut über die Runden:
Die einfachste Lösung zuerst: Hauen Sie mit Ihrem Hund einfach für ein paar Tage ab. Buchen Sie eine einsame Berghütte irgendwo im Nirgendwo. Das müssen Sie allerdings rechtzeitig tun, denn einsame Berghütten gibt`s bei weitem nicht so viele wie genervte Hundehalter, die diese zur Jahreswende händeringend suchen. Reisen Sie schon ein paar Tage vor Sylvester ab und bleiben Sie auch etwas länger, denn wie wir alle wissen, beginnt die Knallerei schon Tage vor dem ganz großen Spektakel und zieht sich auch noch bis zum zweiten oder dritten Januar hin.
Wenn diese Lösung nicht möglich ist, wäre mein wichtigster Tipp, dass Sie Ihrem Hund so viel Ruhe wie möglich vermitteln und durch Idolfunktion vorleben, dass Ihnen der ganze Rummel gar nichts ausmacht. Für mich ist dies zugegeben der schwierigste Part, denn tatsächlich
könnte ich jedem, der da draußen rumknallt, ebenfalls eine knallen – kleine Kinder, die noch nicht wissen, was sie tun, ausgenommen.
Durch die Stimmungsübertragung beeinflussen wir unsere Hunde ganz enorm, je gelassener Sie also sind, desto eher kann Ihr Hund sich zumindest etwas beruhigen. Aber erwarten Sie bitte nicht, dass Ihr Hund keine Angst mehr hat, nur weil Sie keine haben, denn ganz so einfach läuft es nicht. Es ist etwa wie bei einem bevorstehenden Besuch beim Zahnarzt, der Ihnen große Angst macht: Ein Partner, der Ihnen Mut zuspricht und Gelassenheit ausstrahlt, hilft zumindest etwas – einer der glaubt, man brauche doch keine Angst haben, weil er/ sie ja schließlich auch keine Angst hat, hilft überhaupt nicht, sondern nervt einfach nur.
Tipp Nummer zwei steht in direktem Zusammenhang mit Tipp Nummer eins: Haben Sie Zeit für Ihren Hund, stehen Sie ihm durch Anwesenheit zur Verfügung und ermöglichen Sie ihm das Kontaktliegen, wenn er es wünscht. Hierbei müssen Sie aber sehr präzise arbeiten, damit es nicht zu einer so genannten unbewussten Bestätigung kommt. Keinesfalls heißt dies nämlich, dass Sie Ihren Hund auf den Arm nehmen, herumtragen oder auf den Schoß setzen sollen, während Sie ihn streicheln und in endlosen Litaneien bedauern, denn dieses Verhalten würde die Angst Ihres Hundes nur verstärken. Allerdings sollten Sie andererseits auch keinesfalls – wie von manchen Trainern empfohlen – Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat. Dieser Tipp, der die oben genannte „unbewusste Bestätigung“ verhindern soll, ist weit über das Ziel hinaus geschossen, denn wenn Sie Ihren Hund ignorieren, wenn er Angst hat, was vermitteln Sie ihm dann?! Dass Ihnen seine Angst vollständig egal ist und er sich an jemand anderen wenden muss, wenn er Unterstützung und Schutz braucht – und das ist für eine gute Bindung und ein angestrebtes Vertrauensverhältnis zwischen Hund und Halter das reinste Gift! Deshalb haben wir seit Jahren ein Ritual eingeführt, das bestens funktioniert:
Unser Wohnzimmer wird zu einer Liegelandschaft umgebaut. Zugegeben, bei nur einem Hund oder zweien ist das nicht nötig, es reicht ein bequemes Sofa, aber wir haben ja sieben... Einer von uns hält sich die meiste Zeit über auf der „Liegewiese“ auf, meistens lesen wir oder telefonieren mit Freunden. Die Hunde kommen ganz von selbst und suchen den Körperkontakt, wenn die Knallerei losgeht. Sie legen sich mit hin, dürfen sich ankuscheln und unsere Nähe spüren. Einem von ihnen hilft es besonders, wenn wir ihn mit einer Decke so zudecken, dass nur noch sein Kopf rausschaut – er fühlt sich so eingehöhlt sicherer. Wenn die, die besonders große Angst haben, anfangen zu hecheln oder uns anzupföteln, reagieren wir darauf nur geringfügig und sagen einfach nur kurz „Ist schon o.k.“ oder Ähnliches und strahlen weiterhin heitere Gelassenheit aus. Um diese Stimmung zu erzeugen, helfen übrigens Bücher des Dalai Lama ausgesprochen gut! 
Zusätzlich läuft bei uns der Fernseher in einer Lautstärke, die gut erträglich ist, aber doch den Lärm von draußen zumindest teilweise abmildert. Diese Geräuschkulisse kann die Knallerei natürlich nicht übertönen, dann würden uns – und besonders unseren Hunden, deren Gehör viel feiner ist – ja die Ohren weh tun. Aber sie verhindert eine allzu starke Fokussierung auf die Knallgeräusche. Der besondere Tipp: Auf 3 SAT laufen jedes Jahr ab 11.00 Uhr vormittags bis weit nach Mitternacht Mitschnitte von tollen Live-Konzerten der vergangenen Jahre. Echte Sahnestücke der Musikgeschichte, von Phil Collins über U2, Michael Jackson, Pink oder Tina Turner, es ist für so ziemlich jeden Musikgeschmack etwas dabei.
Sehr hilfreich ist auch eine CD, die es als Beigabe zu dem Buch „Mit den Ohren eines Hundes“ (sehr zu empfehlen!) gibt. Die auf ihr zu hörende Musik wurde nach jahrelangen Forschungen auf dem Gebiet der Psycho-Akustik arrangiert und ist speziell auf das akustische Wahr-
nehmungsvermögen von Hunden abgestimmt. Sie wirkt beruhigend und wird bereits erfolgreich in Tierheimen, Hundepensionen und Tierkliniken eingesetzt.
Sobald es am Nachmittag auch nur ansatzweise dämmrig wird, machen wir überall im Haus das Licht an, um die von draußen kommenden Lichtreflexe zu mildern. Sollten Sie Gardinen oder Rollos haben, sollten Sie diese schließen. Manchmal hört man den Tipp, mit dem Hund am besten in den Keller zu gehen, im Idealfall in einen Keller ohne Fenster. Dies ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn Sie das nicht ausschließlich zu Sylvester tun – sonst kann es schnell passieren, dass der Hund bereits das Heruntergehen in den Keller fürchtet, weil es für ihn in direktem gedanklichen Zusammenhang mit der Knallerei steht. Sollten Sie aber eine Art eingerichteten Hobbyraum haben, den Sie regelmäßig nutzen, kann es tatsächlich hilfreich sein, Sylvester dort unten zu verbringen, bis gegen 2.00 oder 3.00 Uhr nachts zumindest die schlimmste Knallerei vorbei ist.
Die Gassi-Runden reduzieren wir auf kurze Gänge in der Nähe des Hauses, damit die ängstlichen Hunde das Gefühl haben, jederzeit auf dem schnellsten Weg wieder nach Hause zu können. Ist „die Fluchtburg“ in kürzester Zeit erreichbar, fühlt sich so mancher Hund zumindest etwas besser. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie das Rausgehen auch auf diesen beschränken. Wir gehen am 31. Dezember immer eine ganz lange Runde sehr früh am Morgen, so gegen 6.00 Uhr – da ist es noch weitgehend ruhig. Danach bleiben wir mit den ängstlichen Hunden auf unserem Grundstück.
Wenn Sie einen Hund haben, der in Panikattacken verfällt, wenn er es – selbst in größerer Entfernung – knallen hört, dann führen Sie ihn an den Tagen rund um Sylvester mit doppelter Leinensicherung und bleiben Sie in der Nähe Ihres Hauses oder Ihres offen stehenden (!) Autos, denn für diese Hunde ist das Erreichen „der Fluchtburg“ eine Frage des Überlebens.
Von der häufig empfohlenen Gabe von Medikamenten möchte ich dringend abraten! Zunächst einmal ist wichtig zu wissen, dass jedes Psychopharmaka eine so genannte Umschlagwirkung zeigen kann. Das bedeutet in diesem Fall, dass der Hund nicht beruhigt, sondern ganz im Gegenteil, jetzt erst richtig hoch gefahren wird. Der Kreislauf wird aktiviert, der Puls rast wie verrückt, der Hund kommt nicht mehr zur Ruhe und der so gestresste Organismus nimmt die Außenreize durch die Adrenalinausschüttung noch stärker wahr. Vor ein paar Jahren wurde ich am Sylvesterabend von einer völlig verzweifelten Hundehalterin angerufen, bei deren Eurasier-Rüden genau das passiert war. Der Hund drehte völlig durch, speichelte, raste fieberhaft nach Unterschlupf suchend durch das Haus und war kaum noch ansprechbar. Die Tierärztin, die das Mittel verschrieben hatte, empfahl am Telefon, den Hund in die Praxis zu bringen, was vollkommen ausgeschlossen war für die Halterin, weil er sich nicht einmal mehr anfassen ließ, ohne deutlich drohend zu fletschen – was er übrigens sonst nie tat! Als ich nach halbstündiger Fahrt dort ankam, war der Hund bereits so durchgedreht, dass ich einen Kreislaufkollaps befürchtete. Uns blieb also nichts anderes übrig, als uns auf den Hund zu stürzen, ihn – halb im Würgegriff – ins Auto zu zerren und in die Klinik meines Vertrauens zu bringen. Dort wurde er in Narkose gelegt, um ihn erst einmal ruhig zu stellen. Dann wurde er an den Tropf gehängt, um die Wirkstoffe in seinem Körper möglichst schnell auszuschwemmen. Es dauerte mehr als 14 Tage, ehe dieser Hund sich halbwegs erholt hatte und sein Frauchen und mich wieder vertrauensvoll an sich heran ließ. Er war damals fünf Jahre alt und ich kannte ihn seit seiner Welpenzeit. Er hatte uneingeschränktes Vertrauen zu mir und seiner Halterin bis zu diesem Abend gehabt...
In einem anderen Jahr rief mich am 05. Januar eine Dame an, deren Hund sich seit Sylvester völlig verändert hatte. Er zitterte, sobald er nur angesprochen wurde und reagierte extrem auf
jegliche Außenreize, die mit Geräuschen oder Licht zu tun hatten. Er flüchtete zum Beispiel in Panik unter den Küchentisch, als vor dem Haus die Straßenlaterne anging. Beim Beratungsgespräch stellte sich dann heraus, dass auch dieser Hund auf Anraten eines befragten Tierarztes Medikamente verschrieben bekommen hatte. Er wählte ein Mittel aus, das hauptsächlich auf der Basis eines Muskelrelaxans wirkte, das Bewusstsein aber kaum beeinflusste. Im Klartext bedeutete dies, dass dieser arme Hund, der schon immer große Angst vor Sylvester hatte, alles um sich herum mitbekam, aber unfähig war, sich zu bewegen. Gefangen im eigenen Körper konnte er weder hecheln, noch herumlaufen oder sich verkriechen, so wie er es sonst immer getan hatte. Die Folgen waren fatal – dieser Hund erlitt ein Trauma, von dem er sich nie mehr richtig erholte. Er hatte für den Rest seines Lebens Probleme und die Halterin verfluchte den Tag, an dem er das „Beruhigungsmittel“ bekommen hatte.
Ich könnte noch einige solcher Beispiele nennen, die ich im Laufe der Jahre miterlebt habe. Es waren weit mehr als nur diese beiden und aus diesem Grund würde ich die Gabe von Medikamenten nicht empfehlen. Ich kenne keinen einzigen Hund, der sich nicht über kurz oder lang wieder erholt hätte nach der Knallerei – aber einige, die durch Medikamentengabe traumatisiert wurden. Selbstverständlich gibt es auch Hunde, die die Medikamentengabe gut vertragen – nur weiß man vorher nicht, ob es so sein wird und mir ist das Risiko für die mir anvertrauten Tiere definitiv zu groß, falls es nicht so sein sollte.
Hingegen macht eine Kollegin von mir recht gute Erfahrungen mit der Gabe von Bach-Blüten. Suchen Sie sich einen seriösen Therapeuten, der eine individuelle Mischung für Ihren Hund zusammenstellt. Die im Handel erhältlichen, fertigen Mischungen möchte ich Ihnen nicht empfehlen, da sie der eigentlichen Lehre Bach`s und seinem Verständnis über die Wirkung der Blütenmittel nicht entsprechen. Eine Umschlagwirkung ist hier nicht bekannt, es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es in seltenen Fällen zu einer Erstverschlimmerung der Symptome kommen kann, ähnlich wie wir sie aus der Homöopathie kennen. Sollte diese gerade an Sylvester auftreten, wäre das natürlich fatal. Deshalb ist eine vorherige Gabe zum Ausprobieren empfohlen.
Einigen Hunden hilft auch der D.A.P.-Stecker recht gut, der im Fachhandel erhältlich ist. D.A.P. ist die Abkürzung für Dog Appeasing Pheromone. Diese Pheromone sind Duftstoffe, die eine Mutterhündin während der Laktationsphase zwischen der Milchleiste absondert und die beruhigend auf die Welpen wirken. Man fand heraus, dass diese Wirkung auch noch bei erwachsenen Hunden eintritt und schließlich gelang es, diese Pheromone zu synthetisieren. Steckt man nun diesen Stecker in die Steckdose, wird der Geruch der Pheromone ausgeströmt. Wichtig ist hierbei allerdings, dass Sie dem Hund die Gelegenheit geben, den Raum zu verlassen, wenn er das wünscht, denn nicht alle Hunde mögen diesen Geruch und nicht auf alle wirkt er beruhigend! Beobachten Sie Ihren Hund, ob er sich freiwillig in die Nähe des Steckers begibt und tatsächlich ruhiger wird oder ob ihm dieser Geruch völlig egal zu sein scheint oder er sogar den Raum verlässt. Auch hier ist es sinnvoll, nicht erst am Sylvesterabend auszuprobieren, welche Reaktionen Ihr Hund zeigt, fangen Sie ruhig schon ein bis zwei Wochen vorher damit an. Auf gar keinen Fall sollten Sie die ebenfalls erhältlichen D.A.P.-Halsbänder verwenden, denn einmal angelegt kann der Hund sich eben nicht mehr frei entscheiden, ob er den Geruch sucht oder meidet, sondern ist ihm ausgeliefert. Interessant ist, dass der Hersteller anfangs, als es nur die Stecker gab, selbst ausdrücklich darauf hinwies, wie wichtig es ist, dem Hund die Möglichkeit zum Ausweichen zu geben. Trotzdem hat er dann die Halsbänder und auch noch ein Spray auf den Markt gebracht. Man macht sich so seine Gedanken, was hinter diesem Sinneswandel steckt...
Für viele Menschen ist übrigens unklar, warum Hunde gerade vor Sylvester so große Angst haben. Manchmal sogar solche, die zum Beispiel keine Probleme mit Schüssen oder Gewitter haben. Der Grund liegt wahrscheinlich darin, dass durch die Knallerei gleich mehrere Sinne deutlich überstrapaziert werden: Der Gehörsinn durch den Lärm, der Gesichtssinn (die Augen) durch die ungewohnten und in großer Anzahl auftretenden Lichtreflexe und der Geruchssinn durch den Gestank, den die Böller verursachen und der ebenfalls ungewohnt ist für den Hund.
Abschließend wünsche ich Ihnen und Ihrem Hund (oder Ihren Hunden) eine möglichst ereignislose Sylvesternacht und hoffe, dass die hier zusammengefassten Tipps helfen, mit möglichst viel Ruhe und Frieden ins neue Jahr zu kommen!
Clarissa v. Reinhardt

P.S. : Als Autorin erlaube ich ausdrücklich, diesen Text ungekürzt, unverändert und unter Nennung der o.g. Quelle weiträumig zu verbreiten. Wenn Sie ihn erhalten haben, freue ich mich, wenn Sie ihn an Freunde und Bekannte weiter schicken, ihn in Foren oder auch gern auf Ihre eigene Homepage stellen. Sie dürfen ihn auch ausdrucken, kopieren und verteilen. Desto mehr Menschen er erreicht, desto mehr Tieren kann hoffentlich geholfen werden. 

Allen 2- und 4-Beinigen wünsche ich einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

Tanja
 
meine 2 Gr0ßen nehmen die Ballerei ganz gelassen. Unser Kleiner (prager Rattler) zittert sich schlapp. Mit Phosphorus Kügelchen geht es einigermaßen!
 
meine 2 Gr0ßen nehmen die Ballerei ganz gelassen. Unser Kleiner (prager Rattler) zittert sich schlapp. Mit Phosphorus Kügelchen geht es einigermaßen!
Unser Rudel hat es auch gut überstanden. Von 23.00 bis 1.00 Uhr wurde die Musik etwas lauter gestellt und alle lauschten entspannt. :)

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Grüße Klaus
 
Letztes Jahr haben die Racker das irgendwie nicht so recht mitbekommen, waren daher ruhig genug, daß ich mich um die alte Katze Tiger kümmern konnte.
Dies Jahr sind sie pünktlich mit der Kanllerei wachgeworden und waren aufgeregt. Ich habe die Vorhänge und Gardinen beiseitegezogen, mit einem Hund in jedem Arm Feuerwerk angeschaut. Dabei mit absoluter Begeisterung Märchen erzählt (ei wie fein, schaut, nur für uns, so schön etc.pp.) Nach etwa drei Minuten kucken die (dämliche :lol:) Frage: wer möchte denn ein Lecker? und schon war das ganze draußen-Spektakel komplett gleichgültig.
Jeder ne Handvoll Trockenpansen, und die Hundewelt war in Ordnung :D

Gartenkatz Lea war zum ersten Mal in ihrem Leben relativ entspannt, da im Haus in Sicherheit. Dio war aufgeregt und hat aus allen Fenstern geschaut. Kitty war der einzige, der's sch.eiße fand. Der hat sich ungesehen bis ins Wohnzimmer geschlichen (also doch mutig) und hinter der großen Couch versteckt. Dort fand ich ihn nach 'ner halben Stunde vergeblicher Sucherei, weil die Racker ihn mit 'nem Mal gewittert hatten. Er ließ sich nach wegsperren derselben erstaunlicherweise hochheben und noch oben tragen, ohne mir irgendwelche Schnittwunden zuzufügen.

Alles in allem bin ich komplett zufrieden.
 
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